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Am Anfang ging Jannik noch alleine zu den Spielen der EWE Baskets Oldenburg. Heute geht er mit vielen Freunden zum Basketball, die er über den Fanclub und den Sport kennengelernt hat. Wie der Fanclub „Thunderstorm Oldenburg“ entstanden ist, was Jannik in 20 Jahren Fanclub erlebt hat und vieles mehr, lest ihr hier im Interview.

Frage: Hast du ein bestimmtes Ritual vor den Spielen der EWE Baskets Oldenburg?

Jannik: Ich würde sagen, dass ich kein bestimmtes Ritual habe, aber einen gewissen Aberglauben schon. Wenn eine Saison gut anfängt und ich dabei bestimmte Kleidung trage, dann ziehe ich die so lange weiter an, bis es irgendwann einmal in die Hose geht.

Seit Jahren trage ich zum Beispiel immer die gleichen gelb-blauen Asics-Basketballschuhe und dazu meistens TSO-Merchandise.

Letztes Jahr gab es eine Phase, in der es sportlich nicht so gut lief. Irgendwann bin ich von einem gelben auf ein blaues T-Shirt gewechselt und plötzlich ging es auch sportlich wieder bergauf. Das habe ich dann bis zum Top Four getragen. Als es danach wieder schlechter lief, war das Blaue irgendwann passé und das gelbe Shirt kam zurück.

An Spieltagen habe ich also häufig die gleichen Klamotten an, aber feste Abläufe habe ich nicht. Wobei mein Fahrrad tatsächlich immer am gleichen Platz steht.

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Frage: Wann bist du das erste Mal mit Basketball in Kontakt gekommen?

Jannik: Ich bin Oldenburger durch und durch. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, und mein Vater hatte eine Gastronomie in der Wallstraße, die viele Oldenburger wahrscheinlich noch kennen. Der Laden war schon zu OTB-Zeiten ein Treffpunkt für Basketballspieler. Dadurch bin ich schon früh mit Basketball in Kontakt gekommen. Ralph Ogden und Mark Smed waren zum Beispiel Spieler, die bei uns zu Hause ein und aus gingen.

Zwischen zehn und 14 Jahren ist das Interesse dann etwas verloren gegangen. Richtig zurückgekommen ist es in der siebten oder achten Klasse, als Freunde zu einem Spiel in der Haarenesch-Halle wollten. Karten gab es natürlich keine mehr. Durch die alten Kontakte bin ich über Pepe [Reinhard Nast, Legendärer Hallensprecher] am Seiteneingang reingekommen und konnte das Spiel direkt am Spielfeldrand verfolgen. Das war für mich der Startschuss, von dem an Basketball wieder richtig wichtig wurde.

Danach habe ich viele Spiele in der Weser-Ems-Halle gesehen, die ersten Playoffs gegen Braunschweig erlebt und habe seit der Saison 2005/06 eine Dauerkarte.

Frage: Da kommen wir schon ein Stück weit zum Gründungsjahr des TSO im Jahr 2007. Du warst ja ziemlich von Anfang an dabei. Was war damals eigentlich die Idee dahinter, den Fanclub zu gründen?

Jannik: Genau, ich bin etwa 2005 mit einer Dauerkarte gestartet, damals noch in der kleinen EWE-Arena. Ich wollte beim Basketball einfach laut und aktiv dabei sein. Der Fanblock war hinter dem Korb, mit festen Sitzplätzen, und mit der Zeit hat man dort Kontakte zu anderen Fans geknüpft.

Ich bin anfangs alleine zum Basketball gegangen, weil ich niemanden im Freundeskreis hatte, der das Hobby so intensiv geteilt hat. Im Fanblock habe ich dann andere Leute kennengelernt. Wobei Fanblock damals fast schon zu viel gesagt war, denn einen richtigen organisierten Bereich gab es noch nicht. Wir hatten aber das Gefühl, dass in Sachen Stimmung deutlich mehr möglich sein müsste.

Es gab zwar bereits die Flying Moins, die sich vier Jahre vorher gegründet hatten, aber dort hat sich eher ein älteres Publikum zusammengefunden. Deshalb entstand die Idee, einen eigenen Fanclub zu gründen, der bunt, laut und aktiv ist und die Stimmung in der Halle mitgestaltet.

Die Initiative dafür ging vor allem von Maik Habelt, Sebastian Lucas, Matthias Landmann und Sven Tiemann aus. Soweit ich weiß, fand bei Sven und seiner Frau damals auch das erste Gründungstreffen statt.

Frage: Und dann bist du später dazu gestoßen?

Jannik: Ja, ich war von Anfang an von der Idee überzeugt. Der Ideengeber war ich allerdings nicht, die Lorbeeren verdienen andere.

Ich war aber ab Woche eins oder zwei bei allem dabei, was danach kam.

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Frage: Und wie hat der Fanclub sich dann entwickelt und auch deine Rolle da?

Jannik: Wir haben zunächst als Fan-Initiative angefangen, mit dem klaren Impuls, laut und aktiv zu sein. Unter diesem Label haben wir damals zum Beispiel eine Choreo für ein Auswärtsspiel in Bremen gegen Bremerhaven organisiert. Dafür wurde eine riesige Blockfahne genäht und vieles mehr. Ein Video dazu findet man noch bei Facebook und YouTube.

Irgendwann ist das den EWE Baskets allerdings etwas sauer aufgestoßen. Die Verantwortlichen wollten nicht mit jeder offenen Fangruppe einzeln diskutieren müssen. Was wäre schließlich, wenn sich noch acht oder neun weitere Gruppen gründen und alle eigene Anliegen haben?

Die damalige Geschäftsführerin Regina Kulms hat deshalb gesagt, dass wir feste Strukturen brauchen. Es sollte ein klares Gerüst geben, mit festen Ansprechpartnern und einer Übersicht darüber, wer eigentlich dazugehört. Die beste Lösung war aus ihrer Sicht ein eingetragener Verein.

Auf Vorschlag von Regina Kulms und den EWE Baskets haben wir deshalb Thunderstorm Oldenburg e.V. gegründet. Bei der Gründungssitzung wurde dann auch der Vorstand gewählt. Die Leute, die ich eben genannt habe, und weitere Mitglieder gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Aus diesem Kreis wurden schließlich fünf Vorstandsmitglieder gewählt. Meine Rolle war dabei von Anfang an die des ersten Vorsitzenden.

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Frage: Mit wie vielen Mitgliedern habt ihr dann gestartet?

Jannik: Man braucht in Deutschland mindestens sieben Mitglieder, um einen Verein gründen zu können. Ich glaube, wir waren damals zu Beginn ungefähr sieben bis zehn Leute, die den Verein gegründet haben.

Frage: Ja, das ist wirklich eine wahnsinnige Entwicklung. Wenn man auf die Pressemitteilungen der Baskets zu den Dauerkarten und eure aktuellen Mitgliederzahlen anschaut, dann hat sich das in den vergangenen knapp 20 Jahren ja ungefähr vervierzigfacht.

Jannik: Wenn man es auf die Jahre herunterbricht, klingt das erst einmal gar nicht nach so viel. Wir werden im Mai 2027 20 Jahre alt, und im Schnitt sind damit ungefähr 20 Mitglieder pro Jahr dazugekommen.

Heute sprechen wir aber von rund 400 aktiven Mitgliedern. Gleichzeitig gab es natürlich auch Austritte. Die laufende Mitgliedsnummer liegt inzwischen bei knapp 500, das heißt, ungefähr 100 Mitglieder haben uns in den vergangenen 20 Jahren auch wieder verlassen. Rechnet man das mit ein, kommen wir auf etwa 25 neue Mitglieder pro Jahr.

Frage: War das Wachstum über die Jahre relativ konstant oder hat sich die Mitgliederzahl in bestimmten Phasen besonders stark entwickelt?

Jannik: Das Wachstum war am Anfang nicht so stark. Wenn man einen Fanclub gründet, gewinnt man im ersten Jahr nicht direkt 25 neue Leute. Am Anfang waren es eher zwei oder drei. Einen richtigen Schub und deutlich mehr Sichtbarkeit für das, was wir machen, gab es aus meiner Sicht dann ab 2018 oder 2019.

Warum genau, kann ich gar nicht sagen, denn eigentlich haben wir über die Jahre immer ziemlich ähnliche Dinge gemacht. Vielleicht ist irgendwann einfach eine gewisse Sogwirkung entstanden und immer mehr Leute haben gesagt: Wenn die dabei sind, dann schauen wir uns das auch mal an.

Frage: Glaubst du, dass es auch damit zusammenhängt, dass Basketball in Deutschland in den vergangenen Jahren einfach immer populärer geworden ist?

Jannik: Das ist sicherlich ein großer Aspekt. Gerade jetzt, wo wir darüber sprechen, dass Basketball mit der Herren-Nationalmannschaft wahrscheinlich der erfolgreichste Teamsport in Deutschland ist, hat das die Aufmerksamkeit für Basketball sicherlich deutlich erhöht.

Ich glaube aber auch, dass die Arbeit der EWE Baskets in den vergangenen Jahren sensationell war. Das sehen wir an den ständig ausverkauften Spielen und an den Leuten, die zu den Spielen kommen und richtig Bock haben, dabei zu sein. Die sehen schon, was hier passiert und welche Arbeit dahintersteckt.

Wir haben gleichzeitig versucht, möglichst sichtbar zu sein und unseren Namen überall zu platzieren. Wenn wir Choreos machen, gibt es in der Regel eine Erklärung dazu und wir weisen darauf hin, dass sie von uns kommt. Am Ende ist es wahrscheinlich die Summe aus vielen verschiedenen Dingen.

Frage: Gibt es darüber hinaus noch Dinge, die ihr macht, um Basketball und natürlich auch die EWE Baskets in der Region bekannter zu machen? Oder liegt euer Fokus hauptsächlich auf dem Spieltag und dem, was dort passiert?

Jannik: Unser klarer Fokus ist und war von Anfang an die Unterstützung der Erstligamannschaft und der dazugehörigen Teams. Wir sind zum Beispiel seit Jahren dafür verantwortlich, dass auch bei den Nachwuchs- und Akademieteams eine gute Stimmung herrscht. Gerade in den Jahren, in denen die Mannschaft sehr erfolgreich war und die ProB-Meisterschaft gewonnen hat, hatten wir auch in der Haarenuferhalle einen starken Support. Auf diese Zeit blicken wir sehr positiv zurück, weil wir als Fanclub nicht nur bei den Profis, sondern auch im Unterbau präsent waren.

Frage: Das heißt, abseits des Basketballs macht ihr vom TSO aus nichts?

Jannik: Abseits des Basketballs versuchen wir eigentlich nicht, groß präsent zu sein. Solche Versuche gab es zwar immer mal wieder, aber das wurde von den Mitgliedern nicht wirklich angenommen. Die klare Orientierung ist einfach die Unterstützung des Basketballs.

Trotzdem passiert natürlich auch abseits der Halle viel. Wir haben ein sehr reges Vereinsleben. In den Anfangsjahren gab es regelmäßige monatliche Treffen, bei denen wir über das Team, aktuelle Themen und die nächsten Auswärtsfahrten gesprochen haben. Durch die Digitalisierung hat sich das natürlich verändert. Heute läuft vieles über Chatgruppen und Newsletter.

Der wichtigste gemeinsame Anker sind aber nach wie vor die Heim- und Auswärtsspiele. Auch das Choreo-Malen ist eine wichtige gemeinschaftliche Aktivität, bei der viele Mitglieder zusammenkommen. Und wenn wir mit einem Bus mit 60 oder 70 Leuten unterwegs sind, liegt der TSO-Anteil meistens bei 75 oder 80 Prozent. Das ist dann eigentlich schon eine Fanclub-Aktivität für sich.

Frage: Wir haben das 20-jährige Jubiläum ja schon ein bisschen angesprochen. Gibt es in diesen 20 Jahren ein persönliches Highlight, an das du dich besonders gerne zurückerinnerst?

Jannik: Das größte Highlight muss natürlich die Meisterschaft 2009 sein. Das war etwas ganz Besonderes, gerade weil wir damals noch gar nicht so etabliert waren. Als Fan arbeitet man natürlich auf solche Momente hin. Der Traum ist immer, irgendwann einen Pokal mit der Mannschaft hochzuheben und gemeinsam zu feiern.

Ich habe Alex aus Berlin, dem Vorsänger, nach dem BBL-Finale geschrieben, dass ich ihm den Pokal von Herzen gönne und es auch mein Traum ist, als aktiver Fan einen Pokal in der Hand zu halten.

Aber auch abseits der Titel gab es in den 20 Jahren viele positive Momente. Ich habe durch den Basketball unglaublich viele Freunde kennengelernt. Viele meiner engsten Freunde gehen heute mit mir zum Basketball. Das ist eigentlich genau das Gegenteil davon, wie ich angefangen habe, als ich noch alleine zu den Spielen gegangen bin.

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Auch das Pokalfinale in Berlin, die beiden Top Fours in Oldenburg und vor allem die Auswärtsfahrten gehören für mich dazu. Wenn man zum Beispiel über Nacht nach München fährt, dort gemeinsam den Tag verbringt, das Spiel gewinnt und anschließend wieder zurückfährt, ist das einfach ein Riesenhighlight.

Frage: Kannst du eine Top fünf aufzählen?

Jannik: Wenn ich meine persönlichen Top fünf nennen müsste, wären das die Meisterschaft, der Pokalsieg, das Pokalfinale in Berlin, das Ulm-Spiel mit dem Dreier von Ricky Paulding und dieses Playoff-Spiel in München. Die Reihenfolge kann sich dabei schon mal ändern, aber die Meisterschaft steht für mich klar auf Platz eins.

Frage: Bei all den schönen Erlebnissen gab es sicher auch Rückschläge. Gab es einen Moment, der dich als Fan besonders getroffen oder enttäuscht hat?

Jannik: Ich bin ein unglaublich schlechter Verlierer, was in einer Fifty-Fifty-Sportart natürlich keine besonders gute Eigenschaft ist. Nach Niederlagen habe ich deshalb schon immer zu kämpfen. Ein Beispiel war das Pokal-Aus in Frankfurt vorletzte Saison. Mit so vielen Ambitionen in die Saison zu starten und dann zur Halbzeit mit 20 oder 25 Punkten zurückzuliegen, war für mich ein echter Downer.

Negativ bleiben mir als Fan aber auch Situationen in Erinnerung, in denen Fans unnötig eingeschränkt oder nicht ernst genommen werden. Das kann bei schwierigen Ticketbedingungen anfangen und bis zu Fanmaterial gehen, das nicht mit in die Halle darf.

Dafür setze ich mich gemeinsam mit anderen Fanclubs auf Ligaebene ein. Wir brauchen vergleichbare Standards, damit Dinge wie ein Megafon selbstverständlich zum Support gehören. Im Basketball ist das leider noch lange nicht überall der Fall. Gerade bei den Voraussetzungen für organisierten Support gibt es deshalb noch einiges zu tun.

Frage: Das heißt, die einzelnen Standorte sind da teilweise nicht so kooperativ?

Jannik: Ich glaube, das größte Problem ist, dass die Basketballhallen in der Regel nicht den Teams gehören. Das ist zum Beispiel beim Fußball anders, wo eine Stadiongesellschaft häufig an die Fußballbetriebsgesellschaft angegliedert ist. Das Stadion gehört also in irgendeiner Form zum Klub. Im Basketball ist das meistens nicht der Fall.

Dadurch müssen sich die Klubs an die jeweiligen Hallenregularien halten. Und diese sind häufig einfach für alle Mieter gleich festgeschrieben, ohne darauf zu schauen, was bei einer Basketballveranstaltung eigentlich gerade passiert.

Frage: Wie erlebst du den Umgang mit Fans und Fanklubs in den verschiedenen Hallen und welche Probleme gibt es dabei?

Jannik: Man muss an vielen Standorten gegen diese Hallenregularien kämpfen. Die Fanklubkolleginnen und -kollegen werden das kennen. Man wird teilweise vor vollendete Tatsachen gestellt und es gibt wenig Redebereitschaft, weil man sich darauf beruft, dass es diese Regeln nun einmal gibt.

Ein Beispiel ist das Megafon. An manchen Standorten darf es erst ab einer bestimmten Anzahl an Fans eingesetzt werden. Bei 50 Leuten ist es erlaubt, bei 49 heißt es dann plötzlich, dass kein Megafon mit in die Halle darf. Auch Konfetti ist grundsätzlich verboten. Das kann dann sogar zu Strafen durch die Liga führen. Wenn es aber schöne Bilder für die Liga gibt, wie beispielsweise vergangene Saison in Köln, ist Konfetti plötzlich erlaubt.

Genau solche Dinge sorgen bei mir und auch bei vielen anderen Fanclubs für eine ziemlich hohe Frustration. Ich glaube, dass wir die Fanszenen im Basketball langfristig nicht so weiterentwickeln werden, wie wir es zum Beispiel im Fußball sehen, wenn wir bei diesen Standards nicht zu einer gewissen Vereinheitlichung kommen.

Frage: Spannend. Gehen wir noch einmal etwas in die positive Richtung. Ihr feiert jetzt euer 20-jähriges Jubiläum. Habt ihr als TSO dafür etwas Besonderes geplant?

Jannik: Das Jubiläum feiern wir im Mai 2027. Ich habe vier Vorstandskolleginnen und -kollegen, mit denen ich mich regelmäßig abstimme und mit denen wir verschiedene Dinge planen.

Wir haben die kommende Saison schon ein Stück weit vorausgeplant. Wir wissen zum Beispiel, zu welchen Auswärtsspielen wir mit dem Bus fahren werden und wann welche Choreos stattfinden sollen. Im November ist bereits eine relativ große Choreo geplant. Gleichzeitig stecken wir schon in den Vorbereitungen für eine Choreo im Mai, die sicherlich noch einmal deutlich größer und eindrucksvoller werden soll. Da müssen wir allerdings noch einige Dinge planen und auch die entsprechenden Freigaben von den Baskets einholen.

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Es wird auf jeden Fall etwas passieren. Wir wollen das Jubiläum groß feiern und die Saison 2027/28 insgesamt ein Stück weit als Jubiläumssaison nutzen. Da können wir uns gut vorstellen, verschiedene Dinge noch einmal besonders aufzuziehen, vielleicht auch mit einer eigenen Merch-Kollektion für die TSO-Mitglieder oder ähnlichen Aktionen.

Frage: Und dann hoffentlich auch mit den Playoffs. Das wäre für euch natürlich das perfekte Geschenk zum 20-jährigen Jubiläum im Mai, oder?

Jannik: Ja, das hätte schon etwas.

Frage: Dann können wir vielleicht direkt einmal auf die aktuelle Mannschaft schauen. Wie siehst du das Team in dieser Saison?

Jannik: Da bin ich immer ein bisschen vorsichtig. Letztes Jahr habe ich auch gesagt, dass wir eine sensationelle Mannschaft haben, und wie die Saison ausgegangen ist, wissen wir alle. Sportlich waren die vergangenen Jahre einfach nicht zufriedenstellend.

Deshalb habe ich beim Sponsorenempfang gesagt, dass ich mir vor allem wieder ein richtiges Team wünsche. Spieler, die wissen, wofür und für wen sie spielen und eine Verbindung zu den Fans aufbauen. Damit meine ich nicht nur die Fankurve, sondern die gesamten 6.500 Menschen in der Halle.

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Mein Traumszenario wäre natürlich, dass das alles zusammenkommt und wir am Ende in den Playoffs stehen. Aber auch wenn wir mit Milenko [Bogićević] eine sportliche Weiterentwicklung sehen und die Playoffs vielleicht knapp verpassen, wäre das für mich in Ordnung. Dann würde ich sagen, dass sich der Standort wieder in die richtige Richtung entwickelt.

Frage: Ich glaube, das ist ein schöner Abschluss oder liegt dir noch etwas auf dem Herzen?

Jannik: Ja, eine Sache würde ich gerne noch loswerden. Ich habe noch einen kleinen Appell an die Fans. Uns geht es gar nicht darum, einfach nur möglichst viele neue Mitglieder zu gewinnen. Wir wünschen uns vor allem Menschen, die Lust haben, sich aktiv einzubringen und gemeinsam mit uns die Fankultur rund um die Baskets mitzugestalten. Die aktive Fanarbeit würden wir gerne wieder auf mehr Schultern verteilen – sei es beim Support, bei Choreos oder bei anderen Aktionen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, auch für Nachwuchs in den eigenen Reihen zu sorgen, damit diese Fanarbeit langfristig weiterlebt. Also kommt gerne dazu und werdet Teil des Fanclubs TSO.

Abschluss: Super, dann vielen Dank für das spannende Interview und bis zum nächsten Mal!

Hinweis: Das Gespräch wurde per Software transkribiert.

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