Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Im Theater bezeichnet die Generalprobe den letzten vollständigen Probedurchlauf vor der Premiere eines Stücks. Dabei wird das Werk genauso gespielt, wie es später aufgeführt wird, inklusive Kostümen, Technik und aller Abläufe.

Zugleich gibt es im Theater den Aberglauben, dass kleine Patzer während der Generalprobe Glück bringen und auf eine besonders erfolgreiche Premiere hindeuten.

Ein Blick auf das Spiel gegen Ratiopharm Ulm vom Mittwoch zeigte zahlreiche Patzer. Bereits vor dem Tip-off war die personelle Situation angespannt. Mit Michale Kyser, Dakarai Tucker und Filip Stanic fehlten gleich drei Spieler verletzungsbedingt. Zudem war James Woodard aus einem erfreulichen Grund abwesend, denn er wurde Vater.

Im Spiel selbst häuften sich die ärgerlichen Momente, und auch ein Blick auf die Statistik macht die Probleme deutlich. Oldenburg kam lediglich auf neun Assists und traf aus dem Zweierbereich nur 29 Prozent seiner 35 Versuche. Auch die Foulstatistik fiel ungünstig aus. 23 Fouls auf Oldenburger Seite standen 15 auf Seiten der Ulmer gegenüber. Hinzu kamen ein unsportliches Foul gegen Nico Tischler sowie jeweils ein technisches Foul gegen Lazar Spasić und Tomislav Zubčić.

Schaut man auf das erste Viertel, wollte bei Oldenburg kaum etwas gelingen, während bei Ratiopharm Ulm nahezu alles funktionierte. Entsprechend deutlich ging der Abschnitt mit 31:8 an die Ulmer. Diesem frühen Rückstand liefen die Oldenburger über die gesamte Partie hinterher, sodass sie ihre Generalprobe letztlich verdient mit 79:101 verloren.

Einsatzzeit
Positiv hervorzuheben ist, dass durch die angespannte Personalsituation Ralph Honnou und Joel Harm umfangreiche Einsatzzeiten erhielten. Beide hatten in dieser Saison bislang nur wenige Minuten gesammelt, standen gegen Ulm jedoch sogar in der Starting Five und bekamen jeweils rund 17 Minuten Spielzeit.

Viel mehr bleibt zu diesem Spiel kaum zu sagen. Nun gilt es, die Partie schnell abzuhaken und den Fokus voll auf das Top Four zu richten.

Ausblick

Kommt man noch einmal auf den Beginn des Artikels und den Vergleich mit dem Theater zurück, bleibt die Hoffnung auf die übernatürlichen Kräfte des Aberglaubens. Vielleicht lässt sich die missglückte Generalprobe tatsächlich als gutes Omen deuten und der Blick auf das TOP FOUR in München fällt entsprechend positiv aus.

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

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