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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Die Saison der EWE Baskets Oldenburg hatte wirklich alles zu bieten: spektakuläre Gamewinner, einen Geschäftsführerwechsel, bittere Niederlagenserien, beeindruckende Siegesserien, Punkterekord, Pfiffe der eigenen Fans, das TOP FOUR in München und zahlreiche emotionale Höhen und Tiefen. Kaum eine Phase der Spielzeit verlief ruhig oder vorhersehbar

    Alter Bekannter an der Seitenline

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am 22.05.2025 lautete die Überschrift der News der EWE Baskets Oldenburg: „EWE Baskets setzen auf neues starkes Trainer-Ensemble“. Damit präsentierten die Oldenburger ihr neues Trainergespann rund um den ehemaligen Meistertrainer Predrag Krunić und das aufstrebende Trainertalent Lazar Spasić. Als zweiter Assistant Coach blieb weiterhin Franjo Borchers den EWE Baskets erhalten.

    Diese Mitteilung sorgte bei den Fans für großen Diskussionsbedarf. Die Verpflichtung von Predrag Krunić wirkte auf viele eher so, als hätte kein anderer Trainer Interesse an dem Job gehabt. Gleichzeitig fragten sich zahlreiche Fans, warum man nicht direkt Lazar Spasić zum Headcoach gemacht hatte, schließlich konnte er in der Vergangenheit bereits einige Erfolge vorweisen. Zunächst hieß es jedoch abwarten – vor allem mit Blick auf den Kader, denn mit Seth Hinrichs stand zu diesem Zeitpunkt nur ein Spieler für die Saison 2025/26 unter Vertrag.

    Je länger die Offseason dauerte, desto größer wurde allerdings die Vorfreude bei den Fans. Die Baskets konnten einige starke Spieler an die Hunte lotsen. Besonders die Verpflichtung von Nicho Tischler sorgte für Aufmerksamkeit, da er trotz laufenden Vertrags in Chemnitz nach Oldenburg wechselte. Auch Spieler wie Brian Fobbs, Chris Clemons und Filip Stanic lösten bei den Fans Euphorie aus.

    Doch nicht nur auf dem Spielermarkt waren die Baskets aktiv: Mit Christian Andresen verpflichteten die Oldenburger außerdem einen neuen Geschäftsführer.

    Vorbereitung und Saisonstart lief nicht wie gewollt

    Die Testspiele verliefen anschließend wieder eher ernüchternd. Zwar konnten die Baskets das ein oder andere Spiel gewinnen, wirklich überzeugen konnte die Mannschaft die Fans jedoch nicht. Immer wieder wurde kritisiert, dass das Team zu abhängig vom Dreipunktwurf sei und man auf diese Weise langfristig nur schwer Spiele gewinnen könne. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch Dakarai Tucker, der mit großen Erwartungen als sogenannter „3-and-D“-Spieler nach Oldenburg gekommen war.

    Vor dem Saisonstart wurde schließlich das Ziel der direkten Playoff-Teilnahme ausgegeben. Entsprechend gespannt blickten die Fans auf das erste Pflichtspiel gegen die Eisbären Bremerhaven in der ÖVB Arena im BBL-Pokal. Die Partie gewannen die Oldenburger deutlich mit 97:75 – eigentlich ein Ergebnis, das für ein positives Gefühl vor dem Start in die BBL-Saison hätte sorgen sollen. Doch bereits in diesem Spiel wurde sichtbar, dass die Baskets vor allem defensiv noch einige Probleme hatten. Durch das aggressive Hedging der Oldenburger kamen die Bremerhavener immer wieder zu einfachen Punkten. Gewonnen wurde das Spiel letztlich über die Offensive. Vor allem Chris Clemons zeigte erstmals seine offensive Klasse und erzielte 23 Punkte bei einer Dreierquote von 60 Prozent.

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    Kurz darauf stand das BBL-Debüt der neu zusammengestellten Mannschaft an. Vor 6.200 Zuschauern – ausgestattet mit gelben T-Shirts von der EWE – ging es in eigener Halle gegen die Skyliners Frankfurt. Das erste Viertel verlief fulminant: Die Oldenburger gewannen den Abschnitt mit 22:9 und zwangen Frankfurt allein im ersten Viertel zu sieben Ballverlusten. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Die Skyliners stellten sich schnell auf das Oldenburger Spiel ein und gewannen am Ende deutlich mit 89:75. Viele Fans dürften die Halle an diesem Abend mit gemischten Gefühlen verlassen haben.

    Fans pfeifen die eigene Mannschaft aus

    Anschließend folgten zwei weitere Niederlagen gegen Ratiopharm Ulm und Telekom Baskets Bonn, bevor es zum Duell mit dem Aufsteiger Jena kam. Ein Spiel, das die Oldenburger Spieler wohl nicht so schnell vergessen werden. Bereits zur Halbzeit lagen die Baskets mit 31:58 zurück, woraufhin es erstmals in der Saison Pfiffe von den eigenen Fans gab. Dem Oldenburger Publikum war deutlich anzumerken, wie groß die Unzufriedenheit zu diesem Zeitpunkt bereits geworden war.

    Eine Woche später, am 18. Oktober, hatten die EWE Baskets Oldenburg dann im Achtelfinale des BBL-Pokals die Chance zu zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Überraschend gelang ein Sieg gegen Würzburg Baskets, die zu diesem Zeitpunkt weit oben in der Tabelle standen. Es war kein schönes Spiel – auf beiden Seiten reihten sich Fehlwürfe aneinander – doch am Ende setzten sich die Oldenburger knapp mit 61:60 durch und lösten damit das Ticket für das Viertelfinale. Die anschließende Auslosung ergab für viele Fans ein perfektes Los: das Derby gegen Rasta Vechta.

    Im nächsten Ligaspiel folgte erneut ein Heimspiel – und eines, das Spielern wie Fans wohl noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Chris Clemons gelang es, unglaubliche 52 Punkte in einer Partie zu erzielen und damit den Oldenburger Punkterekord von Tyron McCoy einzustellen. Besonders beeindruckend war dabei seine Wurfquote: Clemons traf 9 seiner 11 Dreipunktewürfe sowie 18 seiner 25 Würfe aus dem Feld.

    War das jetzt die Wende?

    War das endlich die Befreiungsschlag, auf den die Fans gewartet hatten? Sollte die Saison nun richtig ins Rollen kommen? Die Antwort lautete zunächst: noch nicht. Direkt im Anschluss setzte es wieder zwei Niederlagen in der Liga. Gegen die Rostock Seawolves wurden die Oldenburger regelrecht auseinandergenommen, und auch bei den MHP Riesen Ludwigsburg gab es trotz eines eher schwachen Gegners nichts zu holen.

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    Und so war es erneut der Pokal, der bei den EWE Baskets Oldenburg für Furore sorgte. Im Derby bei Rasta Vechta entwickelte sich ein heiß umkämpftes Spiel bis in die Schlusssekunden. Schließlich war es wieder Chris Clemons, der mit einem Gamewinner von der Dreierlinie den Sieg für die Oldenburger sicherte und das Team damit zum Top Four nach München schickte. Besonders bei Predrag Krunić war nach der Schlusssirene deutlich zu erkennen, wie viel Erleichterung von ihm abfiel. Möglicherweise ging es zu diesem Zeitpunkt bereits um seinen Job. Die große Frage lautete daher erneut: War das endlich die Wende der Saison?

    Auch diese Frage ließ sich schnell beantworten – nein. Es folgten direkt die nächsten beiden Niederlagen, diesmal gegen Bamberg Baskets und erneut gegen die Würzburg Baskets. Dabei zeigte sich immer wieder das gleiche Muster: Eine Halbzeit lang konnten die Oldenburger meist mithalten, doch sobald die Gegner ihre Defensive anpassten und die Intensität erhöhten, brach das Spiel der Baskets häufig auseinander und die Niederlagen wurden am Ende deutlich. So standen Donnervögel auf dem letzten Platz mit nur einem Sieg aus 9 Spielen.

    Damit war die Trennung von Predrag Krunić letztlich nicht mehr abzuwenden. Die Gesellschafter – und nicht etwa Sportdirektor und Geschäftsführer Serdjan Klarić – entschieden sich dazu, getrennte Wege zu gehen. Am 07.12.2025, zwei Tage nach der Niederlage in Würzburg, wurde Lazar Spasić schließlich zum neuen Headcoach ernannt. Gleichzeitig rückte Franjo Borchers zum ersten Assistant Coach auf.

    Neuer Trainer, neue Euphorie

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    Das erste Spiel unter dem neuen Headcoach Lazar Spasić hatte es direkt in sich: Es ging gegen den deutschen Meister FC Bayern München Basketball. Zwar verloren die Oldenburger die Partie knapp, doch die Mannschaft wirkte deutlich besser eingestellt als noch in den Wochen zuvor.

    Genau dieser Eindruck sollte sich anschließend bestätigen. Die EWE Baskets Oldenburg starteten unter Spasić eine beeindruckende Serie von fünf Siegen in Folge. Vor allem die ersten drei Erfolge waren äußerst dominant: zunächst ein klarer Sieg in Braunschweig, anschließend ein deutlicher Erfolg in Hamburg und danach ein überzeugender Derby-Sieg in Vechta.

    Hinzu kam ein echter Achtungserfolg gegen Alba Berlin, das die Oldenburger Anfang des Jahres mit 73:70 besiegten – erneut entschieden durch einen Gamewinner-Dreier von Chris Clemons. Die Stimmung rund um das Team wurde immer positiver. Spieler wie Nicho Tischler und Brian Fobbs betonten mehrfach, dass Spasić klare Rollen verteilt, intensive Gespräche mit den Spielern geführt und vor allem die Verteidigung verändert habe. Statt des aggressiven Hedgings setzte Oldenburg nun häufiger auf eine flachere Defensive. Auch offensiv lief der Ball deutlich besser, mehr Spieler wurden eingebunden und zusätzlich etablierte sich ein funktionierendes Post-up-Spiel.

    Zwar folgte zwischenzeitlich eine überraschende Niederlage gegen den Tabellenletzten MLP Academics Heidelberg, doch direkt danach gelangen wieder drei starke und deutliche Siege gegen den Syntainics MBC, Niners Chemnitz und erneut gegen die MHP Riesen Ludwigsburg.

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    Dabei geriet fast in den Hintergrund, dass am 22. Januar der Vertrag mit Geschäftsführer Christian Andresen aufgelöst wurde. Seine Aufgaben übernahm anschließend Daniel Pleines.

    Das TOP FOUR in München und der Beginn einer neuen Schwächephase

    Alles deutete plötzlich darauf hin, dass die Oldenburger beim TOP FOUR am 21. und 22. Februar in München sogar Chancen auf den Pokalsieg haben könnten. So stark präsentierte sich das Team in den Wochen zuvor. Doch unmittelbar vor dem Turnier begannen die Probleme: Bereits am Mittwoch vor dem Top Four mussten mehrere Spieler verletzungsbedingt pausieren, und auch im Halbfinale gegen Alba Berlin wirkten einige Akteure nicht vollständig fit.

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    Am Ende unterlagen die Oldenburger Berlin deutlich mit 78:98 und hatten dabei nie wirklich die Chance auf den Sieg. Enttäuscht ging es anschließend in die Länderspielpause.

    Während dieser Pause fand ein Dauerkarten-Fantalk statt, bei dem Daniel Pleines und Lazar Spasić zu Gast waren. Dort drehte sich vieles bereits um die kommende Saison. Der junge serbische Coach hatte sich innerhalb kürzester Zeit in die Herzen der Oldenburger Fans gecoacht, weshalb sich viele die Frage stellten, ob er auch in der nächsten Saison an der Hunte bleiben würde. Zahlreiche Aussagen deuteten klar darauf hin, dass Spasić langfristig etwas aufbauen wolle und die Kaderplanung für die kommende Spielzeit bereits in vollem Gange sei. Entsprechend verließen viele Fans das CORE damals mit einem äußerst positiven Gefühl.

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    Nach der Länderspielpause gerieten die EWE Baskets Oldenburg allerdings erneut in eine Schwächephase und konnten nur drei der folgenden sieben Spiele gewinnen. Darunter waren auch deutliche Heimniederlagen gegen Rasta Vechta und die Veolia Towers Hamburg. In der Arena wurden daraufhin wieder vermehrt Pfiffe laut, denn phasenweise wirkte es so, als würde es der Mannschaft vor allem an Energie und Intensität fehlen. Gleichzeitig kam erneut die Diskussion auf, ob Lazar Spasić wirklich der richtige Trainer für die Zukunft sei – oder ob der Aufschwung zuvor lediglich auf einen besonders langen Trainereffekt zurückzuführen gewesen war.

    Erneut wichtiger Dreier von Clemons leitet erfolgreiche Phase ein

    Wieder einmal war es Chris Clemons, der in der Crunchtime Verantwortung übernahm. Ein wichtiger Dreipunktewurf kurz vor Schluss brachte den Oldenburgern einen Auswärtssieg bei Alba Berlin und leitete gleichzeitig eine kleine Erfolgsserie vor dem letzten Doppelspieltagswochenende der Saison ein.

    In den darauffolgenden Partien mussten sich die Oldenburger lediglich dem amtierenden Pokalsieger Bamberg Baskets geschlagen geben. Gegen die Rostock Seawolves und die MLP Academics Heidelberg gelangen dagegen wichtige Siege.

    Damit arbeiteten sich die Oldenburger immer näher an die Play-Ins heran. Die Hoffnung auf eine Playoff-Teilnahme lebte plötzlich wieder – etwas, das in Oldenburg früher beinahe selbstverständlich gewesen war. In den vergangenen Jahren waren die Playoffs zwar regelmäßig als Saisonziel ausgegeben worden, am Ende jedoch meist außer Reichweite geblieben. Doch diesmal schien die Chance tatsächlich wieder greifbar zu sein.

    Spasić wohl nicht mehr Trainer in der neuen Saison – und das Verpassen der Play-Ins

    Doch das letzte Spieltagswochenende hatte es noch einmal in sich. Die EWE Baskets Oldenburg trafen zunächst auf die bereits abgestiegenen Braunschweiger. Dabei fehlte den Oldenburgern über weite Strecken jegliche Energie. Den Spielern war kaum anzumerken, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Partie plätscherte lange Zeit vor sich hin, doch am Ende reichte es dennoch zu einem Sieg. Damit hatten sich die Oldenburger eine Ausgangslage geschaffen, in der die Teilnahme an den Play-Ins weiterhin möglich war. Dafür musste allerdings ein Erfolg gegen den bereits feststehenden Hauptrundensieger FC Bayern München Basketball her.

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    Noch vor dem entscheidenden Spiel gegen München folgte dann jedoch der große Schock für viele Fans: Rupert Fabig berichtete im Hamburger Abendblatt, dass Lazar Spasić in der kommenden Saison wohl nicht mehr Trainer der Oldenburger sein werde. Offenbar ziehe es den jungen Serben ins Ausland.

    Bereits vor dem letzten Spieltag machte sich dadurch große Enttäuschung rund um den Verein breit. Viele Fans hatten gehofft, dass Spasić in Oldenburg langfristig etwas aufbauen würde. Die Hoffnung war groß gewesen, mit ihm endlich wieder das oft formulierte Ziel der Playoff-Teilnahme zu erreichen und den Verein nachhaltig zurück in die Erfolgsspur zu führen.

    In München folgte schließlich ein weiterer enttäuschender Auftritt der EWE Baskets Oldenburg, bei dem der Mannschaft über weite Strecken erneut die nötige Energie fehlte. Besonders der Start in die Partie vermittelte den Eindruck, dass der unbedingte Wille, dieses Spiel gewinnen zu wollen, nicht bei allen Spielern vorhanden war – und das, obwohl die Münchener auf mehrere Leistungsträger verzichteten, darunter sogar Saison-MVP Andreas Obst.

    Am Ende verloren die Oldenburger die Partie, verpassten damit die Play-Ins und die Saison fand schließlich ein enttäuschendes Ende.

    Kehrt nächste Saison endlich Ruhe ein?

    Eines lässt sich in jedem Fall festhalten: Langweilig wurde es in den vergangenen Jahren bei den EWE Baskets Oldenburg definitiv nicht. Mit dem nächsten Neustart würde der Verein bereits mit dem siebten Trainer innerhalb von nur fünf Spielzeiten in eine neue Saison gehen – eine enorme Fluktuation für einen Klub, der einst vor allem für Kontinuität und klare Strukturen stand.

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    Viele Fans wünschen sich deshalb inzwischen vor allem eines: etwas Ruhe am Standort Oldenburg. Nach Jahren voller Trainerwechsel, sportlicher Schwankungen und ständiger Neuanfänge sehnen sich viele Anhänger danach, dass der Verein wieder langfristig an einer klaren Vision und einer nachhaltigen sportlichen Ausrichtung arbeiten kann.

    Doch bevor diese Ruhe einkehren kann, steht zunächst einmal eine spannende Offseason bevor. Die wohl größte Frage dabei lautet: Wer wird neuer Trainer in Oldenburg? Entscheiden sich die Verantwortlichen erneut für einen jungen, aufstrebenden Coach – ähnlich wie zuletzt bei Lazar Spasić – oder setzt man wieder auf einen erfahrenen und bekannten Namen aus der Basketball Bundesliga?

    Fragen über Fragen, auf die die Fans am liebsten schon jetzt Antworten hätten.

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    Beim Tip-off in der großen EWE Arena war bereits klar, dass es für Braunschweig um nichts mehr gehen würde. Schon am Donnerstagabend hatten die Jenaer mit ihrem Sieg gegen Heidelberg den Abstieg der Braunschweiger besiegelt. Dadurch konnte die Mannschaft von Ramon Diaz Sanchez befreit aufspielen und zeigte eindrucksvoll, welche Qualität weiterhin im Kader steckt. Besonders auf den großen Positionen machten David NGuessan und Oluwasimisola Shittu deutlich, dass sie auch künftig in der BBL spielen wollen — und können. Beide stellten die Oldenburger Defensive immer wieder vor große Probleme. Am Ende erzielte Braunschweig starke 46 Punkte in der Zone.

    Die Partie blieb lange spannend und war erst kurz vor Schluss entschieden. Die Oldenburger wirkten über weite Strecken so, als hätten sie den Sieg bereits eingeplant, und zeigten insgesamt zu wenig Energie. Zeitweise hatte man das Gefühl, das Spiel plätschere einfach vor sich hin.

    Bezeichnend war daher, dass Brian Fobbs mit zwei Dreiern in der Schlussphase schließlich den entscheidenden Abstand herstellte und die Oldenburger am Ende einen 93:84-Erfolg einfuhren.

    Viel mehr gibt es zu diesem Spiel eigentlich gar nicht zu sagen, denn schon am Sonntag wartet die nächste Aufgabe in München. Ein Spiel, das die Oldenburger unbedingt gewinnen sollten, um ihre Chancen auf die Play-Ins zu wahren. Durch den Sieg gegen Braunschweig kletterte das Team nämlich tatsächlich auf Platz neun. Aktuell stehen gleich fünf Mannschaften bei 16 Siegen, und in diesem direkten Vergleich liegen die Oldenburger momentan auf Rang zwei. Mit einem Erfolg in München könnten die Play-Ins also fix gemacht werden. Eine Niederlage in der bayrischen Landeshauptstadt würde die Ausgangslage dagegen deutlich komplizierter machen. Für die Oldenburger steht somit ein enorm spannender Sonntag bevor.

    Für die Münchner hingegen dürfte der Sonntagnachmittag deutlich entspannter werden. Die Playoffs sind bereits seit einiger Zeit sicher, und auch Platz eins ist dem FC Bayern München Basketball nicht mehr zu nehmen. Entsprechend hat die Partie sportlich nur noch wenig Bedeutung. Umso spannender wird die Frage sein, wer überhaupt aufläuft: Werden die Stars geschont oder setzt Bayern bewusst auf seine Topspieler, um den Rhythmus für den bevorstehenden Playoffstart hochzuhalten?

    Key to win

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    • Energie
    • Center
    • Alles geben

    Am Sonntag müssen die Oldenburger die Energie aufs Parkett bringen, die ihnen gegen Braunschweig über weite Strecken noch gefehlt hat. Von Beginn an sollte das Team zeigen, dass die Saison für sie noch lange nicht vorbei ist, und alles dafür investieren, sich eine perfekte Ausgangslage im Kampf um die Play-Ins zu verschaffen.

    Gerade auf den Center-Positionen und im Kampf um die Rebounds wird es darauf ankommen, mit viel Physis und Intensität aufzutreten. Die Oldenburger müssen bereit sein, jeden Ball zu attackieren und dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken.

    Jetzt gilt es, zum Ende der Hauptrunde noch einmal alles herauszuholen und deutlich zu machen, dass man sich unbedingt für die Play-Ins qualifizieren will.

    Ausblick

    Es gibt zahlreiche Szenarien, die sich erst gegen 18:30 Uhr am Sonntag endgültig klären werden. Aktuell ist kaum vorherzusehen, ob die Saison für die Oldenburger dann bereits beendet ist, ob es in den Play-Ins um Platz sieben geht oder ob man sich sogar noch ein Heimspiel sichern kann.

    Bis dahin bleibt also nur das Fachsimpeln darüber, wer wie spielen muss und welche Ergebnisse am Ende entscheidend sein könnten. Spätestens um 18:30 Uhr am Sonntag wissen wir dann mehr.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am 33. und damit vorletzten Spieltag haben die Oldenburger gute Chancen, sich eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-ins zu verschaffen. Mit einem Sieg wäre am letzten Spieltag noch alles möglich.

    Ausgangslage

    Doch ganz einfach wird es nicht, denn für die Oldenburger geht es gegen Braunschweig – und für die Niedersachsen steht aktuell (07.05.2026, 19:00 Uhr) alles auf dem Spiel. Der genaue Stand hängt dabei vom heutigen Spiel zwischen Jena und Heidelberg ab. Sollte Jena am Abend gewinnen, wäre Braunschweig abgestiegen. Sollte das nicht der Fall sein, gilt es für die Braunschweiger, sich für den letzten Spieltag in eine möglichst gute Ausgangsposition zu bringen und vielleicht doch noch das Unmögliche zu schaffen, nämlich den fast schon besiegelten Abstieg zu verhindern.

    Die Oldenburger wissen also erst gegen ca. 22:00 Uhr genau, worum es für Braunschweig am Freitag gehen wird. Klar ist aber schon jetzt: Mit den Nachverpflichtungen Kaza Kajami-Keane, Bryant Crawford und Oluwasimisola Shittu hat sich das Team deutlich verstärkt. Die drei Neuzugänge sorgten für neuen Schwung, sodass Braunschweig vier der letzten Spiele 10 gewinnen konnte und damit fast die Hälfte seiner gesamten Saisonsiege in diesem Zeitraum holte.

    Oldenburg sollte also gewarnt sein und trifft definitiv auf ein anderes Team als noch kurz vor Weihnachten, als die EWE Baskets Oldenburg einen deutlichen Sieg einfuhren und zugleich den ersten Erfolg unter Lazar Spasić feierten.

    Keys to win

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    • Centerduell
    • Ballmovement
    • Die Fans

    Ein entscheidendes Duell könnte sich auf der Center-Position abspielen. Mit durchschnittlich 8,3 Rebounds pro Spiel zeigt Shittu, wie wichtig er für Braunschweig ist. Somit wartet unter dem Korb eine harte Aufgaben für Filip Stanic und Michale Kyser, die es mit dem sehr physischen Shittu aufnehmen müssen.

    Auch das Ballmovement wird eine wichtige Rolle spielen. Genau dieses schnelle und mannschaftsdienliche Offensivspiel hatte den Oldenburgern den erfolgreichen Start unter Lazar Spasić ermöglicht und war zuletzt wieder deutlich häufiger zu sehen. Gegen Braunschweig wird es entscheidend sein, den Ball gut laufen zu lassen, um zu guten Abschlüssen zu kommen.

    Mit den Fans im Rücken und im letzten Heimspiel der regulären Saison sollten die Baskets noch einmal zeigen, was in der Mannschaft steckt. Und wer weiß – vielleicht gibt es ja sogar noch ein Heimspiel in der Postseason.

    Ausblick

    Alle Oldenburger dürften gespannt darauf schauen, wie das heutige Spiel zwischen Jena und Heidelberg ausgeht und ebenso gespannt sein, mit welcher Ausgangslage Braunschweig anschließend auftreten wird. Doch egal, mit welcher Situation die Braunschweiger nach Oldenburg reisen, ob im Kampf um den Klassenerhalt oder ohne sportlichen Druck: Die EWE Baskets Oldenburg müssen sich auf sich selbst konzentrieren und alles auf dem Parkett lassen.

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    Das Spiel begann für die Oldenburger optimal. Mit viel Energie und mehreren Ballgewinnen erspielten sie sich bereits im ersten Viertel eine 16-Punkte-Führung und entschieden den Abschnitt mit 25 zu 13 klar für sich.

    Anschließend fand Trier jedoch zurück ins Spiel und konnte zu Beginn des zweiten Viertels durch einen Lauf ausgleichen. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Beide Seiten überzeugten mit starkem Shot-Making, insbesondere von der Dreierlinie. Auf Oldenburger Seite glänzten Brian Fobbs und Dakarai Tucker, während bei Trier Behnam Yakhchali immer wieder wichtige Treffer erzielte.

    So blieb die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. Erst am Ende gelang es den Oldenburgern, sich knapp mit 98 zu 95 durchzusetzen.

    Dieser Sieg war enorm wichtig im Kampf um die Play-Ins. Die Oldenburger bringen sich damit zunehmend in Position, doch noch unter die Top 10 zu kommen und sich zumindest eine Chance auf die Playoffs zu bewahren.

    Zu alter Stärke gefunden

    Das Team hat im Spiel gegen Trier zu seinen alten Stärken zurückgefunden – insbesondere zur starken Dreierquote von 42 %. Dabei ragten Brian Fobbs mit 5 von 7 und Dakarai Tucker mit 4 von 5 Treffern besonders heraus. Auch die Ballbewegung funktionierte wieder deutlich besser, was sich in 20 Assists bei 35 erfolgreichen Field Goals widerspiegelt – ein sehr guter Wert.

    Nico Tischler

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    Ein Spieler stach mit seiner Energie und Physis besonders hervor: Nico Tischler. Mit 21 Punkten wurde er gemeinsam mit Fobbs Topscorer der Oldenburger und steuerte zudem 4 Rebounds, 1 Assist und 1 Steal bei. Seine Leistungen unter Lazar Spasić sind aktuell sehr stark – unter ihm kann Tischler sein volles Potenzial ausschöpfen und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

    Ausblick

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    Der Sieg gegen Trier war extrem wichtig, um weiterhin im Rennen um die Play-Ins zu bleiben. Nun gilt es, im letzten Heimspiel der regulären Saison gegen Braunschweig noch einmal nachzulegen und sich eine gute Ausgangsposition für die Play-Ins zu sichern. Die Partie steigt bereits am Freitag um 20 Uhr und verspricht eine gewisse Brisanz – mehr dazu im Vorbericht.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstagabend steht das vorletzte Auswärtsspiel der Regular Season an. Für die Oldenburger geht es nach Trier. Um 20 Uhr erfolgt in der SWT-Arena der Tipp-Off.

    Ausgangslage

    Für die Oldenburger geht es darum, die Saison zu verlängern und sich über die Play-Ins ein weiteres Auswärtsspiel zu sichern. Nach dem deutlichen Sieg gegen Heidelberg und dank Schützenhilfe der Konkurrenz ist eine Teilnahme an den Play-Ins weiterhin möglich. Allerdings müssen dafür mehrere Faktoren zusammenkommen. Auch die direkten Konkurrenten müssen mitspielen.

    Den ersten und wichtigsten Schritt müssen die Oldenburger jedoch selbst machen. Ein Sieg gegen die Gladiators Trier ist Pflicht und gleichzeitig alles andere als einfach.

    Der Aufsteiger spielt eine starke Saison und will diese unbedingt mit der Teilnahme an den Playoffs krönen. Dabei ist nicht nur der Weg über die Play-Ins realistisch. Mit erfolgreichen Ergebnissen in den verbleibenden Spielen können sich die Trierer sogar noch direkt für die Playoffs qualifizieren. Die Motivation dürfte entsprechend hoch sein.

    Zudem werden die Gladiators auf Revanche aus sein. Im Hinspiel mussten sie sich deutlich geschlagen geben, als Chris Clemons mit überragenden 52 Punkten das Spiel dominierte und Oldenburg nahezu im Alleingang zum Sieg führte.

    Keys to win

    • Energie
    • Pace
    • Rebound

    Wie immer gilt es für die Oldenburger, von Beginn an mit Energie ins Spiel zu gehen. Gerade weil die Gladiators Trier die höchste Pace der Liga spielen und auf 80 Angriffe pro 40 Minuten kommen, ist ein wacher Start besonders wichtig.

    Im besten Fall gelingt es den Oldenburgern sogar, selbst das Tempo zu bestimmen und Trier nicht ins Laufen kommen zu lassen. Das wäre ein klarer Vorteil, denn Oldenburg gehört mit einer Pace von 73,5 Angriffen pro 40 Minuten zu den langsameren Teams der Liga.

    Auch beim Rebound ist Aufmerksamkeit gefragt. Zwar bewegen sich die Trierer hier nur im Mittelfeld der Liga, dennoch bringen sie mit Marten Linßen und Maik Zirbes zwei sehr physische Center aufs Feld. Gerade Michale Kyser könnte hier Probleme bekommen, insbesondere beim Ausboxen und unter dem Korb.

    Deshalb dürfte es spannend werden, ob Filip Stanic mehr Spielzeit erhält. Mit seiner Physis bringt er gute Voraussetzungen mit, um gegen die Trierer Big Men dagegenzuhalten.

    Ausblick

    Kein einfaches, aber ein sehr wichtiges Spiel gegen Trier. Können die EWE Baskets noch einmal in Richtung Play-Ins angreifen und sich vor dem letzten Doppelspieltag in eine gute Ausgangsposition bringen?

    Mehr werden wir am Samstagabend gegen 22 Uhr wissen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Gegen 22 Uhr feiern die Oldenburger nicht nur einen deutlichen Sieg gegen die abstiegsbedrohten Heidelberger, sondern auch das Profidebüt sowie die ersten BBL-Punkte von Johann Helwig. Dieser ließ sich anschließend bei der Ehrenrunde am längsten feiern – völlig verdient.

    Zu Beginn des Spiels gab es direkt die erste Überraschung. Mit Ralph Hounnou stand ein Spieler in der Starting Five, der in dieser Saison bislang nur wenig Einsatzzeit erhalten hatte. Er brachte von Anfang an die nötige Physis in der Verteidigung aufs Feld, was sich schnell auf das gesamte Team übertrug. Diese aggressive und körperbetonte Defense führte zu mehreren Ballgewinnen und zwang Heidelberg zu zahlreichen Turnovern.

    Die Partie entwickelte sich früh zu einer einseitigen Angelegenheit. Oldenburg ließ den Gästen über die gesamte Spielzeit hinweg kaum Chancen, noch einmal zurückzukommen. So war es schließlich 3:40 Minuten vor Spielende soweit. Johann Helwig feierte unter großem Jubel der Fans sein Profidebüt.

    Nach einem zunächst verworfenen Dreier setzte er sich stark um einen Block herum durch und wurde beim Wurf gefoult. An der Freiwurflinie verwandelte er anschließend sicher seine ersten beiden Punkte in der BBL.

    Am Ende stand ein souveräner 94:74-Erfolg für Oldenburg.

    Defensive

    Es war vor allem die Defensive, die das Spiel von der ersten Minute an in Richtung der Oldenburger lenkte. Mit insgesamt 18 Turnovern auf Seiten der Heidelberger – davon allein 10 direkte Steals der EWE Baskets Oldenburg – zeigte das Team die oft geforderte Physis und Intensität. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der allein drei Steals beisteuerte. Insgesamt ließ Oldenburg lediglich 74 Punkte zu und legte damit den Grundstein für den deutlichen Erfolg.

    Ausblick

    Aktuell stehen die Oldenburger mit 14 Siegen auf dem zwölften Tabellenplatz – punktgleich mit den Teams aus NINERS Chemnitz und ROSTOCK SEAWOLVES. Damit ist ein Platz in den Play-Ins weiterhin in Reichweite. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Oldenburger ihre kommenden Spiele erfolgreich gestalten. Die nächste Aufgabe wartet auswärts bei Gladiators Trier – eine Partie, die sicherlich alles andere als einfach wird.

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    Die Oldenburger dürften hochmotiviert sein, die deutliche Niederlage gegen Bamberg am vergangenen Wochenende wiedergutzumachen. Dabei geht es gegen den Tabellenvorletzten – Spielbeginn ist um 20 Uhr in der großen EWE Arena.

    Ausgangslage

    Für Oldenburg gilt es nach der erwähnten klaren Pleite, wieder an die zuvor gezeigten positiven Leistungen gegen Rostock und Berlin anzuknüpfen und den Saisonendspurt erfolgreich zu gestalten. Auf dem Papier wartet mit Heidelberg eine vermeintlich leichte Aufgabe: Die Academics stehen auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben mit der Sperre von Michael Weathers sowie den Verletzungen von Damariae Horne und dem Ex-Oldenburger Kevin McClain große Probleme auf den Guard-Positionen.

    Doch genau darin könnte die Schwierigkeit dieser Partie liegen. Heidelberg wird mit maximaler Motivation auftreten und alles daransetzen, den Abstieg zu verhindern. Die kurze Rotation könnte sogar dazu führen, dass das Team enger zusammenrückt und noch geschlossener agiert.

    Zudem wollen sich die Heidelberger vor dem wichtigen Spiel gegen Jena in eine gute Ausgangsposition bringen. Aktuell trennen sie nur zwei Siege vom Konkurrenten, mit einem Erfolg könnten sie bis auf ein Spiel heranrücken und im direkten Duell sogar vorbeiziehen. Mehr Motivation braucht es kaum.

    Keys to win

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    • Energie von Anfang an
    • Zug zum Korb
    • Fans im Rücken

    Mit ihrer kurzen Rotation werden die Heidelberger voraussichtlich mit hoher Energie in die Partie starten. Diese Intensität müssen die Oldenburger von Beginn an annehmen und dagegenhalten.

    Ein mögliches Mittel für Oldenburg könnte der konsequente Zug zum Korb sein, um Fouls zu ziehen und die Heidelberger früh in Foulprobleme zu bringen. Gerade bei einer kurzen Rotation würde das die physische Präsenz der Gäste zusätzlich schwächen.

    Außerdem gilt es, die Unterstützung der Fans im Rücken zu nutzen und ihnen zu zeigen, was in der Mannschaft steckt – mit dem Ziel, die letzten beiden Heimspiele der regulären Saison versöhnlich zu gestalten.

    Ausblick

    Eine minimale Play-in-Chance besteht für Oldenburg noch, allerdings müsste dafür alles perfekt zusammenlaufen – inklusive der passenden Ergebnisse der Konkurrenz. Den ersten Schritt müssen die Oldenburger jedoch selbst machen, indem sie das Spiel gegen Heidelberg gewinnen.

    Trotz des Tabellenplatzes der Heidelberger dürfte dies keine leichte Aufgabe werden.

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    Vor dem Wochenende konnte man noch ein wenig mit den Play-Ins liebäugeln. Doch dann verloren die EWE Baskets Oldenburg deutlich gegen die Bamberg Baskets, und auch die Konkurrenz spielte nicht zum Vorteil der Oldenburger. So werden die Chancen der Baskets auf eine mögliche Teilnahme an den Play-Ins immer geringer.

    Das Spiel
    Schon das erste Viertel zeigte, dass es ein schwerer Abend für die Oldenburger werden würde. Die Bamberger dominierten von Anfang an, sodass es nach 10 Minuten bereits 22:14 stand. Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichenes Viertel, doch zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Oldenburger erneut zu große Schwächen, sodass auch dieses Viertel mit acht Punkten Differenz verloren ging. Insgesamt funktionierte für die Oldenburger nur wenig, und am Ende verloren sie alle vier Viertel – und damit auch verdient mit 83:61.

    Eine positive Sache bleibt jedoch zu erwähnen: In diesem Spiel gewannen die EWE Baskets Oldenburg sowohl die offensive als auch die defensive Rebound-Statistik – eine Kategorie, die in den meisten Spielen dieser Saison verloren ging.

    Chris Clemons

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Einen gebrauchten Tag erwischte Chris Clemons: Er erzielte nur sechs Punkte und traf lediglich einen von elf Würfen aus dem Feld. Diese Statistik zeigt einmal mehr, wie abhängig die Baskets von ihrem Guard sind. Kein anderer Spieler war in der Lage, die Scoring-Last von Clemons zu übernehmen, sodass Brian Fobbs mit lediglich elf Punkten Topscorer der Oldenburger wurde.

    Dreierquote

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Lange Zeit waren die Oldenburger auf einem guten Weg, die beste Dreierquote seit einigen Jahren zu erzielen. Doch seit einigen Spielen will der Wurf nicht mehr wirklich fallen. In diesem Spiel trafen sie sogar nur 12 Prozent von außen bei 25 Versuchen. Mit einem solchen Wert wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen, und er erklärt letztlich auch, warum die Niederlage so deutlich ausfiel.

    Ausblick
    In den letzten vier Spielen gilt es nun, die Saison mit so vielen Erfolgen wie möglich abzuschließen. Und wer weiß – vielleicht klappt es ja doch noch irgendwie mit der Teilnahme an den Play-Ins. Der Start in die letzten vier Regular-Season-Spiele erfolgt am Samstag um 20 Uhr in der EWE Arena gegen Heidelberg.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am 03.03.2026 fand ein Dauerkarten-Fantalk mit Daniel Pleines und Lazar Spasić statt. Dabei interessierte viele Fans insbesondere die Frage, wie es in der kommenden Saison auf der Trainerposition weitergehen wird und ob Spasić auch 2026/27 an der Seitenlinie stehen wird. In den Antworten der beiden war deutlich herauszuhören, dass vieles darauf hindeutet, dass Spasić auch in der nächsten Saison Trainer der Oldenburger bleiben könnte.

    Bereits vor dem Fantalk begann jedoch eine schwächere Phase der Saison, die sich bis zum Auswärtsspiel in Berlin zumindest teilweise fortsetzte. Vor diesem Hintergrund stellt sich für einige Fans zunehmend die Frage, ob Spasić tatsächlich der richtige Trainer für die kommende Spielzeit ist.

    Dieser Frage soll im Folgenden anhand ausgewählter Statistiken nachgegangen werden. Seit der letzten Analyse sind inzwischen fünf weitere Spiele absolviert worden – ein guter Zeitpunkt also, um erneut einen Blick auf die aktuellen Zahlen zu werfen.

    Offensiv und Defensiv Rating

    Abbildung 1. Die Spiele unter Lazar Spasić dargestellt anhand von offensiv und defensiv Rating.

    In der oben dargestellten Grafik sind sowohl das Offensiv-Rating als auch das Defensiv-Rating abgetragen. Im Verlauf der letzten Spiele lassen sich dabei deutliche Schwankungen erkennen, die zum Teil sicherlich auch von der jeweiligen Gegnerstärke beeinflusst sind. Dennoch bietet die Darstellung eine gute Übersicht darüber, wie sich Offensive und Defensive im Laufe der Spiele unter Spasić entwickelt haben.

    In den ersten zehn Spielen unter Lazar Spasić konnten die Oldenburger acht Partien gewinnen. Auffällig ist dabei, dass insbesondere die frühen Erfolge auf einer starken Defensive basierten. Die Verteidigung hat für Spasić einen besonders hohen Stellenwert. Er betont immer wieder, dass die Defensive die Grundlage für alles ist und auch den Ausgangspunkt für die Offensive bildet. Während es offensiv immer vorkommen kann, dass Würfe nicht fallen und man einen schlechten Tag erwischt, lässt sich in der Defensive über Energie und Physis konstant Einfluss nehmen.

    Durch die Übernahme des Teams und die Einführung eines neuen Konzepts formte Spasić die Mannschaft zu einem defensiv stabileren Team. Er stellte das System in der Verteidigung um und wechselte von einer Hedge-Verteidigung zu einer flacheren Verteidigungsweise. Ein weiterer wichtiger Schritt war die klare Zuweisung von Rollen innerhalb des Teams, was für mehr Struktur und Stabilität sorgte.

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    Ab dem elften Spiel, gegen Ratiopharm Ulm, zeigte sich jedoch ein Rückgang in der defensiven Leistung. Die Mannschaft hatte mit mehreren Verletzungen zu kämpfen, was sich sowohl auf die Verteidigung als auch auf das Offensivspiel negativ auswirkte. Während Oldenburg zu Beginn unter Spasić noch zu den offensiv stärkeren Teams gehörte, funktionierte in dieser Phase deutlich weniger. In den folgenden acht Spielen konnten nur zwei Siege eingefahren werden.

    Vor dem Spiel gegen Berlin, dem 19. Spiel unter Spasić, berichtete er in einem Interview von Einzelgesprächen und Teammeetings, in denen insbesondere die Rollenverteilung erneut thematisiert wurde. In der Folge gelang der Mannschaft ein Sieg gegen ALBA Berlin sowie ein weiterer Erfolg gegen Rostock. Auffällig war dabei, dass diese Spiele erneut vor allem über eine starke Defensive gewonnen wurden – ganz im Sinne von Spasić.

    Die zentrale Erkenntnis aus den letzten Spielen ist, dass Spasić ein Trainer ist, der es versteht, Spielern klare Rollen innerhalb eines Teams zuzuweisen – ein entscheidender Faktor für den mannschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig dürfte er aus der schwierigen Phase gelernt haben, wie wichtig es ist, Rollen bei Verletzungen neu zu definieren und anzupassen.

    In-Game-Coaching

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    Auch in den Spielen selbst hat Lazar Spasić gezeigt, dass er über gutes In-Game-Coaching verfügt. Seine Auszeiten sind klar strukturiert, und er gibt den Spielern häufig konkrete Anweisungen sowie mehrere Spielzüge mit auf den Weg.

    Ein anschauliches Beispiel dafür liefert das Spiel gegen Rostock Seawolves. In der ersten Halbzeit hatten die Oldenburger große Probleme, das Pick-and-Roll der Rostocker zu verteidigen. Dabei erhielt der Aufbauspieler meist einen Block vom Small Forward oder Power Forward – häufig von Andy van Vliet. Dieser rollte anschließend zum Korb ab, bekam den Ball und zog so die Aufmerksamkeit der Verteidigung auf sich.

    In diesen Situationen half der Center der Oldenburger häufig aus, wodurch der gegnerische Center – beispielsweise Owen Klassen – frei wurde. Dieser konnte dann angespielt werden und einfache Korbleger erzielen (vgl. Dyn-Zeitstempel: 00:21:25, 00:42:14, 00:45:25).

    Zur Halbzeit reagierten die Oldenburger mit einer taktischen Anpassung. Während sie in der ersten Hälfte überwiegend eine flache Mann-gegen-Mann-Verteidigung spielten, stellten sie in der zweiten Halbzeit auf eine Switch-Verteidigung in Kombination mit raumorientierten Elementen um. Das bedeutete, dass bei Blocks konsequent gewechselt wurde, sodass beispielsweise der Aufbauspieler der Rostocker zeitweise vom Center verteidigt wurde (vgl. Dyn-Zeitstempel: 01:19:21, 01:25:28).

    Durch diese Umstellung wurden Passwege besser zugestellt und vor allem einfache Abschlüsse in Korbnähe verhindert. Die Oldenburger ließen deutlich weniger offene Räume in der Zone zu und konnten so die Effektivität des gegnerischen Pick-and-Rolls reduzieren.

    Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass Spasić in der Lage ist, auch während eines Spiels gezielte Anpassungen vorzunehmen und auf taktische Probleme zu reagieren.

    Teamzusammenstellung

    Auch wäre es spannend zu sehen, wie ein von Lazar Spasić selbst zusammengestelltes Team in Oldenburg auftreten würde. Ein Kader, der gezielt auf defensive Stärken ausgelegt ist und zudem eine komplette Saisonvorbereitung unter Spasić absolvieren kann, hätte die Möglichkeit, Abläufe und taktische Konzepte deutlich intensiver zu verinnerlichen.

    In einem Interview betonte Spasić, dass seine Mannschaft „für alles ein Tool“ habe („In unserem System haben wir auf alles eine Antwort‘‘ – Lazar Spasić über seine Basketball DNA). Die Integration dieser verschiedenen taktischen Werkzeuge benötigt jedoch Zeit – Zeit, die in einer vollständigen Vorbereitung vorhanden ist und gezielt genutzt werden kann, um Strukturen, Automatismen und Spielprinzipien zu festigen.

    Zusammenfassung

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    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Lazar Spasić viele Qualitäten mitbringt, die dafür sprechen, dass er auch in der kommenden Saison Trainer in Oldenburg bleiben sollte. Wichtige Aspekte sind dabei insbesondere sein In-Game-Coaching sowie seine Fähigkeit, klare Rollen innerhalb des Teams zu definieren.

    Hinzu kommt, dass er den Standort Oldenburg inzwischen seit nahezu einer Saison kennt und somit keine Eingewöhnungszeit mehr benötigt. Diese Kontinuität stellt einen klaren Vorteil für die weitere Entwicklung der Mannschaft dar.

    Es wäre daher besonders spannend zu sehen, wie sich ein von ihm zusammengestelltes Team in der kommenden Saison präsentieren würde. Dass er dem Verein erhalten bleibt, deuten zudem verschiedene Aussagen beim Dauerkarten-Fantalk an.

    Quelle der Statistiken: https://3stepsbasket.com/

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstag um 18:30 Uhr treten die EWE Baskets Oldenburg in der Brose Arena gegen den Pokalsieger 2026 Bamberg an. Für die Oldenburger wird es in diesem schweren Auswärtsspiel darauf ankommen zu zeigen, was im Team steckt und ob in der Tabelle noch ein Schritt nach oben möglich ist.

    Ausgangslage

    Ein Blick auf die von der BBL veröffentlichte Etattabelle lässt zunächst eine klare Ausgangslage vermuten. Mit einem geplanten Spieleretat von 3,17 Millionen Euro liegen die EWE Baskets Oldenburg auf Platz vier, während Brose Bamberg mit 1,46 Millionen Euro am Ende der Tabelle steht.

    Doch so einfach ist es im Sport bekanntlich nicht. Trotz des geringsten Etats steht Bamberg aktuell auf dem dritten Tabellenplatz und hat weiterhin die Chance, ALBA Berlin noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Damit könnten sie eine ohnehin schon erfolgreiche Saison, die bereits mit dem Pokalsieg gekrönt wurde, weiter veredeln.

    Trainer Anton Gavel ist es gelungen, in seinem zweiten Jahr ein äußerst starkes Team zusammenzustellen, das deutlich über seinen finanziellen Möglichkeiten performt.

    In Oldenburg blickt man daher sicherlich auch mit etwas Neid nach Bamberg. Trotz eines vergleichsweise hohen Etats ist die Saison bislang von gemischten Gefühlen geprägt. Nach der Übernahme durch Lazar Spasić zeigte die Mannschaft zunächst ihr Potenzial, fiel anschließend jedoch in eine schwächere Phase. Aus diesem Tief scheinen sich die Oldenburger zuletzt wieder herausgearbeitet zu haben. Die Siege gegen Berlin und Rostock sowie die deutlich verbesserte Defensivleistung deuten auf eine positive Entwicklung hin.

    Keys to Win

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    • Energie der letzten beiden Spiele mitnehmen
    • Defensive
    • Defensive

    Für die EWE Baskets Oldenburg wird es entscheidend sein, die Energie aus den beiden zuletzt starken Spielen mitzunehmen. Die Siege bieten Selbstvertrauen, das von Beginn an auf das Feld gebracht werden muss.

    Und nein – das ist kein Zufall, sondern die Defensive ist bewusst doppelt betont. Gegen Brose Bamberg wird die Defensive der Schlüssel sein. Die Bamberger stellen nach dem FC Bayern München Basketball die zweitbeste Offensive der Liga und kommen auf ein Offensiv-Rating von 116,3.

    Besonders auffällig ist die Ausgeglichenheit im Team. Gleich vier Spieler – DeMarcus Demonia, Zach Ensminger, Ibi Watson und Moritz Krimmer – weisen ein Offensiv-Rating von rund 118 auf.

    Um dieses Spiel erfolgreich zu gestalten, wird es daher vor allem darauf ankommen, defensiv Stabilität zu zeigen und die offensive Durchschlagskraft der Bamberger zu kontrollieren.

    Ausblick

    Ein Sieg gegen das stark gecoachte Brose Bamberg wird keine leichte Aufgabe. Dennoch gilt auch hier: Im Sport ist alles möglich. Schließlich hätte im Vorfeld wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die Bamberger so weit oben in der Tabelle stehen würden.

    Ähnlich sieht es nun vor diesem Spiel aus – nur die wenigsten rechnen mit einem Sieg der EWE Baskets Oldenburg. Doch genau darin liegt auch die Chance: Im Sport lassen sich Überraschungen nie ausschließen.