
Am Samstagabend gegen ca. 22 Uhr hallte es durch die EWE ARENA: „Wir holen den Pokal!“ Zwar sicherten sich die EWE Baskets Oldenburg mit dem deutlichen Sieg über die MHP RIESEN Ludwigsburg noch nicht den Pokal, doch sie unterstrichen eindrucksvoll ihre starke Form. Gleichzeitig zeigte sich, wie sehr die Fans von der Leistung mitgerissen wurden und mit welcher Vorfreude und Motivation sie die Reise nach München antreten werden.
Die Partie begann ausgeglichen. Zunächst ging es hin und her, ehe sich die Oldenburger auf 17:10 absetzen konnten. Nach einer Auszeit von Ludwigsburgs Trainer Mikko Riipinen fanden die Gäste jedoch besser ins Spiel zurück und entschieden das erste Viertel knapp mit 24:23 für sich.
Im zweiten Abschnitt spielten die Oldenburger ihre offensive Stärke eindrucksvoll aus. Mit 33 Punkten im Viertel setzten sie sich deutlich ab und gingen mit einer 56:42-Führung in die Halbzeitpause. Tomislav Zubčić zeigte dabei eine überragende erste Halbzeit mit 17 Punkten und traf starke 5 von 6 Würfen von der Dreierlinie.
Die zweite Hälfte verlief insgesamt ausgeglichen (46:46), sodass am Ende ein verdienter 102:88-Erfolg für Oldenburg auf der Anzeigetafel stand. Mit diesem Sieg klettern die EWE Baskets auf Platz zehn und damit auf einen Play-In-Rang.
Außerdem war es schön zu sehen, dass nicht nur alle Spieler Einsatzzeit bekamen, sondern sich auch jeder Akteur in die Scorerliste eintragen konnte.
Defensivleistung
In der Defensive nahmen die Oldenburger die beiden Guards der Ludwigsburger konsequent aus dem Spiel. Stefan Smith kam lediglich auf 9 Punkte und traf nur 2 seiner 12 Würfe aus dem Feld. Traveon Buchanan blieb sogar bei nur 2 Punkten und kam insgesamt auf lediglich fünf Abschlüsse.
Verbesserungsbedarf zeigte Oldenburg hingegen beim Rebounding. Die Ludwigsburger sicherten sich 16 offensive Rebounds und erreichten damit eine Quote bei offensiven Rebounds von 44,3 Prozent. Das bedeutet, dass nahezu jeder zweite mögliche Abpraller in der Offensive bei den Gästen landete.
Best Duo

Ein entscheidender Faktor in diesem Spiel war das Zusammenspiel von Michale Kyser und Chris Clemons. Standen beide gemeinsam auf dem Feld, entschieden die Oldenburger diese Minuten deutlich mit 75 zu 49 für sich. Eine Connection, die immer besser funktioniert und dem Oldenburger Basketball spürbar guttut.
Auch ein Blick auf die individuellen Statistiken unterstreicht ihren Einfluss. Chris Clemons kam auf 12 Punkte, 3 Rebounds, 8 Assists und 3 Steals und zeigte damit eine rundum starke Leistung. Besonders bemerkenswert ist, dass er seine 8 Assists bereits in der ersten Halbzeit verbuchte.
Michale Kyser überzeugte ebenfalls mit einer starken Partie. Er erzielte 15 Punkte, sicherte sich 7 Rebounds, darunter 3 in der Offensive, und steuerte zudem einen Steal bei. Dabei wird deutlich, dass er offensiv immer besser ins Spiel findet.
Noch eindrucksvoller wird der Einfluss der beiden beim Blick auf die Advanced Stats. Clemons kam auf ein Offensiv Rating von 141,1 und ein Defensiv Rating von 103,7, was ein sehr starkes Net Rating von 37,4 ergibt. Kyser setzte sogar noch einen drauf. Mit einem Offensiv Rating von 145,3, dem Bestwert im Team, und einem Defensiv Rating von 98,1 erzielte er ein Net Rating von 47,2. Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß der Impact dieses Duos in dieser Partie war.
Ausblick

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, denn bereits am Mittwoch steht das nächste Auswärtsspiel in Ulm an. Direkt im Anschluss reist das Team weiter nach München, wo das lang ersehnte TOP FOUR auf dem Programm steht.