
Am Freitag um 20 Uhr heißt es für die EWE Baskets Oldenburg wieder Heimspielzeit! In der EWE Arena empfangen die Oldenburger die BMA365 Bamberg Baskets und wollen vor heimischer Kulisse zurück in die Erfolgsspur finden.
Ausgangslage
Für die Oldenburger, die am vergangenen Freitag eine Niederlage im Pokal hinnehmen mussten, geht es nun in der BBL weiter. Dort steht die Mannschaft aktuell bei drei Siegen und zwei Niederlagen. Allerdings kassierten die Baskets ihre beiden Niederlagen in den letzten beiden Ligaspielen. Zusammen mit der Pokalniederlage stehen somit drei Niederlagen aus den vergangenen drei Pflichtspielen zu Buche.
In dieser Phase mussten die Oldenburger auf drei Spieler verzichten, die allesamt auf den Guard-Positionen zu Hause sind. Die Ausfälle erschwerten die Rotation im Backcourt erheblich und schränkten die Möglichkeiten der Baskets auf den Guard-Positionen ein. Im Spiel gegen Bonn gab es dann einen weiteren Schreckmoment, als es im vierten Viertel so aussah, als hätte sich auch Jeremy Roach, ein weiterer Guard, verletzt.
Am Dienstag folgte jedoch die Entwarnung von den Baskets. Jeremy Roach hat sich nicht verletzt und auch Le’tre Darthard und Nate Johnson sind inzwischen wieder ins Training eingestiegen. Damit besteht die Chance, dass einer der beiden Guards bereits am Freitag auf das Parkett zurückkehrt, möglicherweise sogar beide. Die Rückkehr von Darthard und Johnson würde die Rotation im Backcourt deutlich entlasten und gleichzeitig das Spacing der Oldenburger verbessern. Beide Guards sind gute Distanzschützen und könnten dadurch für mehr Platz in der Offensive sorgen.
Allerdings ist ebenso möglich, dass die Oldenburger noch ein weiteres Spiel auf beide Guards verzichten müssen. Ob Darthard und Johnson bereits am Freitag wieder einsatzbereit sind, bleibt somit abzuwarten. Aktuell sind alle Optionen offen.
Die BMA365 Bamberg Baskets mussten ebenfalls eine Niederlage im Pokal hinnehmen. Die Bamberger verloren am Montag mit 71:83 in Berlin und verpassten damit wie die Oldenburger den Einzug ins Viertelfinale des Pokals.
Auch in der BBL verlief der Saisonstart bislang durchwachsen. Drei Niederlagen stehen für Bamberg bisher zwei Siegen gegenüber. Angesichts eines nahezu komplett neu zusammengestellten Teams ist diese Bilanz zu Saisonbeginn allerdings nicht ungewöhnlich.
In der vergangenen Saison erreichten die Bamberger unter Trainer Anton Gavel den dritten Tabellenplatz und holten damit angesichts ihres vergleichsweise geringen Etats ein starkes Ergebnis. Im Anschluss daran brach jedoch ein Großteil des Kaders auseinander. So wechselte beispielsweise Zach Ensminger nach Oldenburg, während es Anton Gavel zum FC Bayern München zog. Lediglich Richard Balint und Daniel Keppeler blieben dem Team erhalten.
Als neuen Trainer holten die Bamberger mit Jesús Ramírez einen alten Bekannten aus der BBL zurück. Er soll die neu zusammengestellte Mannschaft nun formen und an die erfolgreichen Leistungen der Vorsaison anknüpfen.
Keys to win

– Turnover
– Pace
– Verteidigung
Mit Mit durchschnittlich 16 Turnovern pro Spiel gehört Bamberg zu den fünf Teams mit den meisten Ballverlusten. Gleichzeitig zwingen die Bamberger ihre Gegner zu durchschnittlich 19,4 Turnovern und sind damit ligaweit das beste Team in dieser Kategorie. Gerade mit der zuletzt kurzen Rotation hatten die Oldenburger immer wieder Probleme, gut auf den Ball aufzupassen. Umso wichtiger wird es sein, gegen Bamberg die eigenen Ballverluste zu minimieren und den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen zu lassen.
Mit einer Pace von 80,2 besitzt Bamberg nach Trier das zweitschnellste Spieltempo der Liga. Oldenburg steht mit einer Pace von 71 hingegen auf dem vorletzten Platz und spielt damit eine der langsamsten Basketballpartien der BBL. Für die Oldenburger wird es deshalb wichtig sein, dem Spiel ihren eigenen Stempel aufzudrücken und das Tempo zu kontrollieren. Lassen sie sich auf das schnelle Spiel der Bamberger ein, könnte es für sie schwierig werden.
Im dritten Viertel gegen Bonn haben die Oldenburger gezeigt, dass sie defensiv auf einem hohen Niveau spielen können. Auch in den bisherigen Spielen gelang es der Mannschaft immer wieder, Runs zu starten und Rückstände aufzuholen. Entscheidend wird jedoch sein, diese defensive Intensität über alle vier Viertel aufrechtzuerhalten. Eine größere Rotation könnte dabei helfen, die Kräfte besser zu verteilen und die Intensität über die gesamte Spielzeit hochzuhalten.
Match up Vergleich

Nicho Tischler gegen Jordan Wright könnte ein besonders spannendes Duell werden. Zwar spielen beide auf unterschiedlichen Positionen, Tischler als Small Forward und Wright als Shooting Guard, doch aufgrund seiner starken defensiven Fähigkeiten könnte Tischler die Aufgabe bekommen, Wright zu verteidigen. Offensiv sind beide wichtige Faktoren ihrer Mannschaften und gehören jeweils zu den Topscorern ihres Teams. Das direkte Duell könnte daher sowohl in der Offensive als auch in der Defensive eine entscheidende Rolle spielen.
Ausblick

Am kommenden Freitag empfangen die Oldenburger Bamberg zum letzten Heimspiel, bevor die Baskets für 22 Tage nicht mehr in der EWE Arena antreten. Erst am 14. November steht mit dem Heimspiel gegen ALBA Berlin die nächste Partie vor heimischer Kulisse an. Für die Fans und Spieler heißt es also, am Freitag noch einmal alles zu geben und die Mannschaft lautstark zu unterstützen, bevor eine längere Heimspielpause folgt.