Beide Mannschaften starteten mit viel Energie ins Pokal-Viertelfinale, doch offensiv hatte das Spiel zunächst wenig Feuer. Vechta fand durch zwei Dreier von Joschka Ferner schneller den Rhythmus und erspielte sich zum Viertelende eine kleine Führung (19:15). Ein 6:0-Lauf zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Rasta erstmals zweistellig in Front, doch Chris Clemons hielt Oldenburg mit elf Punkten vor der Pause im Spiel. So ging es mit 39:30 in die Kabinen.
Oldenburg kam deutlich verbessert aus der Halbzeitpause und setzte gleich zu Beginn des dritten Viertels ein Ausrufezeichen: Ein 6:0-Lauf zwang Rasta Vechta früh zur Auszeit. Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Phase, in der beide Mannschaften offensiv wie defensiv Akzente setzen konnten. Mitte des dritten Viertels übernahmen die Baskets erneut die Führung, die zeitweise auf sechs Punkte anwuchs.
Der Start in den Schlussabschnitt verlief hingegen zerfahren. Auf beiden Seiten prägten Turnover und Fehlwürfe das Spielgeschehen. Vechta fand als erstes Team wieder in den Rhythmus und ging nach einem Step-Back-Dreier von Herkenhoff mit vier Punkten in Führung.
Oldenburg kämpfte sich in der Schlussphase zurück. 24 Sekunden vor dem Ende war die Partie beim Stand von 69:69 ausgeglichen, und die Baskets hatten den letzten Angriff. In dieser entscheidenden Szene übernahm Chris Clemons Verantwortung und versenkte einen Dreier eine Sekunde vor der Schlusssirene – der Treffer bedeutete die Entscheidung.
Mit dem 72:69-Erfolg sicherte sich Oldenburg den Einzug ins Top Four am 21./22. Februar und ließ die über 300 mitgereisten Fans jubeln.
DieZweite Halbzeit
Eine zweite Halbzeit, auf die sich aufbauen lässt: Zur Pause lag Oldenburg mit 39:30 zurück, auch weil der Offensivrhythmus kaum vorhanden war. Mit lediglich drei Assists im ersten Durchgang agierten die Baskets selten mannschaftsdienlich und mussten häufig schwierige Würfe kurz vor Ablauf der Shot-Clock nehmen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich jedoch ein deutlich verbessertes Bild. Oldenburg spielte strukturierter, bewegte den Ball konsequenter und kam dadurch zu besseren Abschlüssen. Neun Assists in der zweiten Halbzeit unterstreichen den gestiegenen Teamplay-Fokus. Zudem erzielten die Baskets im dritten und vierten Viertel zusammen 42 Punkte.
Erwähnenswert ist auch, dass Oldenburg Vechtas Topscorer Verge bei nur 15 Punkten hielt. Clemons wurde dabei oft abseits eingesetzt, während Fobbs meist und Tischler stellvertretend die Verteidigung übernahmen.
Nicho Tischler
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Ein wesentlicher Faktor für die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war Nicho Tischler. Mit hoher Intensität in der Defensive und vielen starken Aktionen setzte er entscheidende Impulse. Tischler überzeugte zudem statistisch: 14 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists und 2 Steals unterstreichen seine rundum starke Leistung. Mit einem Plus-Minus-Wert von +13 verzeichnete er zudem den besten Wert im gesamten Team.
Ausblick
Es ist zu hoffen, dass die starke zweite Halbzeit sowie der Einzug ins Top Four der Mannschaft zusätzlichen Auftrieb verleihen. Besonders das anstehende Spiel gegen Bamberg wird spannend zu beobachten sein, da es zeigen dürfte, ob der Trend nach oben geht. Ein ausführlicher Ausblick auf die Begegnung folgt in den kommenden Tagen.
Am kommenden Montag, dem 17. November, steht das Pokalderby gegen Vechta an. Das Pokalviertelfinale wird auf der Website von Rasta Vechta nicht weniger als „das Spiel des Jahres“ genannt. Für Vechta wäre ein Sieg gleichbedeutend mit der ersten Top-Four-Teilnahme in der Vereinsgeschichte.
Für Oldenburg wäre es das vierte Pokal-Halbfinale in den letzten zehn Jahren. 2015 gewannen die Oldenburger den Pokal in eigener Halle in einer spannenden Partie gegen Bamberg. 2020 zogen sie nach einem Sieg im Halbfinale gegen Ulm ins Pokalfinale ein, wo die Mannschaft um Spieler wie Rašid Mahalbašić und Rickey Paulding in Berlin gegen Alba Berlin unterlag.
Das letzte Mal standen die Oldenburger im Final Four und einem Pokal-Finale im Jahr 2023 erneut vor heimischer Kulisse in der EWE Arena. In einem packenden Spiel gegen Ludwigsburg kämpften sich die Baskets nach einem 18-Punkte-Rückstand zurück und zogen ins Finale gegen München ein. Dort blieb der große Coup zwar aus, doch mit dem zweiten Platz sicherten sich die Oldenburger dennoch ein starkes Ergebnis.
Der Weg ins Viertelfinale
Rasta Vechta
In der ersten Pokalrunde traf Rasta Vechta auf die Gießen 46ers und gewann das erste Pflichtspiel der Saison in Gießen. Rückkehrer Tommy Kuhse avancierte dabei mit 25 Punkten zum Topscorer.
Im Achtelfinale wartete anschließend ein schweres Los auf die Vechtaer: der letztjährige Playoff-Teilnehmer NINERS Chemnitz. In einer packenden und hochspannenden Partie setzte sich Rasta Vechta im heimischen Rasta Dome mit 89:86 durch. In diesem Spiel glänzte der zweite starke Guard Alonzo Verge mit 38 Punkten als Topscorer der Begegnung.
EWE Baskets Oldenburg
Für Oldenburg ist das Pokalderby gegen Vechta nicht das erste Derby in dieser Pokalsaison. Bereits in der ersten Runde trafen die EWE Baskets auf Bremerhaven und setzten sich dort deutlich mit 97:75 durch. In der zweiten Runde wartete Würzburg auf die Oldenburger. Dieses Duell blieb bis zur letzten Sekunde spannend – am Ende entschieden die EWE Baskets das Spiel jedoch knapp mit 61:60 für sich und sicherten damit den Einzug ins Viertelfinale.
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Aktuelle Form
Rasta Vechta
Betrachtet man die letzten fünf Spiele von Vechta, steht die Mannschaft bei 0:5. Allerdings waren darunter auch zwei Duelle gegen das aktuelle Überraschungsteam aus VET-CONCEPT Gladiators Trier sowie gegen den Meister FC Bayern München Basketball. Besonders das jüngste Heimspiel in der BBL gegen München war stark – und wurde nur äußerst knapp verloren.
In der noch jungen BBL-Saison steht Vechta aktuell bei 2 Siegen und 4 Niederlagen und belegt damit Platz 14. Mit einem Offensiv-Rating von 107,1 präsentiert sich die Offensive bislang eher schwächer – obwohl mit Verge und Kuhse zwei starke Scorer auf den Guard-Positionen zur Verfügung stehen. Dennoch deuteten beide ihr Potenzial bereits eindrucksvoll an: Wie oben erwähnt legte Verge im Pokalduell mit Chemnitz fulminante 38 Punkte auf.
EWE Baskets Oldenburg
Die Baskets reisen mit zwei Siegen aus den letzten fünf Spielen nach Vechta – darunter der Pokalerfolg gegen Würzburg. Dennoch hatten sich die Oldenburger einen besseren Start in die Saison erhofft. In der BBL stehen die Baskets aktuell bei 1:6, und sowohl offensiv als auch defensiv fehlt bislang die nötige Konstanz.
Es gibt Partien, in denen Oldenburg den Gegner bei 65 oder weniger Punkten hält – etwa gegen Ludwigsburg oder Würzburg. Doch ebenso gab es Spiele, in denen die Defensive nicht stabil stand: Gegen Jena kassierten die Baskets 95 Punkte, in Rostock sogar 94. Damit weist Oldenburg ein Defensiv-Rating von 112,9 auf und stellt weiterhin die drittschlechteste Verteidigung der BBL.
Ausblick auf das Spiel
Für Oldenburg wird es entscheidend sein, die Guard-Positionen effektiv zu verteidigen. Zwar hat Kuhse die letzten beiden Spiele verletzungsbedingt verpasst und sein Einsatz am Montag ist fraglich, doch selbst ohne ihn wartet mit Verge eine große Herausforderung auf die Oldenburger Defensive. Spannend wird zu sehen sein, mit welcher taktischen Ausrichtung die Baskets versuchen werden, die starken Rasta Guards zu kontrollieren.
Auch wird spannend sein, welche Mannschaft besser mit dem Druck umgeht, sich die Chance auf den Einzug ins Halbfinale zu sichern.
Mit über 300 mitreisenden Fans werden die Oldenburger am Montagabend in Vechta vertreten sein. Sie dürften die ohnehin schon beeindruckende Atmosphäre im Rasta Dome nochmals verstärken und für ein besonders packendes Pokalderby sorgen.
Das Spiel begann eigentlich genau so, wie man es sich erhofft hatte: mit einer starken Defensive, die in verschiedenen Varianten agierte und den Ludwigsburgern im ersten Viertel nur 13 Punkte erlaubte. Beispielsweise starteten die Baskets mit Brian Fobbs, der den ballführenden Traveon Buchanan verteidigte. Auch die Hedge-Verteidigung zeigte Wirkung und führte zu einigen Ballgewinnen.
Doch auf diesen überzeugenden Start folgten drei sehr enttäuschende Viertel, in denen weder offensiv noch defensiv viel zusammenlief. Das vierte Viertel lässt sich kurz zusammenfassen: zu viele Ballverluste (6), zu viele vergebene Freiwürfe (5) und ein unsportliches Foul. Unter solchen Umständen kann ein Spiel nicht gewonnen werden – auch wenn es durchaus genügend Chancen dazu gegeben hätte.
Die Mannschaft
Wie bereits im ersten Blog erwähnt, besitzt die Mannschaft viel Potenzial und verfügt über gute Spieler, die ihre Qualität auch in anderen Ligen schon unter Beweis gestellt haben. Momentan stimmt jedoch das Zusammenspiel überhaupt nicht, und das Team wirkt sehr verunsichert – besonders deutlich wurde das im letzten Viertel.
Mit etwas mehr Fokus und klareren Systemen hätten die Oldenburger durchaus eine realistische Chance gehabt, dieses Spiel zu gewinnen. Viele Spieler scheinen derzeit nicht optimal eingesetzt zu sein und bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten.
Besonders auffällig war Chris Clemons, der sichtlich Probleme im Spielaufbau hatte. Sieben Ballverluste bei nur vier Assists sprechen eine klare Sprache. Auch Fobbs konnte seine Rolle unter Trainer Krunić bisher offenbar nicht ausfüllen. Alleine in diesem Spiel erwischte er mit fünf Ballverlusten und einem Effizienzwert von -3 einen gebrauchten Tag.
Interview Filip Stanic
Nach dem Spiel gab Filip Stanić ein Interview, in dem er das Ungleichgewicht zwischen Training und Spielleistung ansprach. Er erklärte, dass unter der Woche ‚hart und gut gearbeitet‘ werde, doch sobald die Spiele beginnen, ‚alles weg‘ sei. Besonders bemerkenswert war seine Aussage auf die Frage, wie man aus so einem Loch herauskomme: „Keine Ahnung.“
Zusammenfassung
Sollte es in den vorherigen Spielen noch Ansätze von Hoffnung gegeben haben, verdeutlichte dieses Spiel nun, dass externe Impulse erforderlich sind. Nur so lässt sich der Mannschaft eine klare Struktur zurückgeben und die Spieler in ihren optimalen Positionen einsetzen. Wie sich die Situation in den kommenden Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass dieser Blog auch dazu gedacht ist, positive Aspekte hervorzuheben und mit einem gewissen Optimismus auf die kommenden Spiele zu blicken. Nach dem Spiel gegen Ludwigsburg fällt das allerdings nicht leicht.
Dennoch gibt es zum Abschluss auch etwas Positives: Am Montag, den 17. November, bietet sich die Chance auf den Einzug ins Top Four-Finale. Der Vorbericht dazu folgt hier.
Zuerst möchte ich erklären, warum ich diesen Blog gestartet habe. Dabei möchte ich vor allem Torben Rosenbohm erwähnen, der mit seinem Blog über die EWE Baskets Oldenburg seit September 2022 einen großen Mehrwert geschaffen hat. Er berichtete stets fundiert über die Baskets, sprach auch kritische Themen offen an und lieferte tiefgehende Analysen. Besonders seine Interviews waren immer spannend und bereichernd, um die Spieler und das Umfeld der EWE Baskets besser kennenzulernen.
Mit Torbens Wechsel in die Position des PR-Managers bei den EWE Baskets endete leider auch sein Blog – und genau diese entstandene Lücke möchte ich nun mit meinen Beiträgen ein Stück weit schließen. Mein Ziel ist es, wieder eine unabhängige, von außen kommende Perspektive auf die Mannschaft zu bieten und die Spiele der Donnervögel ausführlich zu analysieren.
Der Blog soll sich dabei vor allem auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: zum einen auf den Rückblick der vergangenen Partien und zum anderen auf die Vorschau des jeweils nächsten Gegners. Außerdem möchte ich regelmäßig taktische Aspekte des Spiels aufgreifen. Ich plane, mit einfachen Systemen zu beginnen und diese im Laufe der Zeit Schritt für Schritt zu vertiefen.
In welchem Umfang und in welcher Häufigkeit neue Artikel erscheinen werden, wird sich noch zeigen – aber ich bin offen für Feedback, Anregungen und Ideen. Nur gemeinsam kann ein Blog entstehen, der Leserinnen und Leser begeistert und den Basketball in Oldenburg, insbesondere die EWE Baskets, noch ein Stück näherbringt.
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
2. Spieltag und aktuelle Ereignisse
Große Enttäuschung an der Ostsee
Vor der Partie gegen Rostock standen gleich mehrere spannende Fragen im Raum:
Wird Dakarai Tucker nach seiner Verletzung wieder ins Aufgebot zurückkehren, und wie präsentiert sich der Kader insgesamt – gab es Veränderungen?
Wie wird Chris Clemons auftreten, nachdem er zuletzt mit seiner 52-Punkte-Gala für Aufsehen sorgte?
Und schließlich: Kann die Defensive der Oldenburger an Stabilität gewinnen und gegen Rostock überzeugen?
Vor Spielbeginn gab es eine erfreuliche Nachricht: Tucker kehrte nach seiner Verletzungspause zurück. Im Vergleich zur Partie gegen Trier rückte er für Fugett ins Aufgebot – und bereits in seinen ersten Minuten zeigte er, warum er für die kommenden Spiele eine so wichtige Rolle einnehmen kann.
Das erste Viertel endete mit 25:21 aus Rostocker Sicht – und schon in diesen Minuten wurde deutlich, woran die Oldenburger arbeiten müssen: an ihrer Verteidigung. Durch das konsequente Hedgen öffneten sich immer wieder Lücken, die Rostock zu einfachen Punkten in der Zone oder zu freien Würfen aus der Ecke nutzten. Auch im zweiten Viertel fand die Oldenburger Defensive keinen Zugriff. Rostock erzielte 28 Punkte, und so stand zur Halbzeit einmal mehr ein bekanntes Bild: Der Gegner hatte bereits über 50 Punkte auf dem Konto. Offensiv haperte es zudem bei den einfachen Würfen aus der Distanz und durch einige vermeidbare Ballverluste. Trotzdem blieben die EWE Baskets mit nur zehn Punkten Rückstand zur Pause (53:43) noch in Reichweite.
Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie zunächst ausgeglichen. Mit einigen Steals kämpfte sich Oldenburg zwischenzeitlich auf vier Punkte heran (66:62). Doch kurz vor der Viertelpause sorgte Rostocks starker Schwartz (26 Punkte, 9 Rebounds, 5/9 Dreier) mit einem „And-One“ und einem anschließenden Dreier von Kolenda (18 Punkte, 4/8 Dreier) wieder für klare Verhältnisse. Im Schlussabschnitt gelang es den Oldenburgern nicht mehr, den Rückstand zu verkürzen. Stattdessen baute Rostock den Vorsprung weiter aus, gewann das Viertel mit 22:15 und damit das Spiel insgesamt deutlich mit 94:77.
Zusammenfassend fehlte es den Oldenburgern an beiden Enden des Feldes. Zwar erwischte Clemons mit 24 Punkten offensiv einen guten Tag, doch sein Distanzwurf wollte diesmal nicht fallen – nur einer seiner sechs Dreierversuche fand das Ziel (16,7 %). Insgesamt präsentierten sich die Baskets von der Dreierlinie schwach und trafen lediglich 25 % ihrer Würfe (7/28). So kamen die Huntestädter am Ende auf 77 Punkte und mussten die Partie vor allem aufgrund einer defensiv schwachen ersten Halbzeit deutlich abgeben.
Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
Die Verteidigung
Im Spiel wurde nur selten vom ursprünglichen Defensivplan abgewichen, sodass kaum alternative Verteidigungsformen ausprobiert wurden. Oldenburg hielt konsequent am Doppeln des ballführenden Spielers fest – eine Strategie, die die Rostocker über 40 Minuten hinweg konsequent ausnutzten, um zu einfachen Punkten in der Zone oder freien Dreiern zu kommen. Dabei stellt sich die Frage, ob Oldenburg überhaupt das passende Personal hat, um eine Hedge-Defense über die gesamte Spielzeit effektiv umzusetzen. Sowohl Filip Stanic als auch Michale Kyser sind solide Verteidiger, doch fehlt ihnen die notwendige Geschwindigkeit, um nach dem Doppeln rechtzeitig in die Zone zurückzukehren und die gegnerischen Center effektiv zu verteidigen. Zudem verliert das Team durch das Herausziehen der Center häufig die Rebound-Kontrolle, da diese keine gute Position unter dem Korb einnehmen können. Auffällig war außerdem, dass Clemons im Eins-gegen-eins mehrfach attackiert und zu leicht geschlagen wurde, was zu einfachen Punkten in der Zone führte. Hier wäre es interessant, in Zukunft unterschiedliche Verteidiger gegen den gegnerischen Point Guard einzusetzen, um Clemons in der Defensive etwas zu entlasten und besser zu verstecken.
Eral Penn
Eral Penn zeigte in diesem Spiel eine klare Leistungssteigerung. Nach einem schwierigen Saisonstart nutzte er seine rund 16 Minuten Einsatzzeit effektiv: 3 von 4 Dreiern, 5 Rebounds und ein Plus/Minus-Wert von +12 unterstreichen seinen positiven Einfluss. Auch emotional war er ein Faktor – als einer der wenigen Spieler versuchte er, seine Mitspieler mitzureißen und gegen die Niederlage anzukämpfen.
3. Vorschau auf das nächste Spiel
Die Fakten
Der nächste Gegner der EWE Baskets sind die MHP Riesen Ludwigsburg. Gespielt wird am Samstag, den 8. November, um 18:30 Uhr in der MHPArena in Ludwigsburg.
Die letzten fünf Spiele der Ludwigsburger:
Gegner
Wettbewerb
Datum
Ergebnis
Syntainics MBC
BBL
02.11.2025
93:82
ratiopharm Ulm
BBL
26.10.2025
90:81
MLP Academics Heidelberg
BBL-Pokal
19.10.2025
73:82 (L)
NINERS Chemnitz
BBL
10.10.2025
88:111 (L)
Fitness First Würzburg Baskets
BBL
05.10.2025
79:84 (L)
Das Duell der Zwillinge
Ein besonderes Highlight erwartet die Fans am kommenden Samstag in der MHPArena: das Bruderduell zwischen Nicho und Brandon Tischler. Die Zwillinge liefern sich auch statistisch ein Kopf-an-Kopf-Rennen – beide holen im Schnitt 5 Rebounds, beim Scoring liegt Brandon mit 6,8 Punkten nur knapp vor Nicho, der auf 5,3 Zähler kommt. Man darf gespannt sein, welcher der beiden Brüder am Samstag das bessere Ende für sich und sein Team haben wird.
Über Ludwigsburg
Lange Zeit war Ludwigsburg für seine kompromisslose Defensive bekannt und galt in der Liga als äußerst unangenehmer Gegner. Doch in dieser Saison hat sich das Bild etwas gewandelt. In der Sommerpause verpflichteten die MHP Riesen den schwedischen Nationaltrainer Mikko Riipinen, mit dem in Ludwigsburg eine neue Ära begonnen hat. Unter seiner Leitung liegt der Fokus nun deutlich stärker auf der Offensive.
Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Mit einem Offensive Rating von 116,4 – also 116,4 erzielten Punkten pro 100 Angriffe – stellt Ludwigsburg aktuell die drittbeste Offensive der Liga. Gleich vier Spieler punkten im Schnitt zweistellig: Elijah Hughes, Stefan Smith, Traveon Buchanan und Yorman Polas Bartolo. Besonders herausragend ist dabei Smith, der durchschnittlich 17,8 Punkte erzielt und von außen mit starken 42,1 Prozent bei rund fünf Versuchen pro Spiel trifft.
Im Vergleich zu den erfolgreichen Defensivjahren zeigt sich allerdings die andere Seite der Medaille: Das Defensive Rating liegt bei 116,5, was den viertschlechtesten Wert der Liga bedeutet. Damit ergibt sich ein Net Rating von -0,1 – ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angriff und Verteidigung.
Am vergangenen Spieltag gelang den Ludwigsburgern jedoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Mit einem 93:82-Sieg beim zuvor ungeschlagenen Tabellenführer MBC aus Weißenfels setzten sie ein Ausrufezeichen. Buchanan avancierte mit 32 Punkten zum überragenden Akteur der Partie. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Defensive zunehmend an Stabilität gewinnt – ein Trend, den das Team nun bestätigen will.
Was muss Oldenburg besser machen?
Individuell haben bereits viele Spieler ihr Potenzial unter Beweis gestellt, doch jetzt muss es auch im Zusammenspiel als Team funktionieren. Besonders in der Defensive besteht weiterhin großer Verbesserungsbedarf: Mit einem Defensive Rating von 117,6 stellen die Baskets derzeit die drittschlechteste Verteidigung der Liga – ein Wert, der sich in den kommenden Spielen dringend verbessern muss. Am Samstag in Ludwigsburg bietet sich nun die Chance, genau das unter Beweis zu stellen und mit mehr defensiver Geschlossenheit einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu machen.