
Gegen 20 Uhr stand im SNP Dome in Heidelberg fest, dass die Oldenburger ins Achtelfinale einziehen. Am Ende fiel das Ergebnis mit 82:63 für die EWE Baskets dann auch deutlich aus
Das Spiel
Lange Zeit machten es die Heidelberger den Oldenburgern schwer, obwohl die EWE Baskets als Favorit in das Duell gegangen waren. Zwar starteten die Oldenburger stark in die Partie und erspielten sich früh eine Führung von acht Punkten, doch diese sollte nicht lange Bestand haben. Anschließend entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, sodass Oldenburg mit einer knappen Zwei-Punkte-Führung in die Halbzeit ging.
Nach der Pause kamen die Heidelberger deutlich besser aus der Kabine und die Oldenburger wirkten zeitweise etwas überfordert. Heidelberg schaffte es, das Spiel zu drehen und den Vorsprung sogar auf acht Punkte auszubauen.
Dann folgten jedoch 15 starke Minuten der EWE Baskets. Vor allem in der Defensive zeigten die Oldenburger, dass in der Abstimmung bereits einiges funktioniert. Auch offensiv lief es nun deutlich besser. Heidelberg gelang im letzten Viertel nur noch acht Punkte, während Oldenburg das Spiel drehte und am Ende deutlich mit 82:63 gewann.
Die Defensive
Gerade die starke Defensive war am Ende des Spiels besonders auffällig. Die Baskets zeigten immer wieder starke Plays in der Verteidigung und zwangen die Heidelberger gleich mehrfach zu einer 24-Sekunden-Violation. Auch schon beim Baskets Day gegen Hamburg war zu erkennen, dass die Oldenburger gegen Ende des Spiels defensiv noch einmal zulegen konnten und so die Partie für sich entschieden. Vielleicht ist genau das eine der großen Stärken dieser Mannschaft in der neuen Saison?
Spieler des Spiels
Zwar erzielte Johnson in seinem ersten Pflichtspiel für die Oldenburger 28 Punkte, doch Demajeo Wiggins ist mit seinem Double Double aus 13 Punkten und 10 Rebounds sowie seinem starken Einsatz in der Verteidigung der Spieler des Spiels. Während er beim Baskets Day noch mit Foulproblemen zu kämpfen hatte, zeigte er gegen Heidelberg, was in ihm steckt und mit welchen Qualitäten in dieser Saison zu rechnen ist.
Taktik Ecke
In dieser Rubrik möchte ich künftig immer ein Play aus dem Spiel genauer hervorheben und den passenden Dyn-Zeitstempel dazu nennen. So könnt ihr euch die Szene noch einmal anschauen und nachvollziehen, was auf dem Feld passiert.
Für die erste Taktik Ecke habe ich mir ein Pick and Roll zwischen Nate Johnson und Demajeo Wiggins am Ende des dritten Viertels ausgesucht. Den Dyn-Zeitstempel findet ihr bei 01:41:56.
Zach Ensminger bringt den Ball nach vorne und bewegt sich zunächst in Richtung des linken Wings, wo er einen Block von Seth Hinrichs bekommt. Währenddessen läuft Johnson aus der linken Corner zunächst in die Zone und anschließend zum Top of the Key, um den Ball von Ensminger zu übernehmen.
Jetzt beginnt das Pick and Roll. Wiggins stellt Johnson einen Block gegen dessen Gegenspieler Kevin McClain. Dieser kommt nicht gut um den Block herum, wodurch Heidelbergs Center Nick Muszynski zu Johnson helfen muss.
Genau das nutzt Wiggins aus. Während Muszynski zu Johnson heraustritt, rollt Wiggins zum Korb ab und ist durch das Helfen seines Gegenspielers frei. Johnson spielt den Pass zu ihm und Wiggins kann den Angriff mit einem Dunk abschließen.
Dazu passt der Artikel (Die Basics des Pick-and-Roll)
Ausblick

Der Sieg bedeutet, dass die Oldenburger Mitte Oktober im Achtelfinale des Netto BBL Pokals auf die Telekom Baskets Bonn treffen werden. Und das Ganze auch noch zuhause in der EWE Arena. Doch vorher stehen erst einmal einige Ligaspiele auf dem Programm. Die Saison startet bereits am Wochenende mit dem Auftaktspiel, das ebenfalls in der EWE Arena stattfindet. Für Mladen Bogicevic geht es dabei direkt gegen seinen ehemaligen Verein, den MBC. Dort hatte er in der vergangenen Saison im Februar das Traineramt übernommen.
Die Vorschau auf den Saisonauftakt folgt.