Das Spiel gegen Würzburg war in vielerlei Hinsicht ein Spiegelbild der Partie gegen Bamberg. In der ersten Halbzeit blieb Oldenburg dank eines gut fallenden Dreiers noch im Spiel, doch bereits hier wirkten viele Angriffe ideenlos. Die zweiwöchige Pause und die Vorbereitung zeigten keine spürbare Wirkung: Oldenburg spielte weiterhin die gleichen Systeme und erlaubte dem Gegner dadurch zu viele einfache Punkte.
Die zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel endgültig. Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass Oldenburg die Würzburger Offensive stoppen könnte. Schon kleine Anpassungen im Würzburger Angriff reichten aus, um zu einfachen Drives zum Korb oder ungestörten Pässen in die Zone zu gelangen.
Auch in der eigenen Offensive ergab sich ein ernüchterndes Bild. Jeder Angriff wirkte ideenlos und endete häufig in schwierigen Abschlüssen oder Ballverlusten. Zudem zwangen einfache defensive Anpassungen der Würzburger Oldenburg immer wieder zu extrem schweren Würfen. Das Trainerteam wirkte in dieser Phase überfordert und fand weder defensiv noch offensiv passende Lösungen, um sich noch einmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Am Ende verlor Oldenburg die zweite Halbzeit schließlich deutlich – mit 16 Punkten Unterschied.
Brian Fobbs
Erneut rückte Brian Fobbs in den Fokus, der abermals sehr viele Minuten erhielt und sichtbar mit den Aufgaben eines Point Guards überfordert war. In der zweiten Halbzeit entstanden kaum noch gut herausgespielte Würfe; stattdessen häuften sich Isolationen von Fobbs, der nicht in der Lage war, die Spielgestaltung zu übernehmen.
Dabei erzielte Fobbs 17 Punkte – und genau in dieser Rolle sollte er eigentlich eingesetzt werden: als Shooting Guard, der selbst in Szene gesetzt wird und aus seiner Scoring-Stärke heraus dem Team hilft, nicht jedoch als Spieler, der die Spielgestaltung tragen muss.
Hinzu kommt, dass Oldenburg über ausreichend Qualität auf den Shooting Guard- und Small-Forward-Positionen verfügt, um die Minuten deutlich sinnvoller zu verteilen.
Ausblick

Am kommenden Sonntag, dem 14. Dezember, steht das letzte Heimspiel des Jahres an. Und es wird ein besonders schweres: Oldenburg trifft auf den FC Bayern Basketball, der mit mehreren Europameistern sowie Ex-NBA-Spieler Spencer Dinwiddie anreisen wird. Eine ausführliche Vorschau auf dieses Spiel folgt hier in Kürze.