• Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Donnerstag habe ich mich mit Nicho Tischler zu einem netten Gespräch getroffen. Dabei ging es unter anderem um das Einschlafen nach Spielen und den Umgang mit Medien im Hinblick auf die mentale Gesundheit. Außerdem haben wir über Spielvorbereitung, taktische Umstellungen während eines Spiels sowie die Frage gesprochen, wie wichtig ihm klare Rollen im Team sind.

    Frage: Stellst du dir morgens einen Wecker oder kommst du auch ohne aus?

    Tischler: Mein Wecker ist jeden Tag auf 8:10 Uhr gestellt, und meistens bin ich dann gegen 8:15 Uhr wach. Das gibt mir eine gute Routine. Da wir meist zur gleichen Zeit trainieren, passt das sehr gut für mich.

    Frage: Wie schläfst du nach einem Spiel ein?

    Tischler: Nach Spielen ist es oft schwieriger einzuschlafen als in normalen Trainingswochen. Gerade bei späten Spielen ist der Körper noch voller Adrenalin, da wird es auch mal sehr spät. Trotzdem versuche ich, meinen Rhythmus zu halten und nicht komplett aus dem Schlafplan zu kommen.

    Frage: Spürst du einen Unterschied zwischen Sieg und Niederlage?

    Tischler: Ja, definitiv. Nach einem Sieg überwiegen die positiven Emotionen, da kann man auch mit wenig Schlaf gut umgehen.

    Nach einer Niederlage ist es anders, da denkt man mehr nach und fragt sich, was man besser machen kann.

    Am nächsten Tag merkt man den Unterschied dann auch deutlich, je nach Spielverlauf und Gefühl.

    Frage: Du hast gerade gesagt, dass man nach Niederlagen ins Grübeln kommt. Wie ist es mental, eine Niederlagenserie wie zu Beginn der Saison zu durchleben? Was macht das mit einem?

    Tischler: Es war wirklich nicht einfach. Ich habe auch schon in Teams gespielt, in denen die Erwartungen niedriger waren. Da waren Niederlagen weniger dramatisch, weil eher die Entwicklung im Vordergrund stand. Hier war das Ziel aber klar direkte Playoffs. Und dann startest du mit ich glaube einem Sieg aus zehn Spielen. Da hinterfragt man viel.

    Auch innerhalb der Mannschaft war das schwierig. Man kennt sich noch nicht richtig, auf dem Papier sind alle gute Spieler, aber wir haben es nicht aufs Feld bekommen. Das hat uns beschäftigt.

    Geholfen hat uns der Trainerwechsel mit neuen Impulsen. Ich glaube, wir haben uns als Team selbst aus dieser Situation herausgearbeitet.

    In dieser Liga hilft dir niemand, jeder Gegner legt noch einen drauf. Umso wichtiger war es, Charakter zu zeigen, einen Neustart zu machen und Verantwortung zu übernehmen.

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    Frage: Hast du in solchen Phasen ein Frustmanagement oder Routinen, die dir helfen, wenn es mental nicht so gut läuft?

    Tischler: Ich versuche, meinen mentalen Space zu schützen, indem ich keine Kommentare lese. Das ist für mich eine Form von Selbstschutz. Auf Social Media halte ich mich bewusst von negativen Kommentaren fern.

    Ich versuche generell, mich davon zu distanzieren, weil diese Leute nicht im Training dabei sind und die Abläufe nicht kennen. Sie sehen nur das Ergebnis, aber nicht, was dahintersteckt.

    Der zweite Punkt ist meine tägliche Arbeit. Ich bin früh in der Halle, bleibe länger, kümmere mich um meinen Körper, schaue viel Film und versuche einfach, mich jeden Tag weiterzuentwickeln und den Fokus auf mich zu halten.

    Diese Arbeit hilft mir auch mental. Selbst wenn ich mal weniger treffe, fange ich nicht an, alles zu hinterfragen. Ich mache einfach weiter und vertraue darauf, dass sich das auszahlt. Die Würfe, die ich bekomme, werde ich weiter nehmen. Auf lange Sicht kommt das zurück. Das hält meinen Kopf stabil.

    Frage: Sprichst du auch mit Leuten außerhalb des Sports darüber, zum Beispiel mit deiner Freundin oder Freunden?

    Tischler: Mit meiner Freundin spreche ich eher über die schönen Seiten im Basketball, also gute Spiele oder gute Trainingswochen. Schwierige Themen halte ich da eher raus.

    Dafür habe ich meinen kleinen Kreis an Leuten, mit denen ich alles besprechen kann. Dazu gehören mein ehemaliger Trainer aus Bamberg und Holger Geschwindner, mit dem ich im Sommer viel arbeite, sowie Ivan Pavić als Mentor und mein Bruder Brandon Tischler.

    Das sind die wichtigsten Personen für mich, wenn es um den sportlichen Austausch geht. So einen engen Kreis zu haben, ist extrem wichtig.

    Frage: Basketball ist ein Sport mit vielen Zahlen. Wie sehr achtest du auf deine Statistiken wie Punkte oder Rebounds?

    Tischler: In meinen ersten Jahren in Braunschweig habe ich sehr stark auf Statistiken geschaut. Da ging es schnell um Punkte, Quoten oder den eigenen Schnitt.

    Seit etwa zwei Jahren mache ich das aber nicht mehr. Ich weiß tatsächlich nicht genau, wie meine Durchschnittswerte aussehen. Ich glaube, es ist nicht gut, sich darüber zu sehr zu definieren.

    Natürlich will ich in jedem Spiel meine Würfe treffen und viele Rebounds holen, aber man merkt selbst, ob man in einer guten Phase ist oder nicht. Nach dem Spiel schaue ich mir die Stats manchmal noch an, aber Saisonwerte blende ich bewusst aus.

    Frage: Du hast gute und schlechte Phasen angesprochen, die es ja auch innerhalb eines Spiels gibt. Ein Beispiel ist das Spiel gegen Rostock: 35 Sekunden vor Schluss war dein einziger getroffener Dreier. Wie gehst du während des Spiels mit solchen Phasen um?

    Tischler: Ich versuche, diese Schwankungen im Spiel weniger an mich ranzulassen. Früher war es eher so, dass ich nach einem Fehlwurf gedacht habe, heute ist nicht mein Tag.

    Heute sehe ich das rationaler. Wenn ich einen Wurf verpasse, frage ich mich eher, warum er daneben ging. Dadurch kann ich daraus lernen und gehe ohne Angst in den nächsten Wurf.

    Ich versuche jeden Wurf als neue Chance zu sehen, etwas mitzunehmen und mich zu verbessern.

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    Frage: Man hat ja nur ganz kurz Zeit für Entscheidungen. Was geht da in deinem Kopf vor? Passiert das intuitiv oder kannst du das beschreiben?

    Tischler: In wichtigen Phasen am Ende eines Spiels läuft vieles über Instinkt. In anderen Situationen ist es stärker vom System geprägt, da geht es eher darum, den besten Wurf zu finden und nicht einfach den ersten offenen Wurf zu nehmen.

    Der Wurf in der Schlussphase wäre früher im Spiel oft nicht der richtige, weil dann noch mehr Zeit bleibt und wir anders agieren wollen. Am Ende geht es aber mehr um Gefühl und Instinkt. Das sieht man bei vielen Spielern so.

    Frage: Hast du das gelernt?

    Tischler: Vieles kommt aus der Jugend und den vielen Spielen im Sommer, egal ob fünf gegen fünf oder eins gegen eins. Man sammelt einfach extrem viele Situationen, aus denen man lernt. Dadurch entwickelt man ein Gefühl für solche Momente.

    Frage: Man hat gesehen, dass Lazar Spasić in Auszeiten manchmal mehrere Spielzüge ansagt. Wie kann man sich das alles merken?

    Tischler: Wir arbeiten seit August jeden Tag zusammen und laufen die Systeme ständig durch. Dadurch sitzen die Abläufe mittlerweile bei allen.

    Wenn ein Spielzug angesagt wird, weiß jeder sofort, was zu tun ist. Außerdem helfen wir uns gegenseitig, falls jemand kurz etwas vergisst.

    Vom Coach ist das auch Strategie: Kontrolle zu behalten und nach der Auszeit wieder Struktur ins Spiel zu bringen.
    Frage: Wie lange dauert die Spielvorbereitung auf einen Gegner und wie viel Zeit steckt insgesamt drin?

    Tischler: Das hängt davon ab, wie viel Zeit wir haben. Wenn das Spiel am Sonntag ist, starten wir meist Mittwoch oder Donnerstag mit der intensiven Vorbereitung.

    Zuvor liegt der Fokus eher auf uns selbst – Krafttraining, Körperarbeit und individuelles Shooting.

    Ab Mittwoch oder Donnerstag geht es dann in die Analyse. Wie spielt der Gegner, welche Systeme laufen sie, wie verteidigen sie? Im Training erarbeiten wir dann, wie wir ihre Aktionen verteidigen und wo wir gegebenenfalls von unserer normalen Defensive abweichen.

    Gleichzeitig schauen wir, wie wir ihre Defense angreifen können und analysieren auch einzelne Spieler, ihre Stärken und Tendenzen. Das ist schon sehr detailliert.

    Im Shootaround gehen dann die wichtigsten Punkte nochmal durch, sodass wir uns gut vorbereitet fühlen.

    Frage: Bereitest du dich auch individuell vor oder bekommt ihr dafür Vorgaben?

    Tischler: Wir bekommen immer einen Scouting Report, also eine kompakte Zusammenfassung der Teamvorbereitung für zu Hause. Damit ist jeder erstmal grundsätzlich vorbereitet.

    Darauf kann jeder individuell aufbauen, je nachdem wie viel man sich noch mit einzelnen Spielern oder Statistiken beschäftigt.

    Ich schaue mir oft zusätzlich noch Videos an, um die Gegner in Ruhe zu analysieren. So hat jeder eine Basis, die er dann individuell vertiefen kann.

    Frage: Im Spiel gibt es ja oft Umstellungen. Inwiefern seid ihr darauf vorbereitet oder kommt das trotzdem überraschend?

    Tischler: Wir haben immer einen Plan B. Gerade bei speziellen Situationen, in denen wir anders verteidigen als üblich, wissen wir auch, wie wir reagieren, wenn etwas nicht funktioniert oder der Gegner etwas anpasst.

    Wichtig ist, dass wir flexibel bleiben und im Spiel schnell Lösungen finden.

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    Frage: Perfektes Beispiel ist das Spiel gegen Rostock: Die Pick-and-Roll-Verteidigung hat anfangs nicht gut funktioniert, das gab Rostock einfachen Abschlüsse am Korb. In der zweiten Halbzeit war es dann komplett anders.

    Tischler: Rostock hat das insgesamt gut gemacht. Wir haben zunächst ordentlich verteidigt, aber uns zu oft in Situationen gebracht, in denen wir entweder den Dreier oder den Korbleger zugelassen haben.

    In der Halbzeit haben wir dann auf Zone und Switching Defense umgestellt und damit vor allem das Short-Roll-Spiel herausgenommen. Dadurch mussten sie andere Lösungen finden.

    Das hat besser funktioniert, vor allem weil wir im Eins-gegen-eins stark sind. Insgesamt war das eine gute Anpassung, die das Spiel deutlich verändert hat.

    Frage: Wie viele Umstellungen gibt es im Spiel?

    Tischler: Es gibt sehr viele Umstellung im Spiel. Es gibt auch viele Varianten, auch abhängig von den Positionen. Mit bestimmten Spielern verteidigen wir unterschiedlich, je nachdem, wer auf dem Feld steht. Mal bin ich auf der Vier, mal auf der Drei und verteidige einen Guard.

    Es gibt insgesamt sehr viele Matchups und Situationen – je nachdem, ob Chris [Clemons], Brian [Fobbs], Kyle [Lofton], ich oder [Dakarai] Tucker auf dem Feld sind. Im Spiel geht es vor allem darum, schnell die passenden Zuordnungen zu finden und sich anzupassen.

    Frage: Kommt das meistens vom Trainer oder könnt ihr auch selbst Vorschläge machen?

    Tischler: Wir können da auch mitreden, und der Coach ist sehr offen dafür. Ein gutes Beispiel war in Frankfurt. Der Coach wollte auf Zone umstellen und hat uns vorher gefragt. Wir haben uns gemeinsam aber für Man-to-Man entschieden – und damit auch das Spiel gewonnen.

    Diese Offenheit ist nicht selbstverständlich. Viele Coaches ziehen ihren Plan durch, unabhängig vom Spielverlauf. Hier ist es eher ein Austausch, und genau diese Balance zwischen Trainer und Spielern ist wichtig.

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    Frage: Wie wichtig ist dir eine klare Rolle im Team?

    Tischler: Das hilft mir sehr. Jeder weiß hier grundsätzlich, welche Aufgaben er hat und welche Würfe er nehmen soll. Diese Klarheit ist wichtig.

    Am Anfang der Saison war das noch schwieriger, weil vieles sehr offen war und die Rollen nicht klar definiert waren. Da wusste man teilweise nicht genau, wer in welchen Situationen übernimmt oder wie die Hierarchie im Angriff ist.

    Das ist mittlerweile deutlich besser geworden und hilft dem gesamten Team.

    Frage: Heißt das, dass der Erfolg auch durch die klarere Rollenverteilung gekommen ist?

    Tischler: Ja, das würde ich schon sagen. Wir sind ein Team mit viel individueller Qualität, und in der Phase mit vielen Verletzten war es entsprechend schwierig. Bei einer Neun- bis Zehn-Mann-Rotation macht es einen großen Unterschied, wenn drei oder vier Spieler fehlen.

    Jetzt, wo wieder alle dabei sind, sieht man unser Potenzial deutlich besser. Dieses Talent kann aber nur dann richtig aufs Feld gebracht werden, wenn die Rollen klar verteilt sind – und das ist jetzt wieder der Fall.

    Frage: Können Verletzungen auch dazu geführt haben, dass die Rollenverteilung ins Wanken geraten ist?

    Tischler: Ja, auf jeden Fall. Durch die Verletzungen mussten andere mehr Verantwortung übernehmen, gleichzeitig konnten sich Gegner besser auf uns einstellen.

    Dadurch waren wir weniger variabel und etwas berechenbarer. Vorher konnten wir mehr wechseln und flexibler spielen, das ging zeitweise verloren.

    Jetzt ist das wieder besser, weil wir mehr Optionen und Variabilität haben.

    Frage: Bist du ein Spieler, der gerne Verantwortung übernimmt?

    Tischler: Ja, auf jeden Fall. Es muss nicht immer der letzte Wurf sein, auch wenn das natürlich besondere Momente sind.

    Mir geht es vor allem darum, in wichtigen Phasen auf dem Feld zu stehen und Verantwortung zu übernehmen, egal ob am Ende eines Viertels oder Spiels. Jeder Spieler will seinen Beitrag leisten – offensiv wie defensiv.

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    Frage: Wie wichtig ist es für dich, von Anfang an zu spielen?

    Tischler: Eigentlich sollte man das nicht überbewerten, aber es hängt schon mit der eigenen Rolle zusammen. Natürlich gibt es immer Veränderungen, aber es ist auch eine Frage des Rhythmus. Wenn man lange Starter war, ist es ungewohnt, plötzlich von der Bank zu kommen – und umgekehrt genauso.

    Deshalb ist es für mich wichtig, eine klare Rolle zu haben und zu wissen, worauf ich mich einstellen kann. Dann kann man diese Rolle auch besser ausfüllen.

    Frage: Wie wichtig ist es für dich, ein Spiel auf dem Feld zu beenden?

    Tischler: Das ist mir schon sehr wichtig. Wer startet, ist nicht immer komplett selbst beeinflussbar, da der Coach je nach Spielplan Entscheidungen trifft.

    Aber in der Schlussphase zeigt sich oft, wie viel Vertrauen ein Spieler hat – ob man in den letzten Minuten auf dem Feld steht oder nicht. Da will natürlich jeder dabei sein.

    Es geht nicht nur um den letzten Wurf, sondern darum, überhaupt in diesen Momenten auf dem Feld zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Das ist für mich ein Zeichen von Vertrauen.

    Ich hatte auch schon Situationen, in denen ich gestartet bin, aber in den entscheidenden Momenten nicht gespielt habe. Hier ist das anders, und dieses Vertrauen weiß ich sehr zu schätzen.

    Abschluss: Super, vielen Dank für das interessante Gespräch.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Eine Szene, die vielen Fans nach dem Spiel in Erinnerung geblieben sein dürfte, war der Versuch von Nico Tischler, einen 360-Dunk zu vollenden. Nach einem Steal der Oldenburger lief er nahezu allein auf den Korb zu und versuchte, den Ball spektakulär mit einem Spinmove im Korb zu versenken, um die Arena zum Beben zu bringen. Doch der Versuch misslang und der Ball blieb am Ring hängen. In diesem Moment war Lazar Spasić wohl alles andere als begeistert.

    Das sollte sich jedoch gegen Ende des Spiels deutlich ändern. Ausgerechnet Tischler war es, der 34 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier zum 80 zu 78 traf. Dieses Mal brachte er die Arena tatsächlich zum Beben und entschied damit die Partie für die Oldenburger.

    Doch gehen wir zunächst zurück in die erste Halbzeit des Spiels. Hier hatten die Baskets sichtlich Probleme in der Pick and Roll Defensive. Die Rostocker spielten häufig das Pick and Roll über die Positionen drei und vier und schafften es so immer wieder, Owen Klassen unter dem Korb freizubekommen. Der Ex Oldenburger kam dadurch bereits zur Halbzeit auf 10 Punkte.

    In der zweiten Halbzeit nahm das Trainerduo um Lazar Spasić und Co Trainer Franjo Borchers einige Anpassungen vor. Vor allem die Verteidigung des zuvor beschriebenen Pick and Rolls bekamen die EWE Baskets deutlich besser in den Griff. Klassen erzielte in der zweiten Halbzeit nur noch 2 Punkte. Diese wichtige Umstellung trug entscheidend dazu bei, dass die Oldenburger am Ende einen 81 zu 79 Sieg einfahren konnten.

    Turnover

    Im Spiel präsentierten sich die Oldenburger äußerst sicher im Umgang mit dem Ball. Sie leisteten sich lediglich 7 Turnover und stellten damit ihren niedrigsten Wert der Saison ein. Vor allem die Breite auf den Guard Positionen sorgte für einen strukturierten und stabilen Spielaufbau.

    Auf der anderen Seite zwangen die Oldenburger die Rostocker mit 6 Steals und einer physischen Defensive zu insgesamt 12 Turnovern.

    Chris Clemons

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    Nach einem starken Spiel in Berlin unterstrich Chris Clemons erneut, wie wichtig er für Oldenburg ist. In 28 Minuten erzielte er 28 Punkte und steuerte zusätzlich 6 Assists sowie 6 Rebounds und 0 Turnover bei. Mit einem Offensiv-Rating von 131,3 bewies er eindrucksvoll seinen Wert für das Offensivspiel der Mannschaft. Zwei weitere Spieler erreichten einen ähnlich hohen offensiven Output wie Clemons, Michale Kyser mit einem Offensiv-Rating von 132,7 sowie Nico Tischler mit 130.

    Ausblick

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    Am Samstag um 18:30 Uhr gilt es für die Oldenburger, ihren Aufwärtstrend zu bestätigen und auch gegen Bamberg eine starke Leistung zu zeigen. Ob am Ende dennoch ein Sieg möglich ist, bleibt abzuwarten, denn die Bamberger befinden sich aktuell in bestechender Form. Sowohl der Pokalsieg als auch der derzeitige dritte Platz in der Liga sprechen klar für sie.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Eine Frage, die sich die Baskets derzeit sicherlich stellen. Das Spiel gegen Rostock wird dabei besonders entscheidend sein. Mit einem Sieg könnten die Oldenburger das Mittelfeld der Liga weiter verdichten und ihre Chancen im weiteren Saisonverlauf auf eine mögliche Play-In-Teilnahme noch einmal ein wenig verbessern.

    Ausgangslage

    Für die EWE Baskets gab es am letzten Spieltag einen wichtigen Sieg gegen den zweitplatzierten Berlin. In einem engen Spiel setzten sich die Oldenburger am Ende dank eines 13:0-Laufs mit 81:79 durch. Dieser Erfolg war für die Mannschaft besonders bedeutend, da er zeigte, dass sie noch gewinnen können und den nötigen Kampfgeist besitzt. Gleichzeitig sendete er ein positives Signal an die Fans, die beim Heimspiel gegen Hamburg noch deutlich unzufrieden waren und ihren Unmut mit Pfiffen zum Ausdruck gebracht hatten.

    Die Rostocker spielen bislang eine sehr starke Saison und nähern sich ihrem Ziel, die Playoffs zu erreichen, immer weiter an. Zwar würden sie nach aktuellem Tabellenstand noch an den Play-Ins teilnehmen, doch der Rückstand auf die direkten Playoff-Plätze beträgt nur zwei Siege – und das bei zwei Spielen weniger als der sechstplatzierte Würzburg. Damit wird die Bedeutung dieses Spiels für Rostock deutlich.

    Mit einem defensiven Rating von 111,3 in den letzten zehn Spielen belegen die Rostocker ligaweit den vierten Platz. In diesem Zeitraum konnten sie fünf Siege einfahren. Auch auswärts präsentieren sie sich solide und haben bereits sechs ihrer zwölf Spiele gewonnen. Die Oldenburger sollten also gewarnt sein.

    Keys to win

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    • Als Team auftreten
    • Breite Rotation
    • Defensive

    Ein Aspekt, der in Berlin besonders herausstach, war das Teamplay. Die Oldenburger überzeugten mit viel Ballbewegung, und bezeichnend war auch, wie geschlossen sich alle Spieler über den Sieg freuten – auch diejenigen, die weniger Einsatzzeit bekamen. Dieses positive Mindset sollten sie unbedingt mit in das Spiel gegen Rostock nehmen.

    Zudem sind nun wieder alle Spieler zurück, was eine breite Rotation ermöglicht. Diese Tiefe im Kader sollten die Oldenburger voll ausschöpfen, um insbesondere in der Defensive über die gesamten 40 Minuten hinweg physisch und intensiv agieren zu können.

    Ausblick

    Am Montagabend gegen 22 Uhr wird es eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage geben, ob in dieser Saison noch mehr möglich ist. Bis dahin heißt es, geduldig zu bleiben und zu beobachten, welche Lehren die Baskets aus dem Spiel gegen Berlin ziehen konnten.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Ostersonntag zeigten die Baskets, was in ihnen steckt und was sie in den vergangenen Spielen oft vermissen ließen. Gegen den Tabellenzweiten der BBL, Alba Berlin, präsentierten sich die Oldenburger vor allem in der Defensive mit der von Lazar Spasić geforderten Physis. Auch in der Offensive lief der Ball wieder gut.
    Am Ende konnten die Oldenburger nach einem spektakulären 13:0-Lauf jubeln und das Spiel mit 81:79 für sich entscheiden. Damit beendeten sie eine Serie von vier Niederlagen in Folge sowie eine fünfjährige Durststrecke in der Hauptstadt.

    Am Anfang des Spiels gab es direkt die erste positive Meldung, denn Filip Stanic war zurück im Kader, jedoch gab es auch eine negative, denn Tomislav Zubčić musste verletzungsbedingt aussetzten.

    Auch wichtig zu erwähnen ist, dass Spasić im Vorfeld des Spiels betonte, sowohl mit jedem einzelnen Spieler als auch mit dem gesamten Team Gespräche geführt zu haben. Ein Aspekt, der vermutlich eine große Rolle spielte, denn so war den Spielern sicherlich bewusst, worum es aktuell geht und was entscheidend ist. Möglicherweise wurden dabei auch die Rollen noch einmal klarer definiert.

    Von Beginn an war dem Team anzumerken, dass es dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Trotz Rückständen kämpften sich die Baskets immer wieder heran und zeigten, was sie bereits zu Beginn unter Spasić ausgezeichnet hat: eine starke Defensive und eine funktionierende Offensive.

    Am Ende unterstrichen die Baskets mit dem bereits erwähnten 13:0 Lauf ihren Siegeswillen. Vor allem Chris Clemons dürfte den Berliner Fans im Rückblick auf die Saison nicht gerade positiv in Erinnerung bleiben. Schon im Hinspiel sorgte er mit einem Dreier für die Entscheidung, und auch im Rückspiel wiederholte sich dieses Szenario.

    Verteidigung

    In diesem Spiel zeigte sich, wie wichtig es ist, in der Defensive physisch zu spielen. Die Baskets zeigten dabei eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den vergangenen Wochen. So zwangen sie die Berliner zu 17 Turnovern. Noch viel wichtiger ist jedoch, wie Spasić immer sagt: Aus guter Defensive entsteht gute Offensive.
    Genau das setzten die Baskets um und schafften es, mit einer starken Verteidigung und der daraus resultierenden effektiven Offensive den ein oder anderen größeren Rückstand wieder aufzuholen.

    Chris Clemons

    Ein großer Faktor waren natürlich seine sechs Punkte am Ende des Spiels sowie der entscheidende Dreier zur Führung in der letzten Minute. Doch fast noch wichtiger war, dass der Ball in der Offensive endlich wieder lief, und daran hatte Clemons einen großen Anteil. Das spiegelt sich auch in seinen Assist-Werten wider. Insgesamt verbuchte er sieben Vorlagen.

    Ausblick

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    Jetzt gilt es, diese Energie in die verbleibenden sechs Spiele mitzunehmen und noch einmal alles zu geben. Dann wird sich zeigen, wofür es am Ende reicht.
    Das nächste Spiel findet am Montag, den 13. April, gegen Rostock in der großen EWE Arena statt.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Nach fünf Spielen unter Lazar Spasić habe ich ein Interview mit Brian Fobbs geführt. Ein Punkt, den Fobbs dabei besonders hervorgehoben hat, war die klare Kommunikation des Trainers. Spasić hat mit den Spielern intensiv über ihre Rollen gesprochen und deutlich gemacht, was er von jedem Einzelnen erwartet (hier nochmal zum Nachlesen: „Wir teilen den Ball mehr und haben Spaß“ – Brian Fobbs über den bisherigen Saisonverlauf).

    Die Oldenburger konnten in dieser Phase einen guten Lauf entwickeln. Kurz vor dem TOP FOUR standen unter Spasić lediglich drei Niederlagen aus elf Spielen zu Buche oder positiver formuliert: acht Siege aus elf Spielen.

    Beginn einer negativen Serie

    Ein Blick auf das Spiel gegen Ulm relativiert diese Bilanz jedoch etwas, zumindest auf den ersten Blick. Die Partie ging deutlich mit 72:101 verloren. Allerdings fehlten mit James Woodard, Miachale Kyser, Filip Stanic und Dakarai Tucker gleich mehrere wichtige Spieler, sodass sich die klare Niederlage gut erklären lässt.

    Doch leider markierte dieses Spiel auch ein Stück weit den Beginn einer schwierigen Phase für die Oldenburger. Im BBL-Pokal-Halbfinale kehrten zwar Woodard und Kyser zurück, allerdings verletzte sich Woodard in dieser Partie erneut, während auch Kyser nicht bei 100 Prozent wirkte.

    Nach der Länderspielpause stand Kyser wieder zur Verfügung, doch Woodard fehlt seitdem weiterhin. Betrachtet man die Bilanz der Baskets seit dem Ulm-Spiel inklusive des Pokal-Halbfinals, fällt diese mit lediglich zwei Siegen aus neun Spielen ernüchternd aus.

    Wie wichtig ist James Woodard?

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Auffällig ist dabei vor allem, dass sowohl Stanic als auch Woodard seitdem kein Spiel mehr bestritten haben. Zwei Spieler, deren Einfluss auf das Spiel der Oldenburger vermutlich unterschätzt wird.

    Gerade auf den Guard-Positionen macht sich das Fehlen von Woodard deutlich bemerkbar. Mit seinen 45,9 Prozent von der Dreierlinie sowie seiner Unterstützung im Ballvortrag hatte er großen Anteil am anfänglichen Erfolg unter Spasić.

    Auch in der Offensive hinterlässt er eine spürbare Lücke. Durch seine starke Wurfquote muss er eng verteidigt werden, was Räume öffnet. Sowohl seine Gefahr von außen als auch sein Zug zum Korb sorgen dafür, dass sich Lücken in der Defensive ergeben, die seine Mitspieler für freie Würfe nutzen können.

    Ein Blick auf seine Bewertung bei 3stepbasket zeigt, dass Woodard dort zurecht mit dem Stempel „very good“ eingestuft wird. In den neun Spielen unter Spasić kommt er auf ein starkes Net Rating von +8 (Offensivrating: 119,1; Defensivrating: 111,1). Zwar erzielt er im Schnitt „nur“ 7,2 Punkte, doch vor allem durch seinen konstant starken Wurf sorgt er für Räume und kreiert offene Abschlüsse für seine Mitspieler.

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    Auch beim Rebounding macht sich sein Fehlen bemerkbar. Für einen Guard sind 3,1 Rebounds pro Spiel ein starker Wert, der dem Team aktuell fehlt.

    Diese Lücke konnten Kyle Lofton und Tucker bislang nicht schließen. Beide sind von Verletzungen zurückgekehrt und haben noch Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden. In den letzten sieben Ligaspielen weisen sie die schwächsten Net Ratings im Team auf. Lofton kommt auf –17,1 (Offensivrating: 102,6; Defensivrating: 119,7), Tucker sogar mit –22,2 (Offensivrating: 105,6; Defensivrating: 127,8). Mit beiden auf dem Feld stockt aktuell häufig die Offensive, während die Defensive – insbesondere mit Tucker – anfällig wirkt.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rollenverteilung innerhalb des Teams. Brian Fobbs betonte im Interview, dass Spasić die Rollen klar definiert hat. Die entscheidende Frage ist nun, wie sich diese Rollen durch Woodards Verletzung sowie die Rückkehr von Lofton und Tucker verändert haben. Besteht weiterhin diese klare Struktur oder ist sie aktuell ins Wanken geraten?

    Was gibt Filip Stanic dem Oldenburger Spiel

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Schaut man auf die Center-Position, wird das Fehlen von Stanic deutlich spürbar. Besonders im Rebounding, insbesondere beim defensiven Rebound, hinterlässt er eine große Lücke. In den sieben Spielen unter Spasić kommt das Team mit ihm auf dem Feld auf eine Defensiv-Reboundquote von 72,4 Prozent.

    Dabei ist es wichtig, nicht nur auf die reinen Rebound-Zahlen zu schauen. Seine Präsenz unter dem Korb und sein konsequentes Ausboxen helfen auch seinen Mitspielern, den Rebound zu sichern. Zum Vergleich: Die Defensiv-Reboundquote der Baskets in den letzten sieben Ligaspielen liegt bei lediglich 59,4 Prozent.

    Mit Stanic würde das Team also deutlich mehr Stabilität im Rebounding erhalten und dem Gegner weniger zweite Wurfchancen ermöglichen. Aktuell haben vor allem Kyser, Tomislav Zubčić und Seth Hinrichs Schwierigkeiten im Rebounding und beim Ausboxen.

    Auch ein Blick auf die Advanced Stats unterstreicht seinen defensiven Einfluss. Sein Offensivrating liegt bei 111,8, während er defensiv mit einem starken Wert von 105,8 überzeugt.

    Ausblick

    Es bleibt zu hoffen, dass beide Spieler schnellstmöglich wieder ins Spielgeschehen eingreifen können und dem Team ihre Stärken zurückgeben. Im besten Fall gelingt es ihnen, den negativen Trend der Oldenburger zu stoppen und die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur zu führen.

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Der letzte Auswärtssieg der EWE Baskets Oldenburg bei ALBA Berlin liegt bereits einige Jahre zurück. Am 9. März 2021 gewannen die Oldenburger mit 89:81 in der Uber Arena, damals noch Mercedes-Benz Arena.

    Aus diesem Spiel könnten am Sonntag noch einige bekannte Gesichter auf dem Parkett stehen. Auf Berliner Seite waren damals bereits Jonas Mattisseck und Malte Delow im Einsatz. Mattisseck kam auf knapp 15 Minuten Spielzeit, Delow auf rund sieben Minuten. Beide haben inzwischen eine deutlich größere Rolle im Team übernommen und stehen mittlerweile im Schnitt jeweils etwa 21 Minuten auf dem Feld.

    Auch Norris Agbakoko dürfte am Sonntag im Berliner Kader stehen, dann allerdings gegen seinen ehemaligen Verein. Beim Auswärtssieg am 9. März 2021 gehörte er noch zum Aufgebot der Oldenburger, kam jedoch nicht zum Einsatz. Zu Beginn dieser Saison wechselte Agbakoko nach Berlin und zeigt dort sein Potenzial. Mit durchschnittlich rund 18 Minuten Einsatzzeit sowie 8,6 Punkten und 4,6 Assists pro Spiel liefert er solide Leistungen. Zudem wurde er in dieser Spielzeit gemeinsam mit Delow und Mattisseck für die Nationalmannschaft nominiert.

    Ausgangslage

    Die Ausgangslage der beiden Mannschaften könnte unterschiedlicher kaum sein. Während die Berliner am Mittwoch nur knapp gegen das europäische Topteam Malaga mit 69:72 im ersten Spiel der Viertelfinalserie der Basketball Champions League verloren haben und in der Basketball Bundesliga auf Platz zwei stehen, mussten die Oldenburger eine bittere Niederlage hinnehmen. Gegen die Hamburg Towers unterlag Oldenburg deutlich mit 77:96 und steht nun vor der Aufgabe, eine Negativserie von vier Niederlagen in Folge zu beenden.

    Keine leichte Aufgabe für die Baskets: Berlin hat in dieser Saison nur drei seiner bisherigen Auswärtsspiele verloren. Zudem liegt der letzte Auswärtssieg der Oldenburger in Berlin mittlerweile rund fünf Jahre zurück.

    Keys to win

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    • Energie
    • Befreit aufspielen
    • Als Team auftreten

    Ein Punkt zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Analyse, die Energie. Sie muss auf beiden Seiten des Feldes stimmen, insbesondere in der Defensive. Beide Teams hatten erst am Mittwoch ein intensives Spiel, daher wird es umso wichtiger sein, von Beginn an mit voller Intensität aufzutreten, etwas, das den Oldenburgern zuletzt häufig gefehlt hat.

    In Berlin erwartet kaum jemand einen Sieg der Gäste. Genau das könnte ein Vorteil sein: Oldenburg kann befreit aufspielen und möglicherweise zur alten Leichtigkeit zurückfinden, vor allem beim Wurf. Gerade der Dreipunktewurf ließ in den vergangenen Spielen deutlich zu wünschen übrig.

    Entscheidend wird außerdem sein, als geschlossenes Team aufzutreten. Nur mit konsequentem Teambasketball, guter Ballbewegung und der Einbindung aller Spieler wird es möglich sein, gegen Berlin zu bestehen.

    Ausblick

    Ein Sieg in der Uber Arena wird alles andere als einfach. Doch genau darin könnte auch die Chance liegen, ohne großen Erwartungsdruck können die Oldenburger mutig auftreten und sich so ihre Möglichkeiten erarbeiten. Ob das gelingt, wird sich am Sonntag ab 15 Uhr zeigen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Vor gut zwei Wochen habe ich mich mit Franjo Borchers auf einen kleinen Spaziergang getroffen und dabei über seine Trainerausbildung gesprochen. Außerdem haben wir uns über die vergangenen zweieinhalb Jahre als Assistant Coach bei den Baskets unterhalten, in denen er unter vier verschiedenen Trainern gearbeitet hat. Es ging auch um seine eigene Trainerphilosophie und abschließend um den Nachwuchs sowie dessen Integration in den Profibereich.

    Frage: Was sind deine Hobbys neben dem Basketball?

    Borchers: Ich bin generell sehr sportbegeistert. Mit 21 habe ich angefangen, Golf zu spielen. Durch meine Arbeit bei den Baskets ist das allerdings etwas weniger geworden. Seit ich 2018 im Jugendbereich angefangen habe, nimmt der Job viel Zeit ein. Im Grunde von morgens bis abends. Im Sommer schaffe ich es aber trotzdem ab und zu auf den Golfplatz, zuletzt auch wieder etwas häufiger, wenn das Wetter mitspielt.

    Außerdem habe ich einen Hund. Den würde ich auch ein Stück weit als Hobby bezeichnen, weil man viel Zeit mit ihm verbringt und draußen unterwegs ist.

    Und ganz neu habe ich angefangen, Padel zu spielen. Das sind im Moment die sportlichen Dinge, die ich neben dem Basketball mache.

    Frage: Du bist Mitte Oktober 2023 Assistant Coach geworden, hast davor aber die Trainerausbildung bei den Baskets durchlaufen. Worum geht es dabei genau?

    Borchers: Das Programm ist wirklich spannend. Die Baskets waren bei dieser Art von Trainerausbildung Vorreiter. Trainer wie Christian Held haben hier in Oldenburg ihre Ausbildung gemacht. Das Konzept überzeugte auch die BBL, die daraufhin ein eigenes Nachwuchstrainer-Programm startete.

    Jedes Jahr werden sechs Nachwuchstrainer ausgewählt, die zuvor schon auf höherem Niveau mit Basketball zu tun hatten. Entweder als Trainer oder ehemalige Spieler. Ich habe dafür ein Stipendium bekommen, und das Programm lief über drei Jahre. Während ich bei den Baskets angestellt war, wurde die Ausbildung von der BBL organisiert.

    Es gab verschiedene Mentoren, etwa den Individualtrainer Stefan Weissenböck aus Bamberg oder Thomas Päch von Alba Berlin. Alle sechs Monate fanden zehntägige Seminare mit Trainern, Lehrern aus Schulen oder Sportpsychologen statt. Pro Halbjahr konnte man zwei Module wählen, mit denen man sich dann intensiver beschäftigt hat und das jeweils mit einem eigenen Mentor an der Seite.

    Frage: Also ein bisschen wie ein Studium.

    Borchers: Genau, im Grunde war es wie ein Studium. Für angehende Trainer ist das eine tolle Gelegenheit, viel zu lernen. Es gab Seminare, Hospitationen und Mentoren, die einen eng begleiteten.

    Ich war zum Beispiel zehn Tage bei der U16-Nationalmannschaft und bin zur EM mitgefahren, wo wir kleinere Aufgaben wie Gegner-Scouting übernommen haben. Außerdem hospitierte ich zehn Tage bei ALBA Berlin und schaute mir das Jugendprogramm an. Zusätzlich war ich etwa vier bis fünf Tage bei Aíto [García Reneses].

    Die Seminare fanden meist in Berlin oder München statt und waren sehr intensiv. Der Austausch mit anderen Trainern war dabei besonders wertvoll, da immer mehrere Jahrgänge zusammenkamen. Insgesamt waren es drei sehr spannende Jahre.

    Frage: Und danach bist du dann hier in den Nachwuchsbereich gegangen, richtig?

    Borchers: Genau. Das Programm lief von 2018 bis 2021 und war eng mit dem Standort Oldenburg verbunden. In dieser Zeit arbeitete ich im Nachwuchsbereich – zuerst als Assistant Coach bei Dejan Mijatović, dann bei Dejan Stojanovski, bevor ich selbst die U19 als Head Coach übernahm.

    Später trennten sich die Wege der Profimannschaft der EWE Baskets Oldenburg und des damaligen Assistant Coaches Thomas Roijakkers, und ich bekam die Chance, bei den Profis einzusteigen.

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Frage: Wie war das Gefühl, als die Nachricht kam?

    Borchers: Im ersten Jahr im Jugendbereich war ich eine Art Bindeglied zu den Profis. Ich war oft im Training dabei, übernahm kleinere Aufgaben und erklärte gleichzeitig den Jugendtrainern das System der Profimannschaft.

    Ziel ist, dass die Prinzipien der Profis in abgespeckter Form auch im Nachwuchs trainiert werden, damit der Übergang leichter fällt, wenn ein Jugendspieler bei den Profis aushelfen muss.

    Pedro Calles hatte mich schon früh gefragt, ob ich mir diese Rolle vorstellen könnte. Damals passte es aus privaten Gründen nicht. Als die Anfrage später erneut kam, wurde mir klar, dass sich so eine Gelegenheit nicht oft bietet, und ich habe mich entschieden, mit den Profis zu arbeiten. Ich war sehr glücklich über diese Möglichkeit.

    Frage: Dann begann eine recht turbulente Phase. Lazar Spasić ist mittlerweile der vierte Head Coach, unter dem du arbeitest. Haben sich deine Aufgaben bei den verschiedenen Trainern stark unterschieden?

    Borchers: Ja, schon. Unter Pedro war ich hauptsächlich für die Offensive zuständig. Gegner analysieren, ihre Verteidigung innerhalb unserer Spielphilosophie angreifen, individuelles Scouting einzelner Spieler und Arbeit mit einer kleinen Spielergruppe im Individualtraining.

    Als Mladen [Drijenčić] übernahm, blieb vieles zunächst gleich, aber man passt sich als Assistant Coach nach und nach stärker an die Ideen des Head Coaches an. Bei Predrag [Krunić] organisierten wir das Scouting anders, sodass jeweils ein Coach ein komplettes Spiel vorbereitete.

    Die Arbeit mit Lazar ist jetzt anders, da bei unserer Arbeitsteilung mit u.a. die Videoanalyse zufällt. Hinzu kommen meine Parts im Training und im individuellen Bereich, die ich bei den Trainern vorher auch immer hatte. Wir sind eines der jüngsten Coaching Staffs in Europa und die Zusammenarbeit mit ihm ist sehr harmonisch.

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    Frage: Hast du selbst schon eine eigene Trainerphilosophie im Kopf?

    Borchers: Eine Grundidee habe ich schon. Als U19-Headcoach war ich zwar nur kurz tätig, habe aber auch andere Teams betreut und sammle als Assistant Coach ständig Eindrücke, weil ich viele Spiele analysiere. Dabei fallen einem immer wieder Dinge auf, die einem gefallen oder eben nicht. Das Grundkonzept steht also bereits, während die Details sich kontinuierlich weiterentwickeln. Viele Trainer passen im Sommer nur Kleinigkeiten an, ohne ihre grundsätzliche Philosophie komplett zu ändern.

    Frage: Du konntest also viel von den verschiedenen Trainern lernen?

    Borchers: Absolut, ich hatte das Glück unter Top-Trainern lernen zu dürfen, Pedro ist für mich zum Beispiel einer der besten Trainer in Europa, vor allem, wenn es um Trainingsmethodik und Organisation geht. Von Mladen und Predrag habe ich viel über Kommunikation und den Umgang mit Spielern gelernt.

    Mit Lazar ist jetzt wieder ein neues defensives Konzept dazugekommen, das in der BBL nicht viele Teams spielen. Das Spannende ist dabei immer der Weg zum Ergebnis. Am Wochenende sieht man nur das Spiel, aber im Training steckt dahinter eine Menge Detailarbeit.

    Frage: Du kommst selbst aus dem Nachwuchsbereich. Wie integriert ihr junge Spieler in die erste Mannschaft?

    Borchers: Der wichtigste Punkt ist, dass das Konzept vom Nachwuchs bis zu den Profis zusammenpasst. Wenn oben und unten komplett unterschiedliche Systeme gespielt werden, wird der Übergang für junge Spieler extrem schwierig.

    Deshalb versuchen wir, eine gemeinsame Struktur zu haben – von der Baskita über JBBL und NBBL bis zur ProB. Schritt für Schritt nähern sich die Spieler dann dem Niveau der Profis an.

    Wenn ein Jugendspieler bei uns im Training ist, erwarten wir gar nicht, dass er sofort herausragt. Der erste Schritt ist schon geschafft, wenn er das Training nicht stört und sich an das Tempo gewöhnt. Denn der Sprung ist groß, von der NBBL zur ProB und von dort zur BBL noch einmal mehr.

    Gerade bei Verletzungen sind wir deshalb froh, auf junge Spieler zurückgreifen zu können, die das Niveau im Training halten.

    Frage: Also schnuppern Nachwuchsspieler regelmäßig im Profitraining?

    Borchers: Ja, das war eigentlich in jedem Jahr so. Gerade zu Saisonbeginn sind mehrere Nachwuchsspieler dabei. Mit der Zeit kristallisiert sich dann heraus, wer dauerhaft im Training bleibt und wer noch mehr Spielpraxis in der ProB braucht.

    Frage: Ein Beispiel ist Hannes Steinbach von Würzburg der den Sprung von der ProB in die BBL und jetzt ans College geschafft hat, durch Verletzungen anderer Spieler hat er plötzlich viel BBL-Spielzeit bekommen hat. Bei Colin Schröder habt ihr etwas Ähnliches versucht. Ist das bewusst so geplant?

    Borchers: Ja, auf jeden Fall. Gerade für junge Spieler sind ein paar Minuten auf diesem Niveau extrem wertvoll. In den ersten Minuten eines Spiels verliert man normalerweise kein Spiel – aber der Spieler sammelt wichtige Erfahrungen.

    Für Colin ist das auch eine Belohnung für seine Arbeit im Training und in der ProB. Das Tempo und die Physis in der BBL sind noch einmal ganz anders, und aus diesen Situationen lernen junge Spieler unglaublich viel.

    Bei Hannes Steinbach hat man gesehen, wie schnell sich jemand entwickeln kann, wenn er diese Chance bekommt. Seine Kurve ging danach deutlich nach oben und am Ende steht jetzt sogar ein College-Angebot in Millionenhöhe. Das zeigt, wie wertvoll solche Erfahrungen sein können.

    Abschluss: Vielen Dank für die Zeit, es hat sehr Spaß gemacht.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Der Start ins Spiel ließ vieles zu wünschen übrig. Von Beginn an fehlten Konzentration und Energie, sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Sinnbildlich dafür war ein 18:0-Lauf der Hamburger, in dem die Oldenburger weder offensiv noch defensiv Zugriff bekamen. Bezeichnend war auch ein Einwurf von Clemons nach einem Korberfolg der Towers, der direkt gegen die Werbebande ging und Hamburg sofort den nächsten Angriff ermöglichte.

    Im dritten Viertel zeigten die Oldenburger dann Kampfgeist, kämpften sich zurück ins Spiel und hatten sogar die Möglichkeit, die Partie zu drehen. Anschließend brach die Mannschaft jedoch wieder ein und verschenkte beinahe noch den direkten Vergleich. Am Ende stand eine 77:96-Niederlage – ein ungefährdeter Sieg für die Towers.

    Es stellt sich definitiv die Frage, was seit dem Auswärtsspiel in Ulm passiert ist. Zuvor hatte man Ludwigsburg noch auf souveräne Art und Weise besiegt, doch seitdem wirken die Oldenburger wie in einem mentalen Loch.

    Eine Auffälligkeit gibt es seitdem ebenfalls: James Woodard fehlt den Oldenburgern seit dem Spiel in Ulm. Er setzte zunächst aus, da er Vater wurde, und verletzte sich anschließend beim Top Four in München. Um das Fehlen deutlicher darzustellen, werde ich demnächst einen Artikel veröffentlichen, in dem die Zahlen mit und ohne Woodard ausgewertet werden.

    Ralph Hounnou

    Definitiv positiv hervorzuheben ist Ralph Hounnou, der mit seinem Einsatz zu Beginn der zweiten Halbzeit die zuvor fehlende Energie und Motivation ins Spiel brachte. Er zeigte, was es bedeutet, sich gegen eine drohende Niederlage zu stemmen, und machte in seinen Minuten deutlich, dass die Oldenburger noch einmal herankommen können. Sein Plus-Minus-Wert von +8 unterstreicht das – er war zudem der einzige Oldenburger mit einem positiven Wert.

    Ausblick

    Es bleibt zu wünschen, dass sich die Oldenburger Mannschaft an Hounnou ein Beispiel nimmt und die verbleibenden Spiele mit der gleichen Energie und Motivation angeht wie er. In den kommenden Partien sollten die Oldenburger im besten Fall zwei Siege einfahren, um sich nach unten abzusichern und nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Mittwoch steht für die Oldenburger das nächste wichtige Spiel an. Dieses Mal geht es vor allem darum, sich nach unten abzusichern. Denn sowohl Jena als auch der MBC, Heidelberg und Hamburg konnten zuletzt ihre Spiele gewinnen.

    Zwar liegen die Heidelberger noch vier Siege hinter den Oldenburgern, allerdings steht auch noch das direkte Duell aus. Umso wichtiger ist daher die Partie gegen Hamburg. Mit einem Sieg könnte man die letzten Zweifel im Abstiegskampf beseitigen und gleichzeitig die Chancen auf die Play-Ins wieder erhöhen.

    Ausgangslage

    Das Spiel gegen die Hamburger dürfte jedoch nicht so deutlich werden wie das Hinspiel, das die Oldenburger mit 94:69 gewinnen konnten. Die Towers werden mit ordentlich Selbstvertrauen und großer Motivation anreisen.

    Erst am Sonntag bezwangen sie den amtierenden Meister und finanzstärksten Klub, den FC Bayern München Basketball. In einem Eventspiel in der Barclays Arena gewannen die Hamburger mit einem offensiven Spektakel mit 96:81 und fügten den Münchenern erst die vierte Niederlage zu.

    Auffällig ist zudem die wechselhafte Form der Towers. Zum sechsten Mal in Folge wechselten sich Sieg und Niederlage ab. Vor dem Erfolg gegen München verlor Hamburg gegen Jena, davor gewann man gegen Trier, davor folgte wieder eine Niederlage gegen Trier und so weiter.

    Ein möglicher Vorteil für Oldenburg könnte die Auswärtsschwäche der Towers sein. Nur drei ihrer zwölf Spiele in der Fremde konnten die Hamburger gewinnen.

    Keys to win

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    • Physische Verteidigung
    • Energie der Fans
    • Ballmovement

    Ein entscheidender Faktor wird die physische Verteidigung sein. Hier gilt es, von Beginn an Energie und den klaren Willen zum Sieg zu zeigen. Das ist auch für die Fans wichtig, denn sie spüren, wenn das Team kämpft und alles gibt. Daraus kann ein Wechselspiel entstehen. Die Energie von den Rängen überträgt sich auf die Spieler und umgekehrt.

    Gegen Würzburg kam phasenweise das gute Ballmovement zurück, hielt jedoch nicht über die gesamten 40 Minuten. Gegen Chemnitz zeigte sich ein ähnliches Bild. Der Ball lief nicht konstant gut. Genau das wird gegen die Towers aber entscheidend sein, über die komplette Spielzeit hinweg.

    Ausblick

    Können die Oldenburger zu alter Stärke zurückfinden und sich von den unteren Tabellenplätzen absetzen? Gegen den direkten Konkurrenten Hamburg wäre ein Sieg enorm wichtig, um sich nach unten hin abzusichern und zugleich die oben beschriebene kleine Chance auf die Play-Ins zu erhöhen.

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstagabend zeigte sich erneut, was den Oldenburgern in dieser Saison fehlt. Neben den Rebounds sind es vor allem die großen Scoring-Runs der Gegner, die ihnen das Leben schwer machen. So unterlag man in einem wichtigen Spiel um die Play-Ins am Ende deutlich mit 85:95.

    Das Reboundduell war wieder einer der entscheidenden Faktoren. Oldenburg überließ den Chemnitzern nahezu die Hälfte ihrer eigenen Offensivrebounds und sicherte sich selbst nur knapp 57 % der möglichen Defensivrebounds. Sinnbildlich dafür war eine Szene zu Beginn des dritten Viertels. Seth Hinrichs hatte eigentlich die bessere Position und hätte den Defensivrebound problemlos sichern können. Stattdessen wartete er auf den Ball und von hinten kam Roman Bedime mit mehr Einsatz und erarbeitete so zumindest eine Einwurfsituation für Chemnitz.

    In solchen Phasen fehlt den Oldenburgern spürbar die nötige Energie und der absolute Wille. Dadurch leidet auch die Physis in der Verteidigung, was sich besonders im zweiten Viertel zeigte, als man 36 Punkte zuließ. Auffällig ist dabei die Inkonstanz: Immer wieder gibt es Momente, in denen das Team voll da ist und alles versucht, wie am Ende der Partie, als man noch einmal auf vier Punkte herankam.

    Offensiv erinnert das Spiel aktuell stark an den Saisonbeginn. Viele Angriffe enden in Einzelaktionen, häufig werden schwierige Würfe genommen, teils sogar unter hohem Druck am Ende der Shot-Clock.

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Möglicherweise hat man unterschätzt, wie wichtig Woodard für die Mannschaft ist. Mit ihm lief es zu Beginn unter Lazar Spasić deutlich besser. Er riss Lücken, traf den Dreier konstant und entlastete Fobbs sowie Clemons im Spielaufbau enorm. Genau dieser Faktor fehlt derzeit. Sowohl Fobbs als auch Clemons haben aktuell Probleme, Struktur ins Spiel zu bringen. Besonders Fobbs fällt dabei wieder in alte Muster zurück, schwierige Drives zum Korb oder schlecht vorbereitete Würfe aus der Distanz.

    Es bleibt zu hoffen, dass Woodard gegen Hamburg wieder zur Verfügung steht und seine Bedeutung für das Spiel erneut unter Beweis stellen kann.

    Kampfgeist

    Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hat. Trotz eines extrem schwachen zweiten Viertels kämpfte sich Oldenburg im letzten Abschnitt noch einmal auf vier Punkte heran. Der Wille war da, das Spiel noch zu drehen. Letztlich verhinderten jedoch individuelle Fehler, dass die Partie erneut kippte.

    Ausblick

    Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, was den Oldenburgern vielleicht sogar entgegenkommen könnte. Bereits am Mittwoch geht es in der EWE Arena gegen Hamburg. Mit einem Sieg könnte man wieder etwas Ruhe ins Umfeld bringen.