Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Am Samstag um 18:30 Uhr steht in der EWE Arena ein äußerst wichtiges Spiel gegen die Baskets Bamberg an. Während viele Experten Oldenburg vor der Saison im sicheren Mittelfeld oder sogar mit Tendenz Richtung Playoffs sahen, wurden die Bamberger eher im unteren Tabellendrittel eingeordnet.

Vor dem 8. Spieltag zeigt sich jedoch ein komplett umgekehrtes Bild:
Mit einer Bilanz von 1:6 stehen die EWE Baskets derzeit auf dem 17. Platz, während Bamberg mit 3:3 Siegen solide im Mittelfeld rangiert.

Die Offensive der Bamberger

Schaut man auf die Zahlen, könnte man sogar den Eindruck gewinnen, dass Bamberg ein echtes Topteam ist. Mit einem Offensivrating von 112,7 liegen die Franken ligaweit auf Platz 4. Besonders auffällig ist ihre Stärke von der Dreierlinie: 38 Prozent Trefferquote bei 28,5 Versuchen pro Spiel – Bestwert der gesamten Liga.

Gleich zwei Spieler sorgen hier mit starken Zahlen von außen: Cobe Williams trifft 44,4 % seiner Distanzwürfe bei 4,5 Versuchen, Ibi Watson sogar 45,7 % bei 5,8 Abschlüssen pro Partie.

Hinzu kommt, dass Bamberg extrem gut auf den Ball aufpasst. Mit nur 11,7 Turnovern pro Spiel sind sie in dieser Kategorie direkt hinter Berlin das zweitbeste Team der Liga

Auch die Defensive verdient eine Erwähnung: Mit einem Defensivrating von 104,2 stellt Bamberg die drittbeste Verteidigung der Liga.

Aktuelle Form

Aus den letzten fünf Spielen holten die Franken vier Siege – und wie Oldenburg hat auch Bamberg den Einzug ins Top Four Finale geschafft. Am vergangenen Donnerstag gewann Bamberg das Viertelfinale gegen Heidelberg mit 72:66 und sicherte sich damit den Halbfinaleinzug.

Auch in dieser Partie zeigte sich erneut die große Stärke von außen: Ibi Watson traf 3 von 3 Dreiern, und Demarcus Demonia versenkte starke 4 von 6 Würfe von der Dreierlinie.

Ausblick

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Am Samstag wartet auf Oldenburg eine richtungsweisende Partie – eine Gelegenheit für die EWE Baskets, endlich wieder sportlich in die richtige Spur zu finden. Die Aufgabe wird allerdings alles andere als einfach. In den bisherigen sieben Ligaspielen ließen die Oldenburger eine gegnerische Dreierquote von 36,2 Prozent zu – einer der schwächsten Werte der gesamten Liga.

Entscheidend wird sein, wie die Defensive gegen Bamberg aussehen wird. Verzichten die Oldenburger diesmal auf das häufige Hedgen? In den vergangenen Spielen führte genau dieses Verteidigen immer wieder zu offenen Dreiern – etwas, das man gegen ein so wurfstarkes Team unbedingt verhindern muss.

Ein Trend zeigte sich bereits gegen Vechta: Oldenburg blieb dort häufig in der Eins-gegen-Eins-Defense und erzielte vor allem in der zweiten Halbzeit mehrere wichtige Ballgewinne. Genau diese Aggressivität wird auch gegen Bamberg nötig sein – besonders, weil die Franken extrem gut auf den Ball aufpassen.

Spannend bleibt zudem die Frage, ob erneut Fobbs und Tischler den starken Point Guard Cobe Williams übernehmen werden.

All diese Fragen werden am Samstag beantwortet – und hoffentlich gelingt Oldenburg die Wende, sodass es endlich wieder bergauf geht.

Quellen für die Zahlen:

https://3stepsbasket.com/

https://www.easycredit-bbl.de/

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