
Am Samstag um 20 Uhr steht das dritte Heimspiel des Jahres an. In der großen EWE Arena geht es gegen die NINERS Chemnitz zum Abschluss der Hinrunde.
Ausgangslage
Für beide Mannschaften dürfte es ein wichtiges und richtungsweisendes Spiel werden. Können die Oldenburger nach der Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg eine neue Siegesserie starten und sich damit in Richtung Play-Ins orientieren? Mit einem Erfolg würden die EWE Baskets Oldenburg nach Bilanz mit den NINERS Chemnitz gleichziehen. Die Chemnitzer stehen aktuell mit einer Bilanz von 7:9 auf Platz elf und bleiben damit bislang etwas hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück.
Das Ziel von Rodrigo Pastore, dem Trainer der NINERS, dürften klar die Playoffs sein. Allerdings holte Chemnitz aus den letzten fünf Partien nur zwei Siege, die vergangenen drei Spiele gingen allesamt verloren.
Seit dieser Saison spielen die Chemnitzer im Europe Cup und bewegen sich damit auf einem europäisch guten Niveau. In diesem Wettbewerb läuft es für die NINERS deutlich besser. In einer Gruppe unter anderem mit ratiopharm Ulm stehen die Chemnitzer aktuell bei einer Bilanz von acht Siegen und sieben Niederlagen auf dem sechsten Platz, der zur Qualifikation für die Postseason berechtigen würde. Erst am vergangenen Dienstag gelang den Chemnitzern ein überraschender 88:82-Sieg gegen den Tabellenführer JL Bourg-en-Bresse.
Bei den EWE Baskets zeigt der Trend trotz der Niederlage in Heidelberg nach oben. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen sprechen für die Oldenburger. Diesen positiven Trend gilt es nun im Duell mit den NINERS Chemnitz zu bestätigen.
Ein besonderes Duell dürfte die Partie für Nicho Tischler werden, der auf sein ehemaliges Team trifft. In der vergangenen Saison stand Tischler noch bei den NINERS Chemnitz unter Vertrag.

Keys to win
- Eigene Turnover minimieren
- Chemnitz nicht an der Dreierline heiß laufen lassen
- Zug zum Korb der Chemnitzer erschweren
Seit 2015 steht Rodrigo Pastore an der Seitenlinie der NINERS Chemnitz und prägt dort eine klare Spielphilosophie. Seine Teams stehen für einen variablen Basketball, in dem grundsätzlich jeder Spieler den Ball nach vorne bringen kann. So ist es keine Seltenheit, dass auch Center Kevin Yebo den Spielaufbau übernimmt.
Defensiv zeichnen sich die Mannschaften von Pastore vor allem durch eine starke Eins-gegen-eins-Verteidigung mit hoher Physis aus. Für Oldenburg gilt es daher, insbesondere über die Guards Chris Clemons, Brian Fobbs und James Woodard, den Ball sicher nach vorne zu bringen und frühzeitig die offensiven Systeme zu initiieren. Die unnötigen Ballverluste aus dem Spiel gegen Heidelberg müssen dabei vermieden werden, um das eigene Offensivspiel und das Ballmovement besser ins Laufen zu bringen.
Auch offensiv verfügen die Chemnitzer über mehrere starke Eins-gegen-eins-Spieler, die immer wieder im direkten Duell den Zug zum Korb suchen. Auffällig ist in dieser Saison zudem, dass die NINERS Chemnitz das Team mit den meisten Drei-Punkte-Versuchen der Liga sind. Im Schnitt nehmen sie 32,9 Dreier pro Spiel und treffen dabei 34 Prozent. Insgesamt kommen die Chemnitzer auf durchschnittlich 65,6 Abschlüsse pro Partie, mehr als die Hälfte davon von der Dreierlinie.
Ein Blick auf die Wurfauswahl unterstreicht diese Tendenz deutlich. Entweder wird der Abschluss am Korb gesucht oder der Wurf von außen genommen. Würfe aus der Mitteldistanz spielen kaum eine Rolle, im Schnitt sind es lediglich 4,8 Versuche pro Spiel. Demgegenüber stehen 27,8 Abschlüsse am Korb sowie die erwähnten 32,9 Würfe von der Dreierlinie.
Für Oldenburg wird es daher entscheidend sein, defensiv den Weg zum Korb konsequent zu erschweren und daraus entstehende offene Würfe zu vermeiden, um keinen der Chemnitzer Schützen in den Rhythmus kommen zu lassen.
Ausblick

Am Samstag haben die EWE Baskets Oldenburg die Chance, ihren positiven Trend weiter fortzuführen und sich weiter in Richtung der Play-Ins zu orientieren. Dabei wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Mannschaft nach dem ersten Rückschlag unter Lazar Spasić präsentiert.