
Gegen 22 Uhr feiern die Oldenburger nicht nur einen deutlichen Sieg gegen die abstiegsbedrohten Heidelberger, sondern auch das Profidebüt sowie die ersten BBL-Punkte von Johann Helwig. Dieser ließ sich anschließend bei der Ehrenrunde am längsten feiern – völlig verdient.
Zu Beginn des Spiels gab es direkt die erste Überraschung. Mit Ralph Hounnou stand ein Spieler in der Starting Five, der in dieser Saison bislang nur wenig Einsatzzeit erhalten hatte. Er brachte von Anfang an die nötige Physis in der Verteidigung aufs Feld, was sich schnell auf das gesamte Team übertrug. Diese aggressive und körperbetonte Defense führte zu mehreren Ballgewinnen und zwang Heidelberg zu zahlreichen Turnovern.
Die Partie entwickelte sich früh zu einer einseitigen Angelegenheit. Oldenburg ließ den Gästen über die gesamte Spielzeit hinweg kaum Chancen, noch einmal zurückzukommen. So war es schließlich 3:40 Minuten vor Spielende soweit. Johann Helwig feierte unter großem Jubel der Fans sein Profidebüt.
Nach einem zunächst verworfenen Dreier setzte er sich stark um einen Block herum durch und wurde beim Wurf gefoult. An der Freiwurflinie verwandelte er anschließend sicher seine ersten beiden Punkte in der BBL.
Am Ende stand ein souveräner 94:74-Erfolg für Oldenburg.
Defensive
Es war vor allem die Defensive, die das Spiel von der ersten Minute an in Richtung der Oldenburger lenkte. Mit insgesamt 18 Turnovern auf Seiten der Heidelberger – davon allein 10 direkte Steals der EWE Baskets Oldenburg – zeigte das Team die oft geforderte Physis und Intensität. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der allein drei Steals beisteuerte. Insgesamt ließ Oldenburg lediglich 74 Punkte zu und legte damit den Grundstein für den deutlichen Erfolg.
Ausblick
Aktuell stehen die Oldenburger mit 14 Siegen auf dem zwölften Tabellenplatz – punktgleich mit den Teams aus NINERS Chemnitz und ROSTOCK SEAWOLVES. Damit ist ein Platz in den Play-Ins weiterhin in Reichweite. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Oldenburger ihre kommenden Spiele erfolgreich gestalten. Die nächste Aufgabe wartet auswärts bei Gladiators Trier – eine Partie, die sicherlich alles andere als einfach wird.