Foto: Christian Becker

Am Freitag um 20 Uhr kommt es in der EWE Arena zum Klassiker gegen Bonn. Besonders wird das Duell vor allem deshalb, weil es sich nicht um ein gewöhnliches Ligaspiel handelt, sondern um ein echtes Do-or-Die-Spiel im Netto BBL Pokal.

Ausgangslage

Für die Oldenburger geht es vor allem darum, die letzten beiden Niederlagen vergessen zu machen und von Beginn an mit Einsatz und Intensität aufzutreten. Nach einem starken Saisonstart musste das Team zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Dabei macht sich auch die weiterhin angespannte Personalsituation bemerkbar, denn durch die Verletzungen fehlt es den Oldenburgern an Breite im Kader.

Die Telekom Baskets Bonn haben einen wechselhaften Start in die BBL-Saison hingelegt. Wie die Oldenburger stehen sie nach fünf Spielen bei drei Siegen und zwei Niederlagen. Zum Auftakt gewannen die Bonner gegen die Hamburg Towers, mussten sich anschließend jedoch Trier geschlagen geben. Auf einen Sieg gegen den SYNTAINICS MBC folgte eine weitere Niederlage gegen Würzburg.

Im Gegensatz zu den Oldenburgern konnten die Bonner am vergangenen Wochenende allerdings neues Selbstvertrauen tanken. Die Mannschaft von Trainer Marko Stanković setzte mit einem deutlichen 115:68-Erfolg gegen Jena ein Ausrufezeichen und reist damit mit Rückenwind nach Oldenburg.

Keys to win

  • Possession Game
  • Rebounds
  • Guards

Das Possession Game wird ein entscheidender Faktor sein. Die Oldenburger müssen besser auf den Ball aufpassen und unnötige Turnover vermeiden. Denn wenn Bonn deutlich mehr Wurfchancen bekommt als Oldenburg, wird es schwer, das Spiel zu gewinnen. Gerade durch die Ausfälle von Nate Johnson und Le’tre Darthard fehlt den Oldenburgern aktuell wichtige offensive Qualität, um zusätzliche Ballverluste auszugleichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Possession Games ist die Reboundarbeit. Beide Teams liegen bei der Reboundquote in der BBL nah beieinander. Bonn belegt mit 52,9 Prozent den vierten Platz, während Oldenburg mit 52,1 Prozent auf Rang sechs steht. Die Bonner setzen aktuell verstärkt auf den Offensivrebound und schicken durch ihr Tagging-up gezielt Spieler zum offensiven Brett. Für die Oldenburger wird es deshalb wichtig sein, konsequent auszuboxen und zweite Wurfchancen zu verhindern.

Aufgrund der kurzen Guard-Rotation stehen Zach Ensminger und Jeremy Roach besonders im Fokus. Beide müssen ein starkes Spiel zeigen und Verantwortung in der Offensive übernehmen. Gleichzeitig gilt es, frühzeitige Foulprobleme zu vermeiden. Angesichts der personellen Situation werden beide voraussichtlich viele Minuten auf dem Parkett stehen müssen, damit Oldenburg eine Chance auf den Einzug ins Viertelfinale hat.

Ausblick

Foto: Christian Becker

Aufgrund der Historie beider Mannschaften dürfte es definitiv ein hitziges Duell werden, das hoffentlich bis in die Schlussphase spannend bleibt. Denn je länger die Oldenburger im Spiel bleiben, desto größer ist ihre Chance, die Partie für sich zu entscheiden und den Einzug ins Viertelfinale des Netto BBL Pokals perfekt zu machen.

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