
Das letzte Heimspiel vor dem TOP FOUR in München findet am 14. Februar 2026 um 20 Uhr in der EWE Arena statt. Dabei kommt es nicht nur zum zweiten Duell gegen Ludwigsburg in dieser Saison, sondern auch zum zweiten Aufeinandertreffen der Zwillingsbrüder Nicho und Brandon Tischler.
Ausgangslage
Die MHP Riesen Ludwigsburg dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf insgesamt zufrieden sein. Mit einer Bilanz von zehn Siegen und acht Niederlagen befinden sich die Ludwigsburger auf Kurs in Richtung Play-In-Plätze und haben weiterhin die Möglichkeit, sich direkt für die Playoffs zu qualifizieren. Zudem konnten sie drei der letzten fünf Spiele für sich entscheiden.
Am vergangenen Wochenende mussten die Ludwigsburger jedoch eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Vor allem das zweite Viertel, das mit 10 zu 30 verloren ging, erwies sich als spielentscheidend. Am Ende stand eine 74:86-Niederlage zu Buche. Dieses Spiel wollen die Ludwigsburger sicher schnell vergessen machen um in Oldenburg mit einem Erfolg Richtung Postseason zu schauen.
Auch für die Oldenburger ist diese Partie von großer Bedeutung, da auch sie einen weiteren Schritt in Richtung Postseason machen können. Nach zwei Siegen in Folge gegen die NINERS Chemnitz und den Syntainics MBC hat sich das Team von Lazar Spasić wieder in Richtung Play-Ins orientiert. Am vergangenen Wochenende hatten die Baskets spielfrei und konnten diese Pause nutzen, um sich für die kommende intensive Phase der Saison etwas zu regenerieren.

Denn nach dem Spiel in Ludwigsburg geht es für Oldenburg direkt weiter nach Ulm, ehe am darauffolgenden Wochenende das TOP FOUR ansteht.
Bei den Oldenburgern dürfte zudem spannend werden, welcher der sieben ausländischen Spieler pausieren muss. Kyle Lofton meldete sich zuletzt mit 14 Punkten stark zurück und macht die Entscheidung für Spasić damit nicht einfacher. Fraglich ist jedoch, ob sich diese Personalfrage überhaupt stellt. Im Spiel in Weißenfels setzte James Woodard aus, da er sich zuvor bereits leicht angeschlagen durch mehrere Partien gekämpft hatte.
Sollte Woodard rechtzeitig zurückkehren, bleibt es offen, welcher Spieler am Samstag aussetzen muss.
Key to win
- Mit defensiver Physis ins Spiel starten
- Guards der Ludwigsburger stoppen
- Fastbreakpunkte

Es wird entscheidend sein, das Spiel von Beginn an in der Verteidigung mit hoher Intensität und Physis zu gestalten. So sollte verhindert werden, dass die Gegner gerade in der ersten Halbzeit große Scoring-Läufe erzielen. Ein Blick auf die letzten beiden Spiele der Oldenburger zeigt, dass dies häufig der Fall war. Besonders gegen Chemnitz kassierten die Oldenburger in der ersten Halbzeit viele Läufe, konnten das Spiel aber dank hoher defensiver Physis in der zweiten Hälfte noch drehen. Darauf sollte man sich jedoch nicht immer verlassen, weshalb ein aggressiver Start in der Verteidigung von Beginn an notwendig ist.
Zudem ist es wichtig, die beiden Guards Traveon Buchanan und Stefan Smith defensiv gut zu kontrollieren. Beide agieren häufig in Isolation, und Ludwigsburg ist das Team mit den wenigsten Assists der Liga, durchschnittlich 13,8 pro Spiel. Dies dürfte auch ein Grund dafür sein, dass Lofton am Samstag den Vorzug vor Woodard erhält. Denn Lofton ist ein starker Guard-Verteidiger, insbesondere in Eins-gegen-Eins-Situationen.
Bei den Ballverlusten zählt Ludwigsburg zu den schwächsten Teams der Liga und gibt durchschnittlich 15,7 Bälle pro Spiel ab. Durch eine körperbetonte Verteidigung sollten die Oldenburger daher versuchen, Ballgewinne zu erzwingen und daraus schnelle Fastbreak-Punkte zu generieren.
Ausblick

Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Oldenburger einen weiteren Schritt in Richtung Play-Ins machen und diese wichtige Woche mit einem Erfolgserlebnis beginnen können, um mit einem guten Gefühl in den Süden zu reisen.