Im Basketball gibt es fünf Positionen, den Point Guard (PG), Shooting Guard (SG), Small Forward (SF), Power Forward (PF) und den Center (C). Der Point Guard ist in der Mannschaft meist dafür zuständig, den Ball nach vorne zu bringen und das Spiel zu organisieren. Der Shooting Guard ist, wie der Name schon sagt, vor allem für den Abschluss verantwortlich und agiert häufig abseits des Balles. Der Small Forward zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus und ist oft dafür zuständig, zum Korb zu ziehen. Der Center ist in der Regel der größte Spieler auf dem Feld und übernimmt die Arbeit unter dem Korb, etwa beim Rebounding. Doch welche Rolle spielt eigentlich der Power Forward?
Der Power Forward ist, wie der Center und der Small Forward, Teil des Frontcourts. Er gehört meist zu den größeren Spielern auf dem Feld und agiert traditionell in Korbnähe. Dort erzielt er Punkte am Brett oder aus Post-up-Situationen und ist sowohl offensiv als auch defensiv für Rebounds und das Ausboxen zuständig.
Im modernen Basketball haben sich die Anforderungen an den Power Forward etwas verändert. Viele Spieler auf dieser Position verfügen inzwischen über einen guten Dreipunktwurf, um das Spielfeld breit zu machen und der Offensive mehr Raum zu verschaffen.
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Bei den EWE Baskets Oldenburg ist die Power-Forward-Position mit Tomislav Zubčić und Seth Hinrichs besetzt. Beide Spieler zeigen, wie vielseitig die Position heute gespielt werden kann und wie wichtig die „unsichtbare“ Arbeit abseits von spektakulären Punkten für den Erfolg des Teams ist.
Schaut man auf die Anforderungen eines Power Forwards, wird bei Tomislav Zubčić deutlich, dass er diese vor allem im Post-up erfüllt. Mit seinen 2,11 m ist er meist größer als die meisten Forwards und kann diesen Vorteil für einfache Punkte am Korb nutzen. Aufgrund seiner aktuellen Dreierquote von rund 23,5 Prozent in den letzten neun Spielen sucht er häufiger den Weg in Korbnähe, wo er im Zweipunktebereich deutlich effektiver ist. Mit einem Offensivrating von 123,7 gehört er zudem zu den offensiv einflussreichsten Spielern der Baskets. Auch beim Rebounding hilft seine Größe dem Team, so kommt er zuletzt auf durchschnittlich 3,2 Rebounds. Abseits der Statistiken bringt Zubčić zudem viel Einsatz, Emotionen und körperliche Präsenz ins Spiel, Aktionen, die auf keinem Statistikbogen auftauchen, für das Team jedoch enorm wertvoll sind.
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Das Gleiche gilt für Seth Hinrichs. Mit seinem Motivieren der Mitspieler, seinen Emotionen und seinem starken Einsatz ist er unglaublich wichtig für die Mannschaft. Er kämpft um jeden Rebound, um zum Beispiel zweite Chancen in der Offensive zu schaffen oder in der Defensive einen Stopp zu ermöglichen. Selbst wenn er auf der Bank sitzt und eine Auszeit genommen wird, geht er oft schon auf die Spieler zu, um sie zu pushen (siehe Bild). Hinrichs ist in vielen Situationen emotional dabei, nicht nur bei Highlight-Plays. Das ist ein wichtiges Element im Team und steht ebenfalls auf keinem Statistikbogen.
Richtet man den Blick auf seine Statistiken, fällt auf, dass er ein sehr gutes Offensivrating von 121,3 unter Spasić hat. Schaut man jedoch auf seine Usage Rate in der Offensive, sieht man, dass diese mit 13 % die niedrigste aller Rotationsspieler ist.
Zur Einordnung eine kurze Erklärung der Usage Rate. Sie zeigt den Prozentsatz der Spielzüge, die ein Spieler nutzt. Zum Beispiel nimmt ein Spieler einen Wurf und verursacht einen Ballverlust, während er auf dem Feld ist. Diese beiden Aktionen zählen als abgeschlossene Spielzüge. In diesem Zeitraum hatte das Team insgesamt 4 Wurfversuche und 1 Ballverlust, also 5 abgeschlossene Spielzüge. Der Spieler hat 2 davon genutzt, also 40 % USG.
Zum Vergleich liegen Brian Fobbs und Chris Clemons beide bei einer Usage Rate von 25 %. Hinrichs hat also trotz seiner geringen Usage Rate von 13 % in gut 16 Minuten Spielzeit mit einem Offensivrating von 121,3 einen großen Einfluss. Das spricht für viele Dinge, die Hinrichs abseits des Balles richtig macht und die wichtig für das Team sind.
Auch defensiv hat er einen großen Einfluss. Mit einem Net Rating von 103 gehört er unter Spasić zu den besten Spielern. Mit seiner Physis und Cleverness in der Verteidigung prägt er das Spiel deutlich.
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Festzuhalten ist, dass weder Zubčić noch Hinrichs Spieler für spektakuläre Abschlüsse wie krachende Alley-Oops oder Dreier von weit hinter der Dreierlinie sind. Auch fallen sie meist nicht durch viele Punkte auf, haben aber einen enormen Einfluss auf das Spiel, der sich in einigen Statistiken zeigt. Gleichzeitig erledigen beide viele wichtige Dinge, die in keiner Grafik oder Tabelle zu finden sind.
Das erste Viertel verlief wie erwartet. Der MBC kam mit viel Energie aus der Kabine und wurde vom eigenen Publikum stark supportet. Entsprechend entschieden die Weißenfelser den ersten Abschnitt deutlich mit 28 zu 15 für sich. Auf den ersten Blick erinnerte dieser Start an das vergangene Auswärtsspiel in Heidelberg, doch bei genauerem Hinsehen lassen sich die beiden Spiele nur bedingt vergleichen.
Gegen Heidelberg leisteten sich die Oldenburger bereits im ersten Viertel fünf Turnover und kassierten dadurch viele Punkte im Fastbreak. Gegen den MBC waren es hingegen nur zwei Ballverluste, zudem lief der Ball in der Offensive gut. Oldenburg hatte allerdings einige unglückliche Aktionen, etwa einen einfachen Abschluss am Korb von Michael Kyser, einen offenen Dreier von Seth Hinrichs oder einen leichten Korbleger von Filip Stanic, der wieder herausrollte.
Defensiv ließ Oldenburg im ersten Viertel jedoch die nötige Energie und Physis vermissen. Die Mannschaft erlaubte dem MBC mehrere einfache Korbleger oder war bei den Fouls zu spät. So begingen die Oldenburger drei Fouls, die jeweils in einem And-one mündeten. Zudem traf der MBC fünf Dreier bei zehn Versuchen.
Das zweite Viertel verlief anschließend sehr ausgeglichen und wurde von den Oldenburgern knapp gewonnen. Dadurch wuchs der Vorsprung der Weißenfelser nicht weiter an, sodass es mit einem Spielstand von 48 zu 36 aus Oldenburger Sicht in die Halbzeit ging.
Nach dem Seitenwechsel holten die Oldenburger Punkt um Punkt auf und kamen Mitte des dritten Viertels bis auf drei Zähler heran. Die zweite Hälfte des Abschnitts gestaltete sich erneut ausgeglichen, ohne dass es den Oldenburgern gelang, erstmals in Führung zu gehen.
Dies sollte sich jedoch zu Beginn des vierten Viertels ändern. Wie bereits gegen Chemnitz war es Brian Fobbs, der nach längerer Zeit mit einem Dreier wieder für eine Oldenburger Führung sorgte. Anders als im Spiel gegen Chemnitz entwickelte sich anschließend ein offener Schlagabtausch. In der Schlussphase übernahm Chris Clemons die Entscheidung und erzielte in den letzten fünf Minuten acht Punkte, mit denen er sein Team zum Sieg führte.
Die Mannschaft
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In diesem Spiel zeigte die Oldenburger Mannschaft große Comeback-Qualitäten und machte zwischenzeitlich einen 18-Punkte-Rückstand wett. Auch in Phasen, in denen die Würfe nicht fallen wollten, gaben sich die Spieler nicht auf und kämpften sich immer wieder ins Spiel zurück. Auffällig war zudem, wie intensiv die Spieler auf dem Feld miteinander kommunizierten. Dieser Comeback-Sieg unterstreicht darüber hinaus die richtigen Anpassungen des Trainerteams, die es ermöglichten, wieder ins Spiel zurückzufinden und am Ende knapp zu gewinnen.
Kyle Lofton
Nach einer längeren Verletzungspause stand Kyle Lofton wieder auf dem Feld und rückte direkt in die Starting Five. Er ersetzte den leicht angeschlagenen James Woodard, der pausieren musste. Lofton verlieh der Mannschaft deutlich mehr Zug zum Korb, zeigte sich zudem von der Dreierlinie treffsicher und verwandelte beide seiner Versuche. Mit neun Punkten zur Halbzeit trug er maßgeblich dazu bei, dass der Vorsprung des MBC nicht zu groß anwuchs. Am Ende kam er auf 14 Punkte und war damit zweitbester Scorer hinter Chris Clemons. Darüber hinaus steuerte er vier Assists und einen Steal bei.
Ausblick
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Nun wartet auf die Oldenburger zunächst eine zweiwöchige Pause, ehe es am 14. Februar gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weitergeht. Anschließend geht es direkt nach Ulm, von wo aus die Reise zum TOP FOUR ansteht.
Am Freitag, den 30. Januar, startet die Rückrunde mit dem Spiel gegen den Syntainics MBC in der Stadthalle Weißenfels. Um 20 Uhr ist Tip-off zu einem schnellen Wiedersehen der beiden Mannschaften. Denn nur 20 Tage zuvor stand bereits das Duell der Hinrunde an, welches die Oldenburger mit 91:84 für sich entscheiden konnten.
Ausgangslage
Doch in diesen 20 Tagen ist bei den Weißenfelsern viel passiert. Am 18. Januar wurde bekanntgegeben, dass der Verein ab sofort ohne Center John Bryant plant – eine Nachricht, die viele überraschte. Bryant gilt nicht nur als BBL-Legende, sondern stand seit 2020 im Kader des MBC. Ein Abschied, mit dem kaum jemand gerechnet hatte, und es bleibt fraglich, ob John Bryant überhaupt noch einmal für einen Bundesligisten auflaufen wird.
Am selben Tag der Pressemitteilung verlor der MBC zudem auswärts bei den Rostock Seawolves. Am Montag, den 19. Januar, verkündeten die Weißenfelser anschließend den Neuzugang von Andrew Harrison sowie den Abgang von Stephon Jelks.
Fast eine Woche später, am Samstag, dem 24.01., folgte eine deutliche Niederlage gegen das Überraschungsteam der Liga, die Gladiators Trier. Dabei kassierte die Mannschaft nicht nur 110 Punkte, sondern auch die siebte Niederlage in Serie.
Am darauffolgenden Montag, dem 26.01., folgte die nächste überraschende Nachricht, denn Trainer Marco Ramondino bat um eine Vertragsauflösung, auf die sich Verein und Coach einigten. Als Interimstrainer wird am Freitag gegen Oldenburg Sportdirektor Silvano Poropat an der Seitenlinie stehen, der zu Saisonbeginn diese Rolle übernommen hatte. Poropat hat den MBC schon mehrfach in schwierigen Situationen betreut und wird dies auch in der Saison 2025/26 tun.
Bei den Oldenburgern war in den 20 Tagen nach dem Hinspiel deutlich weniger Bewegung. Zwar gab es eine Niederlage gegen den damaligen Tabellenletzten Heidelberg, anschließend feierten die EWE Baskets jedoch einen wichtigen Heimsieg gegen die Niners Chemnitz. Insgesamt holten sie sechs Siege aus den letzten sieben Spielen. Mit dem Erfolg gegen Chemnitz wollen die Baskets nun eine neue Siegesserie starten, um weiter Anschluss an die Play-In-Plätze zu halten.
Beide Mannschaften stehen aktuell bei einer Bilanz von sieben Siegen und zehn Niederlagen. Für den Sieger der Partie dürfte es in der Tabelle spürbar nach oben in Richtung Play-Ins gehen.
Keys to win
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Die Intensität des MBC matchen
Spencer Reaves in den Griff bekommen
Physis in der Defensive ab der ersten Minute zeigen
Es ist schwer vorherzusagen, wie sich der MBC am Freitag präsentieren wird, doch auf die Oldenburger wartet ein äußerst schweres Auswärtsspiel. Die neue Trainersituation dürfte bei den Weißenfelsern einiges verändern. Die Oldenburger müssen von Beginn an die Intensität des MBC matchen, defensiv physisch auftreten und insbesondere Spencer Reaves unter Kontrolle bekommen.
Ähnliche Erfahrungen machten die Oldenburger bereits auswärts bei den MLP Academics Heidelberg. Damals gab Ryan Mikesell sein Heimdebüt, Michael Weathers kehrte nach Verletzung zurück und Heidelberg ging mit einer Serie von sechs Niederlagen in Folge in die Partie. Getragen von hoher Intensität und dem heimischen Publikum fanden die Heidelberger perfekt ins Spiel. Diese Energie im ersten Viertel konnten die Oldenburger nicht mitgehen und gerieten früh ins Hintertreffen.
Vergleichbare Bedingungen sind auch am Freitag in der Stadthalle Weißenfels zu erwarten. Ein neuer Trainer und eine Niederlagenserie werden sowohl Publikum als auch Spieler zusätzlich motivieren. In solchen Situationen will sich jeder Akteur beweisen, um sich unter dem neuen Coach für mehr Spielzeit zu empfehlen. Diese Intensität muss Oldenburg von der ersten Minute an annehmen, um nicht erneut einem frühen, hohen Rückstand wie in Heidelberg hinterherzulaufen.
Ein Spieler aus Weißenfels muss sich allerdings keinesfalls mehr beweisen, nämlich Spencer Reaves. Bereits im Hinspiel zeigte er gegen Oldenburg sein gesamtes Können. Mit 27 Punkten und starken sechs von neun Treffern von der Dreierlinie war er nahezu das gesamte Spiel über kaum zu stoppen. Diese defensiv anspruchsvolle Aufgabe dürfte über weite Strecken erneut Nicho Tischler übernehmen, der bereits im Hinspiel Reaves in der entscheidenden Phase zu schwierigen Würfen zwang.
Zudem muss die Defensive der Oldenburger von Beginn an physischer agieren, um das Offensivspiel der Sachsen zu erschweren. Dabei wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die Verteidigung bereits ab Spielbeginn präsentiert.
Ausblick
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Für Oldenburg wird es ein schweres Auswärtsspiel, das mit Blick auf die Play-Ins von großer Bedeutung ist. Spannend wird sein, ob die Mannschaft aus der Niederlage in Heidelberg gelernt hat und die Intensität des Gegners über 40 Minuten matchen kann.
Am Ende des Spiels stand ein deutliches Ergebnis auf der Anzeigetafel. Mit 89:72 gewannen die EWE Baskets Oldenburg und schlossen damit die Hinrunde mit einer Bilanz von 7:10 ab. Doch so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie keinesfalls.
Im ersten Viertel starteten die Oldenburger stark und erspielten sich schnell eine 17:7-Führung. Anschließend fand Chemnitz jedoch besser ins Spiel. Der Zug zum Korb gelang ihnen zunehmend besser, zudem fielen auch einige Dreier. So stand es nach dem ersten Viertel 23:23.
Auch im zweiten Viertel setzte sich dieses Bild fort. Chemnitz hatte immer wieder gute Läufe und ging mit einer 47:39-Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Oldenburger mit deutlich mehr Intensität aufs Feld. Das dritte Viertel entschieden sie mit 20:16 für sich und verkürzten damit den Rückstand.
Das vierte Viertel begann äußerst hitzig. Bereits nach knapp einer Minute befanden sich die Oldenburger im Mannschaftsfoul und kassierten zudem zwei technische Fouls. Eines davon ging gegen die Bank, das andere gegen Lazar Spasić. Durch diese hitze Anfangsphase war das Publikum auf einmal voll da. Chemnitz ließ hier beide Freiwürfe ungenutzt, ehe Brian Fobbs im Gegenzug den Dreier zur 67:66-Führung traf und damit einen 17:0 Lauf startete.
Von diesem Moment an gaben die Oldenburger die Führung nicht mehr aus der Hand und entschieden das Spiel am Ende deutlich mit 89:72 für sich.
Die zweite Halbzeit
In der ersten Halbzeit war es Chemnitz möglich, seine Stärken auszuspielen. In Eins-gegen-eins-Situationen kamen sie häufig leicht zum Korb oder hatten gute Wurfmöglichkeiten von außen. Lazar Spasić erklärte nach dem Spiel, dass sich seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zu sehr auf taktische Vorgaben konzentriert habe, anstatt den Fokus auf eine physische Verteidigung zu legen.
Damit sind wir bei der zweiten Halbzeit, die zugleich die zentrale Überschrift dieses Abschnitts bildet. Spasić sagte im Interview, dass er in der Halbzeitpause klar angesprochen habe, dass alles mit der Defensive beginne und sich das Team auf eine deutlich physischere Verteidigung konzentrieren müsse.
Gleichzeitig betonte Spasić, dass es in einem Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft zahlreiche Anpassungen während der Partie gebe. Die wichtigste Veränderung sei jedoch die Physis in der Verteidigung gewesen.
Erwähnenswert ist zudem, dass Spasić in der zweiten Halbzeit kein einziges Timeout nahm. Ein Umstand, der im Basketball eher selten vorkommt, der jedoch zeigt, wie sehr er seinen Spielern vertraute und wie wirkungsvoll die Halbzeitansprache war.
Auf die Frage, ob sein technisches Foul der Wendepunkt der Partie gewesen sei, entschuldigte sich Spasić zunächst für sein Verhalten. Er betonte, dass er ein sehr emotionaler Mensch sei und stets nur das Beste für sein Team wolle. Anschließend erklärte er, dass er sich das Spiel noch einmal anschauen müsse, um abschließend beurteilen zu können, ob dies tatsächlich der Turning Point gewesen sei.
Unbestritten ist jedoch, dass nach dem technischen Foul der bereits erwähnte 17:0-Lauf folgte und sich das Spiel in diesem Moment klar zugunsten der Oldenburger drehte.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die deutlich physischere Verteidigung in der zweiten Halbzeit der entscheidende Faktor für das starke Comeback war.
Chris Clemons
Für Chris Clemons lief das Spiel von der Dreierlinie nicht optimal. Er traf drei von neun Würfen von außen. Dennoch kam er insgesamt auf 17 Punkte. Viel wichtiger war jedoch, dass er sich immer besser in seine Rolle als Point Guard einfindet. Mit starken fünf Assists bei nur einem Turnover zeigte er eine sehr gute Spielübersicht.
Er hatte deutlich weniger Probleme, den Ball nach vorne zu bringen, und erhält dabei meist Unterstützung von Woodard oder Fobbs, was den Spielaufbau spürbar erleichtert. Auch defensiv werden seine Werte immer besser. Im gestrigen Spiel kam Clemons auf ein defensives Rating von 94,6, verbuchte vier Steals und wies ein Net Rating von +19,4 auf.
Michale Kyser
In diesem Spiel muss ein Akteur besonders hervorgehoben werden, nämlich Michale Kyser. Er erzielte 12 Punkte, traf dabei starke 83,3 Prozent aus dem Feld, holte neun Rebounds und verbuchte einen Block.
Noch aussagekräftiger als die klassischen Statistiken sind jedoch seine Advanced Stats. Kyser kam auf ein defensives Rating von 79,2 und ein offensives Rating von 112, was ein herausragendes Net Rating von 32,8 ergibt. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte er großen Anteil daran, dass Chemnitz nur 25 Punkte erzielte.
Mit einem Plus-Minus-Wert von +20 wird sein Einfluss zusätzlich deutlich. Es war zugleich der beste Wert im Team. Auch ein Blick auf die effektivsten Line-ups unterstreicht seine Bedeutung für den Sieg. Standen Seth Hinrichs und Michale Kyser gemeinsam auf dem Feld, gewann Oldenburg diese Minuten mit 33:15. Spielte Kyser zusammen mit Tischer, entschieden die Oldenburger die entsprechenden Minuten sogar mit 39:22 für sich.
Ausblick
Mit einer Bilanz von 7:10 nach der Hinrunde hätten vor zwei Monaten wohl die wenigsten gerechnet. Doch diese erfolgreiche Phase hat die Oldenburger wieder in eine komfortable Ausgangslage im Hinblick auf die Postseason gebracht. Es fehlt nicht mehr viel, um in die Ränge der Play-Ins vorzurücken. Die Rückrunde startet für die Oldenburger mit einem Auswärtsspiel am Freitag, dem 30. Januar, um 20 Uhr in Weißenfels gegen den Syntainics MBC.
Am Samstag um 20 Uhr steht das dritte Heimspiel des Jahres an. In der großen EWE Arena geht es gegen die NINERS Chemnitz zum Abschluss der Hinrunde.
Ausgangslage
Für beide Mannschaften dürfte es ein wichtiges und richtungsweisendes Spiel werden. Können die Oldenburger nach der Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg eine neue Siegesserie starten und sich damit in Richtung Play-Ins orientieren? Mit einem Erfolg würden die EWE Baskets Oldenburg nach Bilanz mit den NINERS Chemnitz gleichziehen. Die Chemnitzer stehen aktuell mit einer Bilanz von 7:9 auf Platz elf und bleiben damit bislang etwas hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück.
Das Ziel von Rodrigo Pastore, dem Trainer der NINERS, dürften klar die Playoffs sein. Allerdings holte Chemnitz aus den letzten fünf Partien nur zwei Siege, die vergangenen drei Spiele gingen allesamt verloren.
Seit dieser Saison spielen die Chemnitzer im Europe Cup und bewegen sich damit auf einem europäisch guten Niveau. In diesem Wettbewerb läuft es für die NINERS deutlich besser. In einer Gruppe unter anderem mit ratiopharm Ulm stehen die Chemnitzer aktuell bei einer Bilanz von acht Siegen und sieben Niederlagen auf dem sechsten Platz, der zur Qualifikation für die Postseason berechtigen würde. Erst am vergangenen Dienstag gelang den Chemnitzern ein überraschender 88:82-Sieg gegen den Tabellenführer JL Bourg-en-Bresse.
Bei den EWE Baskets zeigt der Trend trotz der Niederlage in Heidelberg nach oben. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen sprechen für die Oldenburger. Diesen positiven Trend gilt es nun im Duell mit den NINERS Chemnitz zu bestätigen.
Ein besonderes Duell dürfte die Partie für Nicho Tischler werden, der auf sein ehemaliges Team trifft. In der vergangenen Saison stand Tischler noch bei den NINERS Chemnitz unter Vertrag.
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Keys to win
Eigene Turnover minimieren
Chemnitz nicht an der Dreierline heiß laufen lassen
Zug zum Korb der Chemnitzer erschweren
Seit 2015 steht Rodrigo Pastore an der Seitenlinie der NINERS Chemnitz und prägt dort eine klare Spielphilosophie. Seine Teams stehen für einen variablen Basketball, in dem grundsätzlich jeder Spieler den Ball nach vorne bringen kann. So ist es keine Seltenheit, dass auch Center Kevin Yebo den Spielaufbau übernimmt.
Defensiv zeichnen sich die Mannschaften von Pastore vor allem durch eine starke Eins-gegen-eins-Verteidigung mit hoher Physis aus. Für Oldenburg gilt es daher, insbesondere über die Guards Chris Clemons, Brian Fobbs und James Woodard, den Ball sicher nach vorne zu bringen und frühzeitig die offensiven Systeme zu initiieren. Die unnötigen Ballverluste aus dem Spiel gegen Heidelberg müssen dabei vermieden werden, um das eigene Offensivspiel und das Ballmovement besser ins Laufen zu bringen.
Auch offensiv verfügen die Chemnitzer über mehrere starke Eins-gegen-eins-Spieler, die immer wieder im direkten Duell den Zug zum Korb suchen. Auffällig ist in dieser Saison zudem, dass die NINERS Chemnitz das Team mit den meisten Drei-Punkte-Versuchen der Liga sind. Im Schnitt nehmen sie 32,9 Dreier pro Spiel und treffen dabei 34 Prozent. Insgesamt kommen die Chemnitzer auf durchschnittlich 65,6 Abschlüsse pro Partie, mehr als die Hälfte davon von der Dreierlinie.
Ein Blick auf die Wurfauswahl unterstreicht diese Tendenz deutlich. Entweder wird der Abschluss am Korb gesucht oder der Wurf von außen genommen. Würfe aus der Mitteldistanz spielen kaum eine Rolle, im Schnitt sind es lediglich 4,8 Versuche pro Spiel. Demgegenüber stehen 27,8 Abschlüsse am Korb sowie die erwähnten 32,9 Würfe von der Dreierlinie.
Für Oldenburg wird es daher entscheidend sein, defensiv den Weg zum Korb konsequent zu erschweren und daraus entstehende offene Würfe zu vermeiden, um keinen der Chemnitzer Schützen in den Rhythmus kommen zu lassen.
Ausblick
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Am Samstag haben die EWE Baskets Oldenburg die Chance, ihren positiven Trend weiter fortzuführen und sich weiter in Richtung der Play-Ins zu orientieren. Dabei wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Mannschaft nach dem ersten Rückschlag unter Lazar Spasić präsentiert.
Die MLP Academic Heidelberg startete hochmotiviert und mit viel Energie in die Partie. Diese Dynamik und ihre aggressive Verteidigung konnten die Oldenburger im ersten Viertel nicht matchen. Heidelberg gelang in den ersten zehn Minuten nahezu alles. Sie zwangen Oldenburg zu mehreren Ballverlusten, aus denen einfache Punkte im Umschaltspiel resultierten. Auch der Dreipunktwurf fiel hochprozentig. Die ersten vier Würfe von jenseits der Dreierlinie fanden allesamt ihr Ziel, am Ende des ersten Viertels standen fünf Treffer bei acht Versuchen. Entsprechend lag Oldenburg nach zehn Minuten bereits mit 21:31 zurück.
Die Oldenburger konnten zwar drei der vier Viertel für sich entscheiden, am Ende reichte es dennoch nicht für einen Sieg. In entscheidenden Phasen, in denen das Spiel hätte gedreht werden können, schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten ein. Außerdem war deutlich spürbar, wie wichtig diese Partie für Heidelberg war. Mit ihrer weiterhin sehr aggressiven Verteidigung zwangen sie Oldenburg immer wieder zu Fehlern und verhinderten so eine Wende. Am Ende gewann Heidelberg verdient mit 80:78 und beendete damit die Siegesserie der Oldenburger.
Positiv hervorzuheben ist, dass Oldenburg trotz einiger Fehler und Unkonzentriertheiten sowie einer Feldwurfquote von 57 Prozent lange im Spiel blieb. Mit besseren Entscheidungen in der Schlussphase hätte man durchaus die Möglichkeit gehabt, die Partie noch für sich zu entscheiden.
Turnover und Ballmovement
Die Oldenburger kamen mit der sehr aggressiven Verteidigung nicht zurecht. Immer wieder sorgten harte Doppelteams an der Seitenlinie für Turnover. Heidelberg setzte den ballführenden Spieler dabei konsequent unter Druck. In diesen Situationen gelang es Chris Clemons, James Woodard und auch Brian Fobbs nicht, den Ball zum freien Mitspieler zu bringen. Aus diesen Ballverlusten entstanden dann einfache Punkte für Heidelberg. Zudem nahm Heidelberg den Oldenburgern mit dieser aggressiven Verteidigung weitgehend das Ballmovement. Zwar nahm Oldenburg wie gewohnt rund 30 Würfe von der Dreierlinie, doch die meisten davon waren stark bedrängt. Das spiegelte sich auch in der Trefferquote wider. Mit nur 33,3 Prozent fanden lediglich zehn Dreier ihr Ziel.
Eine weitere Statistik, die das Unterbinden des Ballmovements verdeutlicht, sind die Assists. Lediglich 11 Assists stehen 18 Turnovern gegenüber. Bei 27 erfolgreichen Abschlüssen entspricht das einer Assistquote von nur 40,7 Prozent. In den sechs Spielen zuvor unter Lazar Spasić lag diese noch bei knapp 52 Prozent.
Hinzu kamen mehrere unnötige Ballverluste durch Unkonzentriertheiten, etwa 5-Sekunden-Verstoß beim Einwurf, Fehlpass beim Einwurf oder 3-Sekunden-Regelverstöße in der Zone. Zudem wurden zwei bis drei einfache Korbleger vergeben, was bei einer Niederlage mit nur zwei Punkten besonders schmerzt.
Brian Fobbs
Mit 25 Punkten wurde Brian Fobbs Topscorer der Partie. Zudem sammelte er sieben Rebounds und steuerte zwei Assists bei. Mit vier Treffern bei fünf Versuchen von der Dreierlinie zeigte er erneut eine starke Quote aus der Distanz. Dennoch hatte auch er in diesem Spiel Schwierigkeiten, den Ball schnell weiterzubewegen. Viele Angriffe endeten im Eins-gegen-eins, die er häufig mit einem Wurf von der Dreierlinie oder aus der Halbdistanz abschloss.
Defensiv wusste Fobbs auch zu überzeugen. Mit einem Defensivrating von 94 stellte er den besten Wert im Team und auch sein Plus/Minus-Wert von +7 unterstreicht seine starke Leistung auf dieser Seite des Feldes.
Ausblick
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Am Samstag, dem 24. Januar, geht es dann gegen die Niners Chemnitz. Dabei wird es spannend zu sehen sein, wie die Baskets ihre Offensive anpassen werden, um ihr starkes Ballmovement wieder besser zur Geltung zu bringen.
In dem Interview erzählt Brian Fobbs, wie der Saisonbeginn für das Team und für ihn persönlich war und wie es sich anfühlte, von den Fans ausgebuht zu werden. Er spricht außerdem über die Veränderungen durch den Trainerwechsel, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Zudem berichtet er, was es für einen Spieler bedeutet, in der Starting Five zu stehen. Abschließend erklärt er, welches Ziel das Team für die Saison hat und welches persönliche Ziel er verfolgt.
Frage: Wie gefällt dir Oldenburg bisher nach 4 Monaten? Hast du schon ein Lieblingscafé oder etwas Ähnliches?
Fobbs: Bis jetzt gefällt mir Oldenburg. Das Einzige ist, dass viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Hier sind überall sehr viele Fahrräder unterwegs und das zu jeder Tageszeit und sogar nachts. Manchmal wird es dadurch ziemlich voll, aber das ist okay. Ich muss mich einfach daran gewöhnen. Mein Lieblingsort ist eine Pizza-/Pasta-Bar in der Nähe der Trainingshalle. Ich gehe so oft dorthin, dass sie meine Bestellung schon kennen. Auch die Leute dort kennen mich mittlerweile und wissen, dass ich im Basketballteam spiele. Ich würde sagen, das ist mein Lieblingsplatz.
Frage: Meine nächste Frage bezieht sich auf den Saisonstart. Ich vermute, der Beginn war sehr herausfordernd, mit vielen Höhen und Tiefen. In der Liga blieben die Erfolge zunächst aus, während ihr im Pokal einige wichtige Siege feiern konntet. Wie hast du diese ersten zwei Monate erlebt?
Fobbs: Die ersten zwei Monate waren eine sehr harte Phase. Es war extrem schwierig. Zu einem Zeitpunkt, wie du schon gesagt hast, fühlten sich selbst die Siege im Pokal nicht wirklich wie Erfolge an. Es gab nicht das Gefühl, als würden wir viel erreichen, weil wir in den BBL-Spielen ständig verloren haben. Natürlich waren die Pokalsiege wichtig und haben uns bis ins TOP FOUR im Februar gebracht. Aber trotzdem hat etwas gefehlt, und ich glaube, das hat uns auch beeinflusst. Wir sind mit 0:4 gestartet, dann haben wir Trier geschlagen, ein Spiel, in dem Chris [Clemons] über 50 Punkte hatte, das war unser erster Sieg in der BBL. Danach haben wir wieder mehrere Spiele verloren, noch bevor der neue Trainer kam. Es war schwer, Teil dieser Phase zu sein. Aber wir sind drangeblieben und haben jeden Tag hart gearbeitet, das ist einfach unsere Mentalität. Wir mussten an uns selbst glauben, und am Ende haben wir es geschafft, den Umschwung hinzubekommen.
Frage: Du hast gesagt, dass es eine harte Zeit war für euch war. Ich hatte den Eindruck, dass es auch für die Fans nicht einfach war. Besonders ein Spiel ist mir im Gedächtnis geblieben, bei dem die Fans gebuht haben. Wie hast du das damals erlebt?
Fobbs: Wie gesagt, es war eine wirklich schwierige Phase, in der wir waren. Ja, irgendwann haben die Fans gepfiffen. Ich weiß gar nicht mehr genau, welches Spiel es war, es war auf jeden Fall ein Heimspiel, und sie haben nach der Halbzeit gepfiffen. Und wir hatten es verdient. Wir hatten es wirklich verdient. Das ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die du von mir erwartet hast. Aber wir hatten es verdient. Es war schwer zu sagen, dass die Fans immer zu uns halten, uns anfeuern und unterstützen sollen, wenn wir selbst wirklich schlecht gespielt haben und einfach nichts reißen konnten. Wie sollen wir von den Fans, also den Leuten, die uns unterstützen, erwarten, dass sie uns helfen oder antreiben, wenn wir ihnen selbst nichts gegeben haben, wofür sie sich anspornen könnten? Also ja, wir hatten es verdient, das war hart.
Frage: Das führt mich zur nächsten Frage. Lazar Spasić wurde der neue Headcoach. Unter seiner Leitung hattet ihr drei schwierige Auswärtsspiele, bei denen die Fans euch voll unterstützt und zahlreich begleitet haben. Wie hast du diese Atmosphäre erlebt?
Fobbs: Es war anders. Diese Auswärtsspiele fühlten sich wie Heimspiele an, weil wir so gut gespielt haben. Die gegnerischen Fans hatten nicht viel zu feiern, weil wir stark in der Defensive waren. Wir haben den Ball geworfen und richtig gut getroffen. Wenn wir gepunktet haben, fühlte es sich wie ein Heimspiel an. Es war verrückt. Und das erste Spiel, das wir gewonnen haben, war gegen Braunschweig. Ich glaube, es war das erste Auswärtsspiel und unter dem neuen Coach. Als wir in die Halle kamen, sahen wir einen Bereich, der komplett gelb war, und das war sehr schön. Das hat uns motiviert, weil die Fans trotzdem zu uns gehalten haben, trotz des Ausbuhens und trotz des Trainerwechsels.
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Frage: Du hast den Trainerwechsel angesprochen. Nach fünf Spielen unter Lazar Spasić habe ich einen Artikel (Der Trainerwechsel in Zahlen) geschrieben, in dem ich die Statistiken unter Pedrag Krunić mit denen unter Spasić verglichen habe. Dabei wurden unter anderem das Offensiv- und das Defensiv-Rating betrachtet. Wenn man sich das Defensiv-Rating anschaut, haben sich alle Spieler verbessert. Was hat sich für dich in der Defensive verändert?
Fobbs: Von Anfang an war Spasić ehrlich zu mir. Wir hatten ein kleines Gespräch und er sagte mir, dass ich mehr verdiene – von mir selbst, von ihm und meinen Mitspielern. Ich bin einfach ein zu guter Spieler, um mich nur mit Punkten zufriedenzugeben, ich muss mehr leisten. Er hat mir auch gesagt, dass ich ein sehr guter Verteidiger bin und der beste der Liga werden kann, wenn ich Willen zeige und aggressiv spiele. Ich habe das schon von vielen Trainern gehört, aber in diesem Moment war es besonders wichtig. Wir hatten gerade Spiele verloren, es gab einen Trainerwechsel und er war vorher Assistant Coach. Dass ausgerechnet er mir das gesagt hat, war anders und ich habe auf ihn gehört. Ich habe mein Spiel so weit gesteigert, wie ich konnte. Das war der Wendepunkt.
Frage: Wenn man sich die Statistiken anschaut, haben sich alle Spieler im Defensiv-Rating verbessert. Unter Krunić habt ihr viel gehedged, jetzt switcht ihr mehr oder verteidigt flacher. Wie fühlt es sich an, mitten in der Saison auf ein neues Defensivsystem umzustellen?
Fobbs: Am Anfang war der Wechsel irgendwie ungewohnt. Unter Krunić sind wir immer bei einer Sache geblieben, Hedging, Hedging, Hedging. Jetzt spielen wir eher eine flachere Defensive. Wie du gesagt hast, switchen wir mehr und verteidigen häufiger Eins gegen Eins. Ich glaube, wir haben die Spieler dafür. Nicho [Tischler] ist ein sehr guter Verteidiger, genauso wie Tuck [Dakarai Tucker]. Michale [Kyser] schützt natürlich stark den Ring. Filip [Stanic] ist mit seinem Hedge und seiner On-Ball-Defense, zum Beispiel bei Blocks, ebenfalls sehr wichtig. Deshalb war es gar nicht so schwer, unsere Defense umzustellen. Wir haben die Köpfe dafür und auch die physischen Voraussetzungen, um es umzusetzen. Am Ende läuft alles auf den Willen hinaus. Man muss es einfach wollen und den Einsatz bringen. Früher hat uns genau dieser Einsatz oft gefehlt. Unsere Offense war im Grunde unsere Defense. Wenn der Ball nicht gefallen ist oder wir ihn nicht gut bewegt haben, wirkte sich das direkt auf die Defense aus. Jetzt ist es andersherum. Unsere Defense bestimmt, wie unsere Offense aussieht. Das ist besser so, und wir haben jetzt immer diese defensive Einstellung. Ja, es ist definitiv besser.
Frage: Euer Trainer Spasić betont in Interviews sehr oft, dass alles bei der Defensive beginnt. Liegt der Fokus im Training daher eher auf der Defensive, auf der Offensive oder ist es ausgewogen?
Fobbs: Im Moment ist es eine Mischung aus beidem, Defense und Offense. Ich kann nicht sagen, dass alles nur von der Defense abhängt, aber sie kommt definitiv zuerst. Mit guter Defense bleibst du immer im Spiel, egal ob die Würfe fallen oder nicht. Wir sind nicht perfekt, wir werden Würfe vergeben, keiner von uns ist Steph Curry, aber unsere Defense hält uns im Spiel. Klar, manchmal treffen wir alles, dann ist die Defense nicht mehr so entscheidend. Aber grundsätzlich bleibt sie der Schlüssel.
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Frage: Meine nächste Frage geht etwas mehr in Richtung Offensive. Hier sieht es ähnlich aus wie in der Defense. Das Offensiv-Rating aller Spieler ist besser geworden. Zu Beginn der Saison hatte ich den Eindruck, dass es dir eher schwerfiel, den Ball zu bringen. In den neuen Systemen wirkst du jetzt deutlich komfortabler, wenn du den Ball führst?
Fobbs: Ursprünglich bin ich Shooting Guard, also spiele ich meistens abseits des Balls. In der Highschool habe ich ein bisschen Point Guard gespielt, aber das war damals nicht so effektiv. Seitdem war es nicht mehr meine Rolle, den Ball zu bringen, deshalb war es am Anfang neu für mich. Mit dem neuen Trainer musste ich lernen, Point Guard zu spielen, den Ball zu bewegen und Chris helfen, den Ball zu bringen. Ich habe daran gearbeitet und arbeite immer noch daran. Wichtig ist vor allem, dass ich den Ball gut bewegen kann. Dadurch läuft das Team besser, wir teilen den Ball mehr und haben Spaß. Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum auch Nichos Zahlen seit dem Trainerwechsel so stark gestiegen sind.
Frage: Du hast die Ballbewegung schon angesprochen. Ich habe das Gefühl, dass sie euch in den letzten Wochen viele offene Würfe geschaffen hat, besonders von der Dreierlinie. Wie spielt ihr diese offenen Würfe heraus?
Fobbs: Die Ballbewegung hilft uns total, vor allem wenn sie schnell und zügig ist. Weniger Dribblings, mehr in die Zone ziehen und den Ball wieder rausspielen, das sorgt für die offenen Würfe. Dazu kommt, dass wir mit Selbstvertrauen werfen, und das hilft, dass die Würfe so gut fallen. Nicho und ich arbeiten im Training viel daran, in die Zone zu ziehen und den Ball rauszupassen.
Frage: Mir ist noch aufgefallen, dass deine Minuten pro Spiel seit dem Trainerwechsel gesunken sind, deine Statistiken aber deutlich besser geworden sind. Besonders auffällig ist dein Net-Rating, das vor dem Trainerwechsel bei minus 11,6 lag und nach fünf Spielen bei plus 23,2 steht. In einem Interview Anfang Oktober hast du noch gesagt, dass du es liebst, viele Minuten zu spielen. Wie gehst du mit den wenigen Minuten um und mit deiner Rolle von der Bank?
Fobbs: An der Highschool, am College und in meinen ersten zwei Jahren in Europa habe ich immer gestartet und etwa 29 bis 33 Minuten pro Spiel gespielt. In Bonn kam ich dann zum ersten Mal von der Bank und spielte nur 25 bis 26 Minuten. Das war am Anfang ungewohnt, natürlich wollte ich starten. Danach ging es nach Italien, dort stand ich wieder in der Starting Five. In Oldenburg war es vor dem Trainerwechsel ähnlich, ich spielte rund 36 Minuten pro Spiel. Nach dem Trainerwechsel sagte Lazar Spasić zu mir, dass ich weniger Minuten spiele und von der Bank komme, außerdem sollte ich Point Guard spielen, um Chris zu entlasten. Ich wusste, dass das Team sich schwer tut, also musste ich etwas opfern – weniger Minuten, von der Bank, harte Defense und Point Guard spielen. Der Trainer hat mir gesagt, dass mir das Energie gibt und ich so besser spielen kann. Um ehrlich zu sein, war das eine gute Idee.
Frage: Wie wichtig ist es für einen Spieler, in der Starting Five zu stehen? Oder ist es vielleicht wichtiger, das Spiel auf dem Feld zu beenden?
Fobbs: Früher hätte ich gesagt, es ist wichtig, in der Starting Five zu stehen. Heute denke ich, es ist wichtiger, das Spiel zu beenden. Starten fühlt sich gut an, aber die entscheidenden Momente passieren, wenn die besten Spieler auf dem Feld sind. Spasić hat mir am Anfang gesagt, er will nicht, dass ich starte, sondern dass ich das Spiel beende. Das war für mich sehr wichtig. Zusammengefasst geht es definitiv darum, das Spiel zu beenden.
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Frage: Damit komme ich zu meiner letzten Frage. Was ist das Ziel des Teams in dieser Saison und hast du ein persönliches Ziel?
Fobbs: Zum Teamziel, es ist verrückt. Vor einem Monat waren wir noch Tabellenletzter und haben uns darauf konzentriert, nicht abzusteigen. Jetzt stehen wir schon in der Nähe der Play-Ins oder Playoffs. Es zeigt, wie schnell sich alles ändern kann. Unser Ziel ist klar, die Playoffs zu erreichen. Wir dürfen uns aber nicht auf den Erfolgen ausruhen. Ich habe meinen Teamkollegen gesagt, dass wir uns daran erinnern müssen, wo wir herkamen. Wir wissen, wie sich das Tabellenende anfühlt, und das ist kein schönes Gefühl. Zum Beispiel kommt jetzt Heidelberg. Die werden mit viel Energie spielen, ihre Heimfans werden sie antreiben. Wir dürfen nicht denken, dass sie uns einfach gewinnen lassen. Wir arbeiten hart im Training und wollen die Playoffs schaffen. Für mich persönlich geht es darum, mein Spiel zu machen und der beste Verteidiger der Liga zu werden.
Am Freitag, den 16. Januar, steht für die EWE Baskets Oldenburg das erste Auswärtsspiel des Jahres an. Um 20 Uhr treten sie im SNP Dome gegen die MLP Academics Heidelberg an.
Ausgangslage
Während Oldenburg am Wochenende mit dem Sieg gegen den Syntainics MBC den fünften Erfolg in Serie feiern konnte, sieht die Lage bei den MLP Academics Heidelberg deutlich schwieriger aus. Nach der sechsten Niederlage in Folge stehen die Heidelberger aktuell auf dem letzten Tabellenplatz.
In der vergangenen Saison zählte Heidelberg noch zu den Überraschungsteams der Liga und erreichte in den Playoffs sogar das Halbfinale. Viele Spieler aus dieser erfolgreichen Spielzeit konnten gehalten werden, weshalb der bisherige Misserfolg in dieser Saison umso überraschender ist.
Einer der Leistungsträger der Vorsaison, Ryan Mikesell, war zwischenzeitlich zu den London Lions gewechselt, kehrte jedoch vor zwei Wochen nach Heidelberg zurück. Er soll der Mannschaft wieder mehr Struktur verleihen und durch seine Vertrautheit mit den Systemen von Trainer Danny Jansson, der die Academics seit der vergangenen Saison betreut, möglichst schnell für neue Erfolge sorgen.
Keys to win
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Eine zentrale defensive Aufgabe für die Oldenburger wird es sein, den zuvor genannten Ryan Mikesell in den Griff zu bekommen. In seinem ersten BBL-Spiel seit der Rückkehr überzeugte er mit einer starken Allround-Leistung von 15 Punkten, 6 Rebounds, 2 Assists und 1 Steal.
Hervorzuheben ist zudem, dass Mikesell bei der 25-Punkte-Niederlage gegen ALBA Berlin in gut 32 Minuten Einsatzzeit einen Plus/Minus-Wert von lediglich –1 aufwies. Das bedeutet, dass die Partie in den Minuten mit ihm auf dem Feld weitgehend ausgeglichen verlief.
Diese Aufgabe in der Verteidigung dürfte dabei auf Nicho Tischler fallen. Er hat sich in den vergangenen Spielen als zuverlässiger Verteidiger präsentiert und übernimmt häufig die Rolle, gegnerische Point Guards zu verteidigen. Auch im letzten Spiel gegen den Syntainics MBC bekam er in den entscheidenden Momenten die anspruchsvolle Aufgabe, den starken Spencer Reaves zu stoppen.
In der Offensive gilt es, sich besser auf alternative Verteidigungsformen wie die Zonenverteidigung einzustellen. Gerade gegen den Syntainics MBC zeigte sich, dass diese Verteidigungsart das von Lazar Spasić implementierte Ballmovement vor Probleme stellen kann. Umso spannender wird es zu sehen sein, ob die Oldenburger im Laufe der Woche entsprechende Konzepte erarbeitet haben, um auch bei überraschenden defensiven Umstellungen des Gegners ihr Ballmovement konsequent aufrechtzuerhalten.
Ausblick
Auf dem Papier und angesichts der aktuellen Siegesserie scheint der Vorteil auf Seiten der Oldenburger zu liegen. Doch mit der Nachverpflichtung von Ryan Mikesell, einem wichtigen Puzzleteil des Erfolgs aus der vergangenen Saison, sind die Heidelberger keinesfalls zu unterschätzen. Entsprechend ist am Freitag im SNP Dome mit einer umkämpften Partie zu rechnen.
Am Samstagabend schossen zum zweiten Mal in diesem Jahr gelbe Luftschlangen aufs Parkett, auf der Anzeigetafel stand am Ende ein 91:84-Sieg. Doch so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie keineswegs. Denn kurz vor Schluss hatte der SYNTAINICS MBC noch die Möglichkeit, die Begegnung auszugleichen.
Die Partie begann ausgeglichen, nach dem ersten Viertel führten die EWE Baskets mit 23:18. Im zweiten Abschnitt konnten sich die Oldenburger zwischenzeitlich etwas absetzen, doch der MBC verkürzte bis zur Halbzeitpause wieder auf sechs Punkte, sodass es mit einer 47:41-Führung für die Gastgeber in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Oldenburger einen perfekten Start und legten einen 12:0-Lauf hin, der ihnen zunächst eine komfortable Führung verschaffte. Ab Mitte des dritten Viertels entwickelte sich jedoch erneut ein ausgeglichenes Spiel, in dem der MBC bis auf drei Punkte herankam. In dieser Phase übernahm Chris Clemons Verantwortung und stellte mit wichtigen Aktionen die Weichen wieder zugunsten der EWE Baskets.
Defensiv kontrollierten die Oldenburger die Guards des MBC über weite Strecken gut, mit einer Ausnahme: Spencer Reaves war kaum zu stoppen. Der Guard avancierte mit 27 Punkten und sieben Assists zum Topscorer der Partie und traf dabei sechs seiner neun Dreierversuche. In den entscheidenden Momenten der Schlussphase gelang es den Baskets jedoch, Reaves aus dem Rhythmus zu bringen und ihn mit harter Verteidigung zu schwierigen Abschlüssen zu zwingen.
Im Schnitt nimmt Oldenburg 27 Drei-Punkte-Würfe pro Partie, gegen den MBC waren es jedoch nur 20. Die Gäste hatten sich gut auf das Ballmovement der Oldenburger eingestellt und unterbanden mit wechselnden Verteidigungsformen immer wieder den offensiven Flow. Vor allem die Zonenverteidigung bereitete den Baskets Probleme und nahm ihnen insbesondere ab Mitte des dritten Viertels den Rhythmus. Das spiegelte sich auch in den Zahlen wider: Oldenburg traf nur 35 Prozent seiner Würfe von außen, rund zehn Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen fünf Spiele.
Trotzdem fanden die EWE Baskets Lösungen. Durch taktische Umstellungen erspielten sie sich vermehrt Abschlüsse am Korb und erzielten trotz des zeitweise fehlenden Flows und des stark eingeschränkten Distanzwurfs 91 Punkte. Mit einem Offensivrating von 128,2 gelang der Offensive dabei ein außergewöhnlich starker Auftritt.
Rebound-Duell
Hervorzuheben ist das Reboundduell. Während die EWE Baskets im Spiel gegen ALBA Berlin noch 20 Offensiv-Rebounds zugelassen hatten, waren es diesmal nur sieben. Insgesamt wurde das Reboundduell klar mit 36 zu 25 gewonnen. Einen großen Anteil daran hatte Nicho Tischler, der acht Rebounds beisteuerte und mit 19 Punkten nur knapp ein Double-Double verpasste.
Der Gewinn des Reboundduells war besonders wichtig, da beide Mannschaften am Ende auf jeweils 61 Wurfversuche kamen.
Colin Schroeder
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Wie bereits in Berlin stand Colin Schroeder auch diesmal in der Starting Five und durfte somit zum zweiten Mal in Folge den Jumpball ausführen, den er erneut gewann. Im Vergleich zum vorherigen Spiel erhielt er diesmal knapp zwölf Minuten Einsatzzeit und zeigte dabei eine starke Leistung. Mit vier Punkten, fünf Rebounds und einem Assist legte er gute Statistiken auf. Besonders hervorzuheben ist jedoch sein Plus-Minus-Wert. Mit +15 erzielte Schroeder den besten Wert im gesamten Team.
In einem kurzen Interview nach dem Spiel sagte er, wie wunderschön es für ihn gewesen sei, erstmals in der Starting Five gegen Berlin zu stehen. Zudem betonte er das Vertrauen des Coaches, das ihm viel Kraft gebe, ebenso wie die Unterstützung der Fans. Auch hob er hervor, dass ihm die zusätzliche Spielzeit enorm helfe, da er so besser in den Flow komme und schneller ins Spiel finde.
Ausblick
Am Freitag steht für die EWE Baskets das nächste wichtige Spiel an. Gegen die MLP Academics Heidelberg haben die Oldenburger die Chance, sich weiter von den unteren Tabellenrängen zu entfernen und den Blick verstärkt in Richtung Play-Ins zu richten. Ein ausführlicher Vorbericht folgt.
Am Samstag um 18:30 Uhr steht für die EWE Baskets Oldenburg das zweite Heimspiel in Folge an. In der EWE Arena geht es gegen die Syntainics MBC aus Weißenfels, aktuell Tabellenelfter der Liga. Mit sieben Siegen befindet sich der MBC in einem äußerst engen Mittelfeld, denn die Teams auf den Plätzen sieben bis zwölf weisen allesamt dieselbe Anzahl an Siegen auf. Damit haben sie zwei Siege mehr auf dem Konto als die EWE Baskets.
Die Partie ist daher von großer Bedeutung, um den Anschluss an diese Tabellenregion zu halten. Denn die Ränge sieben bis zehn berechtigen am Ende der Saison zur Teilnahme am Play-In Turnier. Nach den jüngsten Erfolgen dürfte dieses Ziel für die Oldenburger durchaus realistisch sein.
Ausgangslage
Während die EWE Baskets Oldenburg in den vergangenen fünf Spielen vier Siege einfahren konnten und lediglich eine Niederlage gegen den FC Bayern München Basketball hinnehmen mussten, stellt sich die jüngste Bilanz des MBC deutlich anders dar. Nach einem starken Saisonstart mit vier Siegen in Folge gerieten die Weißenfelser zuletzt ins Straucheln. In den vergangenen zehn Partien stehen lediglich drei Siege bei sieben Niederlagen zu Buche, zuletzt setzte es sogar vier Niederlagen in Serie.
Dennoch sollten die Weißenfelser keinesfalls unterschätzt werden. Mit Spencer Reaves, Charles Callison und Khyri Thomas verfügen sie über viel Qualität auf den Guard Positionen, wobei jeder von ihnen an einem guten Tag mit einer starken Scoring Leistung den Unterschied ausmachen kann.
Am vergangenen Spieltag setzte Oldenburgs Head Coach Lazar Spasić ein klares Zeichen und stellte Colin Schroeder in die Starting Five. Es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang Schroeder auch im Spiel gegen den MBC Einsatzzeit erhalten wird.
Keys to win
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Ein Problem der Oldenburger im Spiel gegen Berlin war der defensive Rebound. Insgesamt gaben sie 20 Offensivrebounds ab und sicherten sich damit nur 53,5 Prozent der möglichen Defensivrebounds. Gegen den MBC darf sich dieses Bild nicht wiederholen, denn die Mannschaft aus Weißenfels verfügt mit einem Offensivrating von 112,3 über das drittbeste der Liga. Zu viele zusätzliche Wurfversuche könnten Spieler wie Reaves, Callison, Thomas oder Marcus Foster in einen offensiven Rhythmus bringen. Alle vier Akteure erzielen in dieser Saison im Schnitt zweistellige Punktzahlen.
Der MBC gehört zudem zu den Teams mit den wenigsten Ballverlusten in der gesamten BBL und kommt auf durchschnittlich 12,8 Turnover pro Spiel. Umso spannender wird es zu beobachten sein, wie sich die verbesserte Defensive der Oldenburger gegen die starke Offensive der Weißenfelser behaupten kann.
Bereits im Spiel gegen Berlin gerieten die Oldenburger immer wieder in gegnerische Läufe. Auch hier wird interessant sein, wie sie gegen die offensivstarken Weißenfelser in solchen Phasen reagieren oder ob es gelingt, diese Läufe von Beginn an zu unterbinden.
Ausblick
Die EWE Baskets Oldenburg wollen ihren Aufwärtstrend im Heimspiel gegen den MBC bestätigen und den Anschluss an die Play-In Plätze halten. Entscheidend wird sein, defensiv konstant zu bleiben, zweite Wurfchancen zu verhindern und gegnerische Läufe frühzeitig zu stoppen, um die individuelle Offensivqualität der Weißenfelser nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.