
Am Sonntag konnten die Baskets ein schwaches Spiel gegen Frankfurt am Ende doch noch drehen und als Sieger vom Feld gehen. Entscheidend war dabei ein offensiv starkes letztes Viertel, in dem die Oldenburger 28 Punkte erzielten und so das Spiel noch zu ihren Gunsten wenden konnten.
Ausgangslage
Dennoch dürften die Oldenburger mit der gezeigten Leistung nicht wirklich zufrieden sein. Am Ende standen erneut nur 13 Assists bei gleichzeitig 13 Turnovern auf dem Statistikbogen – ein Trend, der sich bereits durch die letzten Spiele zieht.
Auch bei Jena verliefen die vergangenen Wochen nicht besonders positiv. Zwar verlor Jena gegen Ulm nur knapp, lag zwischenzeitlich jedoch bereits mit 15 Punkten zurück. Gegen Hamburg gelang allerdings ein wichtiger Sieg im Kampf um die Abstiegsplätze, wodurch sich das Team etwas Luft verschaffen konnte.
Vor diesen beiden Spielen setzte es jedoch deutliche Niederlagen: In Vechta verlor Jena mit 64:101 und vor der Länderspielpause gegen München mit 61:106. Besonders das Fehlen von Great Osobor sowie der Abgang von Eric Washington machen sich in der Offensive deutlich bemerkbar. Beide erzielten jeweils rund 16 Punkte pro Spiel und sind daher nur schwer zu ersetzen.
Ein Spieler, der diese Lücke teilweise schließen kann, ist Joe Wieskamp. Er erzielt im Schnitt etwa 14,2 Punkte und sammelt starke 7,8 Rebounds pro Spiel. Auf ihn sollten die Baskets besonders achten – vor allem beim Rebounding auf beiden Seiten des Feldes. Insgesamt gehört Jena als Team beim Rebounding zum oberen Drittel der Liga und holt rund 34 % seiner möglichen Offensivrebounds.
Keys to win
- Geschwindigkeit des Spiels kontrollieren
- Guards ins Spiel bringen
- Rebounds sichern

Mit Jena trifft Oldenburg auf die zweitschnellste Mannschaft der Liga, wenn man die Pace pro 40 Minuten betrachtet. Zur Erklärung: Die Pace beschreibt die Anzahl der Ballbesitze pro Spielzeit. Beispiel: Ein Team hat 80 offensive und 82 defensive Ballbesitze in 45 Minuten – das entspricht 72 Ballbesitzen pro 40 Minuten.
Die Mannschaft von Björn Harmsen spielt mit einer Pace von 77,2 pro 40 Minuten. Oldenburg agiert dagegen deutlich langsamer und kommt nur auf einen Wert von 73,5. Für die Baskets wird es entscheidend sein, das Tempo zu kontrollieren und sich nicht auf die schnelle Spielweise der Jenaer einzulassen.
Ebenso wichtig wird sein, dass die Guards Chris Clemons und Brian Fobbs früh ihren offensiven Rhythmus finden und dem Spiel gerade in der Offensive ihren Stempel aufdrücken können.
Ein weiteres Thema bleibt das Rebounding, das die Oldenburger bereits die gesamte Saison begleitet. Gerade gegen einen offensiv reboundstarken Gegner wird es entscheidend sein, mit viel Energie das defensive Brett zu sichern.
Ausblick
Um sich weiter eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-In-Plätze zu erarbeiten, sollten die Baskets das Spiel gegen Jena mit vollem Fokus und hoher Energie von der ersten Minute an angehen. Es bleibt spannend zu sehen, ob den Oldenburgern in Jena der nächste Auswärtserfolg gelingt.