Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Nach der Niederlage gegen Vechta wollen die Oldenburger schnell wieder in den Rhythmus finden um in eine gute Ausgangslage im Kampf um die Play-Ins zukommen. Gelegenheit dazu bieten zwei dicht aufeinanderfolgende Auswärtsspiele. Den Auftakt macht die Partie am Sonntag um 15 Uhr in der Süwag Energie ARENA, wenn die Oldenburger bei den Skyliners Frankfurt zu Gast sind.

Ausgangslage

Für die Frankfurter gilt Ähnliches, wie für die Oldenburger im Kampf um die Play-Ins. Auch sie wollen mit einer Niederlage nicht den Anschluss an die Play-Ins verlieren. Momentan stehen die Frankfurter auf Platz 12 mit ebenfalls 10 Siegen, allerdings einer Niederlage mehr als die Oldenburger, nämlich 13. Der Trend der Frankfurter ist jedoch nicht ideal. Mit 7 Niederlagen aus den letzten 10 Spielen befinden sie sich derzeit eher in einer Schwächephase.

Außerdem fehlt den Frankfurtern mit Jaedon LeDee einer der besten Spieler des Teams. Während der Länderspielpause reiste der Forward in seine Heimat in die USA, ist seitdem jedoch nicht mehr nach Frankfurt zurückgekehrt und versucht so offenbar, einen Wechsel zu erzwingen. Der Verein möchte LeDee allerdings nicht ziehen lassen und hat einem Transfer bislang nicht zugestimmt.

Aus meiner Sicht ist dieses Verhalten sehr schade – sowohl für den Verein als auch für die Liga. In seinen bisherigen Spielen hat LeDee schließlich gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. So sicherte er sich beispielsweise im November gegen Brose Bamberg beeindruckende 21 Rebounds. Im Schnitt legt er fast ein Double-Double auf und kommt auf 17,8 Punkte sowie 9,5 Rebounds pro Spiel.

Das Fehlen von LeDee ist bei den Frankfurtern deutlich zu spüren. Dennoch lohnt sich auch ein Blick auf die anderen Spieler im Kader. Besonders Till Pape spielt eine starke Saison. Daran dürften sich auch die Oldenburger erinnern: Beim Saisonauftakt in Oldenburg erzielte Pape 22 Punkte, holte fünf Rebounds und verteilte fünf Assists.

Zudem sorgt Jordan Swope im Frankfurter Team vor allem für das Scoring. Der Guard erzielt im Schnitt 16,3 Punkte pro Spiel und stellte seine Offensivqualitäten unter anderem gegen Gladiators Trier unter Beweis, als er starke 41 Punkte erzielte.

Ein Blick auf die Advanced Stats der vergangenen zehn Spiele zeigt, dass die Frankfurter mit einem Defensivwert von 117,9 nach dem Syntainics MBC die zweitschlechteste Defensive stellen. Auch offensiv bewegt sich das Team derzeit nur im Mittelfeld der Liga.

Keys to win

  • Energie
  • Defensive
  • Ballmovement
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Ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Spiel wird auf jeden Fall die Energie auf dem Parkett sein, die zuletzt gegen RASTA Vechta gefehlt hat.

Außerdem muss sich die Defensive wieder stabilisieren. In den letzten drei Ligaspielen liegt das Defensivrating bei 131,2, ein Wert, der zeigt, dass das Team in der Verteidigung zuletzt große Probleme hatte. Aus diesem Loch muss die Mannschaft wieder herauskommen und zeigen, dass sie defensiv deutlich stärker auftreten kann.

Trainer Lazar Spasić vertritt die klare Philosophie, dass alles mit der Verteidigung beginnt. Ein schwächerer Offensivtag lässt sich mit einer guten Defensive oft kompensieren. Ein gutes Beispiel dafür lieferte das vergangene Wochenende. Gegen Telekom Baskets Bonn lief offensiv zwar nicht alles rund, doch eine starke Phase in der Offensive und eine gute Dreierquote reichten am Ende für den Sieg.

Gegen RASTA Vechta funktionierte die Offensive dagegen kaum noch. Auch von der Dreierlinie wollte der Ball nicht fallen, sodass das Team am Ende deutlich mit 21 Punkten Unterschied verlor. Deshalb wird es wichtig sein, am Sonntag gegen Skyliners Frankfurt wieder über eine stabile Defensive ins Spiel zu finden und so einen neuen Lauf zu starten.

Auch das Ballmovement hat in den vergangenen drei Ligaspielen nachgelassen. In den Partien gegen Ratiopharm Ulm, Telekom Baskets Bonn und RASTA Vechta kamen die Oldenburger im Schnitt nur auf 12 Assists, während gleichzeitig etwa 15 Ballverluste pro Spiel zu Buche standen. Auch hier gilt es, wieder mehr Struktur und Bewegung ins Spiel zu bringen, um zurück in den Rhythmus zu finden.

Ausblick

Für die Oldenburger steht am Sonntag gegen die Skyliners Frankfurt ein wichtiges Spiel an, um weiter in einer guten Position im Rennen um die Play-Ins zu bleiben. Entscheidend wird dabei sein, die Defensive wieder zu stabilisieren und im Idealfall einen wichtigen Auswärtssieg einzufahren.

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