
Eine Szene, die vielen Fans nach dem Spiel in Erinnerung geblieben sein dürfte, war der Versuch von Nico Tischler, einen 360-Dunk zu vollenden. Nach einem Steal der Oldenburger lief er nahezu allein auf den Korb zu und versuchte, den Ball spektakulär mit einem Spinmove im Korb zu versenken, um die Arena zum Beben zu bringen. Doch der Versuch misslang und der Ball blieb am Ring hängen. In diesem Moment war Lazar Spasić wohl alles andere als begeistert.
Das sollte sich jedoch gegen Ende des Spiels deutlich ändern. Ausgerechnet Tischler war es, der 34 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier zum 80 zu 78 traf. Dieses Mal brachte er die Arena tatsächlich zum Beben und entschied damit die Partie für die Oldenburger.
Doch gehen wir zunächst zurück in die erste Halbzeit des Spiels. Hier hatten die Baskets sichtlich Probleme in der Pick and Roll Defensive. Die Rostocker spielten häufig das Pick and Roll über die Positionen drei und vier und schafften es so immer wieder, Owen Klassen unter dem Korb freizubekommen. Der Ex Oldenburger kam dadurch bereits zur Halbzeit auf 10 Punkte.
In der zweiten Halbzeit nahm das Trainerduo um Lazar Spasić und Co Trainer Franjo Borchers einige Anpassungen vor. Vor allem die Verteidigung des zuvor beschriebenen Pick and Rolls bekamen die EWE Baskets deutlich besser in den Griff. Klassen erzielte in der zweiten Halbzeit nur noch 2 Punkte. Diese wichtige Umstellung trug entscheidend dazu bei, dass die Oldenburger am Ende einen 81 zu 79 Sieg einfahren konnten.
Turnover
Im Spiel präsentierten sich die Oldenburger äußerst sicher im Umgang mit dem Ball. Sie leisteten sich lediglich 7 Turnover und stellten damit ihren niedrigsten Wert der Saison ein. Vor allem die Breite auf den Guard Positionen sorgte für einen strukturierten und stabilen Spielaufbau.
Auf der anderen Seite zwangen die Oldenburger die Rostocker mit 6 Steals und einer physischen Defensive zu insgesamt 12 Turnovern.
Chris Clemons

Nach einem starken Spiel in Berlin unterstrich Chris Clemons erneut, wie wichtig er für Oldenburg ist. In 28 Minuten erzielte er 28 Punkte und steuerte zusätzlich 6 Assists sowie 6 Rebounds und 0 Turnover bei. Mit einem Offensiv-Rating von 131,3 bewies er eindrucksvoll seinen Wert für das Offensivspiel der Mannschaft. Zwei weitere Spieler erreichten einen ähnlich hohen offensiven Output wie Clemons, Michale Kyser mit einem Offensiv-Rating von 132,7 sowie Nico Tischler mit 130.
Ausblick

Am Samstag um 18:30 Uhr gilt es für die Oldenburger, ihren Aufwärtstrend zu bestätigen und auch gegen Bamberg eine starke Leistung zu zeigen. Ob am Ende dennoch ein Sieg möglich ist, bleibt abzuwarten, denn die Bamberger befinden sich aktuell in bestechender Form. Sowohl der Pokalsieg als auch der derzeitige dritte Platz in der Liga sprechen klar für sie.