
Die EWE Baskets zeigten am Wochenende zwei sehr unterschiedliche Leistungen. Am Freitag gegen Bonn gaben die Oldenburger zwar 26 Offensiv-Rebounds ab, konnten das Spiel dank einer starken Dreierquote von 52 % dennoch für sich entscheiden. Am Sonntagabend präsentierte sich ein anderes Bild. Nur 11 Offensiv-Rebounds gaben die Baskets ab, jedoch erzielten sie eine deutlich niedrigere Dreierquote von 28 %.
Der Spielbeginn war noch sehr ausgeglichen, doch Mitte des dritten Viertels zogen die Vechtaer davon und führten zur Halbzeit mit 13 Punkten. Nach der Halbzeit starteten die Oldenburger eher schleppend, konnten Mitte des dritten Viertels den Rückstand zwar etwas verkürzen, doch zum Ende wuchs der Vorsprung wieder auf 17 Punkte an. Auch im letzten Viertel verkürzte Oldenburg noch einmal, am Ende verloren die Baskets jedoch deutlich mit 21 Punkten und damit auch den direkten Vergleich gegen Vechta.
Bei Vechta war es Tibor Pleiss, der zweimalige EuroLeague-Champion, der von den Oldenburgern am Korb kaum zu stoppen war. Auch defensiv ließ er kaum einen Drive an sich vorbei, was sich mit vier Blocks in den Statistiken widerspiegelt. Ein zusätzliches Problem war, dass Tomislav Zubčić nicht sein bestes Spiel hatte und seine Dreier nicht fielen, wodurch Pleiss die Zone dichtmachen und Drives zum Korb erschweren konnte. Sein Plus-Minus-Wert von +18 verdeutlicht, wie wichtig Pleiss für Vechta auf dem Feld war.
In der Defensive setzten die Oldenburger in der zweiten Halbzeit wieder verstärkt auf die Zonenverteidigung, ein Mittel, das wir wohl künftig sicher häufiger sehen werden.
Energie

Im Spiel wirkte es, als fehlte vielen Spielern die nötige Energie. Ein Beispiel dafür waren die Würfe: Viele offene Dreier fanden nicht ihr Ziel, etwa die beiden Würfe von Nicho Tischler von der Dreierlinie, die deutlich zu kurz am Ring landeten. Immer wieder kämpften sich die Oldenburger zurück, nur um später wieder abreißen zu lassen, als reichte die Energie nicht für ein ganzes Viertel. Ein möglicher Grund dafür könnte das sehr physische Spiel gegen Bonn am Freitag gewesen sein, das bei einigen Spielern Spuren hinterlassen hat.
Brian Fobbs
Mit 28 Punkten erzielte Brian Fobbs ein Saison-High und zeigte seine individuelle Klasse. Er war der einzige Spieler im Team, der deutlich zweistellig scorte; lediglich Chris Clemons kam mit 10 Punkten ebenfalls auf einen zweistelligen Wert.
Ausblick
In den kommenden anderthalb Wochen stehen zwei wichtige Auswärtsspiele an. Am nächsten Sonntag geht es gegen Frankfurt, am darauffolgenden Mittwoch gegen Jena. Die Oldenburger sollten idealerweise beide Spiele gewinnen, um den Traum von der Postseason weiter am Leben zu halten.
