
Das erste Viertel verlief wie erwartet. Der MBC kam mit viel Energie aus der Kabine und wurde vom eigenen Publikum stark supportet. Entsprechend entschieden die Weißenfelser den ersten Abschnitt deutlich mit 28 zu 15 für sich. Auf den ersten Blick erinnerte dieser Start an das vergangene Auswärtsspiel in Heidelberg, doch bei genauerem Hinsehen lassen sich die beiden Spiele nur bedingt vergleichen.
Gegen Heidelberg leisteten sich die Oldenburger bereits im ersten Viertel fünf Turnover und kassierten dadurch viele Punkte im Fastbreak. Gegen den MBC waren es hingegen nur zwei Ballverluste, zudem lief der Ball in der Offensive gut. Oldenburg hatte allerdings einige unglückliche Aktionen, etwa einen einfachen Abschluss am Korb von Michael Kyser, einen offenen Dreier von Seth Hinrichs oder einen leichten Korbleger von Filip Stanic, der wieder herausrollte.
Defensiv ließ Oldenburg im ersten Viertel jedoch die nötige Energie und Physis vermissen. Die Mannschaft erlaubte dem MBC mehrere einfache Korbleger oder war bei den Fouls zu spät. So begingen die Oldenburger drei Fouls, die jeweils in einem And-one mündeten. Zudem traf der MBC fünf Dreier bei zehn Versuchen.
Das zweite Viertel verlief anschließend sehr ausgeglichen und wurde von den Oldenburgern knapp gewonnen. Dadurch wuchs der Vorsprung der Weißenfelser nicht weiter an, sodass es mit einem Spielstand von 48 zu 36 aus Oldenburger Sicht in die Halbzeit ging.
Nach dem Seitenwechsel holten die Oldenburger Punkt um Punkt auf und kamen Mitte des dritten Viertels bis auf drei Zähler heran. Die zweite Hälfte des Abschnitts gestaltete sich erneut ausgeglichen, ohne dass es den Oldenburgern gelang, erstmals in Führung zu gehen.
Dies sollte sich jedoch zu Beginn des vierten Viertels ändern. Wie bereits gegen Chemnitz war es Brian Fobbs, der nach längerer Zeit mit einem Dreier wieder für eine Oldenburger Führung sorgte. Anders als im Spiel gegen Chemnitz entwickelte sich anschließend ein offener Schlagabtausch. In der Schlussphase übernahm Chris Clemons die Entscheidung und erzielte in den letzten fünf Minuten acht Punkte, mit denen er sein Team zum Sieg führte.
Die Mannschaft

In diesem Spiel zeigte die Oldenburger Mannschaft große Comeback-Qualitäten und machte zwischenzeitlich einen 18-Punkte-Rückstand wett. Auch in Phasen, in denen die Würfe nicht fallen wollten, gaben sich die Spieler nicht auf und kämpften sich immer wieder ins Spiel zurück. Auffällig war zudem, wie intensiv die Spieler auf dem Feld miteinander kommunizierten. Dieser Comeback-Sieg unterstreicht darüber hinaus die richtigen Anpassungen des Trainerteams, die es ermöglichten, wieder ins Spiel zurückzufinden und am Ende knapp zu gewinnen.
Kyle Lofton
Nach einer längeren Verletzungspause stand Kyle Lofton wieder auf dem Feld und rückte direkt in die Starting Five. Er ersetzte den leicht angeschlagenen James Woodard, der pausieren musste. Lofton verlieh der Mannschaft deutlich mehr Zug zum Korb, zeigte sich zudem von der Dreierlinie treffsicher und verwandelte beide seiner Versuche. Mit neun Punkten zur Halbzeit trug er maßgeblich dazu bei, dass der Vorsprung des MBC nicht zu groß anwuchs. Am Ende kam er auf 14 Punkte und war damit zweitbester Scorer hinter Chris Clemons. Darüber hinaus steuerte er vier Assists und einen Steal bei.
Ausblick

Nun wartet auf die Oldenburger zunächst eine zweiwöchige Pause, ehe es am 14. Februar gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weitergeht. Anschließend geht es direkt nach Ulm, von wo aus die Reise zum TOP FOUR ansteht.