
Am Sonntag kam es in der Arena zu einem packenden Spiel, das von vielen Läufen beider Mannschaften geprägt war und das Oldenburg am Ende mit drei Punkten Vorsprung für sich entschied. Der Endstand lautete 73:70.
Zu Beginn des Spiels gab es direkt eine positive Überraschung, denn Colin Schroeder stand in der Starting Five. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich seine Minuten unter Lazar Spasić weiterentwickeln werden und ob er künftig häufiger die Chance bekommt, sich auf dem Feld zu beweisen.
Zu Beginn des Spiels wirkten die Baskets mit der hohen Intensität in der Verteidigung zunächst überfordert. So kassierte man direkt einen 10:0 Lauf, bei dem sieben Punkte aus Ballgewinnen der Berliner entstanden. Vor allem Jonas Mattisseck bereitete den Oldenburgern mit seiner harten Verteidigung am Ball große Probleme. Hinzu kam, dass Oldenburg im Abschluss etwas Pech hatte.
Am Ende des ersten Viertels stand es 20:11 für Berlin, zudem hatten die Berliner bereits sechs Turnover erzwungen. Erwähnenswert ist jedoch, dass auch die Oldenburger Defensive gut ins Spiel fand, denn auch sie forcierten im ersten Viertel sechs Berliner Ballverluste.
Anfang des zweiten Viertel holte sich dann Jonas Mattisseck nach nur knapp 2 Minuten sein 2tes Persönliches Foul, was den Berlinern sichtlich weh tat. Denn Mattisseck hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon 9 Punkte und 3 Steals. Anschließend schafften es die Oldenburger mit dem Druck der harten Berliner Verteidigung umzugehen und auch die Offensive kam immer besser in Schwung. Und so machte Tucker dann zum Ende des zweiten Viertel mit einem dreier den Ausgleich und es ging 36:36 in die Halbzeit.

Im dritten Viertel änderte sich das Bild zunächst nicht und Oldenburg erspielte sich eine 14 Punkte Führung, mit der man ins Schlussviertel ging. Dort startete Berlin jedoch stark und drehte das Spiel mit einem 16:0 Lauf, sodass die Berliner plötzlich wieder mit zwei Punkten in Führung lagen. Anschließend fand auch die Oldenburger Offensive zurück in den Rhythmus und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, das Chris Clemons schließlich mit einem Dreipunktwurf zum 73:70 Sieg für Oldenburg entschied.
Am Ende standen die Oldenburger bei nur zwölf Turnovern, was nach sechs Ballverlusten allein im ersten Viertel eine deutliche Steigerung darstellt. Zudem kassierte Oldenburg im weiteren Spielverlauf deutlich weniger Fastbreak Punkte als noch zu Beginn. Große Probleme hatte das Team jedoch beim Rebounding: Die Berliner sicherten sich 20 Offensiv Rebounds und erspielten sich dadurch zehn Würfe mehr. Diese Nachteile konnte Oldenburg jedoch mit einer starken Dreierquote von 45 Prozent kaschieren. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass man Berlin zu insgesamt 17 Turnovern zwang.
Der Wurf zum Sieg
22 Sekunden vor dem Ende stand es 70:70, als Spasić eine Auszeit nahm. Schnell war klar, dass der letzte Wurf Chris Clemons gehören würde, obwohl er bis dahin 0 von 5 aus dem Feld getroffen und seine einzigen zwei Punkte von der Freiwurflinie erzielt hatte. Clemons brachte den Ball über die Mittellinie und dribbelte nahe des Mittelkreises. Abseits des Balles gab es noch einige Bewegungen von Zubčić und Tischler, doch den meisten in der Arena war klar, Clemons würde selbst den Abschluss suchen. Rund drei Sekunden vor Schluss kam das Doppeln der Berliner, doch Clemons nahm den Dreipunktwurf gegen Jack Kayil und Martin Hermansson und traf seinen einzigen Feldwurf des Spiels zum viel umjubelten Sieg gegen Alba Berlin.
James Woodard
Am Ende kam Woodard auf knapp 30 Minuten Spielzeit und stand damit länger auf dem Feld als jeder andere Oldenburger. Besonders beeindruckend ist, dass Oldenburg diese Minuten mit 11 Punkten gewann, womit er ein entscheidender Faktor für den Sieg gegen Alba Berlin war. Ein genauerer Blick auf seine Statistiken zeigt zudem eine echte Allround-Leistung: Neben starken 14 Punkten hatte er großen Anteil an den vielen Ballgewinnen der Oldenburger und verbuchte am Spielende sechs Steals. Hinzu kamen fünf Rebounds und zwei Assists. Auch seine Dreierquote war erneut stark, denn er traf vier Mal von außen bei sieben Versuchen.
Ausblick
Am Samstag, den 10. Dezember, steht das nächste Heimspiel gegen den Syntainics MBC Weißenfels an. Der Vorbericht folgt an dieser Stelle, zuvor gibt es jedoch einen statistischen Vergleich zwischen der ersten und zweiten Saisonphase.