Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Die letzten fünf Ligaspiele dürften bei den Oldenburgern nicht gerade für gute Laune gesorgt haben. Lediglich zwei dieser Partien konnten gewonnen werden, zudem offenbarte das Team immer wieder deutliche Schwächen in der Defensive – eigentlich ein Baustein, auf den Trainer Lazar Spasić großen Wert legt.

Nun wartet ausgerechnet mit Würzburg ein starker Gegner, der aktuell auf Platz sechs steht. In dieser Saison trafen beide Teams bereits zweimal aufeinander – mit unterschiedlichen Ausgängen. Im ersten Duell, dem Achtelfinale im Pokal, setzte sich Oldenburg in einem defensiv geprägten Spiel knapp mit 61:60 durch und zog in die nächste Runde ein. Viele Fans hofften damals, dass dieser Erfolg den Wendepunkt der Saison markieren könnte.

Doch dieser Umschwung blieb aus. Im zweiten Aufeinandertreffen Mitte Dezember setzte es eine Niederlage, die schließlich zur Trennung von Pedrag Krunić führte. Daraufhin übernahm Spasić das Team.

Ausgangslage

Nach der Übernahme zeigte sich Oldenburg zunächst stark verbessert. Unter Spasić gelang in den folgenden zehn Spielen eine beeindruckende Serie, durch die sich das Team vom Abstiegskampf in Richtung Play-In-Plätze vorarbeiten konnte. Doch wie eingangs beschrieben, folgte zuletzt wieder ein Formtief, aus dem es nun herauszukommen gilt.

Die Würzburger hingegen spielen bislang eine erfolgreiche Saison. Mit 14 Siegen belegen sie derzeit Platz sechs und haben gute Chancen auf die direkte Playoff-Qualifikation. In der Basketball Champions League bestritten sie unter der Woche ihr letztes Spiel der Round-of-16-Gruppenphase. Trotz des Ausscheidens gegen starke Gegner wie Badalona und Málaga können sie mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein.

Zusätzlichen Rückenwind dürfte auch die Vertragsverlängerung von Trainer Saša Filipovski geben, der vor rund zwei Wochen bis 2028 verlängert hat.

Keys to win

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  • Rebounds
  • Guards
  • Zweite Halbzeit

Ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg dürfte definitiv die Defensive sein. Dabei ist es besonders wichtig, die Rebounds zu sichern, um sich für gute Verteidigungsarbeit zu belohnen. Gleichzeitig kann dies helfen, besser in den offensiven Flow zu kommen und positive Momente im Spiel zu erzeugen.

Darüber hinaus gilt es, die starken Guards der Würzburger zu kontrollieren und sie zu schwierigen Aktionen zu zwingen. Eine wichtige Rolle könnte dabei Nicho Tischler übernehmen, der voraussichtlich den MVP-Kandidaten Marcus Carr verteidigen wird. Auch die weiteren Guards Davion Mintz und Brae Ivey müssen konsequent gestoppt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zweite Halbzeit. Sowohl gegen Vechta als auch gegen Jena kam es hier zu deutlichen Einbrüchen. Die Oldenburger müssen es schaffen, den Fokus über die gesamte Spielzeit hochzuhalten und auch dann konsequent weiterzuspielen, wenn sie zur Halbzeit in Rückstand liegen.

Ausblick

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Kann dieses Spiel für den erhofften Umschwung sorgen und das Formtief beenden? Und gelingt es den Oldenburgern, sich wieder im Rennen um die Play-In-Plätze zu etablieren? Ein zentraler Faktor wird dabei die Defensive sein – insbesondere im Duell mit den starken Guards der Würzburger.

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