Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Am Freitag, den 30. Januar, startet die Rückrunde mit dem Spiel gegen den Syntainics MBC in der Stadthalle Weißenfels. Um 20 Uhr ist Tip-off zu einem schnellen Wiedersehen der beiden Mannschaften. Denn nur 20 Tage zuvor stand bereits das Duell der Hinrunde an, welches die Oldenburger mit 91:84 für sich entscheiden konnten.

Ausgangslage

Doch in diesen 20 Tagen ist bei den Weißenfelsern viel passiert. Am 18. Januar wurde bekanntgegeben, dass der Verein ab sofort ohne Center John Bryant plant – eine Nachricht, die viele überraschte. Bryant gilt nicht nur als BBL-Legende, sondern stand seit 2020 im Kader des MBC. Ein Abschied, mit dem kaum jemand gerechnet hatte, und es bleibt fraglich, ob John Bryant überhaupt noch einmal für einen Bundesligisten auflaufen wird.

Am selben Tag der Pressemitteilung verlor der MBC zudem auswärts bei den Rostock Seawolves. Am Montag, den 19. Januar, verkündeten die Weißenfelser anschließend den Neuzugang von Andrew Harrison sowie den Abgang von Stephon Jelks.

Fast eine Woche später, am Samstag, dem 24.01., folgte eine deutliche Niederlage gegen das Überraschungsteam der Liga, die Gladiators Trier. Dabei kassierte die Mannschaft nicht nur 110 Punkte, sondern auch die siebte Niederlage in Serie.

Am darauffolgenden Montag, dem 26.01., folgte die nächste überraschende Nachricht, denn Trainer Marco Ramondino bat um eine Vertragsauflösung, auf die sich Verein und Coach einigten. Als Interimstrainer wird am Freitag gegen Oldenburg Sportdirektor Silvano Poropat an der Seitenlinie stehen, der zu Saisonbeginn diese Rolle übernommen hatte. Poropat hat den MBC schon mehrfach in schwierigen Situationen betreut und wird dies auch in der Saison 2025/26 tun.

Bei den Oldenburgern war in den 20 Tagen nach dem Hinspiel deutlich weniger Bewegung. Zwar gab es eine Niederlage gegen den damaligen Tabellenletzten Heidelberg, anschließend feierten die EWE Baskets jedoch einen wichtigen Heimsieg gegen die Niners Chemnitz. Insgesamt holten sie sechs Siege aus den letzten sieben Spielen. Mit dem Erfolg gegen Chemnitz wollen die Baskets nun eine neue Siegesserie starten, um weiter Anschluss an die Play-In-Plätze zu halten.

Beide Mannschaften stehen aktuell bei einer Bilanz von sieben Siegen und zehn Niederlagen. Für den Sieger der Partie dürfte es in der Tabelle spürbar nach oben in Richtung Play-Ins gehen.

Keys to win

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  • Die Intensität des MBC matchen
  • Spencer Reaves in den Griff bekommen
  • Physis in der Defensive ab der ersten Minute zeigen

Es ist schwer vorherzusagen, wie sich der MBC am Freitag präsentieren wird, doch auf die Oldenburger wartet ein äußerst schweres Auswärtsspiel. Die neue Trainersituation dürfte bei den Weißenfelsern einiges verändern. Die Oldenburger müssen von Beginn an die Intensität des MBC matchen, defensiv physisch auftreten und insbesondere Spencer Reaves unter Kontrolle bekommen.

Ähnliche Erfahrungen machten die Oldenburger bereits auswärts bei den MLP Academics Heidelberg. Damals gab Ryan Mikesell sein Heimdebüt, Michael Weathers kehrte nach Verletzung zurück und Heidelberg ging mit einer Serie von sechs Niederlagen in Folge in die Partie. Getragen von hoher Intensität und dem heimischen Publikum fanden die Heidelberger perfekt ins Spiel. Diese Energie im ersten Viertel konnten die Oldenburger nicht mitgehen und gerieten früh ins Hintertreffen.

Vergleichbare Bedingungen sind auch am Freitag in der Stadthalle Weißenfels zu erwarten. Ein neuer Trainer und eine Niederlagenserie werden sowohl Publikum als auch Spieler zusätzlich motivieren. In solchen Situationen will sich jeder Akteur beweisen, um sich unter dem neuen Coach für mehr Spielzeit zu empfehlen. Diese Intensität muss Oldenburg von der ersten Minute an annehmen, um nicht erneut einem frühen, hohen Rückstand wie in Heidelberg hinterherzulaufen.

Ein Spieler aus Weißenfels muss sich allerdings keinesfalls mehr beweisen, nämlich Spencer Reaves. Bereits im Hinspiel zeigte er gegen Oldenburg sein gesamtes Können. Mit 27 Punkten und starken sechs von neun Treffern von der Dreierlinie war er nahezu das gesamte Spiel über kaum zu stoppen. Diese defensiv anspruchsvolle Aufgabe dürfte über weite Strecken erneut Nicho Tischler übernehmen, der bereits im Hinspiel Reaves in der entscheidenden Phase zu schwierigen Würfen zwang.

Zudem muss die Defensive der Oldenburger von Beginn an physischer agieren, um das Offensivspiel der Sachsen zu erschweren. Dabei wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die Verteidigung bereits ab Spielbeginn präsentiert.

Ausblick

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Für Oldenburg wird es ein schweres Auswärtsspiel, das mit Blick auf die Play-Ins von großer Bedeutung ist. Spannend wird sein, ob die Mannschaft aus der Niederlage in Heidelberg gelernt hat und die Intensität des Gegners über 40 Minuten matchen kann.

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