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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Die ratiopharm-Ulm-Legende Per Günther begann nach dem Ende seiner Spielerkarriere als TV-Experte und Podcaster zu arbeiten. In seinem Podcast „Abteilung Europameister“ spricht er ab und zu über das Playoffspiel Oldenburg gegen Ulm in den Playoffs 2017, wo die Oldenburger einen 27 Punkte Rückstand aufgeholt haben und mit einem Buzzerbeater Dreier von Rickey Pauling die Verlängerung und den anschließenden Sieg holten. Neben diesem Ereignis diskutiert er gemeinsam mit Benni Zander und/oder Basti Ullrich über verschiedenste Themen rund um den Basketball.

    Ein wiederkehrendes Thema im Podcast sind Trainerwechsel. In diesem Zusammenhang hat Per Günther die sogenannte „Affe-mit-Hut-Theorie“ aufgestellt. Diese besagt, dass ein Trainerwechsel bei einem Team in den ersten drei Spielen nahezu immer einen positiven Effekt zeigt. Dieser Effekt sei quasi garantiert – die entscheidende Frage sei jedoch, ob der neue Trainer tatsächlich gut ist oder ob der kurzfristige Erfolg lediglich daraus resultiert, dass die Spieler für kurze Zeit wieder motivierter sind. In den ersten drei Spielen lasse sich dies nicht eindeutig beurteilen. Überspitzt formuliert könnte man daher auch einen Affen mit Hut an die Seitenlinie stellen und würde für drei Spiele einen positiven Effekt sehen (Quelle: Abteilung Europameister, Folge „Affe mit Hut Reloaded mit Marie Gülich“ vom 2. April 2025).

    Um zu überprüfen, ob ein Trainerwechsel auch eine langfristige Wirkung entfaltet, reicht es folglich nicht aus, nur die ersten drei Spiele zu betrachten. Im Artikel „Der Trainerwechsel in Zahlen“ (Der Trainerwechsel in Zahlen) wurden bereits die ersten fünf Spiele nach dem Trainerwechsel der EWE Baskets Oldenburg analysiert, wobei sich ein klarer Trend abzeichnete. Um zu untersuchen, ob sich dieser Trend fortsetzt, werden in diesem Artikel nun die ersten zehn Partien unter Trainer Spasić genauer betrachtet.

    Die Offensive

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    In den ersten fünf Spielen unter Trainer Spasić zeigte sich bereits ein klarer Trend. Die Offensive funktionierte unter ihm deutlich besser und das Offensivrating aller Spieler verbesserte sich, bei einigen sogar signifikant. Allerdings war die Datenbasis zu diesem Zeitpunkt noch begrenzt. Zudem fanden drei der fünf Partien gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel statt.

    Aus diesem Grund sind in der unten dargestellten Grafik die Offensivratings der letzten zehn Spiele abgebildet. Hier wird deutlich, dass der Trainerwechsel sowie die damit einhergehenden Systemumstellungen nachhaltig wirken. In der Offensive wird der Ball wesentlich besser bewegt, wodurch gezielt Mismatches generiert werden.

    Ein weiteres zentrales Element der Oldenburger Offensive ist das Post-up-Spiel. Häufig ist der erste Spielzug einer Partie ein Post-up über Nicho Tischler. Der Post-up hat in den vergangenen Jahren insgesamt an Bedeutung verloren und nur noch wenige Teams setzen regelmäßig auf diese Option. Ein Blick auf die Statistiken zeigt jedoch, dass insbesondere der FC Bayern Basketball und die EWE Baskets Oldenburg diesen Spielzug wieder erfolgreich in ihre Systeme integriert haben.

    Sowohl die Münchener als auch die Oldenburger gehören zu den Teams mit den meisten Post-up-Aktionen und gleichzeitig zu den Mannschaften mit der besten Offensive in den letzten zehn Partien. Die untenstehende Grafik verdeutlicht somit, dass die Systemanpassungen den Spielern nachhaltig geholfen haben und alle Akteure in diesem Zeitraum eine Leistungssteigerung verzeichnen konnten.

    Die Defensive

    Auch defensiv bestätigt sich der unter Spasić eingeschlagene Trend. Über die zehn Spiele unter seiner Leitung zeigt das Defensivrating des Teams eine kontinuierliche Verbesserung. Besonders auffällig ist diese Entwicklung bei den Guards. Fobbs und Clemons profitieren deutlich von den defensiven Anpassungen, insbesondere vom geringeren Fokus auf Hedge-Verteidigung und dem verstärkten Einsatz von Switches sowie Eins-gegen-eins-Situationen.

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    Unter Krunić hatten beide Spieler in der Defensive klare Probleme. Fobbs wies ein Defensivrating von 119,4 auf und lag damit deutlich über dem Teamwert von 115,8. Clemons bewegte sich mit 115,4 ebenfalls nur auf dem Niveau des Team-Defensivratings. Unter Spasić liegen beide Guards nun klar unter dem aktuellen Teamwert von 108,6. Fobbs kommt auf ein Defensivrating von 101,4, Clemons auf 105,1.

    Die Daten deuten damit auf eine nachhaltige strukturelle Verbesserung hin und nicht lediglich auf einen kurzfristigen Effekt des Trainerwechsels. Beide Guards, zuvor defensive Schwachstellen, gehören inzwischen zu den stabilsten Verteidigern im Kader.

    Chris Clemons

    Im ersten Artikel zum Trainerwechsel wurde bereits Brian Fobbs hervorgehoben, der auch weiterhin deutlich verbesserte Werte aufweist und den positiven Trend unter Spasic bestätigt. In diesem Artikel soll daher ein weiterer Guard der EWE Baskets Oldenburg genauer betrachtet werden, nämlich Chris Clemons. Auch anhand seiner Zahlen wird deutlich, wie viel besser er in die Saison gefunden hat.

    Wie bereits dargestellt, hat sich sein Defensivrating signifikant verbessert. Gleichzeitig konnte er auch sein Offensivrating steigern. Zwar erzielt Clemons unter Spasić mit 16,6 Punkten pro Spiel leicht weniger Punkte als noch unter Krunić, und auch seine Assistzahlen sind weitgehend konstant geblieben. In den ersten neun Spielen kommt er auf 4,4 Assists pro Partie, welches fast exakt derselbe Wert wie in den darauffolgenden zehn Spielen mit 4,7 ist.

    Dennoch stellt sich die zentrale Frage, weshalb die Offensive mit Clemons auf dem Feld unter Spasić so deutlich effizienter ist. Während sein Offensivrating zuvor bei 108,7 lag, erreicht es nun einen Wert von 125,2. Die individuelle Boxscore-Produktion erklärt diesen Sprung nicht vollständig, was darauf hindeutet, dass Clemons stärker in funktionierende offensive Strukturen eingebunden ist und einen größeren Einfluss auf die Effizienz des gesamten Lineups ausübt.

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    Ein Blick auf die Usage Rate von Clemons liefert hierfür eine zentrale Erklärung. Während er unter Krunić noch eine Usage Rate von 29,5 Prozent aufwies, ist dieser Wert unter Spasić auf 25 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist sein True-Shooting-Prozentsatz deutlich gestiegen, von 58,2 Prozent auf 62,9 Prozent. Clemons hat also weniger offensive Aktionen, agiert dabei jedoch leicht effizienter.

    Unter Krunić lief ein großer Teil der Offensive über Clemons. Häufig schloss er Angriffe am Ende in Isolation ab. Diese Isolationssituationen gibt es zwar auch unter Spasić weiterhin, sie treten jedoch deutlich seltener auf. Durch das schnellere Ballmovement gelangt der Ball häufiger in die Hände anderer Mitspieler, die ebenfalls zu guten Abschlüssen kommen und scoren können.

    Zusätzlich erhält Clemons deutlich mehr Unterstützung im Spielaufbau durch Fobbs und Woodard. Dadurch kann er in einigen Angriffen eher als Shooting Guard agieren und verstärkt Off-Ball-Aktionen übernehmen.

    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Clemons im neuen System deutlich besser performt, insbesondere im Hinblick auf sein Offensivrating. Die reduzierte Usage, das vermehrte Off-Ball-Spiel und die stärkere Einbindung seiner Mitspieler steigern nicht nur seine eigene Effizienz, sondern stärken zugleich die gesamte Offensive des Teams.

    (Mehr zu Clemons Rolle könnt ihr im kürzlich veröffentlichten Interview mit Spasić nachlesen: „In unserem System haben wir auf alles eine Antwort‘‘ – Lazar Spasić über seine Basketball DNA )

    Die Liga

    An der Spitze steht erwartungsgemäß der FC Bayern Basketball mit einem Offensivrating von 125,4. Direkt dahinter folgen jedoch bereits die Oldenburger mit einem ebenfalls herausragenden Wert von 125,0. Mit etwas Abstand schließen die Gladiators Trier an, die auf 119,2 kommen.

    Ein Blick auf die Defensive zeigt hingegen ein anderes Bild. Hier rangiert Oldenburg im Mittelfeld der Liga auf Platz neun. Das dürfte Trainer Spasic weniger zufriedenstellen, denn sein Ansatz sieht vor, dass alles aus einer stabilen Defensive heraus entsteht. Trotz der klar erkennbaren offensiven Entwicklung besteht also weiterhin deutliches Potenzial, die Verteidigung zu verbessern.

    Ausblick

    Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass es sich nicht nur um einen kurzfristigen Effekt handelt, sondern um einen klaren Trend. Unter Headcoach Lazar Spasić spielt das Team offensiv deutlich variabler und verbessert, auch die Defensive wirkt stabiler und effektiver. Ob Gegner sich langfristig auf dieses System einstellen können und Mittel gegen bestimmte Spielweisen, wie zum Beispiel das Post-up-Game, finden, wird in einer weiteren Analyse in fünf BBL-Spiele untersucht.

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    Quelle für die Statistiken: 3stepbaskets.com

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    Am Samstagabend gegen ca. 22 Uhr hallte es durch die EWE ARENA: „Wir holen den Pokal!“ Zwar sicherten sich die EWE Baskets Oldenburg mit dem deutlichen Sieg über die MHP RIESEN Ludwigsburg noch nicht den Pokal, doch sie unterstrichen eindrucksvoll ihre starke Form. Gleichzeitig zeigte sich, wie sehr die Fans von der Leistung mitgerissen wurden und mit welcher Vorfreude und Motivation sie die Reise nach München antreten werden.

    Die Partie begann ausgeglichen. Zunächst ging es hin und her, ehe sich die Oldenburger auf 17:10 absetzen konnten. Nach einer Auszeit von Ludwigsburgs Trainer Mikko Riipinen fanden die Gäste jedoch besser ins Spiel zurück und entschieden das erste Viertel knapp mit 24:23 für sich.

    Im zweiten Abschnitt spielten die Oldenburger ihre offensive Stärke eindrucksvoll aus. Mit 33 Punkten im Viertel setzten sie sich deutlich ab und gingen mit einer 56:42-Führung in die Halbzeitpause. Tomislav Zubčić zeigte dabei eine überragende erste Halbzeit mit 17 Punkten und traf starke 5 von 6 Würfen von der Dreierlinie.

    Die zweite Hälfte verlief insgesamt ausgeglichen (46:46), sodass am Ende ein verdienter 102:88-Erfolg für Oldenburg auf der Anzeigetafel stand. Mit diesem Sieg klettern die EWE Baskets auf Platz zehn und damit auf einen Play-In-Rang.

    Außerdem war es schön zu sehen, dass nicht nur alle Spieler Einsatzzeit bekamen, sondern sich auch jeder Akteur in die Scorerliste eintragen konnte.

    Defensivleistung

    In der Defensive nahmen die Oldenburger die beiden Guards der Ludwigsburger konsequent aus dem Spiel. Stefan Smith kam lediglich auf 9 Punkte und traf nur 2 seiner 12 Würfe aus dem Feld. Traveon Buchanan blieb sogar bei nur 2 Punkten und kam insgesamt auf lediglich fünf Abschlüsse.

    Verbesserungsbedarf zeigte Oldenburg hingegen beim Rebounding. Die Ludwigsburger sicherten sich 16 offensive Rebounds und erreichten damit eine Quote bei offensiven Rebounds von 44,3 Prozent. Das bedeutet, dass nahezu jeder zweite mögliche Abpraller in der Offensive bei den Gästen landete.

    Best Duo

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    Ein entscheidender Faktor in diesem Spiel war das Zusammenspiel von Michale Kyser und Chris Clemons. Standen beide gemeinsam auf dem Feld, entschieden die Oldenburger diese Minuten deutlich mit 75 zu 49 für sich. Eine Connection, die immer besser funktioniert und dem Oldenburger Basketball spürbar guttut.

    Auch ein Blick auf die individuellen Statistiken unterstreicht ihren Einfluss. Chris Clemons kam auf 12 Punkte, 3 Rebounds, 8 Assists und 3 Steals und zeigte damit eine rundum starke Leistung. Besonders bemerkenswert ist, dass er seine 8 Assists bereits in der ersten Halbzeit verbuchte.

    Michale Kyser überzeugte ebenfalls mit einer starken Partie. Er erzielte 15 Punkte, sicherte sich 7 Rebounds, darunter 3 in der Offensive, und steuerte zudem einen Steal bei. Dabei wird deutlich, dass er offensiv immer besser ins Spiel findet.

    Noch eindrucksvoller wird der Einfluss der beiden beim Blick auf die Advanced Stats. Clemons kam auf ein Offensiv Rating von 141,1 und ein Defensiv Rating von 103,7, was ein sehr starkes Net Rating von 37,4 ergibt. Kyser setzte sogar noch einen drauf. Mit einem Offensiv Rating von 145,3, dem Bestwert im Team, und einem Defensiv Rating von 98,1 erzielte er ein Net Rating von 47,2. Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß der Impact dieses Duos in dieser Partie war.

    Ausblick

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    Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht, denn bereits am Mittwoch steht das nächste Auswärtsspiel in Ulm an. Direkt im Anschluss reist das Team weiter nach München, wo das lang ersehnte TOP FOUR auf dem Programm steht.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Dienstag habe ich mich mit Lazar Spasić getroffen und mit ihm unter anderem über seine Anfangszeit in Oldenburg unterhalten. Anschließend sprachen wir über seinen Coaching-Stil und darüber, was ihn als Trainer in Offensive und Defensive ausmacht. Außerdem haben wir über den Trainerwechsel und die daraus resultierenden Veränderungen in Offensive und Defensive gesprochen und welche Bedeutung das zum Beispiel für Clemons hat. Zum Abschluss ging es noch kurz um das TOP FOUR Finale und darum, wie er und sein Team sich auf das Spiel gegen Berlin vorbereiten.

    Frage: Du bist jetzt schon einige Zeit in Oldenburg. Hast du in dieser Zeit schon einmal Grünkohl probiert?

    Spasić: Grünkohl? Da habe bisher noch nicht von gehört. Was ist das?

    Grünkohl ist ein Gemüse, welches hier in Oldenburg eine große Tradition hat.

    [Lazar Spasić googelt in diesem Moment]

    Spasić: Ah, das, was Tuck [Dakarai Tucker] letztens probiert hat. Gemüse mag ich nicht so gerne und nein, das habe ich bisher nicht probiert.

    [Zur Info: Auf der Instagram-Seite der EWE Baskets Oldenburg gibt es ein Video, in dem Dakarai Tucker Grünkohl probiert.]

    Frage: Lass uns jetzt zum Saisonbeginn übergehen. Wie war deine Rolle als Assistant Coach unter Predrag Krunić?

    Spasić: Das ist eine schwierige Frage. Ich habe meinen Vertrag zwei bis drei Wochen unterschrieben, bevor Predrag hier unterschrieben hat. Als das passiert ist, war ich glücklich. Mein Hauptgrund, nach Oldenburg zu kommen, war es, auf diesem Level zu lernen und Erfahrung zu sammeln, weil ich vorher nicht wusste, wie Basketball auf diesem Niveau wirklich funktioniert.

    Ich bin mit der Erwartung gekommen, hart zu arbeiten, mein Wissen zu erweitern und mich an das System anzupassen. Wichtig war für mich auch, dass ich gemeinsam mit meiner Familie hierherkommen kann. Als mir Srdjan [Klarić] die Idee und die langfristige Perspektive erklärt hat, war mir klar, dass das der richtige Schritt ist. Mein Ziel war immer, den ersten Schritt außerhalb Serbiens in einer bedeutenden europäischen Liga zu machen und Deutschland war mein Wunschziel.

    Ich habe versucht, jeden Tag zu lernen. Ich habe viel darüber gelernt, wie Predrag mit Spielern kommuniziert, und konnte mein eigenes Verständnis weiterentwickeln. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis. Er hat mich respektiert und mir besonders am Anfang sehr geholfen. Am Ende muss ich sagen, dass ich als Assistant Coach gearbeitet habe und die finalen Entscheidungen Predrag getroffen hat.

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    Frage: Rund zwei Monate nach Saisonbeginn fiel die Entscheidung, dass Krunić nicht mehr Trainer ist und du die Rolle des Headcoaches übernimmst. Wie hast du diesen Moment erlebt?

    Spasić: Als Erstes möchte ich sagen, dass ich mich selbst sehr gut kenne. Ich bin weder ein pessimistischer noch ein optimistischer Mensch, ich bin Realist.

    Ich wusste bereits bevor ich nach Deutschland gekommen bin, dass ich erfolgreich als Coach arbeiten kann. Als dann die Entscheidung vom Klub kam, dass Predrag nicht mehr Headcoach ist, habe ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Das war ein Schock für mich. In dem Moment, als ich die Information bekommen habe, dass ich Headcoach werde, war ich aber bereit. Ich wusste genau, wie ich arbeiten möchte, was ich verändern kann und auf welche Art wir Basketball spielen müssen.

    Das Einzige, was für mich offen war, war die Frage, wie oft ich die Prinzipien vermitteln muss und wie die Spieler diese annehmen würden.

    Frage: Wie sehr warst du eingebunden bei der Auswahl der Spieler am Anfang der Saison?

    Spasić: Wir als Coaching-Staff haben gescoutet und ich wusste sehr genau, welche Spieler wir verpflichten werden, aber es waren nicht meine Entscheidungen. Diese kamen von Predrag. Meiner Meinung nach hat Srdjan einen großartigen Job gemacht, alle Spieler von Oldenburg zu überzeugen, obwohl wir nicht europäisch spielen. Wir haben ein gutes Team zusammengestellt.

    Frage: Wie würdest du deinen Basketballstil beschreiben?

    Spasić: Ich baue meinen Basketball grundsätzlich aus der Verteidigung heraus auf. Die Offensive hängt auch davon ab, gegen wen wir spielen und wie der Gegner verteidigt, daran müssen wir uns anpassen. Die Defensive hingegen hängt nur von uns selbst ab. Das sind die Dinge, die wir kontrollieren können, und genau darauf liegt mein Fokus.

    Von der Defensive aus können wir das Spiel kontrollieren. Würfe können auch mal nicht fallen, das gehört dazu, aber Einsatz, Energie und defensive Disziplin liegen immer in unserer Hand. Unser Selbstvertrauen soll aus der Verteidigung kommen und nicht aus der Offensive. Wenn wir mutig verteidigen und daraus spielen, können wir ein ernstzunehmendes Team sein.

    Wir haben großes offensives Potenzial, das haben wir bereits gezeigt. Wenn wir aber nur von der Offensive abhängig sind, bleiben wir ein durchschnittliches Team. Erst über eine physische und stabile Defensive können wir unser volles Potenzial erreichen. Wie weit das reicht, hängt von vielen Faktoren ab, etwa von Verletzungen oder der Qualität der Gegner. Die Liga ist extrem ausgeglichen, genau das macht sie so interessant.

    Für mich ist die deutsche Liga, die Liga der Top-Ligen in Europa mit dem größten Einfluss der Coaches. Viele internationale Trainer, starke Systeme und klare Identitäten machen die BBL aus.

    Wenn ich meine eigene DNA beschreiben soll, dann beginnt alles mit der Defensive. Das ist der Kern. In meiner Karriere habe ich bereits Titel gewonnen, und auch dort war die Defensive die Basis für alles Weitere. Offensive ist für mich ein Zusatz, der auf einer starken Verteidigung aufbaut.

    Ich bin jetzt in meiner neunten Saison als Headcoach, fünf davon in der ersten und drei in der zweiten Liga in Serbien. Ich habe beide Ligen gewonnen und bin nicht hierhergekommen, um nur zu überleben. Ich bin hier, um etwas zu gewinnen.

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    Frage: Wie schwer war es für dich, deine Basketball-DNA in ein Team zu integrieren, dessen Spieler du nicht selbst ausgewählt hast?

    Spasić: Es war nicht schwer. Für mich war es sogar schwieriger, in Serbien zu arbeiten. Hier kann ich mich voll auf Basketball konzentrieren. Wenn die Spieler von meinem System profitieren und erkennen, dass es Sinn macht, lässt sich vieles leicht umsetzen. Dann kann man sich auf die Details konzentrieren, und diese kleinen Dinge machen oft den Unterschied zwischen durchschnittlichen und Spitzenmannschaften aus.

    Frage: Wenn wir uns die Defensiv-Ratings der Spieler nach fünf Spielen (Der Trainerwechsel in Zahlen) und nach neun Spielen (Artikel über 10 Spiele unter Spasić erscheint am Montag) anschauen, sieht man, dass sich alle verbessert haben, besonders Brian Fobbs, Nicho Tischler und Chris Clemons. Das ist kein kurzer Effekt durch den Trainerwechsel, sondern ein klarer Trend. Unter Krunić habt ihr noch viel gehedged, jetzt verteidigt ihr flach und switcht mehr. Meine Frage ist, ob diese Art zu verteidigen dein Basketballstil ist oder ob du die Verteidigung an die Spieler angepasst hast?

    Spasić: Diese Spielweise ist auf jeden Fall meine DNA. Von Anfang an habe ich den Spielern erklärt, warum es Sinn macht. Bei einer Hedge-Verteidigung ist der Weg zurück zum Korb oft zu lang. In einer flachen Verteidigung kann man die Defensive und Offensive besser verteilen. Beim Hedgen versucht man oft, direkt den Pass zu erzwingen, was aber zu offenen Würfen führen kann.

    Ich bevorzuge High-Bump, mehr Rotation und Aggressivität am Ball. Wir brauchen den Einfluss des Centers am Ball. In einer flachen Verteidigung profitiert der eigene Bigman, er wird besser geschützt und muss nicht so weite Wege laufen.

    Frage: Wenn wir zur Offensive kommen, zeigt sich hier ebenfalls ein klarer Trend und nicht nur ein kurzfristiger Effekt. Bei der Offensive sprechen viele über das Ballmovement, aber mir ist aufgefallen, dass ihr vermehrt in Post-up-Situationen geht. Zum Beispiel ist der erste Spielzug oft Nicho Tischler im Low-Post.

    Spasić: Tatsächlich sind die ersten beiden Spielzüge Post-up-Situationen. Nummer eins ist Nicho und Nummer zwei Tomislav [Zubčić], beides sind zwei Spieler aus der Starting Five. Wir haben mit Filip, Seth und Brian aber noch andere Spieler, die aus dem Post spielen können.

    Frage: Post-up war lange sehr wichtig, wurde in den letzten Jahren aber kaum noch gespielt. Wie kam dir die Idee, das Post-up-Spiel wieder zu integrieren?

    Spasić: Wie ich schon gesagt habe, habe ich meine Idee in Offensive und Defensive aus den letzten Jahren kaum verändert. Aus diesen Situationen habe ich viel gelernt, zum Beispiel Flat Defense oder Post-Offense. Basketball ist in vielen Bereichen Mathematik. Aus welcher Situation erzielt man die besten Dreierquoten?

    Weiß ich nicht.

    Spasić: Nach Offensiv-Rebounds und dem Pass nach außen oder aus dem Low-Post entstehen diese Dreierquoten. Wenn ein Team im Low-Post spielt, konzentriert sich die Verteidigung stark auf den Ball. Der Verteidiger kann nicht kontrollieren, was hinter ihm passiert. Fokussiert sich die Verteidigung nicht auf die Zone, bleibt dort viel Raum, den man nutzen kann.

    Wir wollen keine Fadeaway-Würfe aus dem Post. Bei einem Fadeaway ist man oft aus dem Gleichgewicht und hat weniger Kontrolle über den eigenen Körper. Dadurch wird es schwieriger, den Offensiv-Rebound zu sichern. Außerdem leidet die Transition-Defense, wenn der Wurf nicht fällt.

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    Frage: Ein weiterer Blick auf die Statistiken bringt mich zu einer Frage über Clemons. Er erzielt unter dir leicht weniger Punkte als in den ersten neun Spielen. Auch seine Assists bleiben gleich, seine Usage-Rate ist nur leicht von 29,5 auf 25,5 Prozent gesunken, und sein True Shooting hat sich von 58,2 auf 63,6 Prozent leicht verbessert. Schaut man jedoch auf sein Offensiv-Rating, dann ist dort ein großer Sprung von 108,7 auf 123,4 zu sehen. Wie lässt sich das erklären?

    Spasić: Wenn Teams und Spieler vorankommen wollen, müssen sie Spiele gewinnen. Spiele gewinnt man, in dem man bessere Defensive spielt und den Ball offensiv bewegt und manchmal müssen Spieler dafür Opfer bringen.

    Chris ist ein großartiger Spieler, der alles macht, um mit seiner Mannschaft zu gewinnen und der Verantwortung übernimmt. Am Anfang hat das manchmal dazu geführt, dass er zu schnelle Würfe genommen hat.

    Man muss auch sagen, dass Chris in einer spezifischen Situation zu uns gekommen ist. In den zwei Jahren zuvor wurde Chris als Shooting Guard genutzt. Er wollte dem Team immer helfen, aber wusste den richtigen Weg nicht. Chris braucht klare Regeln, wie wir spielen wollen und er respektiert diese.

    Ich habe ihm verschiedene Optionen gezeigt und er hat diese angenommen. Jetzt bewegen wir den Ball mehr, involvieren mehr Spieler in die Offensive und Spieler, die in der Offensive glücklich sind, spielen bessere Defensive.

    Schaut man auf die Statistiken, hat sich die Zahl der Assists von Chris vielleicht nicht erhöht, aber oft kreiert Chris Situationen, die zum Extrapass führen und gibt damit den Assist zum Assist.

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    Frage: Ein weiteres Thema, das ich behandeln möchte, ist das TOP FOUR Finale in München. Am Anfang hast du gesagt, dass du hierhergekommen bist, um Titel zu gewinnen. Wie bereitet ihr euch auf das wichtige Halbfinale gegen Berlin in so kurzer Zeit vor, zumal ihr am Mittwoch davor noch gegen Ulm spielt?

    Spasić: Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst. Wir müssen uns auf die Basics konzentrieren und uns darüber im Klaren sein. Wenn wir die Dinge gut machen, die wir gut können, haben wir gegen jedes Team eine Chance auf den Sieg. Unser Fokus liegt nur auf uns. Nicht auf Alba, nicht auf Ulm und nicht auf Ludwigsburg.

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    Frage: Wenn du mit dem Team schon im August in die Vorbereitung gegangen wärst, hättet ihr euch trotzdem in dieser Phase der Saison nur auf euch konzentriert oder wäre da mehr Gegner-Vorbereitung dabei gewesen?

    Spasić: Wir würden uns trotzdem hauptsächlich auf uns selbst konzentrieren, etwa 80 Prozent auf uns und 20 Prozent auf das gegnerische Team. Ich versuche, mein Team auf jede Situation vorzubereiten. Wenn der Gegner langsam spielt, haben wir eine Antwort, wenn er schnell spielt, haben wir eine Antwort. Ist der Gegner in einer Zonenverteidigung, können wir reagieren. Deshalb versuche ich im Training immer, mich auf eine Sache zu fokussieren und dafür ein Tool zu entwickeln. Zum Beispiel hatten wir gegen den MBC Probleme mit deren Zonenverteidigung, weil wir vorher noch keine Zeit hatten, uns darauf vorzubereiten.

    Frage: Das macht meine letzten Fragen jetzt hinfällig. Ich habe mir für das Berlin-Spiel aufgeschrieben, wie ihr mit dem starken Druck ab der Baseline umgehen wollt, wie ihr Justin Bean und Jack Kayil verteidigen wollt und wie ihr mit der Hedge-Verteidigung umgehen wollt?

    Spasić: In unserem System haben wir auf alles eine Antwort. Wir arbeiten jeden Tag hart. Wir wissen, wie wir gegen eine Drop-Defense spielen, gegen eine Hedge-Defense oder gegen eine Switch-Defense.

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    Statistik-Quelle: 3stepsbaskets.com

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Das letzte Heimspiel vor dem TOP FOUR in München findet am 14. Februar 2026 um 20 Uhr in der EWE Arena statt. Dabei kommt es nicht nur zum zweiten Duell gegen Ludwigsburg in dieser Saison, sondern auch zum zweiten Aufeinandertreffen der Zwillingsbrüder Nicho und Brandon Tischler.

    Ausgangslage

    Die MHP Riesen Ludwigsburg dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf insgesamt zufrieden sein. Mit einer Bilanz von zehn Siegen und acht Niederlagen befinden sich die Ludwigsburger auf Kurs in Richtung Play-In-Plätze und haben weiterhin die Möglichkeit, sich direkt für die Playoffs zu qualifizieren. Zudem konnten sie drei der letzten fünf Spiele für sich entscheiden.

    Am vergangenen Wochenende mussten die Ludwigsburger jedoch eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Vor allem das zweite Viertel, das mit 10 zu 30 verloren ging, erwies sich als spielentscheidend. Am Ende stand eine 74:86-Niederlage zu Buche. Dieses Spiel wollen die Ludwigsburger sicher schnell vergessen machen um in Oldenburg mit einem Erfolg Richtung Postseason zu schauen.

    Auch für die Oldenburger ist diese Partie von großer Bedeutung, da auch sie einen weiteren Schritt in Richtung Postseason machen können. Nach zwei Siegen in Folge gegen die NINERS Chemnitz und den Syntainics MBC hat sich das Team von Lazar Spasić wieder in Richtung Play-Ins orientiert. Am vergangenen Wochenende hatten die Baskets spielfrei und konnten diese Pause nutzen, um sich für die kommende intensive Phase der Saison etwas zu regenerieren.

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    Denn nach dem Spiel in Ludwigsburg geht es für Oldenburg direkt weiter nach Ulm, ehe am darauffolgenden Wochenende das TOP FOUR ansteht.

    Bei den Oldenburgern dürfte zudem spannend werden, welcher der sieben ausländischen Spieler pausieren muss. Kyle Lofton meldete sich zuletzt mit 14 Punkten stark zurück und macht die Entscheidung für Spasić damit nicht einfacher. Fraglich ist jedoch, ob sich diese Personalfrage überhaupt stellt. Im Spiel in Weißenfels setzte James Woodard aus, da er sich zuvor bereits leicht angeschlagen durch mehrere Partien gekämpft hatte.

    Sollte Woodard rechtzeitig zurückkehren, bleibt es offen, welcher Spieler am Samstag aussetzen muss.

    Key to win

    • Mit defensiver Physis ins Spiel starten
    • Guards der Ludwigsburger stoppen
    • Fastbreakpunkte
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    Es wird entscheidend sein, das Spiel von Beginn an in der Verteidigung mit hoher Intensität und Physis zu gestalten. So sollte verhindert werden, dass die Gegner gerade in der ersten Halbzeit große Scoring-Läufe erzielen. Ein Blick auf die letzten beiden Spiele der Oldenburger zeigt, dass dies häufig der Fall war. Besonders gegen Chemnitz kassierten die Oldenburger in der ersten Halbzeit viele Läufe, konnten das Spiel aber dank hoher defensiver Physis in der zweiten Hälfte noch drehen. Darauf sollte man sich jedoch nicht immer verlassen, weshalb ein aggressiver Start in der Verteidigung von Beginn an notwendig ist.

    Zudem ist es wichtig, die beiden Guards Traveon Buchanan und Stefan Smith defensiv gut zu kontrollieren. Beide agieren häufig in Isolation, und Ludwigsburg ist das Team mit den wenigsten Assists der Liga, durchschnittlich 13,8 pro Spiel. Dies dürfte auch ein Grund dafür sein, dass Lofton am Samstag den Vorzug vor Woodard erhält. Denn Lofton ist ein starker Guard-Verteidiger, insbesondere in Eins-gegen-Eins-Situationen.

    Bei den Ballverlusten zählt Ludwigsburg zu den schwächsten Teams der Liga und gibt durchschnittlich 15,7 Bälle pro Spiel ab. Durch eine körperbetonte Verteidigung sollten die Oldenburger daher versuchen, Ballgewinne zu erzwingen und daraus schnelle Fastbreak-Punkte zu generieren.

    Ausblick

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    Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Oldenburger einen weiteren Schritt in Richtung Play-Ins machen und diese wichtige Woche mit einem Erfolgserlebnis beginnen können, um mit einem guten Gefühl in den Süden zu reisen.

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    Im Basketball gibt es fünf Positionen, den Point Guard (PG), Shooting Guard (SG), Small Forward (SF), Power Forward (PF) und den Center (C). Der Point Guard ist in der Mannschaft meist dafür zuständig, den Ball nach vorne zu bringen und das Spiel zu organisieren. Der Shooting Guard ist, wie der Name schon sagt, vor allem für den Abschluss verantwortlich und agiert häufig abseits des Balles. Der Small Forward zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus und ist oft dafür zuständig, zum Korb zu ziehen. Der Center ist in der Regel der größte Spieler auf dem Feld und übernimmt die Arbeit unter dem Korb, etwa beim Rebounding. Doch welche Rolle spielt eigentlich der Power Forward?

    Der Power Forward ist, wie der Center und der Small Forward, Teil des Frontcourts. Er gehört meist zu den größeren Spielern auf dem Feld und agiert traditionell in Korbnähe. Dort erzielt er Punkte am Brett oder aus Post-up-Situationen und ist sowohl offensiv als auch defensiv für Rebounds und das Ausboxen zuständig.

    Im modernen Basketball haben sich die Anforderungen an den Power Forward etwas verändert. Viele Spieler auf dieser Position verfügen inzwischen über einen guten Dreipunktwurf, um das Spielfeld breit zu machen und der Offensive mehr Raum zu verschaffen.

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    Bei den EWE Baskets Oldenburg ist die Power-Forward-Position mit Tomislav Zubčić und Seth Hinrichs besetzt. Beide Spieler zeigen, wie vielseitig die Position heute gespielt werden kann und wie wichtig die „unsichtbare“ Arbeit abseits von spektakulären Punkten für den Erfolg des Teams ist.

    Schaut man auf die Anforderungen eines Power Forwards, wird bei Tomislav Zubčić deutlich, dass er diese vor allem im Post-up erfüllt. Mit seinen 2,11 m ist er meist größer als die meisten Forwards und kann diesen Vorteil für einfache Punkte am Korb nutzen. Aufgrund seiner aktuellen Dreierquote von rund 23,5 Prozent in den letzten neun Spielen sucht er häufiger den Weg in Korbnähe, wo er im Zweipunktebereich deutlich effektiver ist. Mit einem Offensivrating von 123,7 gehört er zudem zu den offensiv einflussreichsten Spielern der Baskets. Auch beim Rebounding hilft seine Größe dem Team, so kommt er zuletzt auf durchschnittlich 3,2 Rebounds. Abseits der Statistiken bringt Zubčić zudem viel Einsatz, Emotionen und körperliche Präsenz ins Spiel, Aktionen, die auf keinem Statistikbogen auftauchen, für das Team jedoch enorm wertvoll sind.

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    Das Gleiche gilt für Seth Hinrichs. Mit seinem Motivieren der Mitspieler, seinen Emotionen und seinem starken Einsatz ist er unglaublich wichtig für die Mannschaft. Er kämpft um jeden Rebound, um zum Beispiel zweite Chancen in der Offensive zu schaffen oder in der Defensive einen Stopp zu ermöglichen. Selbst wenn er auf der Bank sitzt und eine Auszeit genommen wird, geht er oft schon auf die Spieler zu, um sie zu pushen (siehe Bild). Hinrichs ist in vielen Situationen emotional dabei, nicht nur bei Highlight-Plays. Das ist ein wichtiges Element im Team und steht ebenfalls auf keinem Statistikbogen.

    Richtet man den Blick auf seine Statistiken, fällt auf, dass er ein sehr gutes Offensivrating von 121,3 unter Spasić hat. Schaut man jedoch auf seine Usage Rate in der Offensive, sieht man, dass diese mit 13 % die niedrigste aller Rotationsspieler ist.

    Zur Einordnung eine kurze Erklärung der Usage Rate. Sie zeigt den Prozentsatz der Spielzüge, die ein Spieler nutzt. Zum Beispiel nimmt ein Spieler einen Wurf und verursacht einen Ballverlust, während er auf dem Feld ist. Diese beiden Aktionen zählen als abgeschlossene Spielzüge. In diesem Zeitraum hatte das Team insgesamt 4 Wurfversuche und 1 Ballverlust, also 5 abgeschlossene Spielzüge. Der Spieler hat 2 davon genutzt, also 40 % USG.

    Zum Vergleich liegen Brian Fobbs und Chris Clemons beide bei einer Usage Rate von 25 %. Hinrichs hat also trotz seiner geringen Usage Rate von 13 % in gut 16 Minuten Spielzeit mit einem Offensivrating von 121,3 einen großen Einfluss. Das spricht für viele Dinge, die Hinrichs abseits des Balles richtig macht und die wichtig für das Team sind.

    Auch defensiv hat er einen großen Einfluss. Mit einem Net Rating von 103 gehört er unter Spasić zu den besten Spielern. Mit seiner Physis und Cleverness in der Verteidigung prägt er das Spiel deutlich.

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    Festzuhalten ist, dass weder Zubčić noch Hinrichs Spieler für spektakuläre Abschlüsse wie krachende Alley-Oops oder Dreier von weit hinter der Dreierlinie sind. Auch fallen sie meist nicht durch viele Punkte auf, haben aber einen enormen Einfluss auf das Spiel, der sich in einigen Statistiken zeigt. Gleichzeitig erledigen beide viele wichtige Dinge, die in keiner Grafik oder Tabelle zu finden sind.

    Quelle: 3stepsbasket.com

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    Das erste Viertel verlief wie erwartet. Der MBC kam mit viel Energie aus der Kabine und wurde vom eigenen Publikum stark supportet. Entsprechend entschieden die Weißenfelser den ersten Abschnitt deutlich mit 28 zu 15 für sich. Auf den ersten Blick erinnerte dieser Start an das vergangene Auswärtsspiel in Heidelberg, doch bei genauerem Hinsehen lassen sich die beiden Spiele nur bedingt vergleichen.

    Gegen Heidelberg leisteten sich die Oldenburger bereits im ersten Viertel fünf Turnover und kassierten dadurch viele Punkte im Fastbreak. Gegen den MBC waren es hingegen nur zwei Ballverluste, zudem lief der Ball in der Offensive gut. Oldenburg hatte allerdings einige unglückliche Aktionen, etwa einen einfachen Abschluss am Korb von Michael Kyser, einen offenen Dreier von Seth Hinrichs oder einen leichten Korbleger von Filip Stanic, der wieder herausrollte.

    Defensiv ließ Oldenburg im ersten Viertel jedoch die nötige Energie und Physis vermissen. Die Mannschaft erlaubte dem MBC mehrere einfache Korbleger oder war bei den Fouls zu spät. So begingen die Oldenburger drei Fouls, die jeweils in einem And-one mündeten. Zudem traf der MBC fünf Dreier bei zehn Versuchen.

    Das zweite Viertel verlief anschließend sehr ausgeglichen und wurde von den Oldenburgern knapp gewonnen. Dadurch wuchs der Vorsprung der Weißenfelser nicht weiter an, sodass es mit einem Spielstand von 48 zu 36 aus Oldenburger Sicht in die Halbzeit ging.

    Nach dem Seitenwechsel holten die Oldenburger Punkt um Punkt auf und kamen Mitte des dritten Viertels bis auf drei Zähler heran. Die zweite Hälfte des Abschnitts gestaltete sich erneut ausgeglichen, ohne dass es den Oldenburgern gelang, erstmals in Führung zu gehen.

    Dies sollte sich jedoch zu Beginn des vierten Viertels ändern. Wie bereits gegen Chemnitz war es Brian Fobbs, der nach längerer Zeit mit einem Dreier wieder für eine Oldenburger Führung sorgte. Anders als im Spiel gegen Chemnitz entwickelte sich anschließend ein offener Schlagabtausch. In der Schlussphase übernahm Chris Clemons die Entscheidung und erzielte in den letzten fünf Minuten acht Punkte, mit denen er sein Team zum Sieg führte.

    Die Mannschaft

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    In diesem Spiel zeigte die Oldenburger Mannschaft große Comeback-Qualitäten und machte zwischenzeitlich einen 18-Punkte-Rückstand wett. Auch in Phasen, in denen die Würfe nicht fallen wollten, gaben sich die Spieler nicht auf und kämpften sich immer wieder ins Spiel zurück. Auffällig war zudem, wie intensiv die Spieler auf dem Feld miteinander kommunizierten. Dieser Comeback-Sieg unterstreicht darüber hinaus die richtigen Anpassungen des Trainerteams, die es ermöglichten, wieder ins Spiel zurückzufinden und am Ende knapp zu gewinnen.

    Kyle Lofton

    Nach einer längeren Verletzungspause stand Kyle Lofton wieder auf dem Feld und rückte direkt in die Starting Five. Er ersetzte den leicht angeschlagenen James Woodard, der pausieren musste. Lofton verlieh der Mannschaft deutlich mehr Zug zum Korb, zeigte sich zudem von der Dreierlinie treffsicher und verwandelte beide seiner Versuche. Mit neun Punkten zur Halbzeit trug er maßgeblich dazu bei, dass der Vorsprung des MBC nicht zu groß anwuchs. Am Ende kam er auf 14 Punkte und war damit zweitbester Scorer hinter Chris Clemons. Darüber hinaus steuerte er vier Assists und einen Steal bei.

    Ausblick

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    Nun wartet auf die Oldenburger zunächst eine zweiwöchige Pause, ehe es am 14. Februar gegen die MHP Riesen Ludwigsburg weitergeht. Anschließend geht es direkt nach Ulm, von wo aus die Reise zum TOP FOUR ansteht.

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    Am Freitag, den 30. Januar, startet die Rückrunde mit dem Spiel gegen den Syntainics MBC in der Stadthalle Weißenfels. Um 20 Uhr ist Tip-off zu einem schnellen Wiedersehen der beiden Mannschaften. Denn nur 20 Tage zuvor stand bereits das Duell der Hinrunde an, welches die Oldenburger mit 91:84 für sich entscheiden konnten.

    Ausgangslage

    Doch in diesen 20 Tagen ist bei den Weißenfelsern viel passiert. Am 18. Januar wurde bekanntgegeben, dass der Verein ab sofort ohne Center John Bryant plant – eine Nachricht, die viele überraschte. Bryant gilt nicht nur als BBL-Legende, sondern stand seit 2020 im Kader des MBC. Ein Abschied, mit dem kaum jemand gerechnet hatte, und es bleibt fraglich, ob John Bryant überhaupt noch einmal für einen Bundesligisten auflaufen wird.

    Am selben Tag der Pressemitteilung verlor der MBC zudem auswärts bei den Rostock Seawolves. Am Montag, den 19. Januar, verkündeten die Weißenfelser anschließend den Neuzugang von Andrew Harrison sowie den Abgang von Stephon Jelks.

    Fast eine Woche später, am Samstag, dem 24.01., folgte eine deutliche Niederlage gegen das Überraschungsteam der Liga, die Gladiators Trier. Dabei kassierte die Mannschaft nicht nur 110 Punkte, sondern auch die siebte Niederlage in Serie.

    Am darauffolgenden Montag, dem 26.01., folgte die nächste überraschende Nachricht, denn Trainer Marco Ramondino bat um eine Vertragsauflösung, auf die sich Verein und Coach einigten. Als Interimstrainer wird am Freitag gegen Oldenburg Sportdirektor Silvano Poropat an der Seitenlinie stehen, der zu Saisonbeginn diese Rolle übernommen hatte. Poropat hat den MBC schon mehrfach in schwierigen Situationen betreut und wird dies auch in der Saison 2025/26 tun.

    Bei den Oldenburgern war in den 20 Tagen nach dem Hinspiel deutlich weniger Bewegung. Zwar gab es eine Niederlage gegen den damaligen Tabellenletzten Heidelberg, anschließend feierten die EWE Baskets jedoch einen wichtigen Heimsieg gegen die Niners Chemnitz. Insgesamt holten sie sechs Siege aus den letzten sieben Spielen. Mit dem Erfolg gegen Chemnitz wollen die Baskets nun eine neue Siegesserie starten, um weiter Anschluss an die Play-In-Plätze zu halten.

    Beide Mannschaften stehen aktuell bei einer Bilanz von sieben Siegen und zehn Niederlagen. Für den Sieger der Partie dürfte es in der Tabelle spürbar nach oben in Richtung Play-Ins gehen.

    Keys to win

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    • Die Intensität des MBC matchen
    • Spencer Reaves in den Griff bekommen
    • Physis in der Defensive ab der ersten Minute zeigen

    Es ist schwer vorherzusagen, wie sich der MBC am Freitag präsentieren wird, doch auf die Oldenburger wartet ein äußerst schweres Auswärtsspiel. Die neue Trainersituation dürfte bei den Weißenfelsern einiges verändern. Die Oldenburger müssen von Beginn an die Intensität des MBC matchen, defensiv physisch auftreten und insbesondere Spencer Reaves unter Kontrolle bekommen.

    Ähnliche Erfahrungen machten die Oldenburger bereits auswärts bei den MLP Academics Heidelberg. Damals gab Ryan Mikesell sein Heimdebüt, Michael Weathers kehrte nach Verletzung zurück und Heidelberg ging mit einer Serie von sechs Niederlagen in Folge in die Partie. Getragen von hoher Intensität und dem heimischen Publikum fanden die Heidelberger perfekt ins Spiel. Diese Energie im ersten Viertel konnten die Oldenburger nicht mitgehen und gerieten früh ins Hintertreffen.

    Vergleichbare Bedingungen sind auch am Freitag in der Stadthalle Weißenfels zu erwarten. Ein neuer Trainer und eine Niederlagenserie werden sowohl Publikum als auch Spieler zusätzlich motivieren. In solchen Situationen will sich jeder Akteur beweisen, um sich unter dem neuen Coach für mehr Spielzeit zu empfehlen. Diese Intensität muss Oldenburg von der ersten Minute an annehmen, um nicht erneut einem frühen, hohen Rückstand wie in Heidelberg hinterherzulaufen.

    Ein Spieler aus Weißenfels muss sich allerdings keinesfalls mehr beweisen, nämlich Spencer Reaves. Bereits im Hinspiel zeigte er gegen Oldenburg sein gesamtes Können. Mit 27 Punkten und starken sechs von neun Treffern von der Dreierlinie war er nahezu das gesamte Spiel über kaum zu stoppen. Diese defensiv anspruchsvolle Aufgabe dürfte über weite Strecken erneut Nicho Tischler übernehmen, der bereits im Hinspiel Reaves in der entscheidenden Phase zu schwierigen Würfen zwang.

    Zudem muss die Defensive der Oldenburger von Beginn an physischer agieren, um das Offensivspiel der Sachsen zu erschweren. Dabei wird es spannend sein zu beobachten, wie sich die Verteidigung bereits ab Spielbeginn präsentiert.

    Ausblick

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    Für Oldenburg wird es ein schweres Auswärtsspiel, das mit Blick auf die Play-Ins von großer Bedeutung ist. Spannend wird sein, ob die Mannschaft aus der Niederlage in Heidelberg gelernt hat und die Intensität des Gegners über 40 Minuten matchen kann.

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    Am Ende des Spiels stand ein deutliches Ergebnis auf der Anzeigetafel. Mit 89:72 gewannen die EWE Baskets Oldenburg und schlossen damit die Hinrunde mit einer Bilanz von 7:10 ab. Doch so klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie keinesfalls.

    Im ersten Viertel starteten die Oldenburger stark und erspielten sich schnell eine 17:7-Führung. Anschließend fand Chemnitz jedoch besser ins Spiel. Der Zug zum Korb gelang ihnen zunehmend besser, zudem fielen auch einige Dreier. So stand es nach dem ersten Viertel 23:23.

    Auch im zweiten Viertel setzte sich dieses Bild fort. Chemnitz hatte immer wieder gute Läufe und ging mit einer 47:39-Führung in die Halbzeitpause.

    Nach dem Seitenwechsel kamen die Oldenburger mit deutlich mehr Intensität aufs Feld. Das dritte Viertel entschieden sie mit 20:16 für sich und verkürzten damit den Rückstand.

    Das vierte Viertel begann äußerst hitzig. Bereits nach knapp einer Minute befanden sich die Oldenburger im Mannschaftsfoul und kassierten zudem zwei technische Fouls. Eines davon ging gegen die Bank, das andere gegen Lazar Spasić. Durch diese hitze Anfangsphase war das Publikum auf einmal voll da. Chemnitz ließ hier beide Freiwürfe ungenutzt, ehe Brian Fobbs im Gegenzug den Dreier zur 67:66-Führung traf und damit einen 17:0 Lauf startete.

    Von diesem Moment an gaben die Oldenburger die Führung nicht mehr aus der Hand und entschieden das Spiel am Ende deutlich mit 89:72 für sich.

    Die zweite Halbzeit

    In der ersten Halbzeit war es Chemnitz möglich, seine Stärken auszuspielen. In Eins-gegen-eins-Situationen kamen sie häufig leicht zum Korb oder hatten gute Wurfmöglichkeiten von außen. Lazar Spasić erklärte nach dem Spiel, dass sich seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zu sehr auf taktische Vorgaben konzentriert habe, anstatt den Fokus auf eine physische Verteidigung zu legen.

    Damit sind wir bei der zweiten Halbzeit, die zugleich die zentrale Überschrift dieses Abschnitts bildet. Spasić sagte im Interview, dass er in der Halbzeitpause klar angesprochen habe, dass alles mit der Defensive beginne und sich das Team auf eine deutlich physischere Verteidigung konzentrieren müsse.

    Gleichzeitig betonte Spasić, dass es in einem Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft zahlreiche Anpassungen während der Partie gebe. Die wichtigste Veränderung sei jedoch die Physis in der Verteidigung gewesen.

    Erwähnenswert ist zudem, dass Spasić in der zweiten Halbzeit kein einziges Timeout nahm. Ein Umstand, der im Basketball eher selten vorkommt, der jedoch zeigt, wie sehr er seinen Spielern vertraute und wie wirkungsvoll die Halbzeitansprache war.

    Auf die Frage, ob sein technisches Foul der Wendepunkt der Partie gewesen sei, entschuldigte sich Spasić zunächst für sein Verhalten. Er betonte, dass er ein sehr emotionaler Mensch sei und stets nur das Beste für sein Team wolle. Anschließend erklärte er, dass er sich das Spiel noch einmal anschauen müsse, um abschließend beurteilen zu können, ob dies tatsächlich der Turning Point gewesen sei.

    Unbestritten ist jedoch, dass nach dem technischen Foul der bereits erwähnte 17:0-Lauf folgte und sich das Spiel in diesem Moment klar zugunsten der Oldenburger drehte.

    Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die deutlich physischere Verteidigung in der zweiten Halbzeit der entscheidende Faktor für das starke Comeback war.

    Chris Clemons

    Für Chris Clemons lief das Spiel von der Dreierlinie nicht optimal. Er traf drei von neun Würfen von außen. Dennoch kam er insgesamt auf 17 Punkte. Viel wichtiger war jedoch, dass er sich immer besser in seine Rolle als Point Guard einfindet. Mit starken fünf Assists bei nur einem Turnover zeigte er eine sehr gute Spielübersicht.

    Er hatte deutlich weniger Probleme, den Ball nach vorne zu bringen, und erhält dabei meist Unterstützung von Woodard oder Fobbs, was den Spielaufbau spürbar erleichtert. Auch defensiv werden seine Werte immer besser. Im gestrigen Spiel kam Clemons auf ein defensives Rating von 94,6, verbuchte vier Steals und wies ein Net Rating von +19,4 auf.

    Michale Kyser

    In diesem Spiel muss ein Akteur besonders hervorgehoben werden, nämlich Michale Kyser. Er erzielte 12 Punkte, traf dabei starke 83,3 Prozent aus dem Feld, holte neun Rebounds und verbuchte einen Block.

    Noch aussagekräftiger als die klassischen Statistiken sind jedoch seine Advanced Stats. Kyser kam auf ein defensives Rating von 79,2 und ein offensives Rating von 112, was ein herausragendes Net Rating von 32,8 ergibt. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte er großen Anteil daran, dass Chemnitz nur 25 Punkte erzielte.

    Mit einem Plus-Minus-Wert von +20 wird sein Einfluss zusätzlich deutlich. Es war zugleich der beste Wert im Team. Auch ein Blick auf die effektivsten Line-ups unterstreicht seine Bedeutung für den Sieg. Standen Seth Hinrichs und Michale Kyser gemeinsam auf dem Feld, gewann Oldenburg diese Minuten mit 33:15. Spielte Kyser zusammen mit Tischer, entschieden die Oldenburger die entsprechenden Minuten sogar mit 39:22 für sich.

    Ausblick

    Mit einer Bilanz von 7:10 nach der Hinrunde hätten vor zwei Monaten wohl die wenigsten gerechnet. Doch diese erfolgreiche Phase hat die Oldenburger wieder in eine komfortable Ausgangslage im Hinblick auf die Postseason gebracht. Es fehlt nicht mehr viel, um in die Ränge der Play-Ins vorzurücken. Die Rückrunde startet für die Oldenburger mit einem Auswärtsspiel am Freitag, dem 30. Januar, um 20 Uhr in Weißenfels gegen den Syntainics MBC.

    Quelle: 3stepbasket.com

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstag um 20 Uhr steht das dritte Heimspiel des Jahres an. In der großen EWE Arena geht es gegen die NINERS Chemnitz zum Abschluss der Hinrunde.

    Ausgangslage

    Für beide Mannschaften dürfte es ein wichtiges und richtungsweisendes Spiel werden. Können die Oldenburger nach der Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg eine neue Siegesserie starten und sich damit in Richtung Play-Ins orientieren? Mit einem Erfolg würden die EWE Baskets Oldenburg nach Bilanz mit den NINERS Chemnitz gleichziehen. Die Chemnitzer stehen aktuell mit einer Bilanz von 7:9 auf Platz elf und bleiben damit bislang etwas hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück.

    Das Ziel von Rodrigo Pastore, dem Trainer der NINERS, dürften klar die Playoffs sein. Allerdings holte Chemnitz aus den letzten fünf Partien nur zwei Siege, die vergangenen drei Spiele gingen allesamt verloren.

    Seit dieser Saison spielen die Chemnitzer im Europe Cup und bewegen sich damit auf einem europäisch guten Niveau. In diesem Wettbewerb läuft es für die NINERS deutlich besser. In einer Gruppe unter anderem mit ratiopharm Ulm stehen die Chemnitzer aktuell bei einer Bilanz von acht Siegen und sieben Niederlagen auf dem sechsten Platz, der zur Qualifikation für die Postseason berechtigen würde. Erst am vergangenen Dienstag gelang den Chemnitzern ein überraschender 88:82-Sieg gegen den Tabellenführer JL Bourg-en-Bresse.

    Bei den EWE Baskets zeigt der Trend trotz der Niederlage in Heidelberg nach oben. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen sprechen für die Oldenburger. Diesen positiven Trend gilt es nun im Duell mit den NINERS Chemnitz zu bestätigen.

    Ein besonderes Duell dürfte die Partie für Nicho Tischler werden, der auf sein ehemaliges Team trifft. In der vergangenen Saison stand Tischler noch bei den NINERS Chemnitz unter Vertrag.

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    Keys to win

    • Eigene Turnover minimieren
    • Chemnitz nicht an der Dreierline heiß laufen lassen
    • Zug zum Korb der Chemnitzer erschweren

    Seit 2015 steht Rodrigo Pastore an der Seitenlinie der NINERS Chemnitz und prägt dort eine klare Spielphilosophie. Seine Teams stehen für einen variablen Basketball, in dem grundsätzlich jeder Spieler den Ball nach vorne bringen kann. So ist es keine Seltenheit, dass auch Center Kevin Yebo den Spielaufbau übernimmt.

    Defensiv zeichnen sich die Mannschaften von Pastore vor allem durch eine starke Eins-gegen-eins-Verteidigung mit hoher Physis aus. Für Oldenburg gilt es daher, insbesondere über die Guards Chris Clemons, Brian Fobbs und James Woodard, den Ball sicher nach vorne zu bringen und frühzeitig die offensiven Systeme zu initiieren. Die unnötigen Ballverluste aus dem Spiel gegen Heidelberg müssen dabei vermieden werden, um das eigene Offensivspiel und das Ballmovement besser ins Laufen zu bringen.

    Auch offensiv verfügen die Chemnitzer über mehrere starke Eins-gegen-eins-Spieler, die immer wieder im direkten Duell den Zug zum Korb suchen. Auffällig ist in dieser Saison zudem, dass die NINERS Chemnitz das Team mit den meisten Drei-Punkte-Versuchen der Liga sind. Im Schnitt nehmen sie 32,9 Dreier pro Spiel und treffen dabei 34 Prozent. Insgesamt kommen die Chemnitzer auf durchschnittlich 65,6 Abschlüsse pro Partie, mehr als die Hälfte davon von der Dreierlinie.

    Ein Blick auf die Wurfauswahl unterstreicht diese Tendenz deutlich. Entweder wird der Abschluss am Korb gesucht oder der Wurf von außen genommen. Würfe aus der Mitteldistanz spielen kaum eine Rolle, im Schnitt sind es lediglich 4,8 Versuche pro Spiel. Demgegenüber stehen 27,8 Abschlüsse am Korb sowie die erwähnten 32,9 Würfe von der Dreierlinie.

    Für Oldenburg wird es daher entscheidend sein, defensiv den Weg zum Korb konsequent zu erschweren und daraus entstehende offene Würfe zu vermeiden, um keinen der Chemnitzer Schützen in den Rhythmus kommen zu lassen.

    Ausblick

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    Am Samstag haben die EWE Baskets Oldenburg die Chance, ihren positiven Trend weiter fortzuführen und sich weiter in Richtung der Play-Ins zu orientieren. Dabei wird es spannend zu beobachten sein, wie sich die Mannschaft nach dem ersten Rückschlag unter Lazar Spasić präsentiert.

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    Die MLP Academic Heidelberg startete hochmotiviert und mit viel Energie in die Partie. Diese Dynamik und ihre aggressive Verteidigung konnten die Oldenburger im ersten Viertel nicht matchen. Heidelberg gelang in den ersten zehn Minuten nahezu alles. Sie zwangen Oldenburg zu mehreren Ballverlusten, aus denen einfache Punkte im Umschaltspiel resultierten. Auch der Dreipunktwurf fiel hochprozentig. Die ersten vier Würfe von jenseits der Dreierlinie fanden allesamt ihr Ziel, am Ende des ersten Viertels standen fünf Treffer bei acht Versuchen. Entsprechend lag Oldenburg nach zehn Minuten bereits mit 21:31 zurück.

    Die Oldenburger konnten zwar drei der vier Viertel für sich entscheiden, am Ende reichte es dennoch nicht für einen Sieg. In entscheidenden Phasen, in denen das Spiel hätte gedreht werden können, schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten ein. Außerdem war deutlich spürbar, wie wichtig diese Partie für Heidelberg war. Mit ihrer weiterhin sehr aggressiven Verteidigung zwangen sie Oldenburg immer wieder zu Fehlern und verhinderten so eine Wende. Am Ende gewann Heidelberg verdient mit 80:78 und beendete damit die Siegesserie der Oldenburger.

    Positiv hervorzuheben ist, dass Oldenburg trotz einiger Fehler und Unkonzentriertheiten sowie einer Feldwurfquote von 57 Prozent lange im Spiel blieb. Mit besseren Entscheidungen in der Schlussphase hätte man durchaus die Möglichkeit gehabt, die Partie noch für sich zu entscheiden.

    Turnover und Ballmovement

    Die Oldenburger kamen mit der sehr aggressiven Verteidigung nicht zurecht. Immer wieder sorgten harte Doppelteams an der Seitenlinie für Turnover. Heidelberg setzte den ballführenden Spieler dabei konsequent unter Druck. In diesen Situationen gelang es Chris Clemons, James Woodard und auch Brian Fobbs nicht, den Ball zum freien Mitspieler zu bringen. Aus diesen Ballverlusten entstanden dann einfache Punkte für Heidelberg. Zudem nahm Heidelberg den Oldenburgern mit dieser aggressiven Verteidigung weitgehend das Ballmovement. Zwar nahm Oldenburg wie gewohnt rund 30 Würfe von der Dreierlinie, doch die meisten davon waren stark bedrängt. Das spiegelte sich auch in der Trefferquote wider. Mit nur 33,3 Prozent fanden lediglich zehn Dreier ihr Ziel.

    Eine weitere Statistik, die das Unterbinden des Ballmovements verdeutlicht, sind die Assists. Lediglich 11 Assists stehen 18 Turnovern gegenüber. Bei 27 erfolgreichen Abschlüssen entspricht das einer Assistquote von nur 40,7 Prozent. In den sechs Spielen zuvor unter Lazar Spasić lag diese noch bei knapp 52 Prozent.

    Hinzu kamen mehrere unnötige Ballverluste durch Unkonzentriertheiten, etwa 5-Sekunden-Verstoß beim Einwurf, Fehlpass beim Einwurf oder 3-Sekunden-Regelverstöße in der Zone. Zudem wurden zwei bis drei einfache Korbleger vergeben, was bei einer Niederlage mit nur zwei Punkten besonders schmerzt.

    Brian Fobbs

    Mit 25 Punkten wurde Brian Fobbs Topscorer der Partie. Zudem sammelte er sieben Rebounds und steuerte zwei Assists bei. Mit vier Treffern bei fünf Versuchen von der Dreierlinie zeigte er erneut eine starke Quote aus der Distanz. Dennoch hatte auch er in diesem Spiel Schwierigkeiten, den Ball schnell weiterzubewegen. Viele Angriffe endeten im Eins-gegen-eins, die er häufig mit einem Wurf von der Dreierlinie oder aus der Halbdistanz abschloss.

    Defensiv wusste Fobbs auch zu überzeugen. Mit einem Defensivrating von 94 stellte er den besten Wert im Team und auch sein Plus/Minus-Wert von +7 unterstreicht seine starke Leistung auf dieser Seite des Feldes.

    Ausblick

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    Am Samstag, dem 24. Januar, geht es dann gegen die Niners Chemnitz. Dabei wird es spannend zu sehen sein, wie die Baskets ihre Offensive anpassen werden, um ihr starkes Ballmovement wieder besser zur Geltung zu bringen.