• Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    In dem Interview erzählt Brian Fobbs, wie der Saisonbeginn für das Team und für ihn persönlich war und wie es sich anfühlte, von den Fans ausgebuht zu werden. Er spricht außerdem über die Veränderungen durch den Trainerwechsel, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Zudem berichtet er, was es für einen Spieler bedeutet, in der Starting Five zu stehen. Abschließend erklärt er, welches Ziel das Team für die Saison hat und welches persönliche Ziel er verfolgt.

    Frage: Wie gefällt dir Oldenburg bisher nach 4 Monaten? Hast du schon ein Lieblingscafé oder etwas Ähnliches?

    Fobbs: Bis jetzt gefällt mir Oldenburg. Das Einzige ist, dass viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Hier sind überall sehr viele Fahrräder unterwegs und das zu jeder Tageszeit und sogar nachts. Manchmal wird es dadurch ziemlich voll, aber das ist okay. Ich muss mich einfach daran gewöhnen. Mein Lieblingsort ist eine Pizza-/Pasta-Bar in der Nähe der Trainingshalle. Ich gehe so oft dorthin, dass sie meine Bestellung schon kennen. Auch die Leute dort kennen mich mittlerweile und wissen, dass ich im Basketballteam spiele. Ich würde sagen, das ist mein Lieblingsplatz.

    Frage: Meine nächste Frage bezieht sich auf den Saisonstart. Ich vermute, der Beginn war sehr herausfordernd, mit vielen Höhen und Tiefen. In der Liga blieben die Erfolge zunächst aus, während ihr im Pokal einige wichtige Siege feiern konntet. Wie hast du diese ersten zwei Monate erlebt?

    Fobbs: Die ersten zwei Monate waren eine sehr harte Phase. Es war extrem schwierig. Zu einem Zeitpunkt, wie du schon gesagt hast, fühlten sich selbst die Siege im Pokal nicht wirklich wie Erfolge an. Es gab nicht das Gefühl, als würden wir viel erreichen, weil wir in den BBL-Spielen ständig verloren haben. Natürlich waren die Pokalsiege wichtig und haben uns bis ins TOP FOUR im Februar gebracht. Aber trotzdem hat etwas gefehlt, und ich glaube, das hat uns auch beeinflusst. Wir sind mit 0:4 gestartet, dann haben wir Trier geschlagen, ein Spiel, in dem Chris [Clemons] über 50 Punkte hatte, das war unser erster Sieg in der BBL. Danach haben wir wieder mehrere Spiele verloren, noch bevor der neue Trainer kam. Es war schwer, Teil dieser Phase zu sein. Aber wir sind drangeblieben und haben jeden Tag hart gearbeitet, das ist einfach unsere Mentalität. Wir mussten an uns selbst glauben, und am Ende haben wir es geschafft, den Umschwung hinzubekommen.

    Frage: Du hast gesagt, dass es eine harte Zeit war für euch war. Ich hatte den Eindruck, dass es auch für die Fans nicht einfach war. Besonders ein Spiel ist mir im Gedächtnis geblieben, bei dem die Fans gebuht haben. Wie hast du das damals erlebt?

    Fobbs: Wie gesagt, es war eine wirklich schwierige Phase, in der wir waren. Ja, irgendwann haben die Fans gepfiffen. Ich weiß gar nicht mehr genau, welches Spiel es war, es war auf jeden Fall ein Heimspiel, und sie haben nach der Halbzeit gepfiffen. Und wir hatten es verdient. Wir hatten es wirklich verdient. Das ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die du von mir erwartet hast. Aber wir hatten es verdient. Es war schwer zu sagen, dass die Fans immer zu uns halten, uns anfeuern und unterstützen sollen, wenn wir selbst wirklich schlecht gespielt haben und einfach nichts reißen konnten. Wie sollen wir von den Fans, also den Leuten, die uns unterstützen, erwarten, dass sie uns helfen oder antreiben, wenn wir ihnen selbst nichts gegeben haben, wofür sie sich anspornen könnten? Also ja, wir hatten es verdient, das war hart.

    Frage: Das führt mich zur nächsten Frage. Lazar Spasić wurde der neue Headcoach. Unter seiner Leitung hattet ihr drei schwierige Auswärtsspiele, bei denen die Fans euch voll unterstützt und zahlreich begleitet haben. Wie hast du diese Atmosphäre erlebt?

    Fobbs: Es war anders. Diese Auswärtsspiele fühlten sich wie Heimspiele an, weil wir so gut gespielt haben. Die gegnerischen Fans hatten nicht viel zu feiern, weil wir stark in der Defensive waren. Wir haben den Ball geworfen und richtig gut getroffen. Wenn wir gepunktet haben, fühlte es sich wie ein Heimspiel an. Es war verrückt. Und das erste Spiel, das wir gewonnen haben, war gegen Braunschweig. Ich glaube, es war das erste Auswärtsspiel und unter dem neuen Coach. Als wir in die Halle kamen, sahen wir einen Bereich, der komplett gelb war, und das war sehr schön. Das hat uns motiviert, weil die Fans trotzdem zu uns gehalten haben, trotz des Ausbuhens und trotz des Trainerwechsels.

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    Frage: Du hast den Trainerwechsel angesprochen. Nach fünf Spielen unter Lazar Spasić habe ich einen Artikel (Der Trainerwechsel in Zahlen) geschrieben, in dem ich die Statistiken unter Pedrag Krunić mit denen unter Spasić verglichen habe. Dabei wurden unter anderem das Offensiv- und das Defensiv-Rating betrachtet. Wenn man sich das Defensiv-Rating anschaut, haben sich alle Spieler verbessert. Was hat sich für dich in der Defensive verändert?

    Fobbs: Von Anfang an war Spasić ehrlich zu mir. Wir hatten ein kleines Gespräch und er sagte mir, dass ich mehr verdiene – von mir selbst, von ihm und meinen Mitspielern. Ich bin einfach ein zu guter Spieler, um mich nur mit Punkten zufriedenzugeben, ich muss mehr leisten. Er hat mir auch gesagt, dass ich ein sehr guter Verteidiger bin und der beste der Liga werden kann, wenn ich Willen zeige und aggressiv spiele. Ich habe das schon von vielen Trainern gehört, aber in diesem Moment war es besonders wichtig. Wir hatten gerade Spiele verloren, es gab einen Trainerwechsel und er war vorher Assistant Coach. Dass ausgerechnet er mir das gesagt hat, war anders und ich habe auf ihn gehört. Ich habe mein Spiel so weit gesteigert, wie ich konnte. Das war der Wendepunkt.

    Frage: Wenn man sich die Statistiken anschaut, haben sich alle Spieler im Defensiv-Rating verbessert. Unter Krunić habt ihr viel gehedged, jetzt switcht ihr mehr oder verteidigt flacher. Wie fühlt es sich an, mitten in der Saison auf ein neues Defensivsystem umzustellen?

    Fobbs: Am Anfang war der Wechsel irgendwie ungewohnt. Unter Krunić sind wir immer bei einer Sache geblieben, Hedging, Hedging, Hedging. Jetzt spielen wir eher eine flachere Defensive. Wie du gesagt hast, switchen wir mehr und verteidigen häufiger Eins gegen Eins. Ich glaube, wir haben die Spieler dafür. Nicho [Tischler] ist ein sehr guter Verteidiger, genauso wie Tuck [Dakarai Tucker]. Michale [Kyser] schützt natürlich stark den Ring. Filip [Stanic] ist mit seinem Hedge und seiner On-Ball-Defense, zum Beispiel bei Blocks, ebenfalls sehr wichtig. Deshalb war es gar nicht so schwer, unsere Defense umzustellen. Wir haben die Köpfe dafür und auch die physischen Voraussetzungen, um es umzusetzen. Am Ende läuft alles auf den Willen hinaus. Man muss es einfach wollen und den Einsatz bringen. Früher hat uns genau dieser Einsatz oft gefehlt. Unsere Offense war im Grunde unsere Defense. Wenn der Ball nicht gefallen ist oder wir ihn nicht gut bewegt haben, wirkte sich das direkt auf die Defense aus. Jetzt ist es andersherum. Unsere Defense bestimmt, wie unsere Offense aussieht. Das ist besser so, und wir haben jetzt immer diese defensive Einstellung. Ja, es ist definitiv besser.

    Frage: Euer Trainer Spasić betont in Interviews sehr oft, dass alles bei der Defensive beginnt. Liegt der Fokus im Training daher eher auf der Defensive, auf der Offensive oder ist es ausgewogen?

    Fobbs: Im Moment ist es eine Mischung aus beidem, Defense und Offense. Ich kann nicht sagen, dass alles nur von der Defense abhängt, aber sie kommt definitiv zuerst. Mit guter Defense bleibst du immer im Spiel, egal ob die Würfe fallen oder nicht. Wir sind nicht perfekt, wir werden Würfe vergeben, keiner von uns ist Steph Curry, aber unsere Defense hält uns im Spiel. Klar, manchmal treffen wir alles, dann ist die Defense nicht mehr so entscheidend. Aber grundsätzlich bleibt sie der Schlüssel.

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    Frage: Meine nächste Frage geht etwas mehr in Richtung Offensive. Hier sieht es ähnlich aus wie in der Defense. Das Offensiv-Rating aller Spieler ist besser geworden. Zu Beginn der Saison hatte ich den Eindruck, dass es dir eher schwerfiel, den Ball zu bringen. In den neuen Systemen wirkst du jetzt deutlich komfortabler, wenn du den Ball führst?

    Fobbs: Ursprünglich bin ich Shooting Guard, also spiele ich meistens abseits des Balls. In der Highschool habe ich ein bisschen Point Guard gespielt, aber das war damals nicht so effektiv. Seitdem war es nicht mehr meine Rolle, den Ball zu bringen, deshalb war es am Anfang neu für mich. Mit dem neuen Trainer musste ich lernen, Point Guard zu spielen, den Ball zu bewegen und Chris helfen, den Ball zu bringen. Ich habe daran gearbeitet und arbeite immer noch daran. Wichtig ist vor allem, dass ich den Ball gut bewegen kann. Dadurch läuft das Team besser, wir teilen den Ball mehr und haben Spaß. Ich glaube, das ist der Hauptgrund, warum auch Nichos Zahlen seit dem Trainerwechsel so stark gestiegen sind.

    Frage: Du hast die Ballbewegung schon angesprochen. Ich habe das Gefühl, dass sie euch in den letzten Wochen viele offene Würfe geschaffen hat, besonders von der Dreierlinie. Wie spielt ihr diese offenen Würfe heraus?

    Fobbs: Die Ballbewegung hilft uns total, vor allem wenn sie schnell und zügig ist. Weniger Dribblings, mehr in die Zone ziehen und den Ball wieder rausspielen, das sorgt für die offenen Würfe. Dazu kommt, dass wir mit Selbstvertrauen werfen, und das hilft, dass die Würfe so gut fallen. Nicho und ich arbeiten im Training viel daran, in die Zone zu ziehen und den Ball rauszupassen.

    Frage: Mir ist noch aufgefallen, dass deine Minuten pro Spiel seit dem Trainerwechsel gesunken sind, deine Statistiken aber deutlich besser geworden sind. Besonders auffällig ist dein Net-Rating, das vor dem Trainerwechsel bei minus 11,6 lag und nach fünf Spielen bei plus 23,2 steht. In einem Interview Anfang Oktober hast du noch gesagt, dass du es liebst, viele Minuten zu spielen. Wie gehst du mit den wenigen Minuten um und mit deiner Rolle von der Bank?

    Fobbs: An der Highschool, am College und in meinen ersten zwei Jahren in Europa habe ich immer gestartet und etwa 29 bis 33 Minuten pro Spiel gespielt. In Bonn kam ich dann zum ersten Mal von der Bank und spielte nur 25 bis 26 Minuten. Das war am Anfang ungewohnt, natürlich wollte ich starten. Danach ging es nach Italien, dort stand ich wieder in der Starting Five. In Oldenburg war es vor dem Trainerwechsel ähnlich, ich spielte rund 36 Minuten pro Spiel. Nach dem Trainerwechsel sagte Lazar Spasić zu mir, dass ich weniger Minuten spiele und von der Bank komme, außerdem sollte ich Point Guard spielen, um Chris zu entlasten. Ich wusste, dass das Team sich schwer tut, also musste ich etwas opfern – weniger Minuten, von der Bank, harte Defense und Point Guard spielen. Der Trainer hat mir gesagt, dass mir das Energie gibt und ich so besser spielen kann. Um ehrlich zu sein, war das eine gute Idee.

    Frage: Wie wichtig ist es für einen Spieler, in der Starting Five zu stehen? Oder ist es vielleicht wichtiger, das Spiel auf dem Feld zu beenden?

    Fobbs: Früher hätte ich gesagt, es ist wichtig, in der Starting Five zu stehen. Heute denke ich, es ist wichtiger, das Spiel zu beenden. Starten fühlt sich gut an, aber die entscheidenden Momente passieren, wenn die besten Spieler auf dem Feld sind. Spasić hat mir am Anfang gesagt, er will nicht, dass ich starte, sondern dass ich das Spiel beende. Das war für mich sehr wichtig. Zusammengefasst geht es definitiv darum, das Spiel zu beenden.

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    Frage: Damit komme ich zu meiner letzten Frage. Was ist das Ziel des Teams in dieser Saison und hast du ein persönliches Ziel?

    Fobbs: Zum Teamziel, es ist verrückt. Vor einem Monat waren wir noch Tabellenletzter und haben uns darauf konzentriert, nicht abzusteigen. Jetzt stehen wir schon in der Nähe der Play-Ins oder Playoffs. Es zeigt, wie schnell sich alles ändern kann. Unser Ziel ist klar, die Playoffs zu erreichen. Wir dürfen uns aber nicht auf den Erfolgen ausruhen. Ich habe meinen Teamkollegen gesagt, dass wir uns daran erinnern müssen, wo wir herkamen. Wir wissen, wie sich das Tabellenende anfühlt, und das ist kein schönes Gefühl. Zum Beispiel kommt jetzt Heidelberg. Die werden mit viel Energie spielen, ihre Heimfans werden sie antreiben. Wir dürfen nicht denken, dass sie uns einfach gewinnen lassen. Wir arbeiten hart im Training und wollen die Playoffs schaffen. Für mich persönlich geht es darum, mein Spiel zu machen und der beste Verteidiger der Liga zu werden.

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    Am Freitag, den 16. Januar, steht für die EWE Baskets Oldenburg das erste Auswärtsspiel des Jahres an. Um 20 Uhr treten sie im SNP Dome gegen die MLP Academics Heidelberg an.

    Ausgangslage

    Während Oldenburg am Wochenende mit dem Sieg gegen den Syntainics MBC den fünften Erfolg in Serie feiern konnte, sieht die Lage bei den MLP Academics Heidelberg deutlich schwieriger aus. Nach der sechsten Niederlage in Folge stehen die Heidelberger aktuell auf dem letzten Tabellenplatz.

    In der vergangenen Saison zählte Heidelberg noch zu den Überraschungsteams der Liga und erreichte in den Playoffs sogar das Halbfinale. Viele Spieler aus dieser erfolgreichen Spielzeit konnten gehalten werden, weshalb der bisherige Misserfolg in dieser Saison umso überraschender ist.

    Einer der Leistungsträger der Vorsaison, Ryan Mikesell, war zwischenzeitlich zu den London Lions gewechselt, kehrte jedoch vor zwei Wochen nach Heidelberg zurück. Er soll der Mannschaft wieder mehr Struktur verleihen und durch seine Vertrautheit mit den Systemen von Trainer Danny Jansson, der die Academics seit der vergangenen Saison betreut, möglichst schnell für neue Erfolge sorgen.

    Keys to win

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    Eine zentrale defensive Aufgabe für die Oldenburger wird es sein, den zuvor genannten Ryan Mikesell in den Griff zu bekommen. In seinem ersten BBL-Spiel seit der Rückkehr überzeugte er mit einer starken Allround-Leistung von 15 Punkten, 6 Rebounds, 2 Assists und 1 Steal.

    Hervorzuheben ist zudem, dass Mikesell bei der 25-Punkte-Niederlage gegen ALBA Berlin in gut 32 Minuten Einsatzzeit einen Plus/Minus-Wert von lediglich –1 aufwies. Das bedeutet, dass die Partie in den Minuten mit ihm auf dem Feld weitgehend ausgeglichen verlief.

    Diese Aufgabe in der Verteidigung dürfte dabei auf Nicho Tischler fallen. Er hat sich in den vergangenen Spielen als zuverlässiger Verteidiger präsentiert und übernimmt häufig die Rolle, gegnerische Point Guards zu verteidigen. Auch im letzten Spiel gegen den Syntainics MBC bekam er in den entscheidenden Momenten die anspruchsvolle Aufgabe, den starken Spencer Reaves zu stoppen.

    In der Offensive gilt es, sich besser auf alternative Verteidigungsformen wie die Zonenverteidigung einzustellen. Gerade gegen den Syntainics MBC zeigte sich, dass diese Verteidigungsart das von Lazar Spasić implementierte Ballmovement vor Probleme stellen kann. Umso spannender wird es zu sehen sein, ob die Oldenburger im Laufe der Woche entsprechende Konzepte erarbeitet haben, um auch bei überraschenden defensiven Umstellungen des Gegners ihr Ballmovement konsequent aufrechtzuerhalten.

    Ausblick

    Auf dem Papier und angesichts der aktuellen Siegesserie scheint der Vorteil auf Seiten der Oldenburger zu liegen. Doch mit der Nachverpflichtung von Ryan Mikesell, einem wichtigen Puzzleteil des Erfolgs aus der vergangenen Saison, sind die Heidelberger keinesfalls zu unterschätzen. Entsprechend ist am Freitag im SNP Dome mit einer umkämpften Partie zu rechnen.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstagabend schossen zum zweiten Mal in diesem Jahr gelbe Luftschlangen aufs Parkett, auf der Anzeigetafel stand am Ende ein 91:84-Sieg. Doch so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie keineswegs. Denn kurz vor Schluss hatte der SYNTAINICS MBC noch die Möglichkeit, die Begegnung auszugleichen.

    Die Partie begann ausgeglichen, nach dem ersten Viertel führten die EWE Baskets mit 23:18. Im zweiten Abschnitt konnten sich die Oldenburger zwischenzeitlich etwas absetzen, doch der MBC verkürzte bis zur Halbzeitpause wieder auf sechs Punkte, sodass es mit einer 47:41-Führung für die Gastgeber in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Oldenburger einen perfekten Start und legten einen 12:0-Lauf hin, der ihnen zunächst eine komfortable Führung verschaffte. Ab Mitte des dritten Viertels entwickelte sich jedoch erneut ein ausgeglichenes Spiel, in dem der MBC bis auf drei Punkte herankam. In dieser Phase übernahm Chris Clemons Verantwortung und stellte mit wichtigen Aktionen die Weichen wieder zugunsten der EWE Baskets.

    Defensiv kontrollierten die Oldenburger die Guards des MBC über weite Strecken gut, mit einer Ausnahme: Spencer Reaves war kaum zu stoppen. Der Guard avancierte mit 27 Punkten und sieben Assists zum Topscorer der Partie und traf dabei sechs seiner neun Dreierversuche. In den entscheidenden Momenten der Schlussphase gelang es den Baskets jedoch, Reaves aus dem Rhythmus zu bringen und ihn mit harter Verteidigung zu schwierigen Abschlüssen zu zwingen.

    Im Schnitt nimmt Oldenburg 27 Drei-Punkte-Würfe pro Partie, gegen den MBC waren es jedoch nur 20. Die Gäste hatten sich gut auf das Ballmovement der Oldenburger eingestellt und unterbanden mit wechselnden Verteidigungsformen immer wieder den offensiven Flow. Vor allem die Zonenverteidigung bereitete den Baskets Probleme und nahm ihnen insbesondere ab Mitte des dritten Viertels den Rhythmus. Das spiegelte sich auch in den Zahlen wider: Oldenburg traf nur 35 Prozent seiner Würfe von außen, rund zehn Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen fünf Spiele.

    Trotzdem fanden die EWE Baskets Lösungen. Durch taktische Umstellungen erspielten sie sich vermehrt Abschlüsse am Korb und erzielten trotz des zeitweise fehlenden Flows und des stark eingeschränkten Distanzwurfs 91 Punkte. Mit einem Offensivrating von 128,2 gelang der Offensive dabei ein außergewöhnlich starker Auftritt.

    Rebound-Duell

    Hervorzuheben ist das Reboundduell. Während die EWE Baskets im Spiel gegen ALBA Berlin noch 20 Offensiv-Rebounds zugelassen hatten, waren es diesmal nur sieben. Insgesamt wurde das Reboundduell klar mit 36 zu 25 gewonnen. Einen großen Anteil daran hatte Nicho Tischler, der acht Rebounds beisteuerte und mit 19 Punkten nur knapp ein Double-Double verpasste.

    Der Gewinn des Reboundduells war besonders wichtig, da beide Mannschaften am Ende auf jeweils 61 Wurfversuche kamen.

    Colin Schroeder

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    Wie bereits in Berlin stand Colin Schroeder auch diesmal in der Starting Five und durfte somit zum zweiten Mal in Folge den Jumpball ausführen, den er erneut gewann. Im Vergleich zum vorherigen Spiel erhielt er diesmal knapp zwölf Minuten Einsatzzeit und zeigte dabei eine starke Leistung. Mit vier Punkten, fünf Rebounds und einem Assist legte er gute Statistiken auf. Besonders hervorzuheben ist jedoch sein Plus-Minus-Wert. Mit +15 erzielte Schroeder den besten Wert im gesamten Team.

    In einem kurzen Interview nach dem Spiel sagte er, wie wunderschön es für ihn gewesen sei, erstmals in der Starting Five gegen Berlin zu stehen. Zudem betonte er das Vertrauen des Coaches, das ihm viel Kraft gebe, ebenso wie die Unterstützung der Fans. Auch hob er hervor, dass ihm die zusätzliche Spielzeit enorm helfe, da er so besser in den Flow komme und schneller ins Spiel finde.

    Ausblick

    Am Freitag steht für die EWE Baskets das nächste wichtige Spiel an. Gegen die MLP Academics Heidelberg haben die Oldenburger die Chance, sich weiter von den unteren Tabellenrängen zu entfernen und den Blick verstärkt in Richtung Play-Ins zu richten. Ein ausführlicher Vorbericht folgt.

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    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Am Samstag um 18:30 Uhr steht für die EWE Baskets Oldenburg das zweite Heimspiel in Folge an. In der EWE Arena geht es gegen die Syntainics MBC aus Weißenfels, aktuell Tabellenelfter der Liga. Mit sieben Siegen befindet sich der MBC in einem äußerst engen Mittelfeld, denn die Teams auf den Plätzen sieben bis zwölf weisen allesamt dieselbe Anzahl an Siegen auf. Damit haben sie zwei Siege mehr auf dem Konto als die EWE Baskets.

    Die Partie ist daher von großer Bedeutung, um den Anschluss an diese Tabellenregion zu halten. Denn die Ränge sieben bis zehn berechtigen am Ende der Saison zur Teilnahme am Play-In Turnier. Nach den jüngsten Erfolgen dürfte dieses Ziel für die Oldenburger durchaus realistisch sein.

    Ausgangslage

    Während die EWE Baskets Oldenburg in den vergangenen fünf Spielen vier Siege einfahren konnten und lediglich eine Niederlage gegen den FC Bayern München Basketball hinnehmen mussten, stellt sich die jüngste Bilanz des MBC deutlich anders dar. Nach einem starken Saisonstart mit vier Siegen in Folge gerieten die Weißenfelser zuletzt ins Straucheln. In den vergangenen zehn Partien stehen lediglich drei Siege bei sieben Niederlagen zu Buche, zuletzt setzte es sogar vier Niederlagen in Serie.

    Dennoch sollten die Weißenfelser keinesfalls unterschätzt werden. Mit Spencer Reaves, Charles Callison und Khyri Thomas verfügen sie über viel Qualität auf den Guard Positionen, wobei jeder von ihnen an einem guten Tag mit einer starken Scoring Leistung den Unterschied ausmachen kann.

    Am vergangenen Spieltag setzte Oldenburgs Head Coach Lazar Spasić ein klares Zeichen und stellte Colin Schroeder in die Starting Five. Es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang Schroeder auch im Spiel gegen den MBC Einsatzzeit erhalten wird.

    Keys to win

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    Ein Problem der Oldenburger im Spiel gegen Berlin war der defensive Rebound. Insgesamt gaben sie 20 Offensivrebounds ab und sicherten sich damit nur 53,5 Prozent der möglichen Defensivrebounds. Gegen den MBC darf sich dieses Bild nicht wiederholen, denn die Mannschaft aus Weißenfels verfügt mit einem Offensivrating von 112,3 über das drittbeste der Liga. Zu viele zusätzliche Wurfversuche könnten Spieler wie Reaves, Callison, Thomas oder Marcus Foster in einen offensiven Rhythmus bringen. Alle vier Akteure erzielen in dieser Saison im Schnitt zweistellige Punktzahlen.

    Der MBC gehört zudem zu den Teams mit den wenigsten Ballverlusten in der gesamten BBL und kommt auf durchschnittlich 12,8 Turnover pro Spiel. Umso spannender wird es zu beobachten sein, wie sich die verbesserte Defensive der Oldenburger gegen die starke Offensive der Weißenfelser behaupten kann.

    Bereits im Spiel gegen Berlin gerieten die Oldenburger immer wieder in gegnerische Läufe. Auch hier wird interessant sein, wie sie gegen die offensivstarken Weißenfelser in solchen Phasen reagieren oder ob es gelingt, diese Läufe von Beginn an zu unterbinden.

    Ausblick

    Die EWE Baskets Oldenburg wollen ihren Aufwärtstrend im Heimspiel gegen den MBC bestätigen und den Anschluss an die Play-In Plätze halten. Entscheidend wird sein, defensiv konstant zu bleiben, zweite Wurfchancen zu verhindern und gegnerische Läufe frühzeitig zu stoppen, um die individuelle Offensivqualität der Weißenfelser nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

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    Seit dem Trainerwechsel steht die Oldenburger Mannschaft bei 4:1. In den Spielen zuvor schaffte das fast gleiche Team nur einen Sieg aus neun Partien. Welche Veränderungen haben sich seitdem ergeben und wie haben sich die Statistiken entwickelt? Dies wird in diesem Artikel genauer untersucht.

    Die Defensive

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    Eine wichtige Statistik zur Bewertung der Defensive ist das Defensiv-Rating. Es zeigt, wie viele Punkte das gegnerische Team pro 100 Ballbesitze erzielt. In dem unten gezeigten Diagramm sind die Werte auf die einzelnen Spieler bezogen. Besonders auffällig ist, dass Brian Fobbs stark von dem Systemwechsel unter Lazar Spasić profitiert. Unter Pedrag Krunić setzte das Team häufig auf starkes „Hedging“ beim Pick and Roll, also das Doppeln des Aufbauspielers. Das führte dazu, dass die Oldenburger leicht Punkte kassierten, da oft ein Gegenspieler frei stand.

    Spasić wählte einen anderen Ansatz: In der Verteidigung wird oft geswitched oder flach verteidigt, was Spielern wie Fobbs entgegenkommt, die ihre Stärke im 1-gegen-1 haben. In der alten Defensive war es für Spieler wie Fobbs und Chris Clemons oft schwierig, rechtzeitig zu helfen und offene Gegenspieler zu decken. So entstanden regelmäßig freie Dreier aus der Ecke oder einfache Punkte am Korb, da auch Michale Kyser nicht immer schnell genug zurück in die Zone kam, um den Center zu verteidigen.

    Der Systemwechsel erlaubt es Fobbs, seine individuellen Stärken besser einzubringen und gleichzeitig die Defensive insgesamt stabiler zu gestalten. Unter Krunić war das Risiko von einfachen Korblegern und offenen Würfen hoch, unter Spasić laufen die Abläufe kontrollierter, der Druck auf die Gegner steigt und die individuellen Stärken der Spieler werden besser genutzt.

    Ein Blick auf die Zahlen bestätigt diesen Trend: Fobbs’ Defensiv-Rating verbesserte sich von 119,4 auf 94,5. Auch bei Clemons zeigen die Werte, dass ihm die neue Verteidigungsform entgegenkommt: Sein Rating sank von 115,4 auf 102,7. Bei allen Spielern ist ein klarer Trend nach unten zu erkennen, lediglich bei James Woodard fällt die Veränderung mit 112,4 auf 110,3 nur minimal aus.

    Datengrundlage:.3stepsbasket.com

    Die Offensive

    Das Offensiv-Rating ist das Gegenstück zum Defensiv-Rating und zeigt, wie viele Punkte das eigene Team pro 100 Ballbesitze erzielt. Auch in der Offensive ist seit dem Trainerwechsel ein klarer Trend zu erkennen. Unter Spasić haben sich einige Abläufe deutlich verändert: Während die Angriffe unter Krunić noch oft im Eins-gegen-Eins endeten, wird nun mehr Ballbewegung gespielt. Häufig versucht das Team, in die Zone zu ziehen; wenn der direkte Weg zum Korb versperrt ist, wird der freie Mitspieler gesucht, der dann selbst in die Zone zieht oder von außen den Wurf nimmt.

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    Ein weiteres Mittel ist das Ausnutzen von Mismatches im Post. Dabei stellt sich ein Spieler am Rand der Zone mit dem Rücken zum Korb und Gegner auf und versucht, den Gegner zu überwinden. Kommt das Doppeln, wird der Pass weitergespielt oder der eigene Abschluss per Jump-Shot oder Korbleger gesucht. Besonders Spieler wie Zubčić profitieren davon, da er auf der Position vier relativ groß ist und so oft einen Größenvorteil gegenüber dem Gegenspieler hat.

    Auch Nicho Tischler profitiert deutlich von den offensiven Veränderungen. Seit dem Trainerwechsel erzielt er im Schnitt 16,4 Punkte pro Spiel und hat den größten Sprung im Offensiv-Rating: Sein Wert stieg von 97,6 auf 125,5. Aber auch Spieler wie Clemons, Fobbs und Woodard profitieren vom neuen System, alle drei konnten ihr Offensiv-Rating deutlich steigern.

    Datengrundlage:.3stepsbasket.com

    Das Team

    Ein Blick auf die Offensiv und Defensiv Ratings der Liga in den letzten fünf Spielen zeigt sofort, dass Oldenburg einen deutlichen Sprung gemacht hat. Im Offensiv Rating teilen sich die Oldenburger mit dem FC Bayern Basketball den ersten Platz mit einem Wert von 122,3. Auch im Defensiv Rating geht es in die richtige Richtung: Die EWE Baskets liegen hier ligaweit auf dem sechsten Platz.

    Vergleicht man zusätzlich das Net Rating, also die Differenz aus Offensiv und Defensiv Rating, steht Oldenburg mit +17,6 auf dem dritten Platz hinter Berlin und München.

    Brian Fobbs

    Einen Spieler aus dem Team möchte ich besonders hervorheben: Fobbs. Während er unter Trainer Krunić noch durchschnittlich knapp 33 Minuten pro Spiel auf dem Feld stand, ist seine Einsatzzeit inzwischen auf 26 Minuten gesunken. Diese nutzt er jedoch deutlich effektiver.

    In den letzten fünf Spielen kommt Fobbs auf einen Plus/Minus-Wert von +10. Dieser Wert zeigt, dass das Team mit ihm auf dem Feld im Schnitt 10 Punkte mehr erzielt. Unter Krunić lag dieser Wert noch bei –6.

    Auch sein Net Rating, also die Differenz aus Offensiv- und Defensivrating, hat sich stark verbessert. Während es vor dem Trainerwechsel noch bei –11,6 lag, steht es in den letzten fünf Spielen bei +23,2.

    Trotz der geringeren Spielzeit erzielt Fobbs weiterhin 14,4 Punkte pro Spiel, was in etwa dem gleichen Schnitt wie vor dem Trainerwechsel entspricht. Betrachtet man jedoch den True Shooting Percentage (TS%), wird deutlich, dass seine Offensive erheblich effizienter geworden ist.

    Zur Erklärung dieses Wertes:
    Die Formel lautet 100 × erzielte Punkte / Wurfversuche. Geht man davon aus, dass 2 Punkte pro Wurfversuch eine hervorragende Quote darstellen, müsste ein Spieler bei 5 Wurfversuchen 10 Punkte erzielen, um als sehr effizient zu gelten. Erzielt er hingegen nur 6 Punkte aus 5 Wurfversuchen, erreicht er 60 % TS.

    Fobbs’ TS% lag vor dem Trainerwechsel bei 53,0 % und steigerte sich in den letzten Spielen auf 67,1 %, was seine deutlich verbesserte offensive Effizienz unterstreicht.

    Ausblick

    Bei diesen Werten muss man berücksichtigen, dass in den fünf Spielen drei Gegner aus dem unteren Drittel der Liga waren. Gleichzeitig trat Oldenburg aber auch gegen die beiden stärksten Teams dieser Periode an und konnte im Net Rating bestehen. Nach weiteren fünf Spielen werden die Statistiken erneut unter die Lupe genommen und miteinander verglichen, um den Effekt des Trainerwechsels noch klarer zu bewerten.

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    Quelle für alles Statistiken ist 3stepsbasket.com.

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    Foto: Volker Schulze/OOZ

    Am Sonntag kam es in der Arena zu einem packenden Spiel, das von vielen Läufen beider Mannschaften geprägt war und das Oldenburg am Ende mit drei Punkten Vorsprung für sich entschied. Der Endstand lautete 73:70.

    Zu Beginn des Spiels gab es direkt eine positive Überraschung, denn Colin Schroeder stand in der Starting Five. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich seine Minuten unter Lazar Spasić weiterentwickeln werden und ob er künftig häufiger die Chance bekommt, sich auf dem Feld zu beweisen.

    Zu Beginn des Spiels wirkten die Baskets mit der hohen Intensität in der Verteidigung zunächst überfordert. So kassierte man direkt einen 10:0 Lauf, bei dem sieben Punkte aus Ballgewinnen der Berliner entstanden. Vor allem Jonas Mattisseck bereitete den Oldenburgern mit seiner harten Verteidigung am Ball große Probleme. Hinzu kam, dass Oldenburg im Abschluss etwas Pech hatte.

    Am Ende des ersten Viertels stand es 20:11 für Berlin, zudem hatten die Berliner bereits sechs Turnover erzwungen. Erwähnenswert ist jedoch, dass auch die Oldenburger Defensive gut ins Spiel fand, denn auch sie forcierten im ersten Viertel sechs Berliner Ballverluste.

    Anfang des zweiten Viertel holte sich dann Jonas Mattisseck nach nur knapp 2 Minuten sein 2tes Persönliches Foul, was den Berlinern sichtlich weh tat. Denn Mattisseck hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon 9 Punkte und 3 Steals. Anschließend schafften es die Oldenburger mit dem Druck der harten Berliner Verteidigung umzugehen und auch die Offensive kam immer besser in Schwung. Und so machte Tucker dann zum Ende des zweiten Viertel mit einem dreier den Ausgleich und es ging 36:36 in die Halbzeit.

    Foto: Volker Schulze/OOZ

    Im dritten Viertel änderte sich das Bild zunächst nicht und Oldenburg erspielte sich eine 14 Punkte Führung, mit der man ins Schlussviertel ging. Dort startete Berlin jedoch stark und drehte das Spiel mit einem 16:0 Lauf, sodass die Berliner plötzlich wieder mit zwei Punkten in Führung lagen. Anschließend fand auch die Oldenburger Offensive zurück in den Rhythmus und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, das Chris Clemons schließlich mit einem Dreipunktwurf zum 73:70 Sieg für Oldenburg entschied.

    Am Ende standen die Oldenburger bei nur zwölf Turnovern, was nach sechs Ballverlusten allein im ersten Viertel eine deutliche Steigerung darstellt. Zudem kassierte Oldenburg im weiteren Spielverlauf deutlich weniger Fastbreak Punkte als noch zu Beginn. Große Probleme hatte das Team jedoch beim Rebounding: Die Berliner sicherten sich 20 Offensiv Rebounds und erspielten sich dadurch zehn Würfe mehr. Diese Nachteile konnte Oldenburg jedoch mit einer starken Dreierquote von 45 Prozent kaschieren. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass man Berlin zu insgesamt 17 Turnovern zwang.

    Der Wurf zum Sieg

    22 Sekunden vor dem Ende stand es 70:70, als Spasić eine Auszeit nahm. Schnell war klar, dass der letzte Wurf Chris Clemons gehören würde, obwohl er bis dahin 0 von 5 aus dem Feld getroffen und seine einzigen zwei Punkte von der Freiwurflinie erzielt hatte. Clemons brachte den Ball über die Mittellinie und dribbelte nahe des Mittelkreises. Abseits des Balles gab es noch einige Bewegungen von Zubčić und Tischler, doch den meisten in der Arena war klar, Clemons würde selbst den Abschluss suchen. Rund drei Sekunden vor Schluss kam das Doppeln der Berliner, doch Clemons nahm den Dreipunktwurf gegen Jack Kayil und Martin Hermansson und traf seinen einzigen Feldwurf des Spiels zum viel umjubelten Sieg gegen Alba Berlin.

    James Woodard

    Am Ende kam Woodard auf knapp 30 Minuten Spielzeit und stand damit länger auf dem Feld als jeder andere Oldenburger. Besonders beeindruckend ist, dass Oldenburg diese Minuten mit 11 Punkten gewann, womit er ein entscheidender Faktor für den Sieg gegen Alba Berlin war. Ein genauerer Blick auf seine Statistiken zeigt zudem eine echte Allround-Leistung: Neben starken 14 Punkten hatte er großen Anteil an den vielen Ballgewinnen der Oldenburger und verbuchte am Spielende sechs Steals. Hinzu kamen fünf Rebounds und zwei Assists. Auch seine Dreierquote war erneut stark, denn er traf vier Mal von außen bei sieben Versuchen.

    Ausblick

    Am Samstag, den 10. Dezember, steht das nächste Heimspiel gegen den Syntainics MBC Weißenfels an. Der Vorbericht folgt an dieser Stelle, zuvor gibt es jedoch einen statistischen Vergleich zwischen der ersten und zweiten Saisonphase.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Ulf Duda / fotoduda.de

    Zum Jahresbeginn wartet direkt ein ganz besonderes Spiel: Es geht gegen Alba Berlin und damit auch gegen einen der prägendsten ehemaligen Oldenburger Spieler, Norris Agbakoko. Am Sonntag um 15 Uhr wird er erstmals in der EWE Arena nicht im Oldenburg-Trikot, sondern im Trikot von Alba Berlin auflaufen. Für viele Fans dürfte es ein emotionales Wiedersehen und ein herzliches Willkommen für den langjährigen Oldenburger Spieler werden.

    Außerdem wird Pedro Calles erstmals als Headcoach nach Oldenburg zurückkehren und auf der Gästebank in der EWE Arena Platz nehmen. Im Kader von Calles dürfte neben Agbakoko ein weiterer ehemaliger Oldenburger stehen: Bennet Hundt, der von 2021 bis 2023 für den Spielaufbau der Baskets verantwortlich war.

    Ausgangslage

    Beide Teams gehen mit Rückenwind in die Partie, denn beide Mannschaften konnten ihre letzten drei Spiele gewinnen. Dennoch trennt sie ein deutlicher Abstand in der Tabelle. Oldenburg steht mit einer Bilanz von 4:9 weiterhin in der unteren Tabellenregion, während Alba Berlin mit 9:4 Siegen punktgleich mit Würzburg den dritten Tabellenplatz belegt.

    Aus den letzten fünf Spielen holten die Berliner drei Siege. Auf überraschende Niederlagen gegen die Hamburg Towers und ratiopharm Ulm folgten drei deutliche und souveräne Erfolge gegen Rostock, Ludwigsburg und Braunschweig. Besonders beeindruckend war dabei der Sieg gegen Ludwigsburg, denn hier ließen die Berliner nur 47 Punkten zu.

    In Oldenburg blickt man seit dem Trainerwechsel auf eine Bilanz von 3:1. Mit Siegen gegen Braunschweig, Vechta und Hamburg zeigte Lazar Spasić, dass er die richtigen Veränderungen vorgenommen hat. Alle drei Erfolge waren enorm wichtig, um sich aus der unteren Tabellenregion ein Stück weit nach oben zu arbeiten.

    Keys to win

    Alba Berlin gehört ligaweit zu den besten Teams, wenn es darum geht, Turnover bei den Gegnern zu erzwingen. Die Mannschaft von Pedro Calles kommt auf 15,3 erzwungene Ballverluste pro Spiel und liegt damit auf Platz 4.

    Ein Grund dafür ist die aggressive Berliner Verteidigung, die bereits direkt an der Grundline des Gegners beginnt. Besonders Jonas Mattisseck und Malte Delow sind dafür bekannt, ihre Gegenspieler auch über das ganze Feld unter Druck zu setzen. Für Oldenburg wird es entscheidend sein, dass Chris Clemons den Ball kontrolliert über die Mittellinie bringt und dem permanenten Druck über das gesamte Spiel standhält.

    Ein weiteres oft angewendetes Mittel der Teams, die von Pedro Calles gecoacht werden, ist das harte Hedging in der Verteidigung beim Pick-and-Roll. Dabei wird der aufbauende Spieler sowohl vom Center als auch vom Guard doppelt bedrängt, um ihn zu Ballverlusten oder schlechten Entscheidungen zu zwingen. Dieses Vorgehen kann sehr effektiv sein, birgt jedoch die Gefahr, dass der freistehende Mitspieler gefunden wird und zu einem offenen Wurf kommt.

    Die Baskets spielen vergleichsweise selten Pick-and-Roll. Gegen Berlin könnte es jedoch interessant werden, dieses Mittel gezielt einzusetzen, um durch anschließende schnelle Ballbewegung freie Würfe zu kreieren.

    In der eigenen Defensive wird es entscheidend sein, die Ballbewegung der Berliner zu stoppen. Mit 20,6 Assists pro Spiel und einer Assist-Rate von 67,7 %, was ligaweit Platz 1 bedeutet, sind die Berliner besonders gefährlich, wenn der Ball gut läuft. Spannend wird sein, mit welcher Verteidigungsstrategie die Mannschaft von Lazar Spasić genau dieses stoppen will.

    Außerdem versucht Berlin nach eigenen Ballgewinnen oder Defensivrebounds schnell Fastbreak-Punkte zu generieren. Diese schnelle Transition gilt es für die Oldenburger zu unterbinden, um einfache Punkte zu verhindern.

    Ausblick

    Der Sonntag bietet nicht nur ein spannendes Basketballspiel: Mit der Rückkehr von Norris Agbakoko in die EWE Arena steht den Fans zudem ein emotionaler Moment bevor. Ebenso interessant wird sein, wie Lazar Spasić seine Mannschaft einstellen wird, um das wichtige Spiel gegen Berlin erfolgreich zu gestalten.

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    Am 17. Dezember wurde im Format „Frage der Woche“ den EWE Baskets Spielern die Frage gestellt: „Was steht denn auf deiner Wunschliste ganz oben?“
    Seth Hinrichs antwortete darauf: „A win on the 21st, a win on the 27th and a win on the 29th – yeah, three wishes.“
    Die ersten beiden Wünsche gingen bereits in Erfüllung. Gestern folgte dann ein hart erkämpfter und am Ende doch deutlicher Sieg gegen Rasta Vechta im Rasta Dome. Damit erfüllte sich für Seth Hinrichs auch sein dritter Wunsch.

    Das Spiel

    Es war ein hart umkämpftes Spiel, in dem es besonders in der ersten Hälfte viele Führungswechsel gab und sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit führten die EWE Baskets Oldenburg knapp mit 45:43. Mitte des dritten Viertels konnte sich Rasta Vechta zwar einen neun Punkte Vorsprung erspielen, doch die Oldenburger ließen sich nicht abschütteln. Mit einem starken Schlussviertel, das sie mit 34:16 gewannen, entschieden sie die Partie schließlich deutlich mit 96:79 für sich.

    Ein starkes viertes Viertel

    Am Ende war es das vierte Viertel, das den Sieg gegen Vechta sicherte. In diesem Abschnitt passte nahezu alles. Die EWE Baskets trafen im vierten Viertel acht von acht Dreiern. Zudem setzte ein 12:0-Lauf bei einem Spielstand von 79:76 aus Oldenburger Sicht gut fünf Minuten vor Schluss den entscheidenden Impuls und sorgte letztlich für das deutliche Endergebnis.

    Über weite Strecken der Partie bekam Oldenburg Alonzo Verge Jr. defensiv nicht in den Griff. Im ersten Viertel war es unter anderem Chris Clemons, der die Drives von Verge Jr. zum Korb nicht stoppen konnte. Auch Dakarai Tucker hatte eine bezeichnende Szene, in der er versuchte, Verge Jr. über das gesamte Feld aufzunehmen, dem explosiven Antritt des Guards jedoch nicht folgen konnte und ein And-One kassierte.

    Im Schlussviertel änderte sich das Bild. Brian Fobbs übernahm die Verteidigung gegen Verge Jr., nahm ihn erst knapp hinter der Dreierlinie auf und versuchte konsequent, den Drive zu unterbinden. Zudem kam Michale Kyser mehrfach zur Hilfe, um Abschlüsse am Korb zu erschweren. Zwar traf Verge Jr. im letzten Viertel zwei seiner fünf Abschlüsse, dabei handelte es sich jedoch ausschließlich um sehr schwierige Würfe.

    Seth Hinrichs

    Mit dem Seitenwechsel kassierten die Oldenburger einen 0:10-Lauf und gerieten mit 45:53 ins Hintertreffen. Auch wenige Minuten später lag Rasta Vechta noch mit 56:49 vorne. In dieser Phase traf Seth Hinrichs einen wichtigen Dreier mit Ablauf der Shot Clock. Kurz darauf war es erneut Hinrichs, der nach einem vergebenen Korbleger den Offensivrebound sicherte und auf 56:54 verkürzte.

    In einer Phase, in der offensiv wenig zusammenlief, hielt er Oldenburg mit diesen beiden Aktionen im Spiel. Auch beim anschließenden Ausgleich durch Filip Stanic ballte der Co-Kapitän die Faust – nur eine von vielen Szenen, in denen er seine Mitspieler antrieb und motivierte.

    Am Ende steuerte Hinrichs sieben Punkte, sechs Rebounds und zwei Assists zum Sieg bei und hatte damit großen Anteil am Erfolg. Gleichzeitig erfüllte er sich seinen dritten „Weihnachtswunsch“: den Sieg am 29. Dezember.

    Ausblick

    Nach dem Jahreswechsel wartet direkt ein echtes Highlight. Am 4. Januar geht es zuhause gegen Alba Berlin und dieses Spiel hat gleich aus mehreren Gründen eine besondere Geschichte.

    Zum einen kehrt Pedro Calles erneut in die EWE Arena zurück. Nach der Trennung stand er hier bereits einmal an der Seitenlinie, damals noch als Assistant Coach von Alba Berlin. Am kommenden Sonntag wird er jedoch erstmals als Headcoach von Alba Berlin zurück nach Oldenburg kommen.

    Dazu gibt es ein großes Wiedersehen mit Norris Agbakoko. Zum ersten Mal wird er in der EWE Arena auflaufen, ohne das Trikot der EWE Baskets zu tragen – ein ungewohntes Bild, das sicher für den einen oder anderen besonderen Moment sorgen wird.

    Der ausführliche Vorbericht folgt in den nächsten Tagen. Bis dahin wünsche ich euch allen erstmal einen guten Start ins Jahr 2026.

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    Am Montag, den 29. Dezember, steht das letzte von drei Auswärtsspielen und zugleich die letzte Partie des Jahres an. Um 20 Uhr treten die Oldenburger im Rasta Dome gegen Rasta Vechta an – mit dem Ziel, einen gelungenen Jahresabschluss zu feiern.

    Ausgangslage

    Seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Pokal hat sich auf beiden Seiten einiges getan. Bei den EWE Baskets Oldenburg steht mit Lazar Spasić inzwischen ein neuer Headcoach an der Seitenlinie. In seinen ersten drei Partien feierte er bereits zwei Siege, lediglich gegen den FC Bayern München Basketball musste sich sein Team geschlagen geben. Mit zuletzt zwei Auswärtserfolgen in Folge führte Spasić die Oldenburger zurück in die Erfolgsspur, sodass sie mit spürbarem Rückenwind in das nächste lokale Derby gegen Rasta Vechta gehen.

    Auch bei Rasta Vechta hat sich personell etwas verändert. Mit Tibor Pleiß verpflichteten die Vechtaer einen namhaften Neuzugang. Der 109-fache deutsche Nationalspieler und zweifache EuroLeague-Champion verletzte sich jedoch im Spiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg und stand zuletzt nicht zur Verfügung. Beim Auswärtsspiel in Braunschweig fehlte Pleiß damit ebenso wie Tommy Kuhse, Lloyd Pandi und Malcolm Dandridge verletzungsbedingt. Zusätzlich war Guard Alonzo Verge Jr. angeschlagen. Entsprechend bleibt offen, in welcher Besetzung Rasta Vechta im Derby gegen Oldenburg antreten kann.

    Sportlich blickt Vechta auf eine durchwachsene Phase seit dem Pokalaus gegen Oldenburg zurück. Drei Siege aus den vergangenen fünf Spielen stehen zu Buche, am letzten Spieltag folgte jedoch ein herber Rückschlag. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig unterlag Rasta mit 77:98 deutlich einem direkten Tabellennachbarn.

    Für Rasta Vechta geht es damit nicht nur um die Revanche für das Pokal-Aus gegen Oldenburg, sondern auch darum, die klare Niederlage vom Samstag möglichst schnell vergessen zu machen.

    Keys to win

    Der Schlüssel zum Erfolg wird auch in Vechta erneut in der Defensive liegen. Vor allem werden die beiden Topscorer Verge und Tevin Brown die Oldenburger Verteidigung vor große Herausforderungen stellen. Ziel muss es sein, das Spiel der Vechtaer früh zu stören und einfache Abschlüsse am Korb konsequent zu verhindern. Besonders wichtig wird dabei die Kontrolle der Drives, insbesondere von Verge.

    Zusätzlich richtet sich der Fokus klar auf Brown, der sich in den vergangenen Wochen in herausragender Form präsentiert. Mit durchschnittlich 26,8 Punkten in den letzten vier Partien ist er der gefährlichste Offensivspieler von Rasta. Seine Leistungen sprechen für sich: 30 Punkte gegen Ludwigsburg und sogar 46 Zähler gegen Hamburg. Besonders von der Dreierlinie ist Vorsicht geboten, da Brown im Schnitt rund acht Würfe pro Spiel nimmt und dabei starke 40,8 Prozent trifft. Freie Würfe von außen gilt es daher unbedingt zu vermeiden.

    Ausblick

    Am Montag steht ein spannendes Derby zwischen Vechta und Oldenburg an, in dem die EWE Baskets ihren Aufwärtstrend bestätigen wollen. Zudem wird mit Spannung erwartet, wie sich die Mannschaft unter dem neuen Headcoach Spasić weiterentwickelt.

  • Foto: Ulf Duda / fotoduda.de
    Foto: Dennis Fischer

    Im gestrigen Spiel gegen die Hamburg Towers erwischten die Oldenburger einen sehr starken Start ins erste Viertel und lagen nach gut sechs Minuten bereits zweistellig in Führung. Besonders hervorzuheben ist dabei Nicho Tischler, der mit viel Energie und starkem Scoring überzeugte. Er erzielte sieben Punkte bei einer perfekten Wurfquote aus dem Feld.

    Anschließend kamen jedoch die Hamburg Towers besser ins Spiel und hatten ihre beste Phase der Partie. Angeführt von Ross Williams, der von der Bank kam und in nur sechs Minuten acht Punkte erzielte, verkürzten sie den Rückstand deutlich.

    Auch der Beginn des zweiten Viertels gehörte zunächst den Hamburg Towers, die nach etwas mehr als drei Minuten erstmals in Führung gingen und viertelübergreifend einen 7:2-Lauf hinlegten. Diese hielt jedoch nicht lange, denn die Baskets übernahmen wieder die Kontrolle über das Spiel und beendeten die erste Halbzeit mit einer 40:34-Führung. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die starke Dreierquote von 44 Prozent bei 18 Versuchen sowie eine gute Defensivleistung, durch die die Oldenburger die Towers bei lediglich 34 Punkten hielten.

    In der zweiten Halbzeit änderte sich das Spielbild nicht mehr. Die Oldenburger trafen weiterhin stark von außen und verwandelten 14 ihrer 33 Dreipunktwürfe. Auch defensiv präsentierten sie sich konstant auf hohem Niveau: Mit häufigen Switches in der Verteidigung unterbanden sie erfolgreich die Drives der Hamburger zum Korb.

    Da den Towers zudem der Rhythmus von außen fehlte und sie lediglich 23 Prozent ihrer Würfe von jenseits der Dreierlinie trafen, kamen sie insgesamt nur auf 69 Punkte. Entsprechend gewannen die Baskets am Ende verdient mit 94:69.

    Erwähnenswert ist außerdem, dass Ralph Hounnou und Colin Schroeder in der Schlussphase noch Einsatzminuten erhielten. Honnou nutzte diese sogar für fünf Punkte.

    Chris Clemons und Nicho Tischler

    Foto: Dennis Fischer

    Beide Spieler sind in dieser Partie besonders hervorzuheben. Zwar fand Chris Clemons an diesem Abend nicht konstant seinen Wurfrhythmus und kam auf 4 von 10 Treffern aus dem Feld, dennoch überzeugte er mit seiner Weiterentwicklung im Spielaufbau. Unter Cheftrainer Lazar Spasić hat er seine Qualitäten als Ballverteiler deutlich verbessert und steuerte in diesem Spiel sieben Assists bei. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Clemons in dieser Rolle in den kommenden Partien weiterentwickeln wird.

    Nicho Tischler avancierte zum Topscorer der Begegnung und traf dabei starke 73 Prozent seiner Würfe aus dem Feld. Darüber hinaus sammelte er vier Steals und beeindruckte erneut mit enormer Energie und Einsatzbereitschaft. Besonders in der Defensive sowie bei seinen aggressiven Zügen zum Korb setzte er immer wieder Akzente. Es macht großen Spaß, ihm beim Spielen zuzuschauen.

    Nach der Partie sagte Tischler in einem kurzen Interview, dass die Mannschaft den Umbruch nach den schwierigen vergangenen Wochen nun zunehmend bewältigt habe. Vor allem in der Verteidigung sei mit deutlich mehr Intensität gearbeitet worden. Anstatt häufig zu hedgen, habe man vermehrt geswitcht und flach verteidigt, um das Ballmovement des Gegners besser zu unterbinden.

    Ausblick

    Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht: Bereits am Montag, den 29. Dezember, bestreiten die Baskets in Vechta das letzte von drei Auswärtsspielen. Ein Vorbericht folgt.