Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Die MLP Academic Heidelberg startete hochmotiviert und mit viel Energie in die Partie. Diese Dynamik und ihre aggressive Verteidigung konnten die Oldenburger im ersten Viertel nicht matchen. Heidelberg gelang in den ersten zehn Minuten nahezu alles. Sie zwangen Oldenburg zu mehreren Ballverlusten, aus denen einfache Punkte im Umschaltspiel resultierten. Auch der Dreipunktwurf fiel hochprozentig. Die ersten vier Würfe von jenseits der Dreierlinie fanden allesamt ihr Ziel, am Ende des ersten Viertels standen fünf Treffer bei acht Versuchen. Entsprechend lag Oldenburg nach zehn Minuten bereits mit 21:31 zurück.

Die Oldenburger konnten zwar drei der vier Viertel für sich entscheiden, am Ende reichte es dennoch nicht für einen Sieg. In entscheidenden Phasen, in denen das Spiel hätte gedreht werden können, schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten ein. Außerdem war deutlich spürbar, wie wichtig diese Partie für Heidelberg war. Mit ihrer weiterhin sehr aggressiven Verteidigung zwangen sie Oldenburg immer wieder zu Fehlern und verhinderten so eine Wende. Am Ende gewann Heidelberg verdient mit 80:78 und beendete damit die Siegesserie der Oldenburger.

Positiv hervorzuheben ist, dass Oldenburg trotz einiger Fehler und Unkonzentriertheiten sowie einer Feldwurfquote von 57 Prozent lange im Spiel blieb. Mit besseren Entscheidungen in der Schlussphase hätte man durchaus die Möglichkeit gehabt, die Partie noch für sich zu entscheiden.

Turnover und Ballmovement

Die Oldenburger kamen mit der sehr aggressiven Verteidigung nicht zurecht. Immer wieder sorgten harte Doppelteams an der Seitenlinie für Turnover. Heidelberg setzte den ballführenden Spieler dabei konsequent unter Druck. In diesen Situationen gelang es Chris Clemons, James Woodard und auch Brian Fobbs nicht, den Ball zum freien Mitspieler zu bringen. Aus diesen Ballverlusten entstanden dann einfache Punkte für Heidelberg. Zudem nahm Heidelberg den Oldenburgern mit dieser aggressiven Verteidigung weitgehend das Ballmovement. Zwar nahm Oldenburg wie gewohnt rund 30 Würfe von der Dreierlinie, doch die meisten davon waren stark bedrängt. Das spiegelte sich auch in der Trefferquote wider. Mit nur 33,3 Prozent fanden lediglich zehn Dreier ihr Ziel.

Eine weitere Statistik, die das Unterbinden des Ballmovements verdeutlicht, sind die Assists. Lediglich 11 Assists stehen 18 Turnovern gegenüber. Bei 27 erfolgreichen Abschlüssen entspricht das einer Assistquote von nur 40,7 Prozent. In den sechs Spielen zuvor unter Lazar Spasić lag diese noch bei knapp 52 Prozent.

Hinzu kamen mehrere unnötige Ballverluste durch Unkonzentriertheiten, etwa 5-Sekunden-Verstoß beim Einwurf, Fehlpass beim Einwurf oder 3-Sekunden-Regelverstöße in der Zone. Zudem wurden zwei bis drei einfache Korbleger vergeben, was bei einer Niederlage mit nur zwei Punkten besonders schmerzt.

Brian Fobbs

Mit 25 Punkten wurde Brian Fobbs Topscorer der Partie. Zudem sammelte er sieben Rebounds und steuerte zwei Assists bei. Mit vier Treffern bei fünf Versuchen von der Dreierlinie zeigte er erneut eine starke Quote aus der Distanz. Dennoch hatte auch er in diesem Spiel Schwierigkeiten, den Ball schnell weiterzubewegen. Viele Angriffe endeten im Eins-gegen-eins, die er häufig mit einem Wurf von der Dreierlinie oder aus der Halbdistanz abschloss.

Defensiv wusste Fobbs auch zu überzeugen. Mit einem Defensivrating von 94 stellte er den besten Wert im Team und auch sein Plus/Minus-Wert von +7 unterstreicht seine starke Leistung auf dieser Seite des Feldes.

Ausblick

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Am Samstag, dem 24. Januar, geht es dann gegen die Niners Chemnitz. Dabei wird es spannend zu sehen sein, wie die Baskets ihre Offensive anpassen werden, um ihr starkes Ballmovement wieder besser zur Geltung zu bringen.

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