
Kurz vor der Schlusssirene jubeln die Oldenburger bereits, denn bei 0,4 Sekunden auf der Uhr verwandelt Brian Fobbs noch einmal zwei Freiwürfe, stellt auf +6 und entscheidet damit das Spiel endgültig. Doch die Partie bot zuvor lange Zeit einige Momente zum Haareraufen.
Gerade der Start in das Spiel war sehr ungewöhnlich. Im ersten Angriff bekam Tomislav Zubcic einen einfachen Korbleger, der nicht fallen wollte, und so setzte sich das auf beiden Seiten zunächst fort, bis die Frankfurter nach etwa vier Minuten erstmals scoren konnten. Kurze Zeit später schafften es dann auch die Oldenburger auf das Scoreboard.
Danach folgten rund 25 Minuten, die eher an die Auswärtsspiele der vergangenen Saison 2024/2025 erinnerten. Viele einfache Ballverluste und auch die offenen Würfe wollten nicht fallen. Man hatte zeitweise das Gefühl, dass ein wenig die Energie und der Wille fehlten, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. So fiel in den ersten 30 Minuten beispielsweise nur ein einziger Dreier.
Sinnbildlich dafür war es ausgerechnet Tomislav Zubčić, der diesen traf und damit gemeinsam mit Michale Kyser die Oldenburger im Spiel hielt.
So gingen die Baskets mit zehn Punkten Rückstand in das letzte Viertel. Auf einmal wollten dann auch die Würfe von außen für die Oldenburger fallen. Die Reaktionen von Brian Fobbs, Chris Clemons und Nico Tischler nach ihren getroffenen Dreiern zeigten, wie erleichtert sie waren, dass die Würfe endlich fielen. Auch im Reboundverhalten war eine deutliche Steigerung zu erkennen, und der Kampf um den Ball wurde intensiver geführt.
Die Frankfurter wirkten zunehmend verunsichert, was die Baskets konsequent ausnutzten und mehrere Steals verbuchen konnten. So ging Oldenburg kurz vor Schluss in Führung und sicherte sich mit einem starken letzten Viertel, das man mit 28:12 gewann, doch noch den Sieg.
Tomislav Zubčić und Michale Kyser

Wie bereits oben erwähnt, waren es Zubčić und Kyser, die in den ersten 30 Minuten dafür sorgten, dass die Oldenburger im Spiel blieben. Da der Wurf von außen lange nicht fallen wollte, waren es vor allem die beiden, die unter dem Korb für die Punkte sorgten. Beide erzielten jeweils 16 Punkte, wobei Kyser starke 75 Prozent seiner Würfe aus dem Feld traf und Zubčić auf 62,5 Prozent kam.
Auch beim Rebounding sorgten beide für wichtige Stops und zweite Chancen. Kyser holte acht Rebounds, davon drei in der Offensive. Zubcic kam auf vier Defensiv- und zwei Offensivrebounds.
Comeback Sieg
Für das Team von Lazar Spasić gibt es nach diesem Spiel sicher noch einiges aufzuarbeiten. Positiv bleibt jedoch, dass es gelungen ist, eine Partie zu drehen, die über viele Minuten nicht gut lief, und sie am Ende trotzdem noch zu gewinnen. Vielleicht ist das ein wichtiger Push für die kommenden Wochen.
Ausblick
Den Schwung aus dem letzten Viertel gilt es mitzunehmen und gegen Jena von der ersten Minute an mit viel Energie zu agieren. Sollte das Spiel am Mittwoch in Jena gut laufen, wird sich am Ende niemand mehr daran erinnern, wie der Sieg gegen Frankfurt zustande gekommen ist, sondern nur daran, dass er eingefahren wurde.