Das Spiel

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

Das Spiel begann eigentlich genau so, wie man es sich erhofft hatte: mit einer starken Defensive, die in verschiedenen Varianten agierte und den Ludwigsburgern im ersten Viertel nur 13 Punkte erlaubte. Beispielsweise starteten die Baskets mit Brian Fobbs, der den ballführenden Traveon Buchanan verteidigte. Auch die Hedge-Verteidigung zeigte Wirkung und führte zu einigen Ballgewinnen.

Doch auf diesen überzeugenden Start folgten drei sehr enttäuschende Viertel, in denen weder offensiv noch defensiv viel zusammenlief. Das vierte Viertel lässt sich kurz zusammenfassen: zu viele Ballverluste (6), zu viele vergebene Freiwürfe (5) und ein unsportliches Foul. Unter solchen Umständen kann ein Spiel nicht gewonnen werden – auch wenn es durchaus genügend Chancen dazu gegeben hätte.

Die Mannschaft

Wie bereits im ersten Blog erwähnt, besitzt die Mannschaft viel Potenzial und verfügt über gute Spieler, die ihre Qualität auch in anderen Ligen schon unter Beweis gestellt haben. Momentan stimmt jedoch das Zusammenspiel überhaupt nicht, und das Team wirkt sehr verunsichert – besonders deutlich wurde das im letzten Viertel.

Mit etwas mehr Fokus und klareren Systemen hätten die Oldenburger durchaus eine realistische Chance gehabt, dieses Spiel zu gewinnen. Viele Spieler scheinen derzeit nicht optimal eingesetzt zu sein und bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Besonders auffällig war Chris Clemons, der sichtlich Probleme im Spielaufbau hatte. Sieben Ballverluste bei nur vier Assists sprechen eine klare Sprache. Auch Fobbs konnte seine Rolle unter Trainer Krunić bisher offenbar nicht ausfüllen. Alleine in diesem Spiel erwischte er mit fünf Ballverlusten und einem Effizienzwert von -3 einen gebrauchten Tag.

Interview Filip Stanic

Nach dem Spiel gab Filip Stanić ein Interview, in dem er das Ungleichgewicht zwischen Training und Spielleistung ansprach. Er erklärte, dass unter der Woche ‚hart und gut gearbeitet‘ werde, doch sobald die Spiele beginnen, ‚alles weg‘ sei. Besonders bemerkenswert war seine Aussage auf die Frage, wie man aus so einem Loch herauskomme: „Keine Ahnung.“

Zusammenfassung

Sollte es in den vorherigen Spielen noch Ansätze von Hoffnung gegeben haben, verdeutlichte dieses Spiel nun, dass externe Impulse erforderlich sind. Nur so lässt sich der Mannschaft eine klare Struktur zurückgeben und die Spieler in ihren optimalen Positionen einsetzen. Wie sich die Situation in den kommenden Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass dieser Blog auch dazu gedacht ist, positive Aspekte hervorzuheben und mit einem gewissen Optimismus auf die kommenden Spiele zu blicken. Nach dem Spiel gegen Ludwigsburg fällt das allerdings nicht leicht.

Dennoch gibt es zum Abschluss auch etwas Positives: Am Montag, den 17. November, bietet sich die Chance auf den Einzug ins Top Four-Finale. Der Vorbericht dazu folgt hier. 

Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

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