• Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Seit dem Trainerwechsel steht die Oldenburger Mannschaft bei 4:1. In den Spielen zuvor schaffte das fast gleiche Team nur einen Sieg aus neun Partien. Welche Veränderungen haben sich seitdem ergeben und wie haben sich die Statistiken entwickelt? Dies wird in diesem Artikel genauer untersucht.

    Die Defensive

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Eine wichtige Statistik zur Bewertung der Defensive ist das Defensiv-Rating. Es zeigt, wie viele Punkte das gegnerische Team pro 100 Ballbesitze erzielt. In dem unten gezeigten Diagramm sind die Werte auf die einzelnen Spieler bezogen. Besonders auffällig ist, dass Brian Fobbs stark von dem Systemwechsel unter Lazar Spasić profitiert. Unter Pedrag Krunić setzte das Team häufig auf starkes „Hedging“ beim Pick and Roll, also das Doppeln des Aufbauspielers. Das führte dazu, dass die Oldenburger leicht Punkte kassierten, da oft ein Gegenspieler frei stand.

    Spasić wählte einen anderen Ansatz: In der Verteidigung wird oft geswitched oder flach verteidigt, was Spielern wie Fobbs entgegenkommt, die ihre Stärke im 1-gegen-1 haben. In der alten Defensive war es für Spieler wie Fobbs und Chris Clemons oft schwierig, rechtzeitig zu helfen und offene Gegenspieler zu decken. So entstanden regelmäßig freie Dreier aus der Ecke oder einfache Punkte am Korb, da auch Michale Kyser nicht immer schnell genug zurück in die Zone kam, um den Center zu verteidigen.

    Der Systemwechsel erlaubt es Fobbs, seine individuellen Stärken besser einzubringen und gleichzeitig die Defensive insgesamt stabiler zu gestalten. Unter Krunić war das Risiko von einfachen Korblegern und offenen Würfen hoch, unter Spasić laufen die Abläufe kontrollierter, der Druck auf die Gegner steigt und die individuellen Stärken der Spieler werden besser genutzt.

    Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diesen Trend: Fobbs’ Defensiv-Rating verbesserte sich von 119,4 auf 94,5. Auch bei Clemons zeigen die Werte, dass ihm die neue Verteidigungsform entgegenkommt: Sein Rating sank von 115,4 auf 102,7. Bei allen Spielern ist ein klarer Trend nach unten zu erkennen, lediglich bei James Woodard fällt die Veränderung mit 112,4 auf 110,3 nur minimal aus.

    Datengrundlage:.3stepsbasket.com

    Die Offensive

    Das Offensiv-Rating ist das Gegenstück zum Defensiv-Rating und zeigt, wie viele Punkte das eigene Team pro 100 Ballbesitze erzielt. Auch in der Offensive ist seit dem Trainerwechsel ein klarer Trend zu erkennen. Unter Spasić haben sich einige Abläufe deutlich verändert: Während die Angriffe unter Krunić noch oft im Eins-gegen-Eins endeten, wird nun mehr Ballbewegung gespielt. Häufig versucht das Team, in die Zone zu ziehen; wenn der direkte Weg zum Korb versperrt ist, wird der freie Mitspieler gesucht, der dann selbst in die Zone zieht oder von außen den Wurf nimmt.

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    Ein weiteres Mittel ist das Ausnutzen von Mismatches im Post. Dabei stellt sich ein Spieler am Rand der Zone mit dem Rücken zum Korb und Gegner auf und versucht, den Gegner zu überwinden. Kommt das Doppeln, wird der Pass weitergespielt oder der eigene Abschluss per Jump-Shot oder Korbleger gesucht. Besonders Spieler wie Zubčić profitieren davon, da er auf der Position vier relativ groß ist und so oft einen Größenvorteil gegenüber dem Gegenspieler hat.

    Auch Nicho Tischler profitiert deutlich von den offensiven Veränderungen. Seit dem Trainerwechsel erzielt er im Schnitt 16,4 Punkte pro Spiel und hat den größten Sprung im Offensiv-Rating: Sein Wert stieg von 97,6 auf 125,5. Aber auch Spieler wie Clemons, Fobbs und Woodard profitieren vom neuen System, alle drei konnten ihr Offensiv-Rating deutlich steigern.

    Datengrundlage:.3stepsbasket.com

    Das Team

    Ein Blick auf die Offensiv und Defensiv Ratings der Liga in den letzten fünf Spielen zeigt sofort, dass Oldenburg einen deutlichen Sprung gemacht hat. Im Offensiv Rating teilen sich die Oldenburger mit dem FC Bayern Basketball den ersten Platz mit einem Wert von 122,3. Auch im Defensiv Rating geht es in die richtige Richtung: Die EWE Baskets liegen hier ligaweit auf dem sechsten Platz.

    Vergleicht man zusätzlich das Net Rating, also die Differenz aus Offensiv und Defensiv Rating, steht Oldenburg mit +17,6 auf dem dritten Platz hinter Berlin und München.

    Brian Fobbs

    Einen Spieler aus dem Team möchte ich besonders hervorheben: Fobbs. Während er unter Trainer Krunić noch durchschnittlich knapp 33 Minuten pro Spiel auf dem Feld stand, ist seine Einsatzzeit inzwischen auf 26 Minuten gesunken. Diese nutzt er jedoch deutlich effektiver.

    In den letzten fünf Spielen kommt Fobbs auf einen Plus/Minus-Wert von +10. Dieser Wert zeigt, dass das Team mit ihm auf dem Feld im Schnitt 10 Punkte mehr erzielt. Unter Krunić lag dieser Wert noch bei –6.

    Auch sein Net Rating, also die Differenz aus Offensiv- und Defensivrating, hat sich stark verbessert. Während es vor dem Trainerwechsel noch bei –11,6 lag, steht es in den letzten fünf Spielen bei +23,2.

    Trotz der geringeren Spielzeit erzielt Fobbs weiterhin 14,4 Punkte pro Spiel, was in etwa dem gleichen Schnitt wie vor dem Trainerwechsel entspricht. Betrachtet man jedoch den True Shooting Percentage (TS%), wird deutlich, dass seine Offensive erheblich effizienter geworden ist.

    Zur Erklärung dieses Wertes:
    Die Formel lautet 100 × erzielte Punkte / Wurfversuche. Geht man davon aus, dass 2 Punkte pro Wurfversuch eine hervorragende Quote darstellen, müsste ein Spieler bei 5 Wurfversuchen 10 Punkte erzielen, um als sehr effizient zu gelten. Erzielt er hingegen nur 6 Punkte aus 5 Wurfversuchen, erreicht er 60 % TS.

    Fobbs’ TS% lag vor dem Trainerwechsel bei 53,0 % und steigerte sich in den letzten Spielen auf 67,1 %, was seine deutlich verbesserte offensive Effizienz unterstreicht.

    Ausblick

    Bei diesen Werten muss man berücksichtigen, dass in den fünf Spielen drei Gegner aus dem unteren Drittel der Liga waren. Gleichzeitig trat Oldenburg aber auch gegen die beiden stärksten Teams dieser Periode an und konnte im Net Rating bestehen. Nach weiteren fünf Spielen werden die Statistiken erneut unter die Lupe genommen und miteinander verglichen, um den Effekt des Trainerwechsels noch klarer zu bewerten.

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    Quelle für alles Statistiken ist 3stepsbasket.com.

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    Foto: Volker Schulze/OOZ

    Am Sonntag kam es in der Arena zu einem packenden Spiel, das von vielen Läufen beider Mannschaften geprägt war und das Oldenburg am Ende mit drei Punkten Vorsprung für sich entschied. Der Endstand lautete 73:70.

    Zu Beginn des Spiels gab es direkt eine positive Überraschung, denn Colin Schroeder stand in der Starting Five. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich seine Minuten unter Lazar Spasić weiterentwickeln werden und ob er künftig häufiger die Chance bekommt, sich auf dem Feld zu beweisen.

    Zu Beginn des Spiels wirkten die Baskets mit der hohen Intensität in der Verteidigung zunächst überfordert. So kassierte man direkt einen 10:0 Lauf, bei dem sieben Punkte aus Ballgewinnen der Berliner entstanden. Vor allem Jonas Mattisseck bereitete den Oldenburgern mit seiner harten Verteidigung am Ball große Probleme. Hinzu kam, dass Oldenburg im Abschluss etwas Pech hatte.

    Am Ende des ersten Viertels stand es 20:11 für Berlin, zudem hatten die Berliner bereits sechs Turnover erzwungen. Erwähnenswert ist jedoch, dass auch die Oldenburger Defensive gut ins Spiel fand, denn auch sie forcierten im ersten Viertel sechs Berliner Ballverluste.

    Anfang des zweiten Viertel holte sich dann Jonas Mattisseck nach nur knapp 2 Minuten sein 2tes Persönliches Foul, was den Berlinern sichtlich weh tat. Denn Mattisseck hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon 9 Punkte und 3 Steals. Anschließend schafften es die Oldenburger mit dem Druck der harten Berliner Verteidigung umzugehen und auch die Offensive kam immer besser in Schwung. Und so machte Tucker dann zum Ende des zweiten Viertel mit einem dreier den Ausgleich und es ging 36:36 in die Halbzeit.

    Foto: Volker Schulze/OOZ

    Im dritten Viertel änderte sich das Bild zunächst nicht und Oldenburg erspielte sich eine 14 Punkte Führung, mit der man ins Schlussviertel ging. Dort startete Berlin jedoch stark und drehte das Spiel mit einem 16:0 Lauf, sodass die Berliner plötzlich wieder mit zwei Punkten in Führung lagen. Anschließend fand auch die Oldenburger Offensive zurück in den Rhythmus und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, das Chris Clemons schließlich mit einem Dreipunktwurf zum 73:70 Sieg für Oldenburg entschied.

    Am Ende standen die Oldenburger bei nur zwölf Turnovern, was nach sechs Ballverlusten allein im ersten Viertel eine deutliche Steigerung darstellt. Zudem kassierte Oldenburg im weiteren Spielverlauf deutlich weniger Fastbreak Punkte als noch zu Beginn. Große Probleme hatte das Team jedoch beim Rebounding: Die Berliner sicherten sich 20 Offensiv Rebounds und erspielten sich dadurch zehn Würfe mehr. Diese Nachteile konnte Oldenburg jedoch mit einer starken Dreierquote von 45 Prozent kaschieren. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass man Berlin zu insgesamt 17 Turnovern zwang.

    Der Wurf zum Sieg

    22 Sekunden vor dem Ende stand es 70:70, als Spasić eine Auszeit nahm. Schnell war klar, dass der letzte Wurf Chris Clemons gehören würde, obwohl er bis dahin 0 von 5 aus dem Feld getroffen und seine einzigen zwei Punkte von der Freiwurflinie erzielt hatte. Clemons brachte den Ball über die Mittellinie und dribbelte nahe des Mittelkreises. Abseits des Balles gab es noch einige Bewegungen von Zubčić und Tischler, doch den meisten in der Arena war klar, Clemons würde selbst den Abschluss suchen. Rund drei Sekunden vor Schluss kam das Doppeln der Berliner, doch Clemons nahm den Dreipunktwurf gegen Jack Kayil und Martin Hermansson und traf seinen einzigen Feldwurf des Spiels zum viel umjubelten Sieg gegen Alba Berlin.

    James Woodard

    Am Ende kam Woodard auf knapp 30 Minuten Spielzeit und stand damit länger auf dem Feld als jeder andere Oldenburger. Besonders beeindruckend ist, dass Oldenburg diese Minuten mit 11 Punkten gewann, womit er ein entscheidender Faktor für den Sieg gegen Alba Berlin war. Ein genauerer Blick auf seine Statistiken zeigt zudem eine echte Allround-Leistung: Neben starken 14 Punkten hatte er großen Anteil an den vielen Ballgewinnen der Oldenburger und verbuchte am Spielende sechs Steals. Hinzu kamen fünf Rebounds und zwei Assists. Auch seine Dreierquote war erneut stark, denn er traf vier Mal von außen bei sieben Versuchen.

    Ausblick

    Am Samstag, den 10. Dezember, steht das nächste Heimspiel gegen den Syntainics MBC Weißenfels an. Der Vorbericht folgt an dieser Stelle, zuvor gibt es jedoch einen statistischen Vergleich zwischen der ersten und zweiten Saisonphase.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Zum Jahresbeginn wartet direkt ein ganz besonderes Spiel: Es geht gegen Alba Berlin und damit auch gegen einen der prägendsten ehemaligen Oldenburger Spieler, Norris Agbakoko. Am Sonntag um 15 Uhr wird er erstmals in der EWE Arena nicht im Oldenburg-Trikot, sondern im Trikot von Alba Berlin auflaufen. Für viele Fans dürfte es ein emotionales Wiedersehen und ein herzliches Willkommen für den langjährigen Oldenburger Spieler werden.

    Außerdem wird Pedro Calles erstmals als Headcoach nach Oldenburg zurückkehren und auf der Gästebank in der EWE Arena Platz nehmen. Im Kader von Calles dürfte neben Agbakoko ein weiterer ehemaliger Oldenburger stehen: Bennet Hundt, der von 2021 bis 2023 für den Spielaufbau der Baskets verantwortlich war.

    Ausgangslage

    Beide Teams gehen mit Rückenwind in die Partie, denn beide Mannschaften konnten ihre letzten drei Spiele gewinnen. Dennoch trennt sie ein deutlicher Abstand in der Tabelle. Oldenburg steht mit einer Bilanz von 4:9 weiterhin in der unteren Tabellenregion, während Alba Berlin mit 9:4 Siegen punktgleich mit Würzburg den dritten Tabellenplatz belegt.

    Aus den letzten fünf Spielen holten die Berliner drei Siege. Auf überraschende Niederlagen gegen die Hamburg Towers und ratiopharm Ulm folgten drei deutliche und souveräne Erfolge gegen Rostock, Ludwigsburg und Braunschweig. Besonders beeindruckend war dabei der Sieg gegen Ludwigsburg, denn hier ließen die Berliner nur 47 Punkten zu.

    In Oldenburg blickt man seit dem Trainerwechsel auf eine Bilanz von 3:1. Mit Siegen gegen Braunschweig, Vechta und Hamburg zeigte Lazar Spasić, dass er die richtigen Veränderungen vorgenommen hat. Alle drei Erfolge waren enorm wichtig, um sich aus der unteren Tabellenregion ein Stück weit nach oben zu arbeiten.

    Keys to win

    Alba Berlin gehört ligaweit zu den besten Teams, wenn es darum geht, Turnover bei den Gegnern zu erzwingen. Die Mannschaft von Pedro Calles kommt auf 15,3 erzwungene Ballverluste pro Spiel und liegt damit auf Platz 4.

    Ein Grund dafür ist die aggressive Berliner Verteidigung, die bereits direkt an der Grundline des Gegners beginnt. Besonders Jonas Mattisseck und Malte Delow sind dafür bekannt, ihre Gegenspieler auch über das ganze Feld unter Druck zu setzen. Für Oldenburg wird es entscheidend sein, dass Chris Clemons den Ball kontrolliert über die Mittellinie bringt und dem permanenten Druck über das gesamte Spiel standhält.

    Ein weiteres oft angewendetes Mittel der Teams, die von Pedro Calles gecoacht werden, ist das harte Hedging in der Verteidigung beim Pick-and-Roll. Dabei wird der aufbauende Spieler sowohl vom Center als auch vom Guard doppelt bedrängt, um ihn zu Ballverlusten oder schlechten Entscheidungen zu zwingen. Dieses Vorgehen kann sehr effektiv sein, birgt jedoch die Gefahr, dass der freistehende Mitspieler gefunden wird und zu einem offenen Wurf kommt.

    Die Baskets spielen vergleichsweise selten Pick-and-Roll. Gegen Berlin könnte es jedoch interessant werden, dieses Mittel gezielt einzusetzen, um durch anschließende schnelle Ballbewegung freie Würfe zu kreieren.

    In der eigenen Defensive wird es entscheidend sein, die Ballbewegung der Berliner zu stoppen. Mit 20,6 Assists pro Spiel und einer Assist-Rate von 67,7 %, was ligaweit Platz 1 bedeutet, sind die Berliner besonders gefährlich, wenn der Ball gut läuft. Spannend wird sein, mit welcher Verteidigungsstrategie die Mannschaft von Lazar Spasić genau dieses stoppen will.

    Außerdem versucht Berlin nach eigenen Ballgewinnen oder Defensivrebounds schnell Fastbreak-Punkte zu generieren. Diese schnelle Transition gilt es für die Oldenburger zu unterbinden, um einfache Punkte zu verhindern.

    Ausblick

    Der Sonntag bietet nicht nur ein spannendes Basketballspiel: Mit der Rückkehr von Norris Agbakoko in die EWE Arena steht den Fans zudem ein emotionaler Moment bevor. Ebenso interessant wird sein, wie Lazar Spasić seine Mannschaft einstellen wird, um das wichtige Spiel gegen Berlin erfolgreich zu gestalten.

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    Am 17. Dezember wurde im Format „Frage der Woche“ den EWE Baskets Spielern die Frage gestellt: „Was steht denn auf deiner Wunschliste ganz oben?“
    Seth Hinrichs antwortete darauf: „A win on the 21st, a win on the 27th and a win on the 29th – yeah, three wishes.“
    Die ersten beiden Wünsche gingen bereits in Erfüllung. Gestern folgte dann ein hart erkämpfter und am Ende doch deutlicher Sieg gegen Rasta Vechta im Rasta Dome. Damit erfüllte sich für Seth Hinrichs auch sein dritter Wunsch.

    Das Spiel

    Es war ein hart umkämpftes Spiel, in dem es besonders in der ersten Hälfte viele Führungswechsel gab und sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit führten die EWE Baskets Oldenburg knapp mit 45:43. Mitte des dritten Viertels konnte sich Rasta Vechta zwar einen neun Punkte Vorsprung erspielen, doch die Oldenburger ließen sich nicht abschütteln. Mit einem starken Schlussviertel, das sie mit 34:16 gewannen, entschieden sie die Partie schließlich deutlich mit 96:79 für sich.

    Ein starkes viertes Viertel

    Am Ende war es das vierte Viertel, das den Sieg gegen Vechta sicherte. In diesem Abschnitt passte nahezu alles. Die EWE Baskets trafen im vierten Viertel acht von acht Dreiern. Zudem setzte ein 12:0-Lauf bei einem Spielstand von 79:76 aus Oldenburger Sicht gut fünf Minuten vor Schluss den entscheidenden Impuls und sorgte letztlich für das deutliche Endergebnis.

    Über weite Strecken der Partie bekam Oldenburg Alonzo Verge Jr. defensiv nicht in den Griff. Im ersten Viertel war es unter anderem Chris Clemons, der die Drives von Verge Jr. zum Korb nicht stoppen konnte. Auch Dakarai Tucker hatte eine bezeichnende Szene, in der er versuchte, Verge Jr. über das gesamte Feld aufzunehmen, dem explosiven Antritt des Guards jedoch nicht folgen konnte und ein And-One kassierte.

    Im Schlussviertel änderte sich das Bild. Brian Fobbs übernahm die Verteidigung gegen Verge Jr., nahm ihn erst knapp hinter der Dreierlinie auf und versuchte konsequent, den Drive zu unterbinden. Zudem kam Michale Kyser mehrfach zur Hilfe, um Abschlüsse am Korb zu erschweren. Zwar traf Verge Jr. im letzten Viertel zwei seiner fünf Abschlüsse, dabei handelte es sich jedoch ausschließlich um sehr schwierige Würfe.

    Seth Hinrichs

    Mit dem Seitenwechsel kassierten die Oldenburger einen 0:10-Lauf und gerieten mit 45:53 ins Hintertreffen. Auch wenige Minuten später lag Rasta Vechta noch mit 56:49 vorne. In dieser Phase traf Seth Hinrichs einen wichtigen Dreier mit Ablauf der Shot Clock. Kurz darauf war es erneut Hinrichs, der nach einem vergebenen Korbleger den Offensivrebound sicherte und auf 56:54 verkürzte.

    In einer Phase, in der offensiv wenig zusammenlief, hielt er Oldenburg mit diesen beiden Aktionen im Spiel. Auch beim anschließenden Ausgleich durch Filip Stanic ballte der Co-Kapitän die Faust – nur eine von vielen Szenen, in denen er seine Mitspieler antrieb und motivierte.

    Am Ende steuerte Hinrichs sieben Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists zum Sieg bei und hatte damit großen Anteil am Erfolg. Gleichzeitig erfüllte er sich seinen dritten „Weihnachtswunsch“: den Sieg am 29. Dezember.

    Ausblick

    Nach dem Jahreswechsel wartet direkt ein echtes Highlight. Am 4. Januar geht es zuhause gegen Alba Berlin und dieses Spiel hat gleich aus mehreren Gründen eine besondere Geschichte.

    Zum einen kehrt Pedro Calles erneut in die EWE Arena zurück. Nach der Trennung stand er hier bereits einmal an der Seitenlinie, damals noch als Assistant Coach von Alba Berlin. Am kommenden Sonntag wird er jedoch erstmals als Headcoach von Alba Berlin zurück nach Oldenburg kommen.

    Dazu gibt es ein großes Wiedersehen mit Norris Agbakoko. Zum ersten Mal wird er in der EWE Arena auflaufen, ohne das Trikot der EWE Baskets zu tragen – ein ungewohntes Bild, das sicher für den einen oder anderen besonderen Moment sorgen wird.

    Der ausführliche Vorbericht folgt in den nächsten Tagen. Bis dahin wünsche ich euch allen erstmal einen guten Start ins Jahr 2026.

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    Am Montag, den 29. Dezember, steht das letzte von drei Auswärtsspielen und zugleich die letzte Partie des Jahres an. Um 20 Uhr treten die Oldenburger im Rasta Dome gegen Rasta Vechta an – mit dem Ziel, einen gelungenen Jahresabschluss zu feiern.

    Ausgangslage

    Seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Pokal hat sich auf beiden Seiten einiges getan. Bei den EWE Baskets Oldenburg steht mit Lazar Spasić inzwischen ein neuer Headcoach an der Seitenlinie. In seinen ersten drei Partien feierte er bereits zwei Siege, lediglich gegen den FC Bayern München Basketball musste sich sein Team geschlagen geben. Mit zuletzt zwei Auswärtserfolgen in Folge führte Spasić die Oldenburger zurück in die Erfolgsspur, sodass sie mit spürbarem Rückenwind in das nächste lokale Derby gegen Rasta Vechta gehen.

    Auch bei Rasta Vechta hat sich personell etwas verändert. Mit Tibor Pleiß verpflichteten die Vechtaer einen namhaften Neuzugang. Der 109-fache deutsche Nationalspieler und zweifache EuroLeague-Champion verletzte sich jedoch im Spiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg und stand zuletzt nicht zur Verfügung. Beim Auswärtsspiel in Braunschweig fehlte Pleiß damit ebenso wie Tommy Kuhse, Lloyd Pandi und Malcolm Dandridge verletzungsbedingt. Zusätzlich war Guard Alonzo Verge Jr. angeschlagen. Entsprechend bleibt offen, in welcher Besetzung Rasta Vechta im Derby gegen Oldenburg antreten kann.

    Sportlich blickt Vechta auf eine durchwachsene Phase seit dem Pokalaus gegen Oldenburg zurück. Drei Siege aus den vergangenen fünf Spielen stehen zu Buche, am letzten Spieltag folgte jedoch ein herber Rückschlag. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig unterlag Rasta mit 77:98 deutlich einem direkten Tabellennachbarn.

    Für Rasta Vechta geht es damit nicht nur um die Revanche für das Pokal-Aus gegen Oldenburg, sondern auch darum, die klare Niederlage vom Samstag möglichst schnell vergessen zu machen.

    Keys to win

    Der Schlüssel zum Erfolg wird auch in Vechta erneut in der Defensive liegen. Vor allem werden die beiden Topscorer Verge und Tevin Brown die Oldenburger Verteidigung vor große Herausforderungen stellen. Ziel muss es sein, das Spiel der Vechtaer früh zu stören und einfache Abschlüsse am Korb konsequent zu verhindern. Besonders wichtig wird dabei die Kontrolle der Drives, insbesondere von Verge.

    Zusätzlich richtet sich der Fokus klar auf Brown, der sich in den vergangenen Wochen in herausragender Form präsentiert. Mit durchschnittlich 26,8 Punkten in den letzten vier Partien ist er der gefährlichste Offensivspieler von Rasta. Seine Leistungen sprechen für sich: 30 Punkte gegen Ludwigsburg und sogar 46 Zähler gegen Hamburg. Besonders von der Dreierlinie ist Vorsicht geboten, da Brown im Schnitt rund acht Würfe pro Spiel nimmt und dabei starke 40,8 Prozent trifft. Freie Würfe von außen gilt es daher unbedingt zu vermeiden.

    Ausblick

    Am Montag steht ein spannendes Derby zwischen Vechta und Oldenburg an, in dem die EWE Baskets ihren Aufwärtstrend bestätigen wollen. Zudem wird mit Spannung erwartet, wie sich die Mannschaft unter dem neuen Headcoach Spasić weiterentwickelt.

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    Foto: Dennis Fischer

    Im gestrigen Spiel gegen die Hamburg Towers erwischten die Oldenburger einen sehr starken Start ins erste Viertel und lagen nach gut sechs Minuten bereits zweistellig in Führung. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der mit viel Energie und starkem Scoring überzeugte. Er erzielte sieben Punkte bei einer perfekten Wurfquote aus dem Feld.

    Anschließend kamen jedoch die Hamburg Towers besser ins Spiel und hatten ihre beste Phase der Partie. Angeführt von Ross Williams, der von der Bank kam und in nur sechs Minuten acht Punkte erzielte, verkürzten sie den Rückstand deutlich.

    Auch der Beginn des zweiten Viertels gehörte zunächst den Hamburg Towers, die nach etwas mehr als drei Minuten erstmals in Führung gingen und viertelübergreifend einen 7:2-Lauf hinlegten. Diese hielt jedoch nicht lange, denn die Baskets übernahmen wieder die Kontrolle über das Spiel und beendeten die erste Halbzeit mit einer 40:34-Führung. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die starke Dreierquote von 44 Prozent bei 18 Versuchen sowie eine gute Defensivleistung, durch die die Oldenburger die Towers bei lediglich 34 Punkten hielten.

    In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spielbild nicht mehr. Die Oldenburger trafen weiterhin stark von außen und verwandelten 14 ihrer 33 Dreipunktwürfe. Auch defensiv präsentierten sie sich konstant auf hohem Niveau: Mit häufigen Switches in der Verteidigung unterbanden sie erfolgreich die Drives der Hamburger zum Korb.

    Da den Towers zudem der Rhythmus von außen fehlte und sie lediglich 23 Prozent ihrer Würfe von jenseits der Dreierlinie trafen, kamen sie insgesamt nur auf 69 Punkte. Entsprechend gewannen die Baskets am Ende verdient mit 94:69.

    Erwähnenswert ist außerdem, dass Ralph Hounnou und Colin Schroeder in der Schlussphase noch Einsatzminuten erhielten. Honnou nutzte diese sogar für fünf Punkte.

    Chris Clemons und Nicho Tischler

    Foto: Dennis Fischer

    Beide Spieler sind in dieser Partie besonders hervorzuheben. Zwar fand Chris Clemons an diesem Abend nicht konstant seinen Wurfrhythmus und kam auf 4 von 10 Treffern aus dem Feld, dennoch überzeugte er mit seiner Weiterentwicklung im Spielaufbau. Unter Cheftrainer Lazar Spasić hat er seine Qualitäten als Ballverteiler deutlich verbessert und steuerte in diesem Spiel sieben Assists bei. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Clemons in dieser Rolle in den kommenden Partien weiterentwickeln wird.

    Nicho Tischler avancierte zum Topscorer der Begegnung und traf dabei starke 73 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Darüber hinaus sammelte er vier Steals und beeindruckte erneut mit enormer Energie und Einsatzbereitschaft. Besonders in der Defensive sowie bei seinen aggressiven Zügen zum Korb setzte er immer wieder Akzente. Es macht großen Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen.

    Nach der Partie sagte Tischler in einem kurzen Interview, dass die Mannschaft den Umbruch nach den schwierigen vergangenen Wochen nun zunehmend bewältigt habe. Vor allem in der Verteidigung sei mit deutlich mehr Intensität gearbeitet worden. Anstatt häufig zu hedgen, habe man vermehrt geswitcht und flach verteidigt, um das Ballmovement des Gegners besser zu unterbinden.

    Ausblick

    Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht: Bereits am Montag, den 29. Dezember, bestreiten die Baskets in Vechta das letzte von drei Auswärtsspielen. Ein Vorbericht folgt.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstag, den 27. Dezember, steht für die EWE Baskets das nächste wichtige Auswärtsspiel an. Gegner sind die Hamburg Towers, Tip-off ist um 16:30 Uhr in der Inselpark Arena im Stadtteil Wilhelmsburg. Dabei treffen die Oldenburger auf drei ehemalige Spieler: Jan-Niklas Wimberg, Kenneth Ogbe und Martin Breunig.

    Ausgangslage

    Beide Teams konnten am vergangenen Sonntag wichtige Siege einfahren. Während die EWE Baskets einen deutlichen 93:68-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Basketball Löwen Braunschweig feierten, setzten sich die Hamburg Towers ebenfalls gegen einen unmittelbaren Rivalen durch und besiegten die MHP Academics Heidelberg mit 111:108 nach Verlängerung.

    Für Hamburg war es der zweite Sieg in Folge in der easyCredit BBL nach zuvor acht Niederlagen am Stück. Die Oldenburger beendeten mit dem Erfolg gegen Braunschweig eine Serie von fünf Niederlagen in Folge. Entsprechend eng ist die Tabellensituation: Die EWE Baskets gehen mit einer Bilanz von 2:9 in die Partie, während die Hamburg Towers bei 2:8 stehen.

    Hamburg Towers

    Das Offensivspiel der Hamburg Towers ist stark auf den Drive in die Zone ausgelegt. Dort kommen die Hamburger im Schnitt auf 29,3 Abschlüsse pro Spiel und treffen diese mit einer hohen Quote von 63,5 Prozent. Zudem ziehen die Towers in der Zone häufig Fouls und sind mit durchschnittlich 27 Freiwurfversuchen pro Partie das Team mit den meisten Trips an die Linie in der Liga. Diese verwandeln sie mit einer Quote von 74,1 Prozent.

    Ein wesentlicher Faktor für den Aufschwung der Towers in den vergangenen Spielen ist Leonard Thorpe Jr., der dabei besonders im Fokus steht. In den letzten drei Partien erzielte er im Schnitt 22,0 Punkte bei einer starken Trefferquote von 71,9 Prozent aus dem Feld. Zudem ging er in diesem Zeitraum durchschnittlich neunmal pro Spiel an die Freiwurflinie.

    Ein Vergleich mit seinen Leistungen aus den ersten sieben Saisonspielen unterstreicht diese Entwicklung deutlich: Dort kam Thorpe Jr. lediglich auf 7,4 Punkte im Schnitt, traf nur 34,7 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und stand durchschnittlich nur 2,4-mal pro Spiel an der Freiwurflinie.

    Ein Grund für die Leistungssteigerung könnte die Verpflichtung von Ross Williams sein, der dem Spiel auf der Point-Guard-Position eine neue und verbesserte Struktur verleiht. Williams steht seit drei Spielen für die Towers auf dem Feld und erzielt dabei starke 15 Punkte pro Partie. Dadurch ist das Team auf den Guard-Positionen deutlich stärker und variabler geworden, wovon auch Thorpe profitiert. Seit seiner Verpflichtung konnten die Towers zwei der drei BBL-Spiele gewinnen; die einzige Niederlage erfolgte erst knapp nach Verlängerung in Vechta.

    Auch der nachverpflichtete Martin Breunig ist ein wichtiger Faktor für den Aufschwung der Hamburg Towers. In seinen bisher fünf Einsätzen kommt er im Schnitt auf 8,2 Punkte und 4,8 Rebounds pro Spiel. Besonders in den letzten drei Partien konnte er sich bei den Offensiv-Rebounds steigern und sammelte hier durchschnittlich 2,7 pro Spiel.

    Keys to win

    Ein nahezu perfektes Spiel zeigten die EWE Baskets am letzten Spieltag, dennoch fielen zwei Punkte negativ auf. Mit 18 Turnovern leistete man sich zu viele Ballverluste. In Hamburg muss daher deutlich besser auf den Ball aufgepasst werden, zudem ist die Freiwurfquote ausbaufähig. In Braunschweig trafen die Oldenburger lediglich 14 von 24 Freiwürfen, was einer Quote von nur 58,3 Prozent entspricht.

    Entscheidend wird es außerdem sein, den Hamburgern den Drive zum Korb zu nehmen und – wie bereits gegen Braunschweig – die Zone konsequent zu verteidigen. Dies muss jedoch gelingen, ohne unnötige Fouls zu begehen, denn in den letzten drei Spielen kamen die Hamburger im Schnitt auf 36 Freiwürfe. Beim Auswärtssieg in Heidelberg waren es sogar 44 Versuche von der Linie. Besonders gilt es dabei, den bereits erwähnten Thorpe Jr. unter Kontrolle zu bekommen.

    Ausblick

    Für beide Mannschaften steht kurz nach Weihnachten ein enorm wichtiges Spiel an. Ein Sieg wäre für beide Teams von großer Bedeutung, um den positiven Trend fortzusetzen und zugleich einen wichtigen Schritt raus aus den unteren Tabellenregionen zu machen.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Sonntag feierten die EWE Baskets Oldenburg mit dem 93:68 bei den Basketball Löwen Braunschweig endlich ihren ersten Auswärtssieg in der easyCredit Basketball Bundesliga und zugleich den ersten Erfolg unter dem neuen Headcoach Lazar Spasić.

    Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel übernahmen die Oldenburger zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Vor allem im zweiten Abschnitt überzeugte das Team mit einer starken Defensive und setzte sich deutlich ab. Zur Halbzeit führten die Gäste bereits mit 46:29, während Braunschweig kaum Mittel gegen die Dominanz der Oldenburger fand. Auch nach der Pause ließ Oldenburg nicht nach, baute den Vorsprung kontinuierlich aus und sorgte früh für die Vorentscheidung.

    Schlüssel zum Auswärtssieg

    Die Oldenburger entschieden das Rebound-Duell klar mit 40:26 für sich. Filip Stanic überzeugte dabei mit 7 Rebounds, davon 3 am offensiven Brett, während Brian Fobbs auf 6 Rebounds kam. Insgesamt sicherten sich die EWE Baskets 14 von 33 möglichen Offensiv-Rebounds und erspielten sich so zahlreiche zweite Chancen.

    Zudem verteidigte Oldenburg die Zone sehr konsequent, wodurch insbesondere Spieler wie Barra Njie oder David N’Guessan große Probleme hatten, zum Korb zu kommen. Dies gelang vor allem durch häufige Switches in der Defensive, mit denen die Drives zum Korb effektiv unterbunden wurden.

    Besonders hervorzuheben ist die Defensive im zweiten Viertel: In diesem Abschnitt ließen die EWE Baskets lediglich 10 Punkte zu und legten damit den Grundstein für den späteren Sieg. Neben der starken Reboundarbeit und der kompakten Verteidigung der Zone war auch die Dreierquote entscheidend. Von außen traf Oldenburg 13 Würfe bei einer starken Quote von 43,3 %.

    Die Mannschaft

    Dieser Sieg war eine geschlossene Teamleistung. Die Oldenburger überzeugten mit vielen guten defensiven Aktionen und erspielten sich offensiv immer wieder freie Würfe. Einige wichtige Statistiken einzelner Spieler im Überblick:

    Seth Hinrichs steuerte 6 Rebounds und 3 Steals bei. Nicholas Tischler wurde mit 19 Punkten Topscorer der Partie, traf dabei starke 85,7 % aus dem Zweipunktebereich (6 von 7 Versuchen) und sammelte zusätzlich 5 Rebounds. Brian Fobbs erzielte 17 Punkte und verwandelte 3 von 4 Dreiern, während Dakarai Tucker 4 von 7 Würfen von jenseits der Linie traf. Außerdem hatte Chris Clemons mit einem +/- Wert von +23 die beste Plus-Minus-Bilanz des Teams.

    Erfreulich war zudem der Einsatz von Ralph Hounnou, der 5 Spielminuten erhielt. Er hatte einige Würfe, die er zwar noch nicht verwandeln konnte, dennoch ist seine Einsatzzeit ein positives Zeichen.

    Ausblick

    Die Auswärtsreise geht am 27. Dezember weiter. Am kommenden Samstag sind die EWE Baskets Oldenburg in der Inselpark Arena bei den Hamburg Towers zu Gast. Ein Vorbericht folgt hier in Kürze. Bis dahin wünsche ich schöne und besinnliche Feiertage.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Sonntag um 16:30 Uhr kommt es in der Volkswagen Halle Braunschweig zu einem richtungsweisenden Duell gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Ein Erfolg wäre enorm wichtig – nicht nur, um mit Rückenwind zu den anschließenden Auswärtsspielen in Hamburg und Vechta zu reisen, sondern auch, um einen kleinen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.

    Die Ausgangslage

    Blickt man auf die Statistiken der beiden Teams aus den bisher zehn absolvierten Spielen, zeigen sich große Ähnlichkeiten. Im Offensivrating liegen die EWE Baskets Oldenburg mit 107,6 nur minimal hinter den Braunschweigern (107,7). Auch im Defensivrating gibt es lediglich geringe Unterschiede: Mit 117,3 weisen die Basketball Löwen Braunschweig das zweitschlechteste Defensivrating der Liga auf, Oldenburg folgt mit 116,9 nur knapp dahinter.

    Auch beim Rebounding zählen beide Mannschaften nicht zu den stärksten. Mit durchschnittlich 32,0 Rebounds pro Spiel holen die Oldenburger 2,8 Rebounds weniger als Braunschweig und belegen damit den letzten Platz. Beide Teams sichern sich im Schnitt rund vier Rebounds weniger als ihre Gegner.

    Trotz der sehr ähnlichen statistischen Werte steht Braunschweig in der Liga mit drei Siegen und neun Niederlagen auf dem 15. Tabellenplatz, während Oldenburg mit nur einem Sieg aus zehn Spielen das Tabellenende belegt.

    Die Basketball Löwen Braunschweig

    Mit David N’Guessan verfügen die Basketball Löwen Braunschweig über einen starken Center in ihren Reihen. Er erzielt im Schnitt 12,3 Punkte pro Spiel und trifft dabei 64,3 Prozent seiner Zwei-Punkte-Würfe bei durchschnittlich 5,6 Abschlüssen. Zudem besitzt er einen verlässlichen Dreipunktewurf: Zwar nimmt er mit 1,2 Versuchen pro Spiel nur wenige Dreier, diese verwandelt er jedoch äußerst effektiv mit einer Quote von 58,3 Prozent. Beim Rebounding steuert N’Guessan durchschnittlich 5,9 Rebounds bei, davon starke 2,4 am offensiven Brett.

    Für den Spielaufbau sorgt der schwedische Nationalspieler Barra Njie. Er kommt im Schnitt auf 5,1 Assists pro Spiel bei 2,4 Turnovern und erzielt durchschnittlich 11,4 Punkte. Diese resultieren überwiegend aus Abschlüssen aus dem Zweipunktebereich oder aus Drives zum Korb, denn seine Schwäche liegt im Distanzwurf: Den Dreipunktewurf trifft Njie bei 2,5 Versuchen pro Spiel nur mit einer Quote von 24 Prozent.

    Die Defensive

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Betrachtet man die Wurfquoten der Gegner in den verschiedenen Zonen, fällt auf, dass insbesondere die Dreier aus der Ecke sehr hochprozentig gegen Oldenburg getroffen werden. Während die Gegner aus der linken Ecke 33 Prozent treffen, sind es aus der rechten Ecke sogar 56 Prozent – ein Bereich, in dem viele Punkte zugelassen werden.

    Am größten ist der Schaden jedoch in der Zone. Dort erzielen die Gegner gegen Oldenburg Trefferquoten von 62 Prozent – der höchste Wert bei gleichzeitig auch dem größten Volumen. Ein Grund dafür ist unter anderem das mangelhafte Defensivrebounding: Häufig werden Offensivrebounds abgegeben, aus denen einfache Punkte entstehen.

    Gegen Braunschweig wird es daher entscheidend sein, die Zone konsequent zu schließen und den Defensivrebound zu sichern. Denn wie bereits beschrieben wartet mit David N’Guessan ein sehr starker Spieler am offensiven Brett auf die EWE Baskets. Ihn zu kontrollieren wird eine der zentralen Aufgaben sein. Zudem wird interessant zu beobachten sein, wie die defensiven Rotationen im zweiten Spiel unter Lazar Spasić greifen, um insbesondere die offenen Eckendreier besser zu verteidigen.

    Ausblick

    Am Sonntag wartet auf die EWE Baskets eine schwere und zugleich richtungsweisende Aufgabe, um den Turnaround in dieser Saison zu schaffen. Um das Spiel in Braunschweig erfolgreich zu gestalten, wird eine deutliche Steigerung in der Defensive notwendig sein.

    Auch offensiv dürfte es spannend werden zu beobachten, wie sich die Mannschaft im zweiten Spiel unter Lazar Spasić weiterentwickelt hat und ob in der Vorbereitungszeit neue Systeme einstudiert wurden, die nun zum Tragen kommen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Trotz der 79:87-Niederlage gegen den amtierenden deutschen Meister FC Bayern Basketball hinterließ das Team von Lazar Spasić bei seinem Debüt als Headcoach einen besseren Eindruck als in den Wochen zuvor.

    Die Münchener erwischten den besseren Start und gingen dank sicherer Distanzwürfe früh in Führung. Oldenburg tat sich offensiv zunächst schwer, steigerte sich im zweiten Viertel jedoch deutlich und hielt die Partie offen. Trotz eines zwischenzeitlichen Bayern-Laufs blieben die EWE Baskets nach einer Auszeit in Schlagdistanz und gingen mit einem 37:41-Rückstand in die Halbzeitpause.

    Einen Einbruch nach der Pause, wie er in den Spielen gegen Bamberg oder Würzburg noch zu beobachten war, gab es diesmal nicht. Stattdessen präsentierten sich die Oldenburger offensiv stark und gingen nach gut vier Minuten in der zweiten Halbzeit mit 53:52 sogar in Führung.

    Bayern-Coach Gordon Herbert reagierte umgehend mit einer Auszeit, aus der die Münchener mit einem 9:0-Lauf zurückkamen und das Spiel erneut an sich rissen. Diesen Vorsprung brachten sie in der Folge souverän bis zur Schlusssirene.

    Am Ende wiesen die Oldenburger zwar die bessere Field-Goal-Quote auf, hatten aufgrund des verlorenen Reboundduells jedoch sechs Wurfversuche weniger. Zudem gingen die Münchener mit 21 Freiwürfen zehnmal mehr an die Freiwurflinie als die Gastgeber.

    Rebounds

    Das Reboundduell ging deutlich an den FC Bayern Basketball (36:22). Allein Justus Hollatz sammelte als Guard acht Rebounds und damit doppelt so viele wie die Oldenburger Center Filip Stanic und Michale Kyser zusammen. Vor allem am offensiven Brett waren die Bayern klar überlegen und sicherten sich 14 Offensivrebounds, während die Baskets lediglich vier zweite Chancen verbuchten.

    Lazar Spasić

    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Nach nur einem Spiel lässt sich noch wenig über den Coachingstil oder konkrete Spielzüge sagen. Dennoch wirkt es, als habe Spasić eine klare Idee – das zeigte sich unter anderem in den Auszeiten, in denen deutlich kommuniziert wurde, welche Aktionen als Nächstes gespielt und wie defensiv agiert werden soll.

    Im Halbzeitinterview sprach er offen die Bereiche an, in denen sich das Team verbessern muss. Besonders betonte er die Kommunikation in Offensive und Defensive. In der Verteidigung sei eine bessere Abstimmung entscheidend für zukünftige Ergebnisse, in der Offensive müssten effektivere Screens gesetzt und der Ball besser bewegt werden. Auf die Frage nach der Vorbereitung auf den FC Bayern erklärte er, dass der Fokus derzeit auf der eigenen Entwicklung liege und zunächst die Basics einstudiert würden.

    Auch nach dem Spiel analysierte er die Niederlage ehrlich, benannte die Gründe klar und betonte, dass sich die Mannschaft Schritt für Schritt steigern müsse. Zudem machte er deutlich, dass man sich der Tabellensituation bewusst sei.

    Insgesamt vermittelt Spasić den Eindruck, einen klaren Plan für die Weiterentwicklung der Mannschaft und die Umsetzung seiner Spielidee zu haben.

    Ausblick

    Es wird noch ein schwerer Dezember, in dem drei richtungsweisende Auswärtsspiele gegen die Löwen Braunschweig, die Hamburg Towers und Rasta Vechta anstehen. Bereits am kommenden Sonntag geht es gegen Braunschweig in das erste dieser Duelle – mit dem Ziel, einen wichtigen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. Ein ausführlicher Vorbericht folgt hier.