Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Der Start ins Spiel ließ vieles zu wünschen übrig. Von Beginn an fehlten Konzentration und Energie, sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Sinnbildlich dafür war ein 18:0-Lauf der Hamburger, in dem die Oldenburger weder offensiv noch defensiv Zugriff bekamen. Bezeichnend war auch ein Einwurf von Clemons nach einem Korberfolg der Towers, der direkt gegen die Werbebande ging und Hamburg sofort den nächsten Angriff ermöglichte.

Im dritten Viertel zeigten die Oldenburger dann Kampfgeist, kämpften sich zurück ins Spiel und hatten sogar die Möglichkeit, die Partie zu drehen. Anschließend brach die Mannschaft jedoch wieder ein und verschenkte beinahe noch den direkten Vergleich. Am Ende stand eine 77:96-Niederlage – ein ungefährdeter Sieg für die Towers.

Es stellt sich definitiv die Frage, was seit dem Auswärtsspiel in Ulm passiert ist. Zuvor hatte man Ludwigsburg noch auf souveräne Art und Weise besiegt, doch seitdem wirken die Oldenburger wie in einem mentalen Loch.

Eine Auffälligkeit gibt es seitdem ebenfalls: James Woodard fehlt den Oldenburgern seit dem Spiel in Ulm. Er setzte zunächst aus, da er Vater wurde, und verletzte sich anschließend beim Top Four in München. Um das Fehlen deutlicher darzustellen, werde ich demnächst einen Artikel veröffentlichen, in dem die Zahlen mit und ohne Woodard ausgewertet werden.

Ralph Hounnou

Definitiv positiv hervorzuheben ist Ralph Hounnou, der mit seinem Einsatz zu Beginn der zweiten Halbzeit die zuvor fehlende Energie und Motivation ins Spiel brachte. Er zeigte, was es bedeutet, sich gegen eine drohende Niederlage zu stemmen, und machte in seinen Minuten deutlich, dass die Oldenburger noch einmal herankommen können. Sein Plus-Minus-Wert von +8 unterstreicht das – er war zudem der einzige Oldenburger mit einem positiven Wert.

Ausblick

Es bleibt zu wünschen, dass sich die Oldenburger Mannschaft an Hounnou ein Beispiel nimmt und die verbleibenden Spiele mit der gleichen Energie und Motivation angeht wie er. In den kommenden Partien sollten die Oldenburger im besten Fall zwei Siege einfahren, um sich nach unten abzusichern und nicht noch in den Abstiegskampf zu geraten.

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